Pressemitteilung: Neuer Vorstand beim World Future Council

Neubesetzung bei der „Stimme zukünftiger Generationen”: World Future Council Gründer Jakob von Uexküll tritt als Vorstandsvorsitzender der Stiftung zurück. Aufsichtsrat ernennt Nachfolgerinnen.

Themen für die Arbeit im Jahr 2019 werden Klimaschutz, nachhaltige Ernährung sowie Stärkung von Kindern und Jugendlichen.

Hamburg, den 31.1.2019 –  Anlässlich des Neujahrsempfangs des World Future Council (WFC) verkündete der Aufsichtsrat, dass Jakob von Uexküll, der Gründer und Vorstandsvorsitzende der in Hamburg im Jahr 2007 gegründeten Stiftung, aus gesundheitlichen Gründen zurücktritt. Er ernannte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende  Alexandra Wandel  (45) sowie  Johanna Dillig (35), Head of Operations, zum geschäftsführenden Vorstand. Wandel ist nun Vorstandssprecherin der Stiftung und Dillig ist als stellvertretende Vorstandsvorsitzende für die kaufmännische Leitung der Stiftung zuständig.

Der World Future Council (WFC), auch bekannt als „Weltzukunftsrat“, identifiziert und verbreitet weltweit zukunftsgerechte Lösungen mit dem Ziel, eine friedliche, gerechte und faire Welt sowie eine intakte Umwelt an unsere Kinder und Enkel zu übergeben. Beim Neujahrempfang der Stiftung, welche auf Einladung von Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Matthias Prinz und seiner Frau Alexandra von Rehlingen in Hamburg stattfand, wurden die Arbeitsschwerpunkte für das kommende Jahr verkündet.  Gearbeitet wird an Zukunftsthemen wie Klimaschutz und Erneuerbare Energien,  nachhaltige Ernährung und Lebensräume sowie Frieden und Abrüstung.  Ein Highlight wird der ‚Polit-Oscar‘ 2019 sein, welcher sich mit den besten Lösungen  zur Stärkung von Jugendlichen befassen wird.

„1,8 Milliarden junger Menschen auf unserem Planeten werden mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert: Zugang zu Jobs und Bildung, Klimawandel und Digitalisierung. Deswegen wird der World Future Council dieses Jahr unseren ‚Polit-Oscar‘ dem Thema Stärkung von Jugendlichen widmen“, so Vorstandssprecherin Alexandra Wandel.

Am Neujahrsempfang in Hamburg Rotherbaum nahmen Pressevertreter, Mitglieder des Weltzukunftsrats sowie Unterstützerinnen und Unterstützer der Stiftung teil. Weiterhin wird der Vorstand von starken Fürsprechern der Stiftung unterstützt: Unter ihnen Ehrenratsmitglied Prof. Dr. Michael Otto, Unternehmer, Tina Stridde, Geschäftsführerin der Aid by Trade Foundation, Schauspielerin Inez Bjørg David, Medienunternehmer Frank Otto, Profiboxer Ismail Özen und Honorarkonsul der Seychellen Farhad Vladi, die alle am Neujahrsempfang teilnahmen.

Engagement für den World Future Council (v.r.n.l.) – Frank Otto (Botschafter), Prof. Dr. Michael Otto (Ehrenratsmitglied), Alexandra von Rehlingen-Prinz (Botschafterin), Prof. Dr. Matthias Prinz (Aufsichtsrat), Dr. Farhad Vladi (Botschafter), Ismail Özen (Botschafter)

 

PRESSEKONTAKT
Miriam Petersen
Media & Communications Manager, World Future Council
miriam.petersen@worldfuturecouncil.org
T: 0 40 3070914-19

Dezember Update

FPA 2019: Jugend stärken

67 Nominierungen aus 36 Ländern sind im Rennen um den “Polit-Oscar” zur Stärkung von Jugendlichen

PM: FPA 2019: Internationaler Jugendtag

Anlässlich des Internationalen Jugendtags verkündet der World Future Council, dass insgesamt 67 Nominierungen aus der ganzen Welt um den Future Policy Award 2019 zum Thema Stärkung von Jugendlichen im Rennen sind.

