Veranstaltung: Menetekel am 24./25./26. Mai 2019 im Deutschen Schauspielhaus

Zusammen mit dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg laden wir zum MENETEKEL am 24. / 25. / 26. Mai 2019 ein. Durchlaufen Sie sieben spannende Zukunftslabore, in denen  unter Beteiligung von Schülern, Künstlern und Wissenschaftern Hamburgs Graffiti als Menetekel von heute diskutiert wird. Es erwarten Sie außerdem unser Ehrenratsmiglied Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker und unser Senior Advisor Dr. J. Daniel Dahm, um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Hierbei werden Sie Teil der Inszenierung und können die Zukunft der Wissenschaft, Kunst und des dokumentarischen Theaters mitgestalten! Lesen Sie mehr unter: https://www.hamburgermenetekel.de/.

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Anna Stehn
Assistant Media & Communications
World Future Council
anna-lara.stehn@worldfuturecouncil.org
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Die UNO in der Krise? Podiumsgespräch in Berlin

Der Verein „Haus für die Vereinten Nationen”

lädt in Kooperation mit



dem World Future Council (WFC), der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN),  dem Fachausschuss für Internationale Politik, Frieden und Entwicklung (SPD Berlin) und dem Sekretariat für Zukunftsforschung an der FU Berlin (SFZ)

herzlich ein:

UNO in der Krise?

UNO-Reform zur Sicherung der Menschenrechte und des Friedens weltweit

Wann?  Mittwoch, 25. Oktober 2017, 19:30 – 21:30 Uhr 


Wo?   Rathaus Tiergarten, Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551  Berlin-Mitte 


 

Es beunruhigt die meisten Menschen weltweit, dass ein noch amtierender amerikanischer Präsident mit starken Sprüchen, Kriegsdrohungen sowie menschenunwürdigen Beleidigungen und Handlungen die Menschheit gefährdet. Soeben hat er in der Vollversammlung der UN zudem dazu beigetragen, dass die Krise der UNO weiter verschärft wird.

Wir erinnern in leichter Abwandlung an einen berühmten Satz von Willy Brandt: “Ohne Frieden und Einhaltung der Menschenrechte ist in dieser Welt alles nichts.”

Im Bewusstsein, dass es nur eine Weltorganisation gibt und diese prinzipiell die richtigen Wege in eine zukunftsfähige Zukunft weist, arbeiten die hier einladenden Organisationen zusammen. Wir wollen gemeinsam noch mehr Schubkraft für das zivilgesellschaftliche Engagement für Frieden,Völkerverständigung und Einhaltung der Menschenrechte erbringen.

Programm

Begrüßung: Prof. Dr. Rolf Kreibich; 
Vorsitzender “Haus für die Vereinten Nationen e.V.” / World Future Council 



Podiumsgespräch / Plenumsdiskussion mit 

  • Hannah Birkenkötter – Mitglied des Bundesvorstandes der DGVN; Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Verfassungsrecht und Rechtsphilosophie,  Humboldt-Universität zu Berlin
  • Prof. Dr. Klaus Hüfner – EhrenvorsitzenderBerliner Komitee für UNESCO-Arbeit e.V.; Ehrenmitglied und ehem. Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission
  • Dr. Gunter Pleuger – Staatssekretär im Auswärtