WESHALB DAS THEMA WICHTIG IST

Unser derzeitigtes Wirtschaftssystem ist weder nachhaltig, fair und stabil, noch verbessert es unsere Lebensqualität. Wenn wir unser Wirtschaftssystem hingegen auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl ausrichten und ändern, können wir den Klimawandel abschwächen, Millionen von Menschen stärken und den Weg hin zu einer gerechteren Zukunft anführen.

WIE WIR ARBEITEN

Der World Future Council identifiziert, entwickelt und verbreitet Politikvorschläge für Finanzmarktregulierung und Geldpolitik. Nachhaltige Wirtschaft braucht produktive und stabile Finanzmärkte sowie Geld für den Klimaschutz. Notwendige Finanzmarktreformen dürfen nicht stets im Einzelinteresse der Finanzbranche geschwächt und durch geplante Handelsabkommen wie CETA, TTIP und TiSA ausgebremst werden.

Auch muss die Befähigung der Zentralbanken, die Wirtschaft mit Geld zu versorgen,  dazu beitragen, produktive Investitionen und den Klimaschutz zu finanzieren, statt Finanzblasen zu fördern.

          

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Klimaschutzfinanzierung

Wie bringen wir die finanziellen Mittel auf, um die Erderwärmung auf unter 1,5°C zu begrenzen?

Der World Future Council erarbeitet Vorschläge zur zukünftigen Rolle von Zentralbanken. Wir setzen uns mit bestehenden Geldreform-Ideen auseinander und zeigen, wie die aktuelle Geldpolitik in einfacher Weise verbessert und darüber hinaus für den Klimaschutz nutzbar gemacht werden kann. Gemäß der Pariser Klimavereinbarung soll die Erderwärmung auf 1,5°C begrenzt werden. Dazu sind jährliche Investitionen in erneuerbare Energien von 1,5 bis 2 Billionen US-Dollar erforderlich. Wir legen dar, wie die benötigten Summen durch die Zusammenarbeit von Entwicklungsbanken und Zentralbanken aufgebracht werden können.

Wie können von “Strandung” bedrohte fossile Vermögenswerte in erneuerbare Energien konvertiert werden?

Der notwendige schnelle Ausstieg aus der Verbrennung von fossilen Rohstoffen wird zu massiven finanziellen Verlusten bei den betroffenen Industrien führen. Wir zeigen wie die von „Strandung“ bedrohten Vermögenswerte in erneuerbare Energien konvertiert werden können.

Degrowth

Kann unser ökonomisches System innerhalb unserer existierenden Wirtschaftsordnung nachhaltig ins Gleichgewicht gebracht werden?

Im Prinzip ist das möglich. Die erwarteten Probleme bei der Finanzierung des Umbaus können bewältigt werden, wenn die Analyse auf den tatsächlichen ökonomischen Prozessen beruht.  Unsere „Degrowth“ Studie geht über die gegenwärtige BIP orientierte Wachstumsdebatte hinaus und unterscheidet zwischen realer Endlichkeit von Rohstoffen und Land und der nur scheinbaren Endlichkeit des BIP Konzeptes. Wachstum und Endlichkeit müssen in Einklang gebracht werden wenn wir mit bald zehn Milliarden Menschen friedlich und genügsam leben möchten.

Geldpolitik

Der “Klima-Bailout” als neues Mandat der Zentralbanken

Geldpolitik wird gewöhnlich nur als Werkzeug zur Kontrolle der Inflation angesehen. Aber dies beschreibt sowohl die Fähigkeiten als auch die Verantwortung der Zentralbanken in einer limitierten wenn nicht sogar unkorrekten Weise. Der Verlauf der Finanzkrise seit 2008 hat gezeigt, dass Zentralbanken die mächtigste ökonomische Institution im gegenwärtigen Finanzsystem sind. Dass sich auch aus dem Klimawandel systemische Risiken für die Stabilität des Finanzsystems ergeben und der Schutz des Klimas damit zu ihrem Mandat gehört wird immer mehr Zentralbanken bewusst (z.B. die Bank von England und die EZB). Nach den Bailout Programmen für die Banken brauchen wir nun einen Klima-Bailout zur Einhaltung der 1,5°C Grenze.