Ghana auf dem Weg sein Kinderschutzsystem effektiver zu gestalten

zum besseren Schutz der Kinder vor Gewalt

Für die Mehrheit der Kinder in Ghana gehört Gewalt leider zum Alltag: Laut offiziellen Statistiken werden 9 von 10 Kindern Opfer von seelischer oder physischer Gewalt, körperliche Bestrafung ist an der Tagesordnung. Schockierender sind die Zahlen für sexualisierte Gewalt: knapp ein Fünftel wird sexuell missbraucht. Es besteht dringender Handlungsbedarf Kindern vor Gewalt zu schützen und Betroffene zu unterstützen! Für Mädchen und Jungen, die (sexualisierte) Gewalt und Misshandlung erfahren, soll nun eine zentrale und kinderfreundliche Anlaufstelle geschaffen werden, die sofortige Hilfe bietet. Unser Team führte dazu einen Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern von Ministerien, staatlichen Einrichtungen sowie mit wichtigen Akteuren des Kinderschutzes im südost-ghanaischen Ho durch. Dies  sind die wichtigsten Ergebnisse im Überblick.

Samia Kassid bei der Eröffnung des Workshops

Im November 2017 lud die Stiftung World Future Council politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus 12 afrikanischen und asiatischen Ländern nach Sansibar ein, um sich von dessen Kinderschutzgesetz und seiner Implementierung anregen zu lassen. Sansibar hat 2015 den Goldpreis des „Polit-Oscar“ Future Policy Award gewonnen.

Die Ghanaische Delegation bestehend aus Vertretern des Referates für Kinder im Ministerium für Gender, Kinder und Sozialfürsorge sowie der Rechtsfakultät der GIMPA Faculty of Law, inspirierte das One-Stop-Centre Modell, das Sansibar inzwischen in 6 von 11 Distrikten umgesetzt hat.

 

Was ist ein One-Stop-Centre?

One-Stop-Centre (OSC) sind zentrale Anlaufstellen für von (sexualisierter) Gewalt betroffene Kinder und ihre Familien. Hier finden sie psycho-soziale, medizinische und ggf. juristische Hilfe unter einem Dach. Auch wird der Fall direkt von der Polizei aufgenommen, um eine strafrechtliche Verfolgung einzuleiten. Die Grafik veranschaulicht das Modell:

Als ein wichtiges Element eines starken nationalen Kinderschutzsystems bieten die One-Stop-Centre von (sexualisierter) Gewalt und Missbrauch Betroffenen (Mädchen und Jungen, Frauen und Männern) eine Anlaufstelle, die verschiedene Dienste unter einem Dach beherbergt. Dadurch muss die betroffene Person ihr Trauma-Martyrium nicht mehrmals durchlaufen und erhält schnelle Hilfe. Es trägt dazu bei, dass Eltern bei der Behandlung ihres Kindes und der strafrechtlichen Verfolgung des Täters am Ball bleiben. Meist müssen sie verschiedene Institutionen aufsuchen – das  kostet Geld und Zeit. Je später die Eltern einen Fall melden, desto schwieriger wird es, Beweise eines Missbrauchs am Körper eines Kindes festzustellen.

Im idealen Fall stellt ein One-Stop-Centre vier Dienste zur Verfügung und ist meist an einem Krankenhaus angegliedert:

  1. Psychosoziale Betreuung – hier findet das erste Gespräch statt und die Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter entscheidet darüber, welche weiteren Schritte anstehen. Liegt ein Missbrauch bzw. Gewaltakt vor, wird das Kind in das Nachbarzimmer begleitet, wo Polizeipersonal in Zivilkleidung und in kinderfreundlichem Umgang geschult den Fall aufnimmt.
  2. Medizinische Untersuchung: in einem weiteren Raum trifft das Kind auf in Kinderschutz geschultes medizinisches Personal. Hier finden erste medizinische und forensische Untersuchungen statt. Benötigt das Kind weitere besondere Behandlung, wird es im Krankenhaus sofort behandelt.
  3. Die Mitarbeiter/innen des One-Stop-Centre werden von den betroffenen Ministerien zur Verfügung gestellt (Gesundheit, Inneres, Familien) und die Einrichtung wird durch das Gesundheitsministerium (im besten Fall) koordiniert. Alle erhalten die gleichen Schulungen, so dass sie sich austauschen und alle die Berichte entsprechend der Vorgaben schreiben können. So können Polizei und Gerichte die Fälle verfolgen und bearbeiten.
  4. Beratungen bezüglich einer rechtlichen Unterstützung werden idealerweise in einem vierten Raum angeboten.

 

Ghana auf dem Weg zu einem Pilotprogramm

Eine Mitarbeiterin aus Sansibar schildert ihre Erfahrungen mit dem One-Stop-Centre-Modell

Nach intensiven Gesprächen mit dem Referat für Kinder des Familienministeriums seit April 2018 organisierte die Stiftung World Future Council einen technischen Workshop zur Errichtung eines One-Stop-Centre Models in Ghana vom 25.-27. November 2018. Hierzu luden wir Expertinnen und Experten aus Sansibar nach Ghana ein: Stellvertretende Staatsrätin Halima Abdallah, die im Familien- und Gesundheitsministerium den Aufbau der One-Stop-Centre begleitet, Dr. Marijani, der seit der Implementierung in 2011 die medizinischen und forensischen Untersuchungen leitet sowie Farshuu Khalfan, Leiterin eines One-Stop-Centres in Stone Town. Ihre Einblicke, Expertise und Praxiserfahrungen waren höchst willkommen und hilfreich, um einen Strategieplan zur Implementierung eines OSC zu entwickeln.

Unter der Federführung des Referats für Kinder des Familienministeriums besuchten 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Workshop. Sie diskutierten die Notwendigkeit der OSC und deren Einführung und erarbeiteten einen Fahrplan, um mit einem Pilotprogramm in Accra zu starten. Sie repräsentierten das Ministerium für Gesundheit, das Ministerium für Inneres, das Ministerium für Gender, Kinder und Sozialwesen sowie die Polizei. Aber auch medizinisches Personal (Ärzte, Psychologen und im Kinderschutz ausgebildetes medizinisches Personal) sowie internationale Kinderrechtsorganisationen (Action Care, World Vision, International Needs), UNFPA und UNICEF waren zugegen.

Die Leiterin des ghanaischen Referats für Kinder, Florence Quartey während des Workshops

Der Workshop wurde von allen Anwesenden als äußerst wichtig und zum „richtigen Zeitpunkt“ begrüßt. Seitens der Politik gibt es einen starken Willen, die seit 2015 existierenden Kinderschutzgesetze erfolgreich zu implementieren. Ärzte und medizinisches Personal sehen sich mit einer steigenden Anzahl von Kindesmissbrauch konfrontiert und entwickeln Eigeninitiativen. Obwohl es Schutzanlaufstellen gibt, meisten an Polizeistationen angedockt, werden diese nicht gern aufgesucht, weisen eine geringe Erfolgsquote auf und haben keine medizinische Betreuung.

Wichtigstes Ergebnis des Workshops ist die Erarbeitung eines Fahrplans zur Umsetzung eines Pilotprogramms in Accra, welches Anfang 2019 im Rahmen eines interministeriellen Treffens offiziell beschlossen wird. In den kommenden Wochen wird eine Kerngruppe Vorschläge für einen Ort unterbreiten, um ein One-Stop-Centre einzurichten. Das Pilotprojekt soll mindestens 1 Jahr laufen. Ziel ist es, nach der erfolgreichen Einführung die One-Stop-Centre landesweit zu einzurichten.

Die wichtigsten Ergebnisse des Workshops im Überblick:

  • Erarbeitung eines Strategieplans zur Einführung eines OSC
  • Koordination des One-Stop-Centre Pilotprogramms soll beim Gesundheitsministerium liegen
  • Im 1. Quartal wird eine interministerielle Konferenz über den Fahrplan entscheiden
  • Eine Kerngruppe wird in den kommenden Wochen einen möglichen Ort für das Pilotprogramm identifizieren

 

Arbeitsgruppen während des Workshops

Berlin begrüßt den World Future Council in den Bundestag

Die ehemalige Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, lud unser Ratsmitglied Vandana Shiva und Direktorin Alexandra Wandel in den Bundestag ein, um über den 100%-Biolandbau-Staat Sikkim zu sprechen

Am Donnerstag, dem 29. November, schenkte Berlin nach einer Woche ungemütlichen Wetters ein Stück Wintersonne, um das Ratsmitglied des World Future Council und weltbekannte Umweltaktivistin Vandana Shiva und unsere Direktorin Alexandra Wandel im Bundestag zu begrüßen. Sie wurden von der ehemaligen Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, MdB, eingeladen, um über die agrarpolitische Situation in Indien, den ersten 100%-Bio Staat der Welt und den Gold-Gewinner des Future Policy Awards 2018, Sikkim, und die Zukunft der globalen Landwirtschaft zu sprechen.

„Sikkim ist ein gutes Bespiel dafür, dass wir die Welt verändern können, wenn wir den agrarökologischen Weg gehen.”

Vandana Shiva

In einem schlichten aber eleganten Konferenzraum begrüßte Künast ihre Gäste und 30 Zuschauer aus dem Deutschen Bundestag, europäischen Umweltinstituten und der Öffentlichkeit. Schnell wandte sich das Gespräch der Landwirtschaft in Indien zu: ein Land, dessen landwirtschaftliches Gesicht während der Grünen Revolution Mitte des 20. Jahrhunderts tiefgreifend verändert wurde. Es ist ein bemerkenswertes Beispiel für die extremen Konflikte und Kontraste im gegenwärtigen globalen Nahrungsmittelsystem. Ratsmitglied Shiva beschrieb die Schrecken der ressourcen-intensiven Landwirtschaft in dem Land, auf die sie im Laufe ihrer vier Jahrzehnte Umweltaktivismus immer wieder gestoßen ist. Eine fortlaufende Selbstmord-Epidemie von Hunderttausenden verschuldeter Landwirte, ein cancer train („Krebszug“) aus dem Punjab, dem Rajasthan, und eine aus der Landwirtschaft und in den Drogenmissbrauch vertriebene Jugend, waren einige der Bilder, auf die sie sich berief. Aber die alten Techniken, die auf der reduktionistischen „Lego-Logik“ gentechnischer Methoden basieren, sind als falsch erkannt und von vielen Menschen haben begonnen, diese durch Bio-Agrikultur zu bekämpfen.

 

„Ein neues Verständnis eines alten Wissens wird die Zukunft der Menschheit sein.”

Renate Künast

In den letzten 45 Jahren hat der Bundesstaat Sikkim im indischen Himalaya den Übergang zur 100% Bio-Landwirtschaft vollzogen. Modellbauernhöfe, Farmer Field Schools und ein generelles Verbot nichtökologischer Lebensmittelprodukte haben dazu beigetragen, dass über 65.000 Landwirte auf 75.000 Hektar zu nachhaltigen, vollständig biologischen Methoden ausgebildet wurden. Die Direktorin der Stiftung World Future Councils, Alexandra Wandel, beschrieb, wie die beispiellose und absolut erfolgreiche Transformation der Region unzählige Vorteile für ihre Landwirte und die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen vor Ort gebracht hat. Außerdem hat sie für einen Tourismus-Boom um 50% und Anerkennung auf globaler Ebene gesorgt. Für diese unermüdliche Arbeit im ökologischen Landbau wurde Sikkim bei der Zeremonie vor 170 Staatsoberhäuptern in Rom mit dem Future Policy Award 2018 in Gold ausgezeichnet. Obwohl 51 andere Nominierungen für den Preis ausführlich recherchiert wurden und andere Politiken aus Dänemark, Ecuador und Brasilien eine Silberauszeichnung erhielten, erwiesen sich Sikkims Bemühungen bei weitem als vorbildlich.

 

„Ein wirklich visionärer und ganzheitlicher Ansatz in der Landwirtschaft.”F

Alexandra Wandel

Im Rahmen ihrer Arbeit als Bundestagsabgeordnete hatte Künast kürzlich die Gelegenheit, Sikkim zu besuchen, um die bahnbrechende Arbeit mit eigenen Augen zu sehen. Sie sei sehr beeindruckt davon gewesen, wie der Staat öffentliche Gelder einsetzt, um seinen Bürgerinnen und Bürgern im biologischen Landbau Chancen auf ein Leben in Selbstbestimmung, Gesundheit und Würde zu bieten. Dort verschmilzt Wertschätzung von traditionellem Wissen mit der Kompetenz der Menschen in einer Atmosphäre des Respekts vor einander und der Erde.                                                                                      

 

„Sikkim ist das Licht. Der Kampf muss weitergehen. “

Vandana Shiva

Nachdem alle Redner ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit Leidenschaft geteilt hatten, konnte das Publikum seine Fragen stellen. Die Chancen und Risiken der Digitalisierung der Landwirtschaft standen an erster Stelle, und Ratsmitglied Shiva betonte den Unterschied zwischen dem Recht auf Technologie und dem freien Internet auf der einen Seite, und der erzwungenen Digitalisierung der Landwirtschaft auf der anderen. Es sei nötig angesichts der Gefahren einer Kommerzialisierung landwirtschaftlicher Daten zur Verwendung durch große Unternehmen vorsichtig zu sein. „Die Festlegung des Gemeingutes in diesem neuen Kontext”, sagte Prof. Dr. Shiva, “ist äußerst wichtig.”

Eine zweite Person fragte, wie Sikkim auf nationaler Ebene wahrgenommen wurde. Sei dies der Beginn eines Indiens des Biolandbaus? Es gäbe sicherlich andere positive Beispiele, zum Beispiel Bemühungen im Norden des Bundesstaates Ladakh, Biolandbau zu etablieren, so Shiva. Auf nationaler Ebene bestünden jedoch nach wie vor große Hindernisse. Entscheidend sei hier das anhaltende Bekenntnis aller Gesellschaftsschichten zu einer Vision von Nachhaltigkeit.

