Berlin begrüßt den World Future Council in den Bundestag

Die ehemalige Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, lud unser Ratsmitglied Vandana Shiva und Direktorin Alexandra Wandel in den Bundestag ein, um über den 100%-Biolandbau-Staat Sikkim zu sprechen

Am Donnerstag, dem 29. November, schenkte Berlin nach einer Woche ungemütlichen Wetters ein Stück Wintersonne, um das Ratsmitglied des World Future Council und weltbekannte Umweltaktivistin Vandana Shiva und unsere Direktorin Alexandra Wandel im Bundestag zu begrüßen. Sie wurden von der ehemaligen Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, MdB, eingeladen, um über die agrarpolitische Situation in Indien, den ersten 100%-Bio Staat der Welt und den Gold-Gewinner des Future Policy Awards 2018, Sikkim, und die Zukunft der globalen Landwirtschaft zu sprechen.

„Sikkim ist ein gutes Bespiel dafür, dass wir die Welt verändern können, wenn wir den agrarökologischen Weg gehen.”

Vandana Shiva

In einem schlichten aber eleganten Konferenzraum begrüßte Künast ihre Gäste und 30 Zuschauer aus dem Deutschen Bundestag, europäischen Umweltinstituten und der Öffentlichkeit. Schnell wandte sich das Gespräch der Landwirtschaft in Indien zu: ein Land, dessen landwirtschaftliches Gesicht während der Grünen Revolution Mitte des 20. Jahrhunderts tiefgreifend verändert wurde. Es ist ein bemerkenswertes Beispiel für die extremen Konflikte und Kontraste im gegenwärtigen globalen Nahrungsmittelsystem. Ratsmitglied Shiva beschrieb die Schrecken der ressourcen-intensiven Landwirtschaft in dem Land, auf die sie im Laufe ihrer vier Jahrzehnte Umweltaktivismus immer wieder gestoßen ist. Eine fortlaufende Selbstmord-Epidemie von Hunderttausenden verschuldeter Landwirte, ein cancer train („Krebszug“) aus dem Punjab, dem Rajasthan, und eine aus der Landwirtschaft und in den Drogenmissbrauch vertriebene Jugend, waren einige der Bilder, auf die sie sich berief. Aber die alten Techniken, die auf der reduktionistischen „Lego-Logik“ gentechnischer Methoden basieren, sind als falsch erkannt und von vielen Menschen haben begonnen, diese durch Bio-Agrikultur zu bekämpfen.

 

„Ein neues Verständnis eines alten Wissens wird die Zukunft der Menschheit sein.”

Renate Künast

In den letzten 45 Jahren hat der Bundesstaat Sikkim im indischen Himalaya den Übergang zur 100% Bio-Landwirtschaft vollzogen. Modellbauernhöfe, Farmer Field Schools und ein generelles Verbot nichtökologischer Lebensmittelprodukte haben dazu beigetragen, dass über 65.000 Landwirte auf 75.000 Hektar zu nachhaltigen, vollständig biologischen Methoden ausgebildet wurden. Die Direktorin der Stiftung World Future Councils, Alexandra Wandel, beschrieb, wie die beispiellose und absolut erfolgreiche Transformation der Region unzählige Vorteile für ihre Landwirte und die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen vor Ort gebracht hat. Außerdem hat sie für einen Tourismus-Boom um 50% und Anerkennung auf globaler Ebene gesorgt. Für diese unermüdliche Arbeit im ökologischen Landbau wurde Sikkim bei der Zeremonie vor 170 Staatsoberhäuptern in Rom mit dem Future Policy Award 2018 in Gold ausgezeichnet. Obwohl 51 andere Nominierungen für den Preis ausführlich recherchiert wurden und andere Politiken aus Dänemark, Ecuador und Brasilien eine Silberauszeichnung erhielten, erwiesen sich Sikkims Bemühungen bei weitem als vorbildlich.

