Weltzukunftsrat identifiziert Lösungen für sofortiges Handeln

Anlässlich des Internationalen Jugendtags verkündet der World Future Council, dass insgesamt 67 Nominierungen aus der ganzen Welt um den Future Policy Award 2019 zum Thema Stärkung von Jugendlichen im Rennen sind.

Berlin begrüßt den World Future Council in den Bundestag

Die ehemalige Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, lud unser Ratsmitglied Vandana Shiva und Direktorin Alexandra Wandel in den Bundestag ein, um über den 100%-Biolandbau-Staat Sikkim zu sprechen.

Am Donnerstag, dem 29. November, schenkte Berlin nach einer Woche ungemütlichen Wetters ein Stück Wintersonne, um das Ratsmitglied des World Future Council und weltbekannte Umweltaktivistin Vandana Shiva und unsere Direktorin Alexandra Wandel im Bundestag zu begrüßen. Sie wurden von der ehemaligen Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, MdB, in den Bundestag eingeladen, um über die agrarpolitische Situation in Indien, den ersten 100%-Bio Staat der Welt und den Gold-Gewinner des Future Policy Awards 2018, Sikkim, und die Zukunft der globalen Landwirtschaft zu sprechen.

„Sikkim ist ein gutes Bespiel dafür, dass wir die Welt verändern können, wenn wir den agrarökologischen Weg gehen.”

Vandana Shiva

Ein Einblick in den Bundestag

In einem schlichten aber eleganten Konferenzraum begrüßte Künast ihre Gäste und 30 Zuschauer aus dem Deutschen Bundestag, europäischen Umweltinstituten und der Öffentlichkeit. Schnell wandte sich das Gespräch der Landwirtschaft in Indien zu: ein Land, dessen landwirtschaftliches Gesicht während der Grünen Revolution Mitte des 20. Jahrhunderts tiefgreifend verändert wurde. Es ist ein bemerkenswertes Beispiel für die extremen Konflikte und Kontraste im gegenwärtigen globalen Nahrungsmittelsystem. Ratsmitglied Shiva beschrieb die Schrecken der ressourcen-intensiven Landwirtschaft in dem Land, auf die sie im Laufe ihrer vier Jahrzehnte Umweltaktivismus immer wieder gestoßen ist. Eine fortlaufende Selbstmord-Epidemie von Hunderttausenden verschuldeter Landwirte, ein cancer train („Krebszug“) aus dem Punjab, dem Rajasthan, und eine aus der Landwirtschaft und in den Drogenmissbrauch vertriebene Jugend, waren einige der Bilder, auf die sie sich berief. Aber die alten Techniken, die auf der reduktionistischen „Lego-Logik“ gentechnischer Methoden basieren, sind als falsch erkannt und von vielen Menschen haben begonnen, diese durch Bio-Agrikultur zu bekämpfen.

„Ein neues Verständnis eines alten Wissens wird die Zukunft der Menschheit sein.”

Renate Künast

In den letzten 45 Jahren hat der Bundesstaat Sikkim im indischen Himalaya den Übergang zur 100% Bio-Landwirtschaft vollzogen. Modellbauernhöfe, Farmer Field Schools und ein generelles Verbot nichtökologischer Lebensmittelprodukte haben dazu beigetragen, dass über 65.000 Landwirte auf 75.000 Hektar zu nachhaltigen, vollständig biologischen Methoden ausgebildet wurden. Die Direktorin der Stiftung World Future Councils, Alexandra Wandel, beschrieb, wie die beispiellose und absolut erfolgreiche Transformation der Region unzählige Vorteile für ihre Landwirte und die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen vor Ort gebracht hat. Außerdem hat sie für einen Tourismus-Boom um 50% und Anerkennung auf globaler Ebene gesorgt. Für diese unermüdliche Arbeit im ökologischen Landbau wurde Sikkim bei der Zeremonie vor 170 Staatsoberhäuptern in Rom mit dem Future Policy Award 2018 in Gold ausgezeichnet. Obwohl 51 andere Nominierungen für den Preis ausführlich recherchiert wurden und andere Politiken aus Dänemark, Ecuador und Brasilien eine Silberauszeichnung erhielten, erwiesen sich Sikkims Bemühungen bei weitem als vorbildlich.

„Ein wirklich visionärer und ganzheitlicher Ansatz in der Landwirtschaft.”F

Alexandra Wandel

Im Rahmen ihrer Arbeit als Bundestagsabgeordnete hatte Künast kürzlich die Gelegenheit, Sikkim zu besuchen, um die bahnbrechende Arbeit mit eigenen Augen zu sehen. Sie sei sehr beeindruckt davon gewesen, wie der Staat öffentliche Gelder einsetzt, um seinen Bürgerinnen und Bürgern im biologischen Landbau Chancen auf ein Leben in Selbstbestimmung, Gesundheit und Würde zu bieten. Dort verschmilzt Wertschätzung von traditionellem Wissen mit der Kompetenz der Menschen in einer Atmosphäre des Respekts vor einander und der Erde.                                                                                      

 

„Sikkim ist das Licht. Der Kampf muss weitergehen. “

Vandana Shiva

Nachdem alle Redner ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit Leidenschaft geteilt hatten, konnte das Publikum seine Fragen stellen. Die Chancen und Risiken der Digitalisierung der Landwirtschaft standen an erster Stelle, und Ratsmitglied Shiva betonte den Unterschied zwischen dem Recht auf Technologie und dem freien Internet auf der einen Seite, und der erzwungenen Digitalisierung der Landwirtschaft auf der anderen. Es sei nötig angesichts der Gefahren einer Kommerzialisierung landwirtschaftlicher Daten zur Verwendung durch große Unternehmen vorsichtig zu sein. „Die Festlegung des Gemeingutes in diesem neuen Kontext”, sagte Prof. Dr. Shiva, “ist äußerst wichtig.”

Eine zweite Person fragte, wie Sikkim auf nationaler Ebene wahrgenommen wurde. Sei dies der Beginn eines Indiens des Biolandbaus? Es gäbe sicherlich andere positive Beispiele, zum Beispiel Bemühungen im Norden des Bundesstaates Ladakh, Biolandbau zu etablieren, so Shiva. Auf nationaler Ebene bestünden jedoch nach wie vor große Hindernisse. Entscheidend sei hier das anhaltende Bekenntnis aller Gesellschaftsschichten zu einer Vision von Nachhaltigkeit.

„Wir brauchen eine echte Debatte in allen unseren Gesellschaften, sonst ist die Zukunft eine Sackgasse. Nur Ernährungsdemokratie wird uns im Jahr 2050 ernähren. “

Vandana Shiva

Vandana Shiva bei der Einladung in den Bundestag

Die Veranstaltung, bei der in den Bundestag eingeladen wurde, fand einen Tag nachdem die Stiftung World Future Council und Ratsmitglied Shiva ins Deutsche Theater eingeladen wurden, um das 60. Jubiläum von Brot für die Welt zu feiern, statt. Am gleichen Tag der Gesprächsrunde, die in den Bundestag gelegt wurde, fanden zwei weitere spannende Veranstaltungen im historischen Babylon Cinema in Berlin statt. Die erste – “Vision for Agriculture 2050” [1] [2] – war eine Debatte zwischen Ratsmitglied Shiva, Norbert Lemken, Direktor der Agrarpolitik von Bayer, und Prof. Dr. Sonoko Dorothea Bellingrath-Kimura vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). Während der Debatte brachte das Publikum seine Unterstützung für Biolandbau und seine Empörung über die Kommerzialisierung von Landwirtschaft zum Ausdruck: es tobte eine Debatte über die Wissenschaftlichkeit von Einsatz von Chemikalien, die Fähigkeit, die Welt zu ernähren, und die Moral hinter dieser monumentalen Aufgabe. Nach einer kurzen Pause, in der sich die Zuschauer mit der Literatur von Vandana Shiva informieren und mit Liam Innis über die Stiftung World Future Council und den Future Policy Award sprechen konnten, ging die Nacht mit der Vorführung von „Unser Saatgut: Wir ernten was wir säen”  weiter. Der Film, in dem Ratsmitglied Shiva eine Protagonistin ist, verfolgt die reiche Geschichte des 12.000 Jahre alten Kulturguts Saatguts, das heute wegen der Aktivitäten der Agrarindustrie vom Aussterben bedroht  ist – und von manchen Menschen mit Leidenschaft geschützt wird.

