PM: FPA 2019: “Junge Menschen stärken” ist das Thema des renommierten “Polit-Oscars” 2019

Die Stiftung World Future Council, die Vereinten Nationen und das Inter-Parlamentarische Netzwerk rufen zu Nominierungen von Gesetzen zur Verbesserung der Lebenssituation von jungen Menschen auf.

Hamburg/New York, 5. April 2019. Die Hamburger Stiftung World Future Council hat sich zusammen mit Agenturen der Vereinten Nationen und der Inter-Parlamentarischen Union  auf das Thema des „Polit-Oscars“ 2019 geeinigt:  „ Junge Menschen stärken“. In einer sich schnell verändernden Welt durch Klimawandel, Digitalisierung, Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung ist dieses aktueller denn je. Sie rufen zu Nominierungen lösungsgebender Gesetze auf.

Gesucht werden vorbildliche und effektive politische Maßnahmen und Gesetze, die nachhaltige und menschenwürdige Jobs für junge Menschen ermöglichen und ihre gesellschaftliche und politische Teilhabe für eine nachhaltige und friedvolle Entwicklung fördern.

Der renommierte Future Policy Award wird seit 2009 von der Stiftung World Future Council verliehen. Er ist der einzige Preis, mit dem auf internationaler Ebene Gesetze ausgezeichnet werden, die bessere Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen fördern.

Alexandra Wandel, Vorstandssprecherin des World Future Council: „Heutzutage leben auf der Welt rund 1,8 Milliarden junge Menschen – mehr als jemals zuvor. Ein Großteil von ihnen lebt in den sogenannten Entwicklungsländern. Angesichts hoher Arbeitslosigkeit, Klimawandel und Migration  stehen sie vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig steckt in ihnen ein ungeahntes Potenzial, welches ihre Gemeinden und Gesellschaften voranbringen kann – wenn es entsprechend gelenkt und gefördert wird. Mit dem Future Policy Award 2019 möchten wir die wirkungsvollsten Gesetze weltweit identifizieren und bekannt machen, um politische Entscheidungsträger/innen zu inspirieren, mehr in die Zukunft von jungen Menschen zu investieren.“

Der Preis wird in Partnerschaft mit der Inter-Parlamentarischen Union, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und mit Unterstützung der UN-Sondergesandten für Jugend, der Internationalen Arbeitsorganisation und der in Deutschland ansässigen Michael Otto Stiftung, der Jua Stiftung und Youth Policy Lab organisiert.

Die Gewinner des „Polit-Oscars“ werden im  Oktober 2019 bekannt gegeben. Die feierliche Verleihung des Preises wird im Oktober vor rund 800 ParlamentarierInnen aus aller Welt im Rahmen der 141. Vollversammlung der Inter-Parlamentarischen Union in Belgrad, Serbien, stattfinden. Eine Preisfeier in Deutschland wird Ende des Jahres in Hamburg stattfinden.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: https://www.worldfuturecouncil.org/p/2019-empowering-youth/

Stiftung World Future Council
Der World Future Council setzt sich für ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne zukünftiger Generationen ein. Seine bis zu 50 Ratsmitglieder kommen aus Politik, Geschäftswelt, Wissenschaft und Kultur – und von allen fünf Kontinenten. Der Rat identifiziert mithilfe seines Netzwerks von Wissenschaftlern, Parlamentariern, Zivilgesellschaft und Umweltorganisationen weltweit zukunftsweisende Politikansätze und unterstützt ihre Umsetzung auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene. Mit seinem „Future Policy Award“ ehrt der Rat die weltbesten Gesetze, die bessere Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen fördern. Bisher wurde er in den Politikfeldern Nahrungssicherheit, Schutz der Biodiversität, Erhaltung der Wälder, Schutz von Ozeanen, Abrüstung, Frauen und Mädchen vor Gewalt schützen, Kinderrechte, Desertifikation und Agrarökologie vergeben. https://www.worldfuturecouncil.org/de/

