Future Policy Award 2019: Einflussreiche Lösungen zur Stärkung junger Menschen für eine faire und nachhaltige Zukunft

67 Nominierungen aus 36 Ländern sind im Rennen um den “Polit-Oscar” zur Stärkung von Jugendlichen

Pressemitteilung: Abrüstungskonferenz in Basel

Umkehr der finanziellen Interessen in fossile Brennstoffe und das atomare Wettrüsten durch Divestment

Basel, 11. April 2019: Die jüngsten „Fridays for Future“- Proteste haben gezeigt, dass weltweit Unzufriedenheit mit dem anhaltenden Versagen der Regierungen und der Industrie beim Klimaschutz herrscht. Hinzukommt das Vorstellen der Zeiger der „Doomsday Clock“ auf zwei Minuten vor Mitternacht, welches auf das weiterhin hohe Risiko einer nuklearen Auseinandersetzung hinweist. Allerdings, „der verheerende Klimawandel und das Risiko eines nuklearen Krieges werden solange nicht verhindert, wie die internationale Gemeinschaft den ökonomischen und politischen Einfluss der fossilen Brennstoffindustrie und der Atomwaffenhersteller nicht angeht,“ so ein Teilnehmer der Konferenz „Move the Nuclear Weapons Money“, die in Basel vom 12. bis 13. April stattfindet.

„Unternehmen, die Atomwaffen herstellen oder solche, die fossile Brennstoffe fördern, verdienen Millionen, wenn nicht Milliarden an US-Dollar dadurch, dass sie das atomare Wettrüsten forcieren und unser Klima zerstören,“ meint Dr. Keith Suter, Economics Futurist und Mitglied des Clubs von Rom. „Die Konzerne haben ein eigennütziges, finanzielles Interesse an der Produktion von mehr und mehr Atomwaffen und darin, dass sie den Wandel von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien blockieren. Um diese Interessen zu schützen, üben sie politischen Druck auf Entscheidungsträger aus. Wir müssen die ökonomischen Anreize, die unseren Planeten zerstören, in Anreize umwandeln, die Frieden fördern und die Umwelt schützen.“

Die Konferenz, bei der Gesetzgeber (Bürgermeister, Stadträte und Parlamentarier), Finanzmanager, Vertreter der Zivilgesellschaft und Experten im Bereich Abrüstung und Klimawandel diskutieren werden, behandelt das „sozial verantwortliche Investieren“ (Socially Responsible Investment, SRI), um diesen Wandel des ökonomischen und politischen Einflusses zu vollziehen. SRI umfasst das Beenden von Investitionen in Atomwaffen und fossilen Brennstoffen („Divestment“) und der Re-Investition dieser Gelder in nachhaltige Anlagen („Impact Investment“).

„Die meisten von uns unterstützen zurzeit indirekt und oft unwissentlich fossile Brennstoffe und Atomwaffen durch Investitionen in diese Industrien, die von unseren Regierungen, Banken, Städten, Universitäten, religiösen Institutionen und Pensionskassen getätigt werden,“ so Professor (em.) Andreas Nidecker, MD, Präsident des Basel Peace Office, dem Veranstalter der Konferenz. „Jeder von uns kann einen Beitrag dazu leisten, indem er diese Organisationen auffordert, entsprechende  Investitionen zu beenden.“

„Divestment erlaubt uns, Druck auf die Industrien auszuüben und sie so zum Wandel zu bewegen,“ sagt Dr. Ute Finckh-Krämer, Ratsmitglied der Parlamentarier für Nukleare Nichtverbreitung und Abrüstung und ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Bundestagsunterausschusses für Abrüstung und Rüstungskontrolle. „Solche Aktionen verdeutlichen die Immoralität (und Dummheit) immenser Profite, die aus der Zerstörung unseres Planten geschlagen werden. Sie unterstützen außerdem Gesetzgeber, die daran arbeiten Maßnahmen zur nuklearen Abrüstung und zum Klimaschutz zu verabschieden und umzusetzen.“