„Ich denke, es ist an der Zeit, die Pflege, Liebe, Miteinander und unsere Gehirne wieder der Landwirtschaft zu zuwenden.”

Vandana Shiva

[1] https://www.2000m2.eu/de/vandana-shiva-visions-for-agriculture-2050/

[2] https://theworldnews.net/de-news/aktivistin-streitet-mit-konzern-vandana-shiva-vs-bayer-lobbyist

„Zukunft gestalten: Jetzt!” Das neue Buch von Jakob von Uexküll

Schon heute zeigt sich Europa unfähig, mit ein paar Millionen Flüchtlingen zurechtzukommen.
Wie soll es dann mit einigen hundert Millionen umgehen?

Die Menschheit steht vor noch nie dagewesenen Konflikten und Gefahren: Wenn nicht schnell und radikal umgesteuert wird, droht das Ende des bewohnbaren Planeten und alle nach uns folgenden Generationen werden ihrer Zukunft beraubt. Dabei ist der Klimawandel nicht die einzige Herausforderung: Die Zerstörung der Artenvielfalt, die Versäuerung der Meere, die zunehmende Erosion von Ackerland und die Verknappung wichtiger Kulturgüter bedrohen unsere Zukunft.

„Zukunft gestalten: JETZT“. ist ein leidenschaftliches Plädoyer. Auf der Grundlage der bereits geleisteten Arbeit legt Jakob von Uexküll, Stifter des „Alternativen Nobelpreises“ und Gründer des „Weltzukunftsrats“, seine Gedanken zu den zentralen Zukunftsfragen vor: Nahrungsgerechtigkeit, Nachhaltige Wirtschaft, Frieden und Abrüstung.
Jakob von Uexküll, Gründer des Alternativen Nobelpreises (The Right Livelihood Award) und des Weltzukunftsrats (World Future Council), arbeitet seit Jahrzehnten weltweit an Konzepten des Umdenkens und Umsteuerns – als Botschafter, Aufklärer und Berater für eine gerechtere und bewohnbare Welt für zukünftige Generationen.

Die Tageszeitung „Die Welt“ berichtete über Jakob von Uexkülls neuem Buch und seinen Lösungen mit Weitblick.

Über das Buch

 

Jakob von Uexküll:

„Zukunft gestalten: JETZT“

Mit einem Vorwort von Auma Obama

215 Seiten, Klappenbroschur
€ 18,- [D]
ISBN 978-3-86393-083-7

Auch als e-book erhältlich
ISBN 978-3-86393-545-0

 

Bestellungen und Rezensionswünsche richten Sie bitte an:
info@europaeische-verlagsanstalt.de | Telefon 040-45 01 94-0
CEP Europäische Verlagsanstalt | Mittelweg 121 | 20148 Hamburg
Mehr zum Programm der Europäischen Verlagsanstalt unter www.europaeische-verlagsanstalt.de

 

Über den Autor 

 

Jakob von Uexküll, Gründer des Alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Award) und des Weltzukunftsrats (World Future Council), arbeitet seit Jahrzehnten weltweit an Konzepten des Umdenkens und Umsteuerns – als Botschafter, Aufklärer und Berater für eine gerechtere und bewohnbare Welt für zukünftige Generationen.

Mehr über Jakob von Uexküll.

 


Pressekontakt

Miriam Petersen
Media & Communications Manager
Telefon: +49 40 307 09 14 19

miriam.petersen@worldfuturecouncil.org

 

Pressemitteilung: Internationale Allianz, aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft fordert von G20: Klimaschutz auch ohne die USA umsetzen

Berlin/ Hamburg, 13. Juni 2017: In einer gemeinsamen Erklärung hat heute die Stiftungsplattform F20 gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft die G20 aufgefordert, das Pariser Abkommen auch ohne die USA umzusetzen. Das Bündnis, u. a. bestehend aus den Begleitgruppen des G20-Prozesses Business 20, Think Tank 20, Women 20 und Labour 20, kritisierte den angekündigten Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen als „kurzsichtig und unverantwortlich“.

Das Pariser Abkommen sei unabdingbar, um die Klimakrise zu bewältigen.