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) UNDP arbeitet mit Menschen aller Gesellschaftsebenen zusammen, um Staaten dabei zu helfen, Krisen zu meistern und und die Art Wachstum zu fördern, die die Lebensqualität für die vor Ort lebenden Menschen verbessern kann. Lokal, in rund 170 Ländern und Regionen bietet UNDP globale Perspektiven und örtliche Eindrücke, um ein besseres Leben zu ermöglichen und belastbare Nationen aufzubauen. UNDP fördert die Rolle von jungen Frauen und Männern als “Agenten des Wandels” und hat erstmals in 2016 das UNDP Globale Jugendprogramm ins Leben gerufen. https://www.undp.org

Die Sondergesandte für die Jugend der Vereinten Nationen setzt sich global für die Bedarfe und Rechte junger Menschen ein und bringt ihnen gleichzeitig die Vereinten Nationen nahe. Das Büro der Jugendgesandten ist Teil des Sekretariats der Vereinten Nationen und unterstützt Multistakeholder-Partnerschaften und Jugendinitiativen innerhalb der UNO. Ziele sind die Stärkung von Jugendlichen, auch als Führungskräfte, auf nationaler, regionaler und globaler Ebene. Das Büro fördert die Beteiligung von jungen Menschen innerhalb der UNO, auch im Rahmen von politischer und wirtschaftlicher Entwicklung mit einem starken Fokus auf marginalisierte und benachteiligte Jugendliche. Die Jugendsondergesandte arbeitet an der Realisierung der „Jugend2030: UNO Strategie für die Jugend“. https://www.un.org/youthenvoy/

Die Inter-Parlamentarische Union (IPU) ist die Weltorganisation der Parlamente. Heute sind 178 nationale Parlamente und 12 assoziierte Parlamente Mitglieder in der IPU. Die IPU arbeitet dabei eng mit den Vereinten Nationen zusammen. Die IPU konzentriert sich auf die Förderung von Frieden und Demokratie sowie Achtung und Förderung der Menschenrechte und hilft Parlamenten dabei, sich stark, jünger, Geschlechter ausgewogen und vielfältig aufzustellen. Zweimal im Jahr treffen sich im Rahmen der Vollversammlung mehr als 1.500 Parlamentarier und Delegierte aus aller Welt und arbeiten an der Umsetzung der Agenda 2030. Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung von Jungparlamentariern. https://www.ipu.org/

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) ist die UN-Agentur in der Arbeitswelt. Sie legt internationale Arbeitsstandards fest, fördert Arbeitsrechte und setzt sich für angemessene Beschäftigungsmöglichkeiten, die Verbesserung von Sozialschutz und die Stäkrung des Dialogs zu arbeitsbezogenen Themen ein. Die ILO wurde 1919 im Zuge eines vernichtenden Krieges gegründet, um der Vision zu folgen, dass universeller, andauernder Frieden nur erreicht werden kann, wenn dieser auf sozialer Gerechtigkeit basiert. Als einzige dreiteilige UN Agentur, bringt die ILO Regierungen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus 187 Mitgliedstaaten zusammen, um Arbeitsstandards festzulegen, Gesetze zu entwickeln und Programme voranzubringen, die eine faire Arbeit für alle Männer und Frauen fördern sollen. www.ilo.org

Youth Policy Labs ist eine global führende Denkschmiede mit einem besonderen Fokus auf Jugendliche, angesiedelt bei dem gemeinnützigen Verein Demokratie & Dialog in Berlin. Youth Policy Labs arbeitet an der Schnittstelle von Forschung und Journalismus mit dem Ziel durch gut angereichertes Wissen politisches Handeln zugunsten der Lebenswelten und Bedarfe junger Menschen zu beeinflussen. Youth Policy Labs setzt sich für Jugendpolitiken ein, fördert junge Menschen als Forscher, ermöglicht internationale Diskussionen zu Jugendpolitiken und macht sich stark für eine wirksamere Kohärenz zwischen den Vereinten Nationen und Geberorganisationen zu Jugendrechten, -politiken und –programmen. Das Team besteht aus jungen Experten zu Jugendpolitiken, Jungforscher und Jungjournalisten. Veröffentlichungen finden Sie unter Youth Policy Presse http://www.youthpolicy.org/

Ein besonderer Dank geht an die Michael Otto Stiftung und die Jua Stiftung.

