Pressemitteilung: Internationale Allianz, aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft fordert von G20: Klimaschutz auch ohne die USA umsetzen

Berlin/ Hamburg, 13. Juni 2017: In einer gemeinsamen Erklärung hat heute die Stiftungsplattform F20 gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft die G20 aufgefordert, das Pariser Abkommen auch ohne die USA umzusetzen. Das Bündnis, u. a. bestehend aus den Begleitgruppen des G20-Prozesses Business 20, Think Tank 20, Women 20 und Labour 20, kritisierte den angekündigten Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen als „kurzsichtig und unverantwortlich“.

Das Pariser Abkommen sei unabdingbar, um die Klimakrise zu bewältigen.

„Die verbleibenden 19 Staaten müssen beim kommenden G20-Gipfel im Hamburg überzeugend demonstrieren, dass sie das Pariser Abkommen umsetzen wollen“,

heißt es in der Erklärung.

 

„Staats- und Regierungschefs rund um den Globus haben sich auf beeindruckende Art und Weise für das Pariser Abkommen ausgesprochen. Jetzt müssen den Worten Taten folgen. Eine überwältigende Zahl an Unternehmen, Investoren, Wissenschaftler, Umwelt- und Menschenrechtsgruppen, Bürgermeistern, Bürgerinnen und Bürgern bieten dabei ihre Unterstützung an“,

sagte Johannes Merck, Vorstand der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, und einer der Sprecher der Stiftungsplattform F20.

 

Konkret forderte das Bündnis die führenden 19 Industrienationen auf, ihre jeweiligen nationalen Klimaschutzbeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) zu erhöhen, einen weltweiten Mechanismus zur CO2-Bepreisung auf den Weg zu bringen und sich auf einen konkreten Zeitplan für das Ende der Subventionierung fossiler Energieträgern zu einigen. Finanzmarktakteure sollten zudem in die Lage versetzt werden, nachhaltig zu investieren, indem sich die G20 für Standards für die Offenlegung von Klimarisiken im Finanzsektor einsetzt.

 

Hintergrund

Die Begleitprozesse (Engagement Groups) der G20 bestehen aus internationalen Organisationen aus allen G20-Ländern und darüber hinaus. Dabei vertreten Business 20 (B20) Wirtschaft und Unternehmen, Civil 20 (C20) die Zivilgesellschaft, Labor 20 (L20) die Gewerkschaften, Youth 20 (Y20) Kinder und Jugendliche, Women 20 (W20) Frauenorganisationen und Think 20 (T20) die Wissenschaft. Für Business 20, Civil 20 und Think 20 zeichnen die Vorsitzenden der jeweiligen Task Forces zu Klima, Energie- und Nachhaltigkeit die Erklärung. Diese wird von L20, Y20, W20 sowie der Stiftungsplattform Foundation 20 (F20) unterstützt.

 

Die gemeinsame Erklärung der G20-Begleitgruppen (englisch) finden Sie hier.

 

Die Stiftungsplattform F20 hat sich anlässlich des im Juli in Hamburg stattfindenden G20-Gipfels gegründet. Mit einem Event am 4. Juli im Hamburger Rathaus will die F20 ihrer Unterstützung für die internationalen Klimaschutzagenda Ausdruck verleihen sowie darüber zu diskutieren, wie das Potenzial, das weltweiter Klimaschutz bietet, gehoben werden kann.

Zur F20 gehören u. a. Rockefeller Brothers Fund, der Wallace Global Fund (beide USA), Shakti Sustainable Energy Foundation, Tata Trusts (beide Indien), Avina Foundation (Lateinamerika), FARN (Argentinien), SEE Foundation, C Team (beide China), Instituto Arapyaú (Brasilien), European Climate Foundation (Niederlande), Stiftung Zukunftsfähigkeit, Stiftung Mercator, Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz, Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, WWF, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der World Future Council (alle Deutschland). Insgesamt repräsentieren diese Stiftungen ein Gesamtkapital in zweistelliger Milliardenhöhe US-Dollar.

 

For more Information on the F20 Foundation Platform, visit www.foundations-20.org/

 

Pressekontakt

Katrin Riegger

Leiterin Kommunikation Deutschland, European Climate Foundation

Katrin.Riegger@europeanclimate.org,

T: +49 (0) 30 847 12 11 96, M: +49 (0) 157 71 33 57 96

World Future Council

Der World Future Council (WFC) ist eine gemeinnützige Stiftung mit Hauptsitz in Hamburg. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende, Jakob von Uexküll, gründete auch den Alternativen Nobelpreis. Der WFC setzt sich für ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne zukünftiger Generationen ein. Seine Mitglieder kommen aus Politik, Geschäftswelt, Wissenschaft und Kultur – und von allen fünf Kontinenten. Der Rat identifiziert mithilfe seines Netzwerks von Wissenschaftlern, Parlamentariern und Umwelt-Organisationen weltweit zukunftsweisende Politikansätze und unterstützt ihre Umsetzung auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene. Weitere Infos finden Sie unter www.worldfuturecouncil.org.

 

F20 Stiftungsplattform: A transformation that leaves no one behind

Am 7. und 8. Juli 2017, kommen die einflussreichsten Industrie- und Entwicklungsländer zum G20-Gipfel in Hamburg zusammen. Regierungschefs der 19 führenden Wirtschaftsnationen und der Europäischen Union werden dort gegenwärtige Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen diskutieren. Anlässlich dieses bedeutenden Events hat sich eine einzigartige Allianz von über 35 Stiftungen und philanthropischen Organisationen (F20) gegründet, um gemeinsam einen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz und einer globalen Energiewende zu leisten – vor, während und nach des G20 Gipfels.

Mehr über die Stiftungsplattform F20: www.foundations-20.org

 

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