„Die verbleibenden 19 Staaten müssen beim kommenden G20-Gipfel im Hamburg überzeugend demonstrieren, dass sie das Pariser Abkommen umsetzen wollen“,

heißt es in der Erklärung.

 

„Staats- und Regierungschefs rund um den Globus haben sich auf beeindruckende Art und Weise für das Pariser Abkommen ausgesprochen. Jetzt müssen den Worten Taten folgen. Eine überwältigende Zahl an Unternehmen, Investoren, Wissenschaftler, Umwelt- und Menschenrechtsgruppen, Bürgermeistern, Bürgerinnen und Bürgern bieten dabei ihre Unterstützung an“,

sagte Johannes Merck, Vorstand der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, und einer der Sprecher der Stiftungsplattform F20.

 

Konkret forderte das Bündnis die führenden 19 Industrienationen auf, ihre jeweiligen nationalen Klimaschutzbeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) zu erhöhen, einen weltweiten Mechanismus zur CO2-Bepreisung auf den Weg zu bringen und sich auf einen konkreten Zeitplan für das Ende der Subventionierung fossiler Energieträgern zu einigen. Finanzmarktakteure sollten zudem in die Lage versetzt werden, nachhaltig zu investieren, indem sich die G20 für Standards für die Offenlegung von Klimarisiken im Finanzsektor einsetzt.

 

Hintergrund

Die Begleitprozesse (Engagement Groups) der G20 bestehen aus internationalen Organisationen aus allen G20-Ländern und darüber hinaus. Dabei vertreten Business 20 (B20) Wirtschaft und Unternehmen, Civil 20 (C20) die Zivilgesellschaft, Labor 20 (L20) die Gewerkschaften, Youth 20 (Y20) Kinder und Jugendliche, Women 20 (W20) Frauenorganisationen und Think 20 (T20) die Wissenschaft. Für Business 20, Civil 20 und Think 20 zeichnen die Vorsitzenden der jeweiligen Task Forces zu Klima, Energie- und Nachhaltigkeit die Erklärung. Diese wird von L20, Y20, W20 sowie der Stiftungsplattform Foundation 20 (F20) unterstützt.

 

Die gemeinsame Erklärung der G20-Begleitgruppen (englisch) finden Sie hier.

 

Die Stiftungsplattform F20 hat sich anlässlich des im Juli in Hamburg stattfindenden G20-Gipfels gegründet. Mit einem Event am 4. Juli im Hamburger Rathaus will die F20 ihrer Unterstützung für die internationalen Klimaschutzagenda Ausdruck verleihen sowie darüber zu diskutieren, wie das Potenzial, das weltweiter Klimaschutz bietet, gehoben werden kann.

Zur F20 gehören u. a. Rockefeller Brothers Fund, der Wallace Global Fund (beide USA), Shakti Sustainable Energy Foundation, Tata Trusts (beide Indien), Avina Foundation (Lateinamerika), FARN (Argentinien), SEE Foundation, C Team (beide China), Instituto Arapyaú (Brasilien), European Climate Foundation (Niederlande), Stiftung Zukunftsfähigkeit, Stiftung Mercator, Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz, Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, WWF, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der World Future Council (alle Deutschland). Insgesamt repräsentieren diese Stiftungen ein Gesamtkapital in zweistelliger Milliardenhöhe US-Dollar.

 

For more Information on the F20 Foundation Platform, visit www.foundations-20.org/

 

Pressekontakt

Katrin Riegger

Leiterin Kommunikation Deutschland, European Climate Foundation

Katrin.Riegger@europeanclimate.org,

T: +49 (0) 30 847 12 11 96, M: +49 (0) 157 71 33 57 96

World Future Council

Der World Future Council (WFC) ist eine gemeinnützige Stiftung mit Hauptsitz in Hamburg. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende, Jakob von Uexküll, gründete auch den Alternativen Nobelpreis. Der WFC setzt sich für ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne zukünftiger Generationen ein. Seine Mitglieder kommen aus Politik, Geschäftswelt, Wissenschaft und Kultur – und von allen fünf Kontinenten. Der Rat identifiziert mithilfe seines Netzwerks von Wissenschaftlern, Parlamentariern und Umwelt-Organisationen weltweit zukunftsweisende Politikansätze und unterstützt ihre Umsetzung auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene. Weitere Infos finden Sie unter www.worldfuturecouncil.org.