MEDIA CONTACT

Samia Kassid

Senior Project Manager – Rechte von Kindern und Jugendlichen, World Future Council

samia.kassid@worldfuturecouncil.org

T: 040 3070914-18

Die Stiftung World Future Council fordert zum Weltkindertag: Kinderrechts-Bildung an Schulen stärken für eine demokratische Gesellschaft

„Frieden, Toleranz und Demokratie sind in Gefahr, aber Kinder und Jugendliche können unsere Gesellschaft stärken!“

Hamburg, den 18. September 2018 – Anlässlich des Weltkindertages am 20. September fordert die Hamburger Stiftung World Future Council, dass Kinder- und Menschenrechte wirksamer in der Bildungspraxis gelernt, erlebt und in diese integriert werden müssen. Angesichts der besorgniserregenden demokratiekritischen oder gar -feindlichen Entwicklungen in Deutschland wird dies umso wichtiger. „Demokratie und Menschrechts-Bildung sind eng miteinander verwoben. Ich sehe Frieden, Toleranz, Gleichberechtigung und Demokratie in Gefahr, wenn diese Themen nicht erlebbar gemacht werden. Kinder und Jugendliche, die aufgeklärt und selbstbewusst damit umgehen, können unsere demokratische Gesellschaft langfristig stärken“, so Samia Kassid, Kinderrechtsexpertin des World Future Council.

Seit 1992 gilt die UN-Konvention über die Rechte des Kindes in Deutschland, und der Staat hat sich damit verpflichtet, die Rechte der Kinder zu achten, zu schützen und zu gewährleisten. Dazu gehört auch, die Kinderrechte bekannt und erlebbar zu machen, nicht nur in der Schule, sondern auch im Rahmen von Berufsausbildung sowie Fort- und Weiterbildungen aller Berufsgruppen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Kinder- und Menschenrechte sollten interdisziplinär und fächerübergreifend eine größere Rolle spielen und ganzheitlich verstanden und vermittelt werden. Hier ist noch Handlungsbedarf. „Die Vermittlung von demokratischen Werten beginnt damit, dass Mädchen und Jungen Kinder- und Menschenrechte kennen, diese in Bezug zu ihren eigenen Lebenswelten setzen und lernen, Verantwortung zu übernehmen. Die Schule ist einer der wichtigsten Lern- und Lebensorte für Kinder. Daher sollte Kinderrechts-Bildung Bestandteil des Lehrplans und des Lehramtsstudiums sein, und Schulen selbst sollten demokratische Orte sein, die die aktive Beteiligung der Kinder und Jugendlichen fördern“, so Samia Kassid. „Die Politik ist hier in der Verantwortung. Daran möchte ich am Weltkindertag erinnern und zu beherztem Handeln auffordern.“

Ehrenratsmitglied des World Future Council Prof. Dr. Michael Otto unterstreicht dies:  „Kinder sind unsere Zukunft. Damit Menschenrechte in Deutschland und weltweit umgesetzt werden können, braucht es bereits bei den Kindern eine Bildungspraxis, die dies fördert. Ich wünsche mir, dass unsere Kinder und Kindeskinder in Frieden und Freiheit groß werden können und dass unser Bildungssystem dies unterstützt.“ Der Unternehmer Prof. Dr. Michael Otto unterstützt die Stiftung World Future Council seit der Gründung 2007 mit seinem besonderen Engagement für Kinderrechte und Klimaschutz.

Samia Kassid

Senior Projektmanagerin – Kinderrechte.

Samia Kassid leitet seit Mai 2014 das Team der Stiftung World Future Council für das Thema Kinderrechte. Sie verfügt über langjährige Erfahrungen in den Bereichen Kinderrechte und Advocacyarbeit und sitzt bei der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention im Vorstand.

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Miriam Petersen
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Nachhaltige Bildung: Chinesische Delegation besucht Maryland

Silbergewinner des Future Policy Awards 2015 inspiriert bildungspolitische Delegation aus China

Umweltbildung in China gehört seit Jahrzehnten zu den Schwerpunkten der Bildungsprogramme der chinesischen Regierung. Trotz der Bemühungen ist es bis jetzt nicht gelungen, das Engagement von Schülerinnen und Schülern in Sachen Umweltschutz zu steigern. Darum ist das Interesse auf chinesischer Seite groß, von anderen Ländern zu lernen, um die Umweltbildung in China nachhaltiger umzusetzen.