 

„Wir brauchen eine echte Debatte in allen unseren Gesellschaften, sonst ist die Zukunft eine Sackgasse. Nur Ernährungsdemokratie wird uns im Jahr 2050 ernähren. ”

Vandana Shiva

Die Veranstaltung im Deutschen Bundestag fand einen Tag nachdem die Stiftung World Future Council und Ratsmitglied Shiva ins Deutsche Theater eingeladen wurden, um das 60. Jubiläum von Brot für die Welt zu feiern. Am gleichen Tag der Gesprächsrunde im Bundestag fanden zwei weitere spannende Veranstaltungen im historischen Babylon Cinema in Berlin statt. Die erste – “Vision for Agriculture 2050” [1] [2] – war eine Debatte zwischen Ratsmitglied Shiva, Norbert Lemken, Direktor der Agrarpolitik von Bayer, und Prof. Dr. Sonoko Dorothea Bellingrath-Kimura vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). Während der Debatte brachte das Publikum seine Unterstützung für Biolandbau und seine Empörung über die Kommerzialisierung von Landwirtschaft zum Ausdruck: es tobte eine Debatte über die Wissenschaftlichkeit von Einsatz von Chemikalien, die Fähigkeit, die Welt zu ernähren, und die Moral hinter dieser monumentalen Aufgabe. Nach einer kurzen Pause, in der sich die Zuschauer mit der Literatur von Vandana Shiva informieren und mit Liam Innis über die Stiftung World Future Council und den Future Policy Award sprechen konnten, ging die Nacht mit der Vorführung von „Unser Saatgut: Wir ernten was wir säen”  weiter. Der Film, in dem Ratsmitglied Shiva eine Protagonistin ist, verfolgt die reiche Geschichte des 12.000 Jahre alten Kulturguts Saatguts, das heute wegen der Aktivitäten der Agrarindustrie vom Aussterben bedroht  ist – und von manchen Menschen mit Leidenschaft geschützt wird.

 

„Ich denke, es ist an der Zeit, die Pflege, Liebe, Miteinander und unsere Gehirne wieder der Landwirtschaft zu zuwenden.”

Vandana Shiva

 

[1] https://www.2000m2.eu/de/vandana-shiva-visions-for-agriculture-2050/

[2] https://theworldnews.net/de-news/aktivistin-streitet-mit-konzern-vandana-shiva-vs-bayer-lobbyist

Kunst ersteigern – Gutes bewirken!

Mit unserer Weihnachtsauktion können Sie hochwertige Kunst für einen guten Zweck erwerben: Ersteigern Sie ein Gemälde des hawaiianischen Künstlers Demian Dressler zugunsten der Stiftung World Future Council und fördern so die Aktivitäten unserer Organisation. 

 

Über den Künstler

Demian Dressler ist ein Gegenwartskünstler aus Hawaii. Seine Kunstwerke sind im Las Vegas Southern Nevada Museum of Fine Art und im Marietta/Cobb Museum of Art in Georgia, USA, ausgestellt.  Dressler wurde vor seiner Künstler-Karriere als Veterinärmediziner und seine bahnbrechende Behandlung von Krebs bei Hunden bekannt. Er lebt und arbeitet auf Maui, Hawaii, und ist ebenfalls Botschafter der Stiftung World Future Council im englischsprachigen Raum.

 

Die Kunstwerke

“Event Horizon”

“Event Horizon” zeigt uns die Grenzen zwischen Domänen, vielleicht zwischen heute und morgen, Gegenwart und Zukunft, wo Schöpfung und Zerstörung sich vereinen. Die Vergangenheit löst sich auf, während die Zukunft sich herauskristallisiert. Es ist hier, am Ereignishorizont, wo Möglichkeit Realität wird.

Unikat. Format: 25,5 x 51 cm (drei Teile). Gespendet von Demian Dressler. Aufrufpreis 2.000 Euro.  

 

“The Freedom of Ikarus”

Dieses einzigartige Gemälde bezieht sich auf den antiken griechischen Mythos von Ikarus, dem Sohn des Meisterhandwerkers Daedalus, dem Schöpfer des Labyrinths. Oft in der Kunst dargestellt, versuchen Ikarus und sein Vater, von Kreta zu entkommen, mit Flügeln, die sein Vater aus Federn und Wachs gebaut hat. Der Vater von Ikarus warnt ihn weder zu tief noch zu hoch zu fliegen damit nicht die Feuchtigkeit des Meeres seine Flügel verklebe oder sie in der Hitze der Sonne schmelzen. Ikarus ignorierte die Anweisungen seines Vaters, nicht zu nahe an die Sonne zu fliegen, woraufhin das Wachs in seinen Flügeln schmolz und er ins Meer fiel. Diese besondere Arbeit stellt das Gleichgewicht zwischen Freiheit und Macht des Fortschritts der Menschheit unter Berücksichtigung und Kontemplation eines solchen Fortschritts dar.