 

F20 Stiftungsplattform: A transformation that leaves no one behind

Am 7. und 8. Juli 2017, kommen die einflussreichsten Industrie- und Entwicklungsländer zum G20-Gipfel in Hamburg zusammen. Regierungschefs der 19 führenden Wirtschaftsnationen und der Europäischen Union werden dort gegenwärtige Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen diskutieren. Anlässlich dieses bedeutenden Events hat sich eine einzigartige Allianz von über 35 Stiftungen und philanthropischen Organisationen (F20) gegründet, um gemeinsam einen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz und einer globalen Energiewende zu leisten – vor, während und nach des G20 Gipfels.

Mehr über die Stiftungsplattform F20: www.foundations-20.org

 

Gemeinsame Pressemitteilung der weltweiten Stiftungsplattform „F20“

„G6” ebnet den Weg für G20-Gipfel: Staats- und Regierungschefs müssen in Hamburg bei Umsetzung von Klima- und Nachhaltigkeitszielen liefern

Weltweite Stiftungsplattform „F20“ für Klimaschutz und Nachhaltigkeit anlässlich G20-Gipfel gegründet

 

Berlin/ Hamburg, den 30. Mai 2017: Laut der neu gegründeten weltweiten Stiftungsplattform (F20), „hat der G7-Gipfel in Italien den Weg für den G20-Gipfel in Hamburg geebnet“. „Sechs der sieben Staats- und Regierungschefs haben sich entschlossen gezeigt, dass Pariser Klimaabkommen umzusetzen – trotz der Zurückhaltung der US-Regierung. Die größten Wirtschaftsnationen stehen nun vor der Aufgabe, die UN-Nachhaltigkeitsziele und das Pariser Abkommen umzusetzen”, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Die F20, eine einzigartige Allianz von über 35 Stiftungen aus neun Ländern, hat sich anlässlich des G20-Gipfels gegründet, der am 7. und 8. Juli in Hamburg stattfindet. Gemeinsam wollen sie einen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz und einer globalen Energiewende zu leisten.

„Die deutsche G20-Präsidentschaft kann in Sachen Klimawandel auf den Rückhalt von Unternehmen, Think-Tanks, Zivilgesellschaft, Vertretern aller Glaubensgemeinschaften und fortschrittlichen Ländern bauen. Sie sind es, die den weltweiten Klimaschutz vorantreiben, in nachhaltige Infrastruktur investieren und in Europa, Asien, Australien, Afrika und Amerika die Jobs der Zukunft schaffen. Die Ziele des Pariser Abkommens finden weltweit Unterstützung und verfestigen sich jeden Tag, an dem die Wende hin zu einer klimaverträglichen Weltwirtschaft Fahrt aufnimmt“

sagte Laurence Tubiana, CEO der European Climate Foundation.

Michael Northrop, Rockefeller Brothers Fund:

“Der Übergang zu einer klimaverträglichen Weltwirtschaft bietet Geschäftsmöglichkeiten, Jobs und wirtschaftliche Entwicklung sowie zusätzlichen Nutzen, wie saubere Luft und eine gesündere Umwelt. Doch um dieses Potenzial zu heben, müssen die notwendigen Investitionen jetzt losgetreten werden. Immer mehr Stiftungen, Pensionsfonds, Städte und Versicherungskonzerne schreiten voran, indem sie ihr Kapital aus fossilen Anlagen abziehen und saubere Lösungen unterstützen.“

Der Rockefeller Brothers Fund hatte bereits im Jahr 2014 angekündigt, den über 800-Millionen-US-Dollar schweren Fonds zu desinvestieren, das heißt das Kapital aus klimaschädlichen Anlagen abzuziehen, und in saubere Lösungen zu investieren. Seit 2014 wurden verwaltete Vermögen in Höhe von mehr als 5 Billionen US-Dollar aus Kohle und anderen fossilen Energieträgern abgezogen.

Ramiro Fernández, Direktor Klimawandel bei der Stiftung Avina, Argentinien, unterstreicht die wichtige Rolle der Zivilgesellschaft bei der globalen Energiewende:

„Die Zivilgesellschaft war und ist treibende Kraft für transformative Veränderung. Die Bedeutung ihres Engagements für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und für soziale Gerechtigkeit – sei es auf internationaler, nationaler oder lokaler Ebene – kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Stimmen zivilgesellschaftlicher Organisationen aus aller Welt müssen deshalb am G20-Prozess beteiligt werden“

sagte er.

 

Die Stiftung Avina ist eine lateinamerikanische Organisation, die in Argentinien Projekte zur Demokratieförderung, zu Umweltschutz und nachhaltiger Entwicklung durchführt.

Unter den teilnehmenden Stiftungen sind der Rockefeller Brothers Fund, der Wallace Global Fund (beide USA), Shakti Sustainable Energy Foundation, Tata Trusts (beide Indien), Avina Foundation (Lateinamerika), FARN (Argentinien), SEE Foundation, C Team (beide China), Instituto Arapyaú (Brasilien), European Climate Foundation (Niederlande), Stiftung Zukunftsfähigkeit, Stiftung Mercator, Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz, Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, WWF, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der World Future Council (alle Deutschland). Insgesamt repräsentieren diese Stiftungen ein Gesamtkapital in zweistelliger Milliardenhöhe US-Dollar.

Zum 4. Juli – drei Tage vor dem eigentlichen G20-Gipfel – lädt die Stiftungsplattform Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ins Hamburger Rathaus ein. Ziel ist, ihrer Unterstützung für die globale Klimaschutzagenda Ausdruck zu verleihen sowie darüber zu diskutieren, wie das Potenzial, das weltweiter Klimaschutz bietet, gehoben werden kann.

Es sprechen unter der britische Ökonom Sir Nicholas Stern, die Soziologin Auma Obama, der Autor und frühere Berater der US-Regierung, Amory B. Lovins, der chinesische Unternehmer Wang Shi sowie Kurt Bock, Vorsitzender der Business 20 Gruppe (B20) Energie, Klima und Ressourceneffizienz und Vorstandsvorsitzender der BASF.

 

Weitere Informationen: http://www.foundations-20.org/

 

Pressekontakt: 

Katrin Riegger, Leiterin Kommunikation Deutschland, European Climate Foundation, Katrin.Riegger@europeanclimate.org, T: +49 (0) 30 847 12 11 96, M: +49 (0) 157 71 33 57 96

Pressekontakt

Katrin Riegger

Leiterin Kommunikation Deutschland, European Climate Foundation

Katrin.Riegger@europeanclimate.org 

T: +49 (0) 30 847 12 11 96

M: +49 (0) 157 71 33 57 96

 

 

 

 

 

Stiftungstag Osnabrück: F20 Plattform wird ins Leben gerufen

Osnabrück: Mehr als 30 Stiftungen aus acht Ländern haben sich zu einer einzigartigen Allianz für mehr Klimaschutz und eine globale Energiewende zusammengeschlossen.  Der World Future Council übernimmt hierbei die koordinierende Rolle. Das teilten sie heute anlässlich des Deutschen Stiftungstags in Osnabrück mit. Die so genannte Foundations-Plattform (F20) versteht sich als Brücke zwischen den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern (G20), der Privat- und Finanzwirtschaft und Zivilgesellschaft. Ziel der Stiftungsplattform ist, die Umsetzung der Agenda 2030, Klimaschutzprojekte und den Ausbau von Erneuerbaren Energien voranzubringen sowie die starke Rolle von zivilgesellschaftlichen Organisationen dabei zu betonen. Zusammengezählt haben die Stiftungen ein Kapital von einem zweistelligen Milliarden Betrag (US Dollar).

Weiterlesen

World Future Council veröffentlicht „Bregenzer Erklärung“

Gipfeltreffen: Experten erarbeiten Lösungen für die größten Herausforderungen unserer Zeit

Bregenz, 2. April 2017Zum Abschluss des 10. World Future Forums, das vom 30. März bis 2. April im österreichischen Bregenz abgehalten wurde, hat der World Future Council seine „Bregenzer Erklärung“ veröffentlicht. Die Ratsmitglieder sehen Klimawandel und nukleare Bedrohungen als existentielle und akute Gefahr für die Menschheit.

Weiterlesen