2015 vergaben wir unseren alljährlichen Future Policy Award zum Thema Kinderrechte. Ein Gesetz aus Maryland, USA, gewann Silber für die vorbildlichen Umweltbildungsstandards. 2011 eingeführt, haben sie das Ziel, in Nachhaltigkeit gebildete Schülerinnen und Schüler aus der Schule zu entlassen. Um diesen Ansatz zu verbreiten, veranstalteten wir 2016 einen internationalen Workshop in Maryland zu genau diesem Thema. Es kamen Bildungsexpertinnen und -experten aus aller Welt, unter anderem auch aus China und erfuhren, wie die Umweltbildungsstandards umgesetzt werden.

Der Workshop zeigte Wirkung. Im Nachgang der Workshops besuchte am 31. Juli eine Delegation des chinesischen Ministeriums für Umwelt und Ökologie den US-Staat Maryland und tauschte sich mit Vertreterinnen und Vertretern des Bildungsministeriums zu den Umweltbildungsstandards aus. Besonders von Interesse war für die Delegation wie Umweltbildung inhaltlich und in der Lehrerfortbildung verbessert und das öffentliche Bewusstsein gestärkt werden kann.

Die Stiftung World Future Council arrangierte das Treffen und wird weiterhin den Dialog aufrechterhalten.

Future Policy Award 2019 Policy Broschüre

Die besten Gesetze zur Stärkung junger Menschen feiern

In dieser Broschüre präsentieren wir die Gewinner-Gesetze unseres Future Policy Awards 2019. Zusammen mit der Interparlamentarischen Union (IPU) und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, sowie der Unterstützung des Büros des UN Secretary-General’s Envoy on Youth, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), dem Youth Policy Lab (YPL), der Michael Otto Stiftung und der Jua Stiftung. Das Ziel ist es, Gesetze herauszuheben, die den Zugang von Jugendlichen zu angemessenen Jobs, auch grünen Jobs, verbessern und  die zivile und politische Mitbestimmung für nachhaltige Entwicklung und Frieden fördern. 





Junge Menschen engagieren sich für Nachhaltigkeit

Die Zusammenarbeit mit der Julius-Leber-Schule in Hamburg begann mit einer Erasmus+ -Veranstaltung der Schule, die die Leiterin unserer Kinderrechts-Abteilung Samia Kassid im  Frühsommer letzten Jahres besuchte. Im Rahmen von Erasmus+ arbeiten Schulklassen aus Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien und Spanien gemeinsam an einem Projekt über Nachhaltigkeit.

Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft gegründet

World Future Council unterzeichnet Gründungsdokument

Gruppenfoto der Unterzeichnenden bei der Gründungsfeier in Berlin

Demokratie ist ein zerbrechliches Gebilde. Sie muss von klein auf gelebt und erfahren werden, sonst geraten Werte, wie Frieden, Freiheit und Respekt vor den Menschenrechten und der Natur in Vergessenheit. Der World Future Council setzt sich bereits erfolgreich für Bildung für Nachhaltigkeit ein – nun ist er Partner eines Bündnisses, das sich in Deutschland für dieses Thema stark macht:

Am 11. Juni wurde das Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft ins Leben gerufen. Es hat das Ziel, im Verbund Bildung für eine demokratische Gesellschaft in Deutschland voran zu treiben und Kinder-/Menschenrechtsbildung verstärkt in den Mittelpunkt der Bildungskonzepte zu stellen. Der World Future Council gehört zu den ersten Unterzeichnern des Gründungsdokumentes, dem jetzt 50 Organisationen und Verbände angehören.

Kinder der Regenbogenschule Schalkenbach basteln das Kinderrechteband: es misst 2055 Meter, hat 12.330 Figuren und wurde mit 37.390 Tackernadeln befestigt.

