World Future Council veröffentlicht „Bregenzer Erklärung“

Gipfeltreffen: Experten erarbeiten Lösungen für die größten Herausforderungen unserer Zeit

Bregenz, 2. April 2017Zum Abschluss des 10. World Future Forums, das vom 30. März bis 2. April im österreichischen Bregenz abgehalten wurde, hat der World Future Council seine „Bregenzer Erklärung“ veröffentlicht. Die Ratsmitglieder sehen Klimawandel und nukleare Bedrohungen als existentielle und akute Gefahr für die Menschheit.

Bregenz am 1.4.2017 World Future Forum, Council, im Festspielhaus Bregenz, mit Ernst Ulrich von Weizsäcker, Auma Obama, Alexandra Wandel, Jakob von Uexküll,
Im Bild: Ratsmitglieder und Mitarbeiter.

„Wenn wir den Kurs nicht ändern, steuern wir auf nie dagewesene Gefahren und Konflikte zu, die – in absehbarer Zeit – sogar das Ende der menschlichen Zivilisation einschließen.“, erklärte Jakob von Uexküll auf der Pressekonferenz, die das jährliche World Future Forum eröffnete. Ähnlich drastisch formuliert der World Future Council seine Einschätzung der aktuellen Lage in seiner „Bregenzer Erklärung“. Bei dem Gipfeltreffen diskutierten die 50 Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur im Bregenzer Festspielhaus  das Arbeitsprogramm für 2017/18.

Die Ratsmitglieder sind der Überzeugung, dass funktionierende politische Lösungen bereits existieren – sie müssen nur verbreitet und umgesetzt werden. Deshalb identifiziert der World Future Council Gesetze und Maßnahmen, mit denen es gelingt, die globalen Herausforderungen zu bewältigen und eine Welt zu gestalten, die gerecht, nachhaltig und friedlich ist. In seiner „Bregenzer Erklärung“ fasst das hochkarätig besetzte Gremium die Arbeitsschwerpunkte für das kommende Jahr zusammen: Themen wie etwa Abrüstung, erneuerbare Energie, Kinderrechte und Nahrungssicherheit stehen im Zentrum der Erklärung, mit dem Ziel, die besten Lösungen an politische Entscheidungsträger weltweit zu vermitteln. 

Opening Session des 10. World Future Forum mit den Ratsmitgliedern im Festspielhaus Bregenz. Copyright: Kongresskultur Bregenz. Photos by: Dietmar Mathis.

Unter anderem werden mit dem diesjährigen Future Policy Award, dem „Oscar für gute Gesetze“, politische Lösungen ausgezeichnet, die sich der Bekämpfung von Wüstenbildung und Landdegradation verschrieben haben: 30 Prozent der Landmasse der Erde sind von Trockengebieten bedeckt und somit sind 135 Millionen Menschen durch Wüstenbildung von Vertreibung und Hunger, die zu den Gründen für die Flüchtlingsströme in den Westen zählen, bedroht. Die Preisverleihung wird im Herbst 2017 in China stattfinden.

Weitere Maßnahmen umfassen unter anderen die Nutzbar-Machung der Geldschöpfungspolitik für Klimaschutz und die Umlenkung von Rüstungsausgaben zur Armutsbekämpfung.

Die vollständige „Bregenzer Erklärung“ finden Sie hier oder im unten stehenden Link.

Pressekonferenz eröffnet das World Future Forum. Im Bild: Ernst Ulrich von Weizsäcker, Auma Obama, Alexandra Wandel, Jakob von Uexküll, Bürgermeister Markus Linhart

Der World Future Council kann auf ein erfolgreiches World Future Forum zurückblicken. Direktorin Alexandra Wandel würdigt das Engagement der Stadt Bregenz, des Festspielhauses und des Landes Vorarlberg: „Mit Bregenz haben wir den idealen Veranstaltungsort für das 10. World Future Forum gefunden. Hier in der Region werden die Werte, die uns am Herzen liegen, gelebt und aktiv umgesetzt.“

Jakob von Uexküll, Initiator des World Future Councils, äußerte sich optimistisch im Bezug auf das Arbeitsprogramm: „Warum mit Problemen leben, die wir lösen können? Und wir werden uns weiterhin – gemeinsam mit unseren Bregenzer Partnern – für eine nachhaltige, friedliche und gerechte Zukunft einsetzen.“

 

 


 

 

Pressekontakt

Miriam Petersen
Media & Communications Manager
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World Future Council

Der World Future Council (WFC) ist eine gemeinnützige Stiftung mit Hauptsitz in Hamburg. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende, Jakob von Uexküll, gründete auch den Alternativen Nobelpreis. Der WFC setzt sich für ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne zukünftiger Generationen ein. Seine Mitglieder kommen aus Politik, Geschäftswelt, Wissenschaft und Kultur – und von allen fünf Kontinenten. Der Rat identifiziert mithilfe seines Netzwerks von Wissenschaftlern, Parlamentariern und Umwelt-Organisationen weltweit zukunftsweisende Politikansätze und unterstützt ihre Umsetzung auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene. Weitere Infos finden Sie unter www.worldfuturecouncil.org.