„Impact Investment ist die andere Seite der “Socially Responsible Investment”- Medaille,“ meint Professor Laurent Goetschel, Geschäftsführer von swisspeace. „Wenn vermehrt in Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit setzen, investiert wird, können Investoren von stabilen Kapitalerträgen profitieren, während ihr Kapital gleichzeitig zur Verbesserung von Menschenleben und der Umwelt eingesetzt wird. Es ist eine Win-Win Situation und sollte, zumindest für alle öffentlichen Investmentfonds, die Handlungsmaxime sein.“

Die Konferenz ist Teil der „Move the Nuclear Weapons“- Kampagne, die jetzt schon weltweit Fuß gefasst hat. „Es haben sich bereits eine Anzahl an Staatsfonds, Pensionskassen, Ländern und Städten, Banken, Universitäten und religiösen Institutionen entschlossen, ihre Investitionen aus der Atomwaffen- und/oder fossilen Brennstoffindustrie zu ziehen,“ so Thies Kätow, Forscher beim World Future Council, einem der Co-Sponsoren des Konferenz. „Gemessen an den Milliarden an Investitionen, die weltweit getätigt werden, fällt die Summe, die desinvestiert wurde, moderat aus,“ berichtet Herr Kätow. „Allerdings wächst der politische Einfluss mit jeder weiteren Atomwaffen- und fossilen Brennstoff Divestmentkampagne. So könnte sie vergleichbar mit der Kampagne werden, die gegen Südafrika Ende des 20. Jh. geführt wurde. Sie trug entscheidend dazu bei die südafrikanische Regierung 1994 zur Beendigung der Apartheid zu bewegen.“

KONTAKT

Englisch: Alyn Ware, alyn@pnnd.org Tel.: +41 788 912 156
Deutsch: Andreas Nidecker, anidecker@bluewin.ch Tel.: +41 765 573 712

Pressemitteilung: “Junge Menschen stärken” ist das Thema des renommierten “Polit-Oscars” 2019

Die Stiftung World Future Council, die Vereinten Nationen und das Inter-Parlamentarische Netzwerk rufen zu Nominierungen von Gesetzen zur Verbesserung der Lebenssituation von jungen Menschen auf.

Hamburg/New York, 5. April 2019. Die Hamburger Stiftung World Future Council hat sich zusammen mit Agenturen der Vereinten Nationen und der Inter-Parlamentarischen Union  auf das Thema des „Polit-Oscars“ 2019 geeinigt:  „ Junge Menschen stärken“. In einer sich schnell verändernden Welt durch Klimawandel, Digitalisierung, Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung ist dieses aktueller denn je. Sie rufen zu Nominierungen lösungsgebender Gesetze auf.

Gesucht werden vorbildliche und effektive politische Maßnahmen und Gesetze, die nachhaltige und menschenwürdige Jobs für junge Menschen ermöglichen und ihre gesellschaftliche und politische Teilhabe für eine nachhaltige und friedvolle Entwicklung fördern.

Der renommierte Future Policy Award wird seit 2009 von der Stiftung World Future Council verliehen. Er ist der einzige Preis, mit dem auf internationaler Ebene Gesetze ausgezeichnet werden, die bessere Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen fördern.

Alexandra Wandel, Vorstandssprecherin des World Future Council: „Heutzutage leben auf der Welt rund 1,8 Milliarden junge Menschen – mehr als jemals zuvor. Ein Großteil von ihnen lebt in den sogenannten Entwicklungsländern. Angesichts hoher Arbeitslosigkeit, Klimawandel und Migration  stehen sie vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig steckt in ihnen ein ungeahntes Potenzial, welches ihre Gemeinden und Gesellschaften voranbringen kann – wenn es entsprechend gelenkt und gefördert wird. Mit dem Future Policy Award 2019 möchten wir die wirkungsvollsten Gesetze weltweit identifizieren und bekannt machen, um politische Entscheidungsträger/innen zu inspirieren, mehr in die Zukunft von jungen Menschen zu investieren.“

Der Preis wird in Partnerschaft mit der Inter-Parlamentarischen Union, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und mit Unterstützung der UN-Sondergesandten für Jugend, der Internationalen Arbeitsorganisation und der in Deutschland ansässigen Michael Otto Stiftung, der Jua Stiftung und Youth Policy Lab organisiert.