Unikat, Maße: ca 36 x 61 cm, gerahmt. Gips auf Papier und Phototransfer auf Metallplatte. Gespendet von Demian Dressler. Aufrufpreis 2.000 Euro.  

 

Wie kann ich bieten?

Sie können schriftlich bieten bis zum 12.12.2018 an events@worldfuturecouncil.org. Der/die Höchstbietende erhält das Gemälde und wird am 14.12.2018 per Email informiert.

 

Gut zu wissen

Transport (einschl. Versicherung) bzw. Abholung der ersteigerten Kunstwerke erfolgt auf Rechnung und Gefahr des/der Höchstbietenden. Die Rückgabe ist ausgeschlossen. Bei der Abbildung der Gemälde auf dieser Website bitten wir, Farbabweichung und etwaige minimale Beschneidungen in der Bilddatei zu entschuldigen. Wir erheben keine Provision oder sonstige Gebühren für die Ersteigerung der Kunstwerke. Indem Sie an der Auktion teilnehmen, stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu.

Prominente Verleihung des Future Policy Award 2018 – ein Rückblick

Am 15. Oktober 2018, am Vorabend des Welternährungstages, wurde in Rom der diesjährige Future Policy Award verliehen und gefeiert. Gemeinsam mit der UNO-Ernährungsorganisation FAO und IFOAM – Organics International zeichnete der World Future Council die weltbesten Lösungen zur Förderung von Agrarökologie und nachhaltigen Ernährungssysteme aus.

Gewinner und Jurymitglieder des Future Policy Award 2018 in Rom. ©FAO/Giuseppe Carotenuto

Das “100%-Bio”-Gesetz aus Sikkim (Indien), der erste 100%-Ökolandbau-Staat der Welt, hat sich gegen 51 nominierte Gesetze aus 25 Ländern durchgesetzt und wurde mit dem Future Policy Award 2018 in Gold belohnt. Sein gesamtes Anbauland von 75.000 Hektar wird biozertifiziert bewirtschaftet. Von der Umstellung auf 100% Bio haben über 66 000 Bauernfamilien profitiert. Gesetze aus Brasilien, Dänemark und Quito (Ecuador) erhielten die Silber-Auszeichnung.

Maria Helena Semedo, FAO Vizegeneraldirektorin überreicht den Goldpreis an S.E. Dr. Pawan Chamling, Ministerpräsident des indischen Staates Sikkim. ©FAO/Giuseppe Carotenuto

 

Drei Ratsmitglieder des World Future Council, Jury-Mitglieder des Future Policy Award 2018 und Alternative Nobelpreisträger, nahmen an der internationalen Veranstaltung in Rom teil: die indische Umweltaktivistin Prof. Dr. Vandana Shiva, SEKEM-Geschäftsführer Helmy Abouleish und Biovision-Gründer Dr. Hans Herren.

World Future Council Ratsmitglied Helmy Abouleish. ©FAO/Giuseppe Carotenuto

Helmy Abouleish überreichte den silbernen Award an den Bio-Aktionsplan Dänemark, eine Strategie für mehr Zusammenarbeiten im Bio-Sektor. Durch den Aktionsplan hat Dänemark heute den höchsten Marktanteil für ökologische Lebensmittel in der Welt und die höchsten jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben für Bio-Lebensmittel. 80% der Däninnen und Dänen kaufen mittlerweile Biolebensmittel.

Der Future Policy Award ist die erste Auszeichnung weltweit, die Gesetze und politische Maßnahmen auszeichnet. Neben Sikkim und Bio-Aktionsplan Dänemarks wurde außerdem der Nationalen Politik für Agrarökologie und Ökolandbau (PNAPO) in Brasilien ein Silberpreis verliehen. Diese investierte rund 364 Millionen Euro in agrarökologische Maßnahmen, wodurch beispielsweise rund 5.300 Gemeinden unterstützt wurden, mindestens 30% ihres Schulessenbudgets für den Einkauf von biologischen Produkten von Familienbetrieben aufzuwenden.

Der Vision Award für zukunftsweisende Politik ging an TEEBAgriFood, eine Initiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. TEEBAgriFood ist ein bahnbrechender, weltweit anwendbarer Bewertungsrahmen für Lebensmittelsysteme, der erstmalig umfassend alle Vorteile und Kosten aller relevanten Dimensionen (Umwelt, Gesundheit, Soziales, Kultur) der Öko-Landwirtschaft-Lebensmittel-Wertschöpfungskette in einem einzigen Bericht aufzeigt. Damit ist es erstmals möglich die wirklichen Kosten unserer Lebensmittel zu berechnen und auf dieser Grundlage effizientere Politik zu gestalten.