 

„Ein wirklich visionärer und ganzheitlicher Ansatz in der Landwirtschaft.”F

Alexandra Wandel

Im Rahmen ihrer Arbeit als Bundestagsabgeordnete hatte Künast kürzlich die Gelegenheit, Sikkim zu besuchen, um die bahnbrechende Arbeit mit eigenen Augen zu sehen. Sie sei sehr beeindruckt davon gewesen, wie der Staat öffentliche Gelder einsetzt, um seinen Bürgerinnen und Bürgern im biologischen Landbau Chancen auf ein Leben in Selbstbestimmung, Gesundheit und Würde zu bieten. Dort verschmilzt Wertschätzung von traditionellem Wissen mit der Kompetenz der Menschen in einer Atmosphäre des Respekts vor einander und der Erde.                                                                                      

 

„Sikkim ist das Licht. Der Kampf muss weitergehen. “

Vandana Shiva

Nachdem alle Redner ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit Leidenschaft geteilt hatten, konnte das Publikum seine Fragen stellen. Die Chancen und Risiken der Digitalisierung der Landwirtschaft standen an erster Stelle, und Ratsmitglied Shiva betonte den Unterschied zwischen dem Recht auf Technologie und dem freien Internet auf der einen Seite, und der erzwungenen Digitalisierung der Landwirtschaft auf der anderen. Es sei nötig angesichts der Gefahren einer Kommerzialisierung landwirtschaftlicher Daten zur Verwendung durch große Unternehmen vorsichtig zu sein. „Die Festlegung des Gemeingutes in diesem neuen Kontext”, sagte Prof. Dr. Shiva, “ist äußerst wichtig.”

Eine zweite Person fragte, wie Sikkim auf nationaler Ebene wahrgenommen wurde. Sei dies der Beginn eines Indiens des Biolandbaus? Es gäbe sicherlich andere positive Beispiele, zum Beispiel Bemühungen im Norden des Bundesstaates Ladakh, Biolandbau zu etablieren, so Shiva. Auf nationaler Ebene bestünden jedoch nach wie vor große Hindernisse. Entscheidend sei hier das anhaltende Bekenntnis aller Gesellschaftsschichten zu einer Vision von Nachhaltigkeit.

 

„Wir brauchen eine echte Debatte in allen unseren Gesellschaften, sonst ist die Zukunft eine Sackgasse. Nur Ernährungsdemokratie wird uns im Jahr 2050 ernähren. ”

Vandana Shiva

Die Veranstaltung im Deutschen Bundestag fand einen Tag nachdem die Stiftung World Future Council und Ratsmitglied Shiva ins Deutsche Theater eingeladen wurden, um das 60. Jubiläum von Brot für die Welt zu feiern. Am gleichen Tag der Gesprächsrunde im Bundestag fanden zwei weitere spannende Veranstaltungen im historischen Babylon Cinema in Berlin statt. Die erste – “Vision for Agriculture 2050” [1] [2] – war eine Debatte zwischen Ratsmitglied Shiva, Norbert Lemken, Direktor der Agrarpolitik von Bayer, und Prof. Dr. Sonoko Dorothea Bellingrath-Kimura vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). Während der Debatte brachte das Publikum seine Unterstützung für Biolandbau und seine Empörung über die Kommerzialisierung von Landwirtschaft zum Ausdruck: es tobte eine Debatte über die Wissenschaftlichkeit von Einsatz von Chemikalien, die Fähigkeit, die Welt zu ernähren, und die Moral hinter dieser monumentalen Aufgabe. Nach einer kurzen Pause, in der sich die Zuschauer mit der Literatur von Vandana Shiva informieren und mit Liam Innis über die Stiftung World Future Council und den Future Policy Award sprechen konnten, ging die Nacht mit der Vorführung von „Unser Saatgut: Wir ernten was wir säen”  weiter. Der Film, in dem Ratsmitglied Shiva eine Protagonistin ist, verfolgt die reiche Geschichte des 12.000 Jahre alten Kulturguts Saatguts, das heute wegen der Aktivitäten der Agrarindustrie vom Aussterben bedroht  ist – und von manchen Menschen mit Leidenschaft geschützt wird.

 

„Ich denke, es ist an der Zeit, die Pflege, Liebe, Miteinander und unsere Gehirne wieder der Landwirtschaft zu zuwenden.”

Vandana Shiva

 

[1] https://www.2000m2.eu/de/vandana-shiva-visions-for-agriculture-2050/

[2] https://theworldnews.net/de-news/aktivistin-streitet-mit-konzern-vandana-shiva-vs-bayer-lobbyist

Treffen Sie die Stiftung World Future Council auf der Hamburger Klimawoche

Als Hamburger Stiftung freuen wir uns, dieses Jahr bei der Hamburger Klimawoche mitzuwirken. Diese findet 2018 bereits zum 10. Mal statt und hat sich laut Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) zur größten europäischen Klimakommunikationsveranstaltung entwickelt. Des Weiteren ist die Hamburger Klimawoche als UNESCO-Dekade-Projekt für nachhaltige Bildung ausgezeichnet worden.

Vom 23. bis 30. September finden vielfältige Veranstaltungen rund um die Nachhaltigkeitsziele der UN statt. Diese Ziele sollen den Weg in eine gerechtere und nachhaltige Zukunft auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene vorgeben mit dem Anspruch, das eigene Leben umweltfreundlicher zu gestalten.

Im Rahmen der Hamburger Klimawoche werden nachhaltige Ideen betrachtet und neue Denkanstöße gegeben. Unter anderem bietet die Klimawoche wichtige und attraktive Informationen zu nachhaltigkeitsbezogener Forschung, Dienstleistungen und Produkten mit erfahrenen Partnern im Herzen der Stadt.

Das Programm besteht aus vielfältigen Stationen. Unter anderem wird es Themenparks, Mitmachaktivitäten, Diskussionsprogramme, Filme und Bildungsprogramme für Schulklassen geben.

Unsere Stiftung World Future Council wird beim Themenpark auf dem Lattenplatz/Neuer Kamp, mit einem eigenen Stand vertreten sein. Dort können sich die Besucher einen Eindruck davon verschaffen, auf welche Weise der World Future Council politische und wirtschaftliche Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in zahlreichen Ländern der Welt berät, um ihnen zukunftsgerechte, d.h. nachhaltige, ökologische und friedensfördernde Lösungsbeispiele zu zeigen.

Der World Future Council Stand beim Themenpark
auf der Hamburger Klimawoche

Lattenplatz/ Neuer Kamp
20357 Hamburg

Jakob von Uexküll liest in Berlin

Der World Future Council lädt herzlich ein:

 

Lesung

Jakob von Uexküll „Zukunft gestalten: Jetzt“

Wann?  Montag, 30. Oktober 2017, Beginn: 19:00 Uhr 


Wo?   Literaturhaus Berlin, Kaminraum, Fasanenstraße 23, 10719  Berlin


 

Programm

Begrüßung durch Prof. Dr. Rolf Kreibich, 
Wissenschaftlicher Direktor und Geschäftsführer des SFZ Sekretariat für Zukunftsforschung an der Freien Universität Berlin und Ratsmitglied des World Future Councils

Lesung Jakob von Uexküll, Gründer des Alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Award) sowie Gründer und Vorstandsvorsitzender des World Future Councils

Anschließende Diskussion unter der Moderation von Lea Rosh, Fernsehjournalistin, Autorin und Publizistin, ehemalige Direktorin des NDR-Landfunkhauses in Hannover

Gern wird Herr von Uexküll nach der Lesung Bücher, die Sie vor Ort erwerben können, signieren. Auch können Sie sich am Abend über die Projekte des World Future Council informieren. Getränke können im Café des Literaturhauses erworben und in den Kaminraum mitgenommen werden.

Die Teilnahme ist kostenlos

Um Anmeldung wird gebeten:

 

Über das Buch

 

„Zukunft gestalten: JETZT“ ist ein leidenschaftliches Plädoyer von Jakob von Uexküll und legt seine Gedanken zu den zentralen Zukunftsfragen Klima und Ökosysteme, Nachhaltiges Wirtschaften und Nahrungsgerechtigkeit sowie Frieden und Abrüstung vor. Das Buch zeigt auf, dass wir vor noch nie dagewesenen Konflikten und Gefahren stehen und wie wir radikal umsteuern können, um nicht die Bewohnbarkeit des Planeten zu zerstören und somit den nach uns folgenden Generationen die Zukunft zu rauben.

Das Buch ist unter der ISBN 978-3-86393-083-7 bei CEP Europäische Verlagsanstalt erschienen. info@europaeische-verlagsanstalt.de │040/450194-0

 

 

Über den Autor 

 

Jakob von Uexküll, Gründer des Alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Award) und des Weltzukunftsrats (World Future Council), arbeitet seit Jahrzehnten weltweit an Konzepten des Umdenkens und Umsteuerns – als Botschafter, Aufklärer und Berater für eine gerechtere und bewohnbare Welt für zukünftige Generationen.

Mehr über Jakob von Uexküll.

 

 

 

 

Der World Future Council freut sich über Spenden direkt vor Ort oder – falls Sie eine Spendenbescheinigung benötigen – an die Stiftung World Future Council bei der GLS Bank Bochum, IBAN: DE 70 4306 0967 2009 0040 00, BIC: GENODEM1GLS, oder über das Online-Formular.


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Miriam Petersen
Media & Communications Manager
Telefon: +49 40 307 09 14 19

miriam.petersen@worldfuturecouncil.org

 

 

Die UNO in der Krise? Podiumsgespräch in Berlin

Der Verein „Haus für die Vereinten Nationen”

lädt in Kooperation mit



dem World Future Council (WFC), der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN),  dem Fachausschuss für Internationale Politik, Frieden und Entwicklung (SPD Berlin) und dem Sekretariat für Zukunftsforschung an der FU Berlin (SFZ)

herzlich ein:

UNO in der Krise?

UNO-Reform zur Sicherung der Menschenrechte und des Friedens weltweit

Wann?  Mittwoch, 25. Oktober 2017, 19:30 – 21:30 Uhr 


Wo?   Rathaus Tiergarten, Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551  Berlin-Mitte 


 

Es beunruhigt die meisten Menschen weltweit, dass ein noch amtierender amerikanischer Präsident mit starken Sprüchen, Kriegsdrohungen sowie menschenunwürdigen Beleidigungen und Handlungen die Menschheit gefährdet. Soeben hat er in der Vollversammlung der UN zudem dazu beigetragen, dass die Krise der UNO weiter verschärft wird.

Wir erinnern in leichter Abwandlung an einen berühmten Satz von Willy Brandt: “Ohne Frieden und Einhaltung der Menschenrechte ist in dieser Welt alles nichts.”

Im Bewusstsein, dass es nur eine Weltorganisation gibt und diese prinzipiell die richtigen Wege in eine zukunftsfähige Zukunft weist, arbeiten die hier einladenden Organisationen zusammen. Wir wollen gemeinsam noch mehr Schubkraft für das zivilgesellschaftliche Engagement für Frieden,Völkerverständigung und Einhaltung der Menschenrechte erbringen.

Programm

Begrüßung: Prof. Dr. Rolf Kreibich; 
Vorsitzender “Haus für die Vereinten Nationen e.V.” / World Future Council 



Podiumsgespräch / Plenumsdiskussion mit 

  • Hannah Birkenkötter – Mitglied des Bundesvorstandes der DGVN; Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Verfassungsrecht und Rechtsphilosophie,  Humboldt-Universität zu Berlin
  • Prof. Dr. Klaus Hüfner – EhrenvorsitzenderBerliner Komitee für UNESCO-Arbeit e.V.; Ehrenmitglied und ehem. Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission
  • Dr. Gunter Pleuger – Staatssekretär im Auswärtigen Amt a.D.; ehem. Leiter der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den VN in New York;Mitglied des Vorstand des „Haus für die Vereinten Nation e.V.“
  • Philippa Sigl-Gloeckner – Analyst Office of the President „The World Bank – Innovation Lab“; Advisor to the Minister of Finance and Development Planning, Liberia

Einführung und Moderation: Dr. Kerstin Leitner – ehem. Beigeordnete Generaldirektion der WHO Weltgesunheitsorganisation; UN-Mitarbeiterin 1975-2015; Mitglied des Präsidiums der DGVN                              

Im Anschluß an die Eingangsdiskussion durch die Podiumsteilnehmer wird das Plenum einbezogen. 


Schlusswort: Karl-Heinz Niedermeyer – Vorsitzender des FA Internationale Politik, Frieden und Entwicklung der SPD Berlin


Mit freundlichen Grüßen 



Rolf Kreibich,   Detlef Dzembritzki, Karl-Heinz Niedermeyer 



Die Teilnahme ist kostenlos.

Um Anmeldung wird gebeten:

 

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WFC Benefiz-Konzert in Berlin

 Am 4. September 2017 wird im Kammermusiksaal der Philharmonie ein Benefizkonzert zugunsten des World Future Council stattfinden.
Um 18 Uhr wird es im Foyer des Kammermusiksaales zur Einführung eine Gesprächsrunde mit Jakob von Uexküll, Gründer des World Future Council und Dr. Peter Hauber (IPPNW Concerts) unter der Moderation von Gerhard Forck (Leiter der Abteilung Kommunikation der Philharmonie) geben.
Konzertbeginn ist um 19:00 Uhr, mit Begrüßungsansprache von Jakob von Uexküll

Im Anschluss an das Konzert laden wir Sie zum Empfang im Ausstellungsfoyer des Kammermusiksaals ein.

Das Benefizkonzert ist eine gemeinsame Veranstaltung von IPPNW-Concerts,
Berliner Festspiele / Musikfest Berlin und der Stiftung Berliner Philharmoniker.

“Amore Perduto – Musiken des italienischen Frühbarock”

Benefizkonzert zugunsten des World Future Council

4. September 2017, 19:00 Uhr. Einführung 18:00 Uhr

Kammermusiksaal der Philharmonie, Berlin

Tickets können Sie hier erwerben.

 

Das Programm:

Amore Perduto – Musiken des italienischen Frühbarock

Marco Uccellini [ca. 1610-1680]
Sinfonia seconda für fünf Instrumente C-Dur [1660]

Luigi Rossi [ca. 1598-1653]
Lasciate Averno
aus der Oper L’Orfeo [1647]

Salomone Rossi [1570-1630]
Die Gesänge des Salomon (Auswahl) [1623]

Antonio Sartorio [ca. 1630-1680]
Ausschnitte aus L’Orfeo [1672]

Alessandro Stradella [1639-1682]
Sinfonia für Violine, Violoncello und Basso continuo d-Moll

Alessandro Stradella
„Affligetemi pure, amare memorie“
Kantate für Sopran und Basso continuo

Johann Rosenmüller [1617-1684]
Sonata nona für fünf Instrumente D-Dur [1682]

Marco Uccellini
Sinfonia quarta für fünf Instrumente C-Dur [1660]

Francesco Cavalli [1602-1676]
Dunque, Giove immortale – Verginella io morir vo‘
Rezitativ und Arie der Calisto aus der Oper La Calisto [1651]

Marco Uccellini
Sinfonia sesta für fünf Instrumente D-Dur [1660]

Francesco Cavalli
Sien mortali o divini – Non è maggior piacere
Rezitativ und Arie der Calisto aus der Oper La Calisto [1651]

Sunhae Im Sopran
Akademie für Alte Musik Berlin
Bernhard Forck Leitung

Claudio Monteverdis Zeitgenossen, Schüler und Nachfolger im Geiste sind hier mit virtuosen Werken mit und ohne menschliche Stimme versammelt. Salomone Rossi, der seiner Herkunft wegen „Ebreo“ genannt wurde, war Monteverdis Kollege in Mantua. Mit seinen Instrumentalwerken leistete er ebenso Pionierarbeit wie mit den mehrstimmigen Kompositionen für einen reformierten Synagogen-Gottesdienst, die er unter dem Titel „Gesänge des Salomo“ veröffentlichte. Luigi Rosso und Antonio Sartorio, eine bzw. zwei Generationen jünger als der Jubilar, bieten nur zwei Beispiele für die stimulierende Wirkungsgeschichte von dessen „Orfeo“ auf die Nachwelt. Francesco Cavalli wurde von Monteverdi in seine Hofkapelle an San Marco in Venedig berufen. Erst Knabensopran, dann Tenor, stieg er schon bald zum bekanntesten Opernkomponisten der Generation nach Monteverdi auf. Das musiktheatralische Werk Marco Uccellinis ist verschollen; überliefert aber sind seine Instrumentalwerke, virtuos in ihren Ansprüchen, originell in ihrer Formensprache. Dem Eskapismus des Lebens entsprachen bei Alessandro Stradella Extravaganzen in der Kunst, der vokalen wie der instrumentalen.


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Podiumsgespräch in Berlin: Ein Haus für die Vereinten Nationen!

Der Verein „Haus für die Vereinten Nationen “

lädt in Kooperation mit

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN)
World Future Council (WFC)
Sekretariat für Zukunftsforschung an der FU Berlin (SFZ)

herzlich ein:

Ein Haus für die Vereinten Nationen in der Neuen Mitte Berlins – im Kontext der Umfeldgestaltung des Humboldt-Forums

 

Wann? Donnerstag, 3. August 2017, 18:00 – 20:30 Uhr

Wo? Rathaus Tiergarten (Berlin-Mitte), Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin

 

Die lebhafte Diskussion um die Neue Mitte Berlins und die heiß umstrittene Gestaltung des Umfeldes des Humboldt-Forums beweisen das große Interesse und das bürgerschaftliche Engagement der Berlinerinnen und Berliner.

Ein von weiten Kreisen gefordertes und unterstütztes Projekt ist das weltweit erstmalig geplante bürgeroffene “Haus für die Vereinten Nationen im Palais am Festungsgraben”.

In unmittelbarer Nähe des Humboldt-Forums, am Boulevard Unter den Linden, soll hier praktisch, symbolträchtig und bürgernah über und mit den zahlreichen VN-Organisationen und weltweit agierenden Nichtregierungsorganisationen über so zentrale VN-Ziele wie Friedenserhaltung, Völkerverständigung, Soziale Gerechtigkeit, Nachhaltige Entwicklung und Partizipation informiert, diskutiert und ein vielfältiger kultureller Austausch zur Mitgestaltung gefördert werden.

Dieses Vorhaben sollte allen Berlinern nach den schrecklichen Jahren im 20. Jahrhundert, der Friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung mit dem ein Anliegen von höchster Priorität für die Zukunft sein. Diese Vision lässt sich aber nur durch ein zukunftsfähiges Konzept erreichen, in das nicht nur das Humboldt-Forum, sondern auch das gesamte Umfeld einzubeziehen ist: so etwa ein Ort der Demokratie zwischen Rotem Rathaus und Marienkirche, die Neugestaltung des Raumes um den Fernsehturm und des “Marx-Engels-Forums”, hier etwa durch einen Weltgarten im Übergang vom Schlossneubau.

Das “Haus für die Vereinten Nationen” lässt sich hervorragend in ein solches Gesamtkonzept ein- betten: Das Gebäude als Juwel der Vergangenheit, in dem die gegenwärtigen und zukünftigen Fragen des weltweiten friedlichen Zusammenlebens verhandelt werden. Berlin, die Hauptstadt der Bundesrepublik, ist dafür prädestiniert wie kein anderer Ort.

Aktuell gibt der G20-Gipfel genügend Anlass dafür, wie vor allem wir, die Bürgerinnen und Bürger, der UN mehr Gewicht verleihen sollten, dass sie die Zukunftsprobleme und die vielen Konflikte auf einer breiteren demokratischeren Basis besser lösen kann: GLOBAL SOLUTIONS 2017 – Die Welt vereinen! Wir sind überzeugt, dass hierfür mutige Abgeordnete des Deutschen Bundestages gebraucht werden und ein enges Zusammenwirken mit dem Senat und dem Abgeordnetenhaus von Berlin sowie vielfältigen Kooperationen mit der Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur und mit der Zivilgesellschaft auf Augenhöhe erforderlich sind.

Was kann spannender sein, als sich an einem solchen Konzept zu beteiligen!

 

Programm

Begrüßung: Prof. Dr. Rolf Kreibich

Vorsitzender “Haus für die Vereinten Nationen e.V.” / World Future Council

Podiumsgespräch mit den Kandidatinnen und Kandidaten der demokratischen Parteien für den Deutschen Bundestag im September 2017 für Berlin-Mitte.

  • Frank Henkel (CDU)
  • Dr. Eva Högl (SPD)
  • Özclan Mutlu (B90/Grüne)
  • Steve Rauhut oder Thilo Urchs (Die Linke, angefragt)
  • Dr. Katharina Ziolkowski (FDP)

 

Einführung und Moderation:

Manfred Rettig, ehem. Vorstand und jetzt Kuratoriumsmitglied der Stiftung “Berliner Schloss – Humboldt-Forum“

Im Anschluss an die Eingangsdiskussion durch die Podiumsteilnehmer wird das Plenum einbezogen.

Schlusswort: Detlef Dzembritzki, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Rolf Kreibich, Detlef Dzembritzki, Manfred Rettig

 

Die Teilnahme ist kostenlos.

Bitte anmelden unter: martin.lenk@world-heritage-watch.org

oder telefonisch unter 030/ 20453975 bzw. 030/ 8016007

 

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Desertifikation in Afrika: Lösungen für die Bekämpfung von Fluchtursachen

Prominente Vertreter aus Medien, Wirtschaft und Zivilgesellschaft debattieren auf Einladung von Alexandra von Rehlingen, Prof. Matthias Prinz und Jakob von Uexküll

Berlin, den 20.06.2017 – Nachdem Bundesminister Gerhard Müller vor 100 Millionen Flüchtlingen aus Afrika gewarnt hat, kamen am Montag auf Einladung von Alexandra von Rehlingen-Prinz und Prof. Dr. Matthias Prinz prominente Vertreter aus Medien, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um über Lösungen für die Bekämpfung von Fluchtursachen zu reden. Unter den Gästen waren Marius Müller-Westernhagen, Sandra Maischberger, Stefan Aust, Eckart von Hirschhausen und Alexandra Oetker.

 

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Podiumsgespräch in Berlin

Der Verein „Haus für die Vereinten Nationen“

in Kooperation mit

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN)

World Future Council (WFC)

lädt herzlich ein:

Mit der UNO global, in Berlin lokal:

Frauenrechte weltweit erstreiten – aber wie?

Wann? Donnerstag, 29. Juni 2017, 18:00 – 20 Uhr

Wo? Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Luisenstr. 18. 10017 Berlin-Mitte

 

Die Wahl Saudi-Arabiens in die Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen im April 2017 hat weltweite Reaktionen von Zustimmung bis Entrüstung ausgelöst. Wie steht es um die Rechte der Frauen? Was kann die UNO zur Verbesserung der Frauenrechte weltweit leisten? Welche Chancen eröffnen sich für Soziale Gerechtigkeit und Friedenssicherung? Und wie ist der Befund bei der Verwirklichung der Rechte der Frauen in Deutschland und in Berlin?

Informieren Sie sich zu dieser hoch aktuellen Thematik anlässlich unserer Podiumsdiskussion mit profilierten Expertinnen, die sich engagiert für die Verwirklichung der Rechte der Frauen einsetzen – sei es in politischer Verantwortung, in der Wirtschaft, aus der Perspektive der jüngeren Generation oder bei den Vereinten Nationen.

 

Programm

Begrüßung: Prof. Dr. Rolf Kreibich

Vorsitzender “Haus für die Vereinten Nationen e.V.” / World Future Council

 

Podiumsgespräch mit

  • Barbara König, Staatssekretärin bei der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Berlin
  • Henrike von Platen, ehem. Vorsitzende, Business Women
  • Eva Ritte, DGVN-Jugendbeobachterin bei der 61. Frauenrechtskommission der UN 2017
  • Dagmar Schumacher, Direktorin, UN Women, Brüssel

Moderation: Shelly Kupferberg, Journalistin, Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)

Schlusswort: Detlef Dzembritzki, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN)

 

Die Teilnahme ist kostenlos.

Bitte Anmeldung per Email an martin.lenk@world-heritage-watch.org

oder unter den Telefonnummern 030/ 20453975 oder 030/ 8016007

 

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Die regionale Stiftungslandschaft kennenlernen

Der World Future Council beteiligt sich als Partnerstiftung am Stiftungsforum Hamburg & der Norden 2017

Die regionale Stiftungslandschaft kennenlernen – das ermöglicht das Stiftungsforum am 01. März 2017 im Raum Hamburg und dem Norden. Einen Nachmittag und Abend lang haben alle, die Interesse an der Unterstützung von Stiftungen haben, die Möglichkeit Vertreter von Stiftungen zu treffen und Informationen rund um die Stiftungswelt einzuholen. Die Veranstaltung richtet sich auch an Stiftungspartner und Unternehmen, die gegenwärtig oder zukünftig als Sponsoren und Unterstützer von Stiftungen fungieren.

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WFC trifft sich zur 9. Jahreshauptversammlung

Sie sind Umweltschützer, Kinderrechtler, Friedensstifter – und alle eint ein Ziel: eine gesündere und gerechtere Welt für zukünftige Generationen. Dafür versammelte der „World Future Council“ (WFC) internationale Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. Vom 5. bis 7. März trafen sich zahlreiche Ratsmitglieder im Hotel „Scandic Hamburg Emporio“ zur 9. Jahreshauptversammlung.

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