Die Gewinner des „Polit-Oscars“ werden im  Oktober 2019 bekannt gegeben. Die feierliche Verleihung des Preises wird im Oktober vor rund 800 ParlamentarierInnen aus aller Welt im Rahmen der 141. Vollversammlung der Inter-Parlamentarischen Union in Belgrad, Serbien, stattfinden. Eine Preisfeier in Deutschland wird Ende des Jahres in Hamburg stattfinden.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: https://www.worldfuturecouncil.org/p/2019-empowering-youth/

Stiftung World Future Council
Der World Future Council setzt sich für ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne zukünftiger Generationen ein. Seine bis zu 50 Ratsmitglieder kommen aus Politik, Geschäftswelt, Wissenschaft und Kultur – und von allen fünf Kontinenten. Der Rat identifiziert mithilfe seines Netzwerks von Wissenschaftlern, Parlamentariern, Zivilgesellschaft und Umweltorganisationen weltweit zukunftsweisende Politikansätze und unterstützt ihre Umsetzung auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene. Mit seinem „Future Policy Award“ ehrt der Rat die weltbesten Gesetze, die bessere Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen fördern. Bisher wurde er in den Politikfeldern Nahrungssicherheit, Schutz der Biodiversität, Erhaltung der Wälder, Schutz von Ozeanen, Abrüstung, Frauen und Mädchen vor Gewalt schützen, Kinderrechte, Desertifikation und Agrarökologie vergeben. https://www.worldfuturecouncil.org/de/

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) UNDP arbeitet mit Menschen aller Gesellschaftsebenen zusammen, um Staaten dabei zu helfen, Krisen zu meistern und und die Art Wachstum zu fördern, die die Lebensqualität für die vor Ort lebenden Menschen verbessern kann. Lokal, in rund 170 Ländern und Regionen bietet UNDP globale Perspektiven und örtliche Eindrücke, um ein besseres Leben zu ermöglichen und belastbare Nationen aufzubauen. UNDP fördert die Rolle von jungen Frauen und Männern als “Agenten des Wandels” und hat erstmals in 2016 das UNDP Globale Jugendprogramm ins Leben gerufen. https://www.undp.org

Die Sondergesandte für die Jugend der Vereinten Nationen setzt sich global für die Bedarfe und Rechte junger Menschen ein und bringt ihnen gleichzeitig die Vereinten Nationen nahe. Das Büro der Jugendgesandten ist Teil des Sekretariats der Vereinten Nationen und unterstützt Multistakeholder-Partnerschaften und Jugendinitiativen innerhalb der UNO. Ziele sind die Stärkung von Jugendlichen, auch als Führungskräfte, auf nationaler, regionaler und globaler Ebene. Das Büro fördert die Beteiligung von jungen Menschen innerhalb der UNO, auch im Rahmen von politischer und wirtschaftlicher Entwicklung mit einem starken Fokus auf marginalisierte und benachteiligte Jugendliche. Die Jugendsondergesandte arbeitet an der Realisierung der „Jugend2030: UNO Strategie für die Jugend“. https://www.un.org/youthenvoy/

Die Inter-Parlamentarische Union (IPU) ist die Weltorganisation der Parlamente. Heute sind 178 nationale Parlamente und 12 assoziierte Parlamente Mitglieder in der IPU. Die IPU arbeitet dabei eng mit den Vereinten Nationen zusammen. Die IPU konzentriert sich auf die Förderung von Frieden und Demokratie sowie Achtung und Förderung der Menschenrechte und hilft Parlamenten dabei, sich stark, jünger, Geschlechter ausgewogen und vielfältig aufzustellen. Zweimal im Jahr treffen sich im Rahmen der Vollversammlung mehr als 1.500 Parlamentarier und Delegierte aus aller Welt und arbeiten an der Umsetzung der Agenda 2030. Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung von Jungparlamentariern. https://www.ipu.org/

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) ist die UN-Agentur in der Arbeitswelt. Sie legt internationale Arbeitsstandards fest, fördert Arbeitsrechte und setzt sich für angemessene Beschäftigungsmöglichkeiten, die Verbesserung von Sozialschutz und die Stäkrung des Dialogs zu arbeitsbezogenen Themen ein. Die ILO wurde 1919 im Zuge eines vernichtenden Krieges gegründet, um der Vision zu folgen, dass universeller, andauernder Frieden nur erreicht werden kann, wenn dieser auf sozialer Gerechtigkeit basiert. Als einzige dreiteilige UN Agentur, bringt die ILO Regierungen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus 187 Mitgliedstaaten zusammen, um Arbeitsstandards festzulegen, Gesetze zu entwickeln und Programme voranzubringen, die eine faire Arbeit für alle Männer und Frauen fördern sollen. www.ilo.org