Drei ehrenhafte Würdigungen des Future Policy Award wurden dieses Jahr vergeben an das philippinische “Von den Waffen zu den Farmen”-Programm der Stadt Kauswagan, an Los Angeles’ Beschaffungsprogramm für Gutes Essen und an den Agrarentwicklungsplan der senegalischen Stadt Ndiob.

Die Preisträger

 

Lesen Sie auch unseren englischen Blogartikel zum Thema, schauen Sie sich die ZDF-Dokumentation zu unserem Goldpreisträger an oder Videos (auf Englisch) über weitere Gewinnerpolitiken des diesjährigen Future Policy Award 2018!

 

Neuigkeiten im Oktober

PM: FPA 2019: “Junge Menschen stärken” ist das Thema des renommierten “Polit-Oscars” 2019

Die Stiftung World Future Council, die Vereinten Nationen und das Inter-Parlamentarische Netzwerk rufen zu Nominierungen von Gesetzen zur Verbesserung der Lebenssituation von jungen Menschen auf.

Hamburg/New York, 5. April 2019. Die Hamburger Stiftung World Future Council hat sich zusammen mit Agenturen der Vereinten Nationen und der Inter-Parlamentarischen Union  auf das Thema des „Polit-Oscars“ 2019 geeinigt:  „ Junge Menschen stärken“. In einer sich schnell verändernden Welt durch Klimawandel, Digitalisierung, Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung ist dieses aktueller denn je. Sie rufen zu Nominierungen lösungsgebender Gesetze auf.

Gesucht werden vorbildliche und effektive politische Maßnahmen und Gesetze, die nachhaltige und menschenwürdige Jobs für junge Menschen ermöglichen und ihre gesellschaftliche und politische Teilhabe für eine nachhaltige und friedvolle Entwicklung fördern.

Der renommierte Future Policy Award wird seit 2009 von der Stiftung World Future Council verliehen. Er ist der einzige Preis, mit dem auf internationaler Ebene Gesetze ausgezeichnet werden, die bessere Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen fördern.

Alexandra Wandel, Vorstandssprecherin des World Future Council: „Heutzutage leben auf der Welt rund 1,8 Milliarden junge Menschen – mehr als jemals zuvor. Ein Großteil von ihnen lebt in den sogenannten Entwicklungsländern. Angesichts hoher Arbeitslosigkeit, Klimawandel und Migration  stehen sie vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig steckt in ihnen ein ungeahntes Potenzial, welches ihre Gemeinden und Gesellschaften voranbringen kann – wenn es entsprechend gelenkt und gefördert wird. Mit dem Future Policy Award 2019 möchten wir die wirkungsvollsten Gesetze weltweit identifizieren und bekannt machen, um politische Entscheidungsträger/innen zu inspirieren, mehr in die Zukunft von jungen Menschen zu investieren.“

Der Preis wird in Partnerschaft mit der Inter-Parlamentarischen Union, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und mit Unterstützung der UN-Sondergesandten für Jugend, der Internationalen Arbeitsorganisation und der in Deutschland ansässigen Michael Otto Stiftung, der Jua Stiftung und Youth Policy Lab organisiert.

Die Gewinner des „Polit-Oscars“ werden im  Oktober 2019 bekannt gegeben. Die feierliche Verleihung des Preises wird im Oktober vor rund 800 ParlamentarierInnen aus aller Welt im Rahmen der 141. Vollversammlung der Inter-Parlamentarischen Union in Belgrad, Serbien, stattfinden. Eine Preisfeier in Deutschland wird Ende des Jahres in Hamburg stattfinden.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: https://www.worldfuturecouncil.org/p/2019-empowering-youth/

Stiftung World Future Council
Der World Future Council setzt sich für ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne zukünftiger Generationen ein. Seine bis zu 50 Ratsmitglieder kommen aus Politik, Geschäftswelt, Wissenschaft und Kultur – und von allen fünf Kontinenten. Der Rat identifiziert mithilfe seines Netzwerks von Wissenschaftlern, Parlamentariern, Zivilgesellschaft und Umweltorganisationen weltweit zukunftsweisende Politikansätze und unterstützt ihre Umsetzung auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene. Mit seinem „Future Policy Award“ ehrt der Rat die weltbesten Gesetze, die bessere Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen fördern. Bisher wurde er in den Politikfeldern Nahrungssicherheit, Schutz der Biodiversität, Erhaltung der Wälder, Schutz von Ozeanen, Abrüstung, Frauen und Mädchen vor Gewalt schützen, Kinderrechte, Desertifikation und Agrarökologie vergeben. https://www.worldfuturecouncil.org/de/