„Als Partner des Bündnisses unterstützen wir das Anliegen, dass Mädchen und Jungen eine Bildung für eine demokratische und nachhaltige Gesellschaft erfahren und erleben. Ein großes Dankeschön geht an die Schülerinnen und Schülern der Regenbogenschule Schalkenbach, die sich mit ihrem Kinderrechteband dafür stark machen, dass Kinderrechte endlich ins Grundgesetz stehen.”, so Samia Kassid, Leiterin des Kinderrechts-Programms des World Future Council.

Bildrechte auf dieser Seite: (c) Marius Klemm Photography, für das Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft

 

 

 

Pressemitteilung: Ein Unternehmer mit großem Einsatz für Nachhaltigkeit

 

Ein Unternehmer mit großem Einsatz für Nachhaltigkeit

World Future Council gratuliert Ehrenratsmitglied Dr. Michael Otto  zum 75. Geburtstag

Hamburg, 9. April 2018: Am 12. April 2018 feiert Dr. Michael Otto, Unternehmer und Ehrenratsmitglied des Weltzukunftsrates, seinen 75. Geburtstag. Der World Future Council und sein Gründer Jakob von Uexküll gratulieren herzlich und würdigen den vorbildliche Einsatz des Unternehmers für Klimaschutz und Kinderrechte.

Dr. Michael Otto mit seiner Ehefrau Christl und Tochter Janina Özen-Otto auf einer Veranstaltung des WFC.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Otto Group ist ein großer Unterstützer des World Future Councils. Dr. Otto hatte die Gründung des World Future Councils im Mai 2007 gemeinsam mit der Stadt Hamburg ermöglicht und unterstützt den World Future Council in den Themengebieten Klimaschutz und Kinderrechte. So hat Dr. Otto sich erfolgreich für die Etablierung einer international Erneuerbaren Energienagentur (IRENA) eingesetzt, für eine Allianz für Erneuerbare Energien in Afrika und für den Schutz von Kindern in Afrika. Aktuell fördert er gemeinsam mit seiner Tochter Janina Özen-Otto das Kinderrechts-Programm des World Future Council. Eine von ihm unterstützte Studienreise des World Future Councils zu Bildung für nachhaltige Entwicklung hat dazu geführt, dass in Peru Umweltbildungswochen und ein Bildungstag in der Natur in Schulen eingeführt wird.

Nachhaltigkeit und die Sorge um unseren Planeten sowie die Zukunft heranwachsender Generationen sind weitere Triebfeder seines Engagements.

„Dr. Otto ist uns allen ein wunderbares Vorbild“, so Jakob von Uexküll. „Ich danke ihm für sein visionäres nachhaltiges Denken und Handeln, das in vielfältigem Engagement resultiert: für den World Future Council, unsere Stadt, unsere Kinder und für zukünftige Generationen.”

 

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ÜBER DEN WORLD FUTURE COUNCIL

Der World Future Council (WFC) verfolgt das Ziel, unseren Kindern und Enkeln einen gesunden Planeten mit gerechten Gesellschaften zu übergeben. Um dies zu erreichen, identifizieren und verbreiten wir zukunftsgerechte politische Lösungen und fördern deren Umsetzung weltweit. Der Rat besteht aus 50 internationalen Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Kultur.  Jakob von Uexküll, der Gründer des Alternativen Nobelpreises, hat den World Future Council 2007 ins Leben gerufen.

Leitfaden: Bildung für nachhaltige Entwicklung

Kurzbeschreibung

Wir Menschen stehen vor großen Herausforderungen (Ressourcenabbau, soziale Ungleichheit und Ausbeutung der Lebensbedingungen zukünftiger Generationen), die einen Paradigmenwechsel im Denken und Handeln fordern. Der Klimawandel, als reales Ergebnis unseres Lebensstils und Wirtschaftens, macht dies sehr deutlich. Global und lokal müssen wir lernen, nachhaltige und sozial gerechte Entscheidungen zu treffen. Hierfür benötigen wir jedoch eine Bildung, die uns mit den notwendigen Fähigkeiten und Werten ausstattet, als wir heute als Weltbürgerinnen und –bürger dringend benötigen.
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist dieses Bildungskonzept, das Lernende aller Altersgruppen mit Kompetenzen ausstattet, die für eine sozialgerechte, grüne und kohlenstoffarme Gesellschaft der Zukunft erforderlich sind.

Viele Länder haben sich schon auf dem Weg gemacht, Bildung für nachhaltige Entwicklung in ihr Bildungssystem zu integrieren, mehr oder weniger erfolgreich. Das neue Handbuch „Advancing Education for sustainable Development“ zeigt die Faktoren auf, die dazu beitragen, BNE strukturell, z.B. durch politische Rahmenbedingungen und in der Praxis erfolgreich umzusetzen anhand von Fallbeispielen. Gleichzeitig stellt es die Trends und Aussichten vor, die diese ganzheitliche, fortschrittliche und umgestaltende Bildung mit sich bringt.


Koalitionsverhandlungen – GroKo will Kinderrechte im Grundgesetz verankern

Ein Kommentar der Kinderrechtsexpertin Samia Kassid von der Stiftung World Future Council zu den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen der Großen Koalition

Die GroKo will die Rechte von Kindern stärken – daher sollen laut Koalitionsvertrag Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden. Die Hamburger Stiftung World Future Council (WFC) begrüßt diesen Ansatz. WFC-Kinderrechts-Expertin Samia Kassid sagt dazu: „Die Entscheidung ist überfällig: Seit Jahrzehnten rufen Kinderrechtsorganisationen, Familienverbände und sogar das UN-Komitee über die Rechte des Kindes zu diesem Schritt auf.“

Doch der WFC warnt vor reiner Symbolpolitik: „Jetzt hängt es davon ab, wie das ,Kindergrundrecht‘ ausformuliert wird“, so Samia Kassid weiter. „Mädchen und Jungen benötigen die rechtliche Grundlage, gesund und geschützt aufzuwachsen und aktiv am gesellschaftlichen und politischen Geschehen teilzunehmen. Außerdem ist es wichtig klarzustellen, dass mit der Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz der Erziehungsauftrag der Eltern unterstützt und nicht unterwandert wird.“

„Die weiteren im Koalitionsvertrag genannten Vorhaben – wie Kinderarmut zu reduzieren, die Bildungsstruktur zu verbessern und mehr Mittel für nachhaltige Entwicklung und humanitäre Hilfe zur Verfügung zu stellen – sind weitere wichtige und überfällige Schritte.“

Klimaschutz ist Kinderschutz, findet Samia Kassid, und ruft die Regierungsparteien dazu auf, auch verstärkt die Rechte von Kindern, Jugendlichen und zukünftigen Generationen zu berücksichtigen, wenn es um die Umsetzung der Klima- und Umweltschutzziele geht: „Eine gesunde und intakte Umwelt garantiert allen Kindern weltweit, ihre Rechte auf Überleben, Schutz und Beteiligung wahrzunehmen.“

Samia Kassid leitet das Team des WFC für das Thema Kinderrechte. Sie verfügt über langjährige Erfahrungen in den Bereichen Kinderrechte und Advocacyarbeit und sitzt bei der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention im Vorstand. Sie ist Diplom-Volkswirtin mit Schwerpunkt Entwicklungszusammenarbeit und Umweltpolitik.

Sansibar – Ein Beispiel, von dem wir lernen können

Als positives Beispiel für die Implementierung eines Gesetzes, das Kindern Rechte, Sicherheit und Gerechtigkeit zusichert, haben wir das “Kinderrechtsgesetz” von Sansibar identifiziert. Mehr Informationen über unsere Arbeit dazu finden Sie hier:

Delegierte aus 12 Ländern unterzeichnen Erklärung zur Sicherung von Kinderrechten

Unterzeichnerinnen und Unterzeichner aus Afrika, Asien und dem arabischen Raum, die von ihren Ministerien zu der Konferenz entsandt wurden,  betonen den gemeinsamen Willen, Gewalt gegen Mädchen und Jungen zu beenden, Kinderehen abzuschaffen  und erheben die Forderung nach höheren Budgets für Kinder.

-PRESSEMITTEILUNG-

Sansibar, den 01. Dezember 2017: Zum Abschluss der Internationalen Konferenz für Kinderrechte, ausgerichtet von der Hamburger Stiftung World Future Council, haben die Vertreterinnen und Vertreter aus 12 Ländern sowie Kinderrechtsexperten eine Erklärung zur Sicherung von Kinderrechten unterzeichnet. Sie kommen aus Ghana, Indonesien, Liberia, Nigeria, Seychellen, dem teilautonome Somali Land, Südafrika, Süd Sudan, Sudan, Tansania, Tunesien, und dem teilautonomen Sansibar. Zusätzlich  haben die Teilnehmer für ihre Länder Aktionspläne entworfen, wie die vorhandenen Kinderschutz-Gesetze besser umgesetzt werden können.  Federführend bei der Erklärung war Dr. Amb. Gertrude Ibengwé Mongella, WFC Ehrenratsmitglied und ehem. Präsidentin des Pan-Afrikanischen Parlaments.

Die Delegierten lehnen alle Formen von Gewalt gegen Kinder ab.  Sie betonen die Notwendigkeit, Gesetzgeber und Bevölkerung in ihren Heimatländern verstärkter über die Auswirkungen von Gewalt gegen Jungen und Mädchen, einschließlich Kinderehen und körperlicher Bestrafung zu sensibilisieren, da diese eine erhebliche Verletzung von Kinderrechten darstellen. Ferner fordern sie, die Implementierung von Kinderschutz in den Ländern voranzutreiben. In der Erklärung bekräftigen  die Delegierten  ihre Bereitschaft sich dafür einzusetzen, Kinderschutzsysteme und Gewaltpräventionsmaßnahmen zu stärken, Sozialarbeit auszubauen und die Koordination des Kinderschutzes auf allen Ebenen zu verbessern. Sie fordern, mehr öffentliche Gelder für den Kinderschutz bereitzustellen.

Ferner haben sie sich bereit erklärt dazu beizutragen, auf lokaler und nationaler Ebene, die auf der Konferenz vorgestellten effektiven Maßnahmen zum Schutz und Beteiligung von Kindern in ihre Ministerien weiterzutragen. Die Delegierten bekennen sich zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen („SDGs”), alle Formen von Gewalt gegen Jungen und Mädchen zu beenden, insbesondere Ziel 5 und 16, sowie die Erklärung von Kindern zu stärken.

Dr. Auma Obama, Vorsitzende der Kinderrechtskommission des World Future Council, sowie Vorsitzende und Gründerin der Stiftung Sauti Kuu, unterzeichnete ebenfalls die Deklaration. Sie sagte:

“Gewalt gegen Mädchen und Jungen schadet den Kindern und ihrer Zukunft. Diese Konferenz und die Sansibar-Erklärung sind ein großer Schritt vorwärts zu einer kinderfreundlichen und zukunftsgerechten Welt. Gesetzgeber sind nun dringend aufgerufen, effektive Maßnahmen zum Schutz der Kinder zu ergreifen. Sansibar hat vorgemacht, wie es geht!”

Die Konferenz wurde unterstützt von Janina Özen-Otto, JUA Stiftung und Michael Otto Stiftung.

 

Lesen Sie die vollständige Erklärung zur Sicherung von Kinderrechten.

Participants from across Africa and Asia joined the International Conference on Child Justice, Protection and Participation

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Der World Future Council

Der World Future Council (WFC) wurde 2007 von Jakob von Uexküll, ebenfalls Gründer des Alternativen Nobelpreises, in Leben gerufen. Der WFC stellt die Interessen zukünftiger Generationen ins Zentrum von Politikgestaltung. Der Rat besteht aus 50 internationalen Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur, die in ihrem Themenbereich bereits Herausragendes geleistet haben. Im Rat sitzen bspw. die Kinderrechtlerin Auma Obama, die Schimpansen-Forscherin Jane Goodall und die indische Wissenschaftlerin und Aktivistin Vandana Shiva. Der Rat setzt sich für gesetzliche Rahmenbedingungen ein, die heutigen wie zukünftigen Generationen das Leben in einer gerechten und ökologisch intakten Welt ermöglichen. Die Hauptansprechpartner hierfür sind politische Entscheidungsträger und Parlamentarier, aber auch Partner aus der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und internationalen Organisationen. Für eine nachhaltige, gerechte und friedliche Zukunft, in der universelle Rechte respektiert werden, erforschen, identifizieren und verbreitet der World Future Council die besten
globalen politischen Lösungen.