Der World Future Council entwickelt durchführbare Konzepte wie Zentralbanken zum nachhaltigen Umbau unseres Wirtschaftssystems beitragen können. Wir analysieren existierende Konzepte zu Geldreformvorschlägen und zeigen auf mit welch kleinen Änderungen bedeutsame Verbesserungen der aktuellen Geldpolitik erreicht werden können um Klimaschutz und die weiteren UN Nachhaltigkeitsziele finanziell zu unterstützen.

Finanzmarktregulierung

Durchsetzung einer besseren Finanzmarktregulierung

Komplexe Finanzinstrumente wie Derivate werden massiv zur Steuervermeidung genutzt. Exzessiver Eigenhandel innerhalb der Finanzbranche läd das Finanzsystem mit unnötigen Risiken auf. Unproduktives Kreditwachstum im Finanzsektor treibt Preisblasen an wie bei Immobilien.

In Kanada ist das mehrfache Weiterverleihen von Wertpapieren als Kreditsicherheit bereits untersagt. Die EU sollte diesem guten Beispiel folgen. Der World Future Council recherchiert und entwickelt Lösungen. Wir unterstützen politische Entscheidungsträger/innen mit Argumentationshilfen und Gegenexpertise zum einseitigen Interesse der Finanzbranche.

Wirtschaft verstehen

Nachhaltige Entwicklung bedarf ökonomischen Verständnisses

Ein Basisverständnis wie unser Wirtschaftssystem auf einer gesamtgesellschaftlichen Ebene funktioniert und wie unser Geldsystem aufgebaut ist, ist unerlässlich zur Bewältigung vieler Herausforderungen die sich bei der Umsetzung der 17 UN Nachhaltigkeitsziele und der Klimaschutzfinanzierung ergeben. Der WFC hat daher zwei Broschüren entworfen um dieses Basiswissen zu vermitteln.

Ein populäres Missverständnis existiert z.B. bei der Beurteilung des Verhältnisses von Schulden und Vermögen auf einer einzelwirtschaftlichen Ebene (das Denkmodell der „schwäbischen Hausfrau“) und einer gesamtwirtschaftlichen Ebene. Denn gesamtwirtschaftlich ist der Saldo zwischen allen Geldschulden und allem Geldvermögen immer Null. Ohne die Bereitschaft Kredite aufzunehmen – also sich zu verschulden – kann es weder Geldvermögen noch Zins geben. Ebenso gilt, dass auf einer globalen Ebene der Saldo aller Export-und Importüberschüsse  immer Null ist. Ein Land kann nur dann einen Überschuss erzielen wenn wenigstens ein anders ein Defizit hinnimmt und sich dafür beim Überschussland verschuldet.

Das Verständnis wie unser Geldsystem aufgebaut ist, ist unerlässlich zur Beurteilung welche großen Potentiale Zentralbanken bei der Finanzierung des Klimaschutzes und der 17 UN Nachhaltigkeitsziele haben.

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Aktuelles & Artikel

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Pressemitteilung: Weltzukunftsrat rechnet Kohlekompromiss nach

Hamburg, den 7. Februar 2019 - Kohleverstromung und CO2-Emissionen können trotz Reduktion der Kapazitäten um bis zu 16 Prozent zunehmen. – Dr. Matthias Kroll, Chefökonom der Hamburger Stiftung World Future Council (auch bekannt als Weltzukunftsrat), hat die Auswirkungen des sog. „Kohlekompromisses“ auf das Klima nachgerechnet-mit dem Ergebnis, dass die Kohleverstromung trotz Reduktion der Kapazitäten bis 2030 sogar noch zunehmen kann.

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