Youth Policy Labs ist eine global führende Denkschmiede mit einem besonderen Fokus auf Jugendliche, angesiedelt bei dem gemeinnützigen Verein Demokratie & Dialog in Berlin. Youth Policy Labs arbeitet an der Schnittstelle von Forschung und Journalismus mit dem Ziel durch gut angereichertes Wissen politisches Handeln zugunsten der Lebenswelten und Bedarfe junger Menschen zu beeinflussen. Youth Policy Labs setzt sich für Jugendpolitiken ein, fördert junge Menschen als Forscher, ermöglicht internationale Diskussionen zu Jugendpolitiken und macht sich stark für eine wirksamere Kohärenz zwischen den Vereinten Nationen und Geberorganisationen zu Jugendrechten, -politiken und –programmen. Das Team besteht aus jungen Experten zu Jugendpolitiken, Jungforscher und Jungjournalisten. Veröffentlichungen finden Sie unter Youth Policy Presse http://www.youthpolicy.org/

Ein besonderer Dank geht an die Michael Otto Stiftung und die Jua Stiftung.

MEDIA CONTACT

Samia Kassid

Senior Project Manager – Rechte von Kindern und Jugendlichen, World Future Council

samia.kassid@worldfuturecouncil.org

T: 040 3070914-18

Land bedeutet Leben – Die Förderung des nachhaltigen Entwicklungsziels 15.3 „Landdegradationsneutralität“

Der World Future Council beim Land for Life Tag in Ordos, China

 

Der World Future Council hatte die große Ehre, seine diesjährige Future Policy Award Verleihung während der dreizehnten Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zur Bekämpfung der Desertifikation der Vereinten Nationen (UNCCD COP13) in Ordos, China abzuhalten, dem internationalen Gipfel zur Bekämpfung von Wüstenausbreitung und Landverödung.

Am 12. September 2017 nahm der World Future Council am Land for Life Day des Gipfels teil und organisierte eine Veranstaltung zum Thema: „Öffentliche Politik und Land: Können gute Gesetze die Erreichung des Ziels der ‚Landdegradationsneutralität‘ unterstützen?”

Während des Events bekamen wir die Möglichkeit, Konferenzteilnehmern aus aller Welt die Gewinnergesetze des Future Policy Award 2017 vorzustellen.

Nachdem Frau Jenny Choo vom UNCCD Sekretariat eine kurze Einführung zum Land for Life Tag gab, übergab sie die Moderation an Frau Boping Chen, Direktorin des WFC-China-Büros, welche die Bedeutung von adäquaten Gesetzen für das Erreichen des Ziels der ‚Landdegradationsneutralität‘ unterstrich und die Redner vorstellte.

Alexandra Wandel, Direktorin des World Future Council, während des “Land for Life Day” in Ordos, China, im Rahmen der UNCCD COP13.

Zunächst betonte Frau Alexandra Wandel, Direktorin des World Future Council, in ihrer Rede die Einzigartigkeit des Future Policy Award, da dieser als einziger Preis Gesetze und Politiken auf internationaler Ebene auszeichnet. Frau Wandel lobte die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der UNCCD, dem diesjährigen Partner des Preises, und stellte die Gewinnergesetze kurz vor, bevor die Redner aus den jeweiligen Ländern die Möglichkeit bekamen, über ihre Erfolge vor Ort zu sprechen.

Zunächst sprach Dr. Atinkut Mezgeb über die massiven Landregenerierungsmaßnahmen der Politik der äthiopischen Region Tigray (Gold Award). Fernanda Cruz zeigte, wieviel das brasilianische Zisternenprogramm zur Linderung der Dürre im Nordosten Brasiliens beigetragen hat (Silber Award). Die innovative „4 per 1000 Initiative” (Vision Award) wurde von Dr. Paul Luu vorgestellt. Zuletzt klärte S.E. Ali Bety über die Erfolgsfaktoren der nigrischen 3N Initiative auf (Bronze Award). Weitere Gewinnergesetze aus China, Australien und Jordanien wurden in Videos vorgestellt.

Nach einer lebhaften Frage-und-Antwort-Runde endete die Veranstaltung mit den Schlussbemerkungen von Jakob von Uexküll, dem Gründer des World Future Council.

Im Download-Bereich unten können Sie das detaillierte Programme der Veranstaltung sowie das Gesamtprogramm des Land for Life Tages einsehen.

Hamburger Stiftung verleiht in China internationalen Preis für erfolgreiche Maßnahmen gegen Wüstenbildung

Hamburg / Ordos (China), 12. September 2017 – Gestern wurde in Ordos (Innere Mongolei, China) im Rahmen der Wüstenbekämpfungskonferenz der Vereinten Nationen der Future Policy Award („FPA“) verliehen. Der von der Stiftung World Future Council und dem Sekretariat des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Desertifikation (UNCCD) gemeinsam verliehene, internationale Preis zeichnet in diesem Jahr die besten Gesetze und Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Wüsten aus. Zu den Preisträgern zählen die äthiopische Tigray-Region, China und Brasilien.

An der Verleihung nahmen 300 hochrangige politische Vertreter teil, unter anderem der Minister für staatliche Forstverwaltung der Volksrepublik China, Zhang Jianlong, die Gouverneurin der Inneren Mongolei, Bu Xiaolin, sowie der Präsident der äthiopischen Region Tigray,  Abay Weldu.

Mit dem „FPA“ soll dem Thema Wüstenbildung und ihrer Bekämpfung mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden: Im vergangenen Jahrhundert sind durch Dürren mehr Menschen ums Leben gekommen als durch jede andere wetterbedingte Katastrophe. Der Klimawandel verstärkt den Effekt der Wüstenbildung. Erfolgreiche Maßnahmen gegen Desertifikation tragen daher nicht nur zum Umweltschutz bei, sondern können auch für soziale und politische Stabilität sorgen. Gold gewann die äthiopische Region Tigray: Mit dem Gesetz werden auf einzigartige Weise gemeinschaftliches Handeln, Freiwilligenarbeit und Einbindung der Jugend kombiniert. Durch die Einführung des Gesetzes wurde verödetes Land in großem Maßstab wieder bewohnbar gemacht.

Mit dem auch als „Oscar für gute Gesetze” bekannten Preis werden regelmäßig rechtliche Regelungen ausgezeichnet, die die politischen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige, gerechte und friedvolle Welt schaffen.

Die Gewinner-Gesetze werden in Kurzvideos vorgestellt, die Sie auf unserem YouTube-Kanal abrufen können. Weitere Informationen zu den Gewinner-Gesetzen finden Sie auf unserer Homepage sowie auf der englisch-sprachigen Website futurepolicy.org

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Future Policy Award 2017

Auf unserem Flickr-Album finden Sie mehr Bilder von der Award-Zeremonie.

STELLUNGNAHMEN:

Monique Barbut, Exekutivsekretärin, Sekretariat des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Desertifikation (UNCCD):
“Trockengebiete bedecken fast 40% der Landmasse der Erde und wachsen durch den Klimawandel stetig an. Millionen von Menschen sind dadurch von Hunger und Armut bedroht – doch die Weltgemeinschaft nimmt dies kaum zur Kenntnis. Der Future Policy Award 2017 wirft ein Schlaglicht auf eine unterschätzte Naturkatastrophe, die sich schleichend ihren Weg bahnt – und auf effektive Lösungen. Die sieben Preisträger sind alle selbst von Desertifikation betroffen und zeigen großes Umweltbewusstsein und politische Handlungsfähigkeit.“

Jakob von Uexküll, Gründer des World Future Council (WFC):
„Trockengebiete gehören zu den konfliktreichsten Regionen der Welt. Die Ausdehnung von Wüsten nicht zu stoppen, hieße, humanitäre Katastrophen billigend in Kauf zu nehmen. Aber wenn wir die Desertifikation aufhalten und reduzieren, können wir helfen, Frieden, Nahrungssicherheit und Zukunftsperspektiven für Millionen von Menschen zu schaffen.“

Abay Weldu, Präsident der Region Tigray (Äthiopien)
„Als Präsident der Regionalregierung fühle ich mich geehrt, dass die Region Tigray mit dem Future Policy Award 2017 in Gold ausgezeichnet wurde. Die Menschen in Tigray haben bewiesen, dass alle Herausforderungen gemeistert werden können, wenn die Politik sich nach dem Willen, Bedürfnissen und Prioritäten der Menschen richtet. Wir haben gezeigt, dass Entwicklung möglich ist, ohne Mutter Erde zu schaden.“

 

ZUM HINTERGRUND

Im vergangenen Jahrhundert sind durch Dürren mehr Menschen ums Leben gekommen als durch jede andere wetterbedingte Katastrophe. Desertifikation wird daher heute als eine der größten Herausforderungen der Menschheit gesehen. Trockengebiete sind äußerst anfällig für Überbeanspruchung und Klimaveränderungen, Dürren kommen inzwischen aufgrund des Klimawandels immer häufiger vor, was den Effekt noch verstärkt. Diese Regionen gehören zu den konfliktreichsten Gebieten der Erde.

Die Gesetze, die vom FPA ausgezeichnet werden, unterstützen vorbildlich das Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG) 15.3 der Vereinten Nationen, der Kampf gegen die Desertifikation und die Wiederherstellung der durch Wüstenbildung, Dürren und Überflutungen degradierten Flächen.

Der Future Policy Award (FPA) zeichnet als einziger internationaler Preis effektive Gesetze aus, die die Lebensbedingungen für Menschen weltweit verbessern. Ziel des Preises ist es, die öffentliche Aufmerksamkeit auf nachhaltige Gesetze und Maßnahmen zu lenken. Die Evaluation der Gesetze findet anhand der “Sieben Prinzipien für zukunftsgerechte Gesetzgebung“ statt. Daher werden Gesetze besonders positiv bewertet, die nicht nur die nachhaltige Nutzung von Ressourcen fördern, sondern darüber hinaus Gleichberechtigung, Armutsbekämpfung, Teilhabe und friedliche Konfliktlösung in Angriff nehmen.


Miriam Petersen
Media & Communications Manager
Tel: +49 40 307 09 14 19

miriam.petersen@worldfuturecouncil.org

Wagaki Wischenewsjki
Public Information and Media Officer
United Nations Convention to Combat Desertification
Tel: +49 228 815 2820
wwischnewski@unccd.int

Der World Future Council

Der World Future Council stellt die Interessen zukünftiger Generationen ins Zentrum von Politikgestaltung. Der Rat besteht aus 50 internationalen Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur, die in ihrem Themenbereich bereits Herausragendes geleistet haben. Er setzt sich für gesetzliche Rahmenbedingungen ein, die heutigen wie zukünftigen Generationen das Leben in einer gerechten und ökologisch intakten Welt ermöglichen. Die Hauptansprechpartner hierfür sind politische Entscheidungsträger und Parlamentarier, aber auch Partner aus der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und internationalen Organisationen. Für eine nachhaltige, gerechte und friedliche Zukunft, in der universelle Rechte respektiert werden, erforschen, identifizieren und verbreitet der World Future Council die besten globalen politischen Lösungen.

UNCCD – Sekretariat des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Desertifikation

Das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) ist der einzige, rechtsverbindliche internationale Vertrag, der sich mit Landfragen auseinandersetzt. Das Abkommen unterstützt verantwortungsbewusste und gute Landpflege. Die 196 Vertragspartner verpflichten sich, die Konvention partnerschaftlich umzusetzen und die Nachhaltigkeitsziele der UN zu verwirklichen. Am Ende steht das Ziel, unser Land vor Überbeanspruchung und Dürren zu schützen, so dass es uns weiter mit Nahrung, Wasser und Energie versorgen kann. Durch die nachhaltige Bewirtschaftung von Land und das Streben nach Landdegradations-Neutralität jetzt und in der Zukunft, sollen die Folgen des Klimawandels abgemildert und Konflikte um natürliche Ressourcen verhindert werden, damit unsere Gesellschaften sich gut entwickeln können.

Future Policy Award 2018 Policy Broschüre

Würdigung der besten Gesetze zur Stärkung von Agrarökologie

In dieser Broschüre präsentieren wir die Gewinner des Future Policy Awards 2018. Gemeinsam mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)  und IFOAM – Organics International zeichnet der Future Policy Award 2018 Gesetze aus, die Argrarökologie umfassend fördern, die Lebensgrundlage von Kleinbauern und -bäuerinnen schützen, sich für nachhaltige Nahrungsmittelsicherung einsetzen und klimaschonende landwirtschaftliche Methoden anwenden. Unser Ziel ist es, mit diesen preisgekrönten Gesetzen und Maßnahmen Gesetzgeber weltweit zu inspirieren und deren Kernelemente in den nächsten Monaten und Jahren verbreitet und umgesetzt zu sehen.

Future Policy Award 2013 für Tlateloco-Vertrag

Hamburger Stiftung vergibt Preis bei den Vereinten Nationen

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon begrüßt Future Policy Award des World Future Council

Hamburg, 28. Oktober 2013 – Großer Auftritt für den World Future Council im Herzen der Weltpolitik: Der Future Policy Award der Hamburger Stiftung zum Thema Abrüstung wurde im UN-Hauptquartier in New York verliehen.  UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon schickte ein Grußbotschaft, in der er betonte, der Preis ebne  „den Weg  für nachhaltige globale Abrüstung und eine nuklearwaffenfreie Welt“.

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Future Policy Award 2013 für Tlateloco-Vertrag

25 Abrüstungspolitiken für Future Policy Award 2013 nominiert

Zwei Gesetze aus Österreich sind im Rennen um den internationalen Politik-Preis

Hamburg / Genf / New York, 6. Juni 2013 – Der World Future Council hat heute die Nominierungen für den Future Policy Award 2013 bekannt gegeben. In Zusammenarbeit mit dem Büro der Vereinten Nationen für Abrüstungsfragen (UNODA) und der Inter-Parlamentarischen Union (IPU) zeichnet der World Future Council dieses Jahr Politiken aus, die nachweislich zur Abrüstung und damit zur Förderung von Frieden, nachhaltiger Entwicklung und menschlicher Sicherheit beitragen. 25 vorbildliche Politiken aus der ganzen Welt wurden für den Future Policy Award 2013 eingereicht. Während Deutschland und die Schweiz nicht nominiert wurden, sind gleich zwei Gesetze aus Österreich dabei: Das Bundesverfassungsgesetz über ein atomwaffenfreies Österreich von 1999 und das Bundesgesetz über das Verbot von Streumunition von 2008.

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Future Policy Award 2012 geht an Palau

In den Meeresgebieten der mikronesischen Republik werden Haie konsequent geschützt /
Beispielhafte Politiken aus Namibia und von den Philippinen gewinnen Silber

New York, 26. September 2012 – Gewinner des Future Policy Award 2012 ist die Republik Palau. Der mikronesische Inselstaat erhielt den Preis des World Future Council als Anerkennung für zwei herausragende marine Politiken, den 2003 initiierten Protected Areas Network Act und den Shark Haven Act aus dem Jahr 2009. Der Preis in Silber ging an Namibia für den Marine Resources Act (2000) und die Philippinen für den Tubbataha Reefs Natural Park Act (2010). Laut der internationalen Jury leisten die vier prämierten Politiken den effektivsten Beitrag zum nachhaltigen Management von Meeren und Küsten zum Wohle heutiger und zukünftiger Generationen. Die Gewinner wurden am 26. September 2012 im Rahmen einer Pressekonferenz im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York bekannt gegeben.

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Future Policy Award 2012: Internationale Jury gibt Shortlist bekannt

Meeresschutz-Gesetze aus fünf Ländern in der engeren Wahl für den renommierten Politik-Preis

Hamburg/Montreal/Washington D.C./Rom, 4. September 2012 – Sechs Gesetze aus fünf Ländern sind noch im Rennen um den Future Policy Award 2012. Der vom World Future Council seit 2009 verliehene Future Policy Award ist der einzige Preis, mit dem auf internationaler Ebene Gesetze ausgezeichnet werden, die bessere Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen fördern. 2012 feiert er die weltbesten Politiken zum Schutz von Meeren und Küstengebieten. In die engere Wahl haben es Kalifornien, Namibia, Palau, die Philippinen und Südafrika geschafft.

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