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) UNDP arbeitet mit Menschen aller Gesellschaftsebenen zusammen, um Staaten dabei zu helfen, Krisen zu meistern und und die Art Wachstum zu fördern, die die Lebensqualität für die vor Ort lebenden Menschen verbessern kann. Lokal, in rund 170 Ländern und Regionen bietet UNDP globale Perspektiven und örtliche Eindrücke, um ein besseres Leben zu ermöglichen und belastbare Nationen aufzubauen. UNDP fördert die Rolle von jungen Frauen und Männern als “Agenten des Wandels” und hat erstmals in 2016 das UNDP Globale Jugendprogramm ins Leben gerufen. https://www.undp.org

Die Sondergesandte für die Jugend der Vereinten Nationen setzt sich global für die Bedarfe und Rechte junger Menschen ein und bringt ihnen gleichzeitig die Vereinten Nationen nahe. Das Büro der Jugendgesandten ist Teil des Sekretariats der Vereinten Nationen und unterstützt Multistakeholder-Partnerschaften und Jugendinitiativen innerhalb der UNO. Ziele sind die Stärkung von Jugendlichen, auch als Führungskräfte, auf nationaler, regionaler und globaler Ebene. Das Büro fördert die Beteiligung von jungen Menschen innerhalb der UNO, auch im Rahmen von politischer und wirtschaftlicher Entwicklung mit einem starken Fokus auf marginalisierte und benachteiligte Jugendliche. Die Jugendsondergesandte arbeitet an der Realisierung der „Jugend2030: UNO Strategie für die Jugend“. https://www.un.org/youthenvoy/

Die Inter-Parlamentarische Union (IPU) ist die Weltorganisation der Parlamente. Heute sind 178 nationale Parlamente und 12 assoziierte Parlamente Mitglieder in der IPU. Die IPU arbeitet dabei eng mit den Vereinten Nationen zusammen. Die IPU konzentriert sich auf die Förderung von Frieden und Demokratie sowie Achtung und Förderung der Menschenrechte und hilft Parlamenten dabei, sich stark, jünger, Geschlechter ausgewogen und vielfältig aufzustellen. Zweimal im Jahr treffen sich im Rahmen der Vollversammlung mehr als 1.500 Parlamentarier und Delegierte aus aller Welt und arbeiten an der Umsetzung der Agenda 2030. Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung von Jungparlamentariern. https://www.ipu.org/

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) ist die UN-Agentur in der Arbeitswelt. Sie legt internationale Arbeitsstandards fest, fördert Arbeitsrechte und setzt sich für angemessene Beschäftigungsmöglichkeiten, die Verbesserung von Sozialschutz und die Stäkrung des Dialogs zu arbeitsbezogenen Themen ein. Die ILO wurde 1919 im Zuge eines vernichtenden Krieges gegründet, um der Vision zu folgen, dass universeller, andauernder Frieden nur erreicht werden kann, wenn dieser auf sozialer Gerechtigkeit basiert. Als einzige dreiteilige UN Agentur, bringt die ILO Regierungen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus 187 Mitgliedstaaten zusammen, um Arbeitsstandards festzulegen, Gesetze zu entwickeln und Programme voranzubringen, die eine faire Arbeit für alle Männer und Frauen fördern sollen. www.ilo.org

Youth Policy Labs ist eine global führende Denkschmiede mit einem besonderen Fokus auf Jugendliche, angesiedelt bei dem gemeinnützigen Verein Demokratie & Dialog in Berlin. Youth Policy Labs arbeitet an der Schnittstelle von Forschung und Journalismus mit dem Ziel durch gut angereichertes Wissen politisches Handeln zugunsten der Lebenswelten und Bedarfe junger Menschen zu beeinflussen. Youth Policy Labs setzt sich für Jugendpolitiken ein, fördert junge Menschen als Forscher, ermöglicht internationale Diskussionen zu Jugendpolitiken und macht sich stark für eine wirksamere Kohärenz zwischen den Vereinten Nationen und Geberorganisationen zu Jugendrechten, -politiken und –programmen. Das Team besteht aus jungen Experten zu Jugendpolitiken, Jungforscher und Jungjournalisten. Veröffentlichungen finden Sie unter Youth Policy Presse http://www.youthpolicy.org/

Ein besonderer Dank geht an die Michael Otto Stiftung und die Jua Stiftung.

MEDIA CONTACT

Samia Kassid

Senior Project Manager – Rechte von Kindern und Jugendlichen, World Future Council

samia.kassid@worldfuturecouncil.org

T: 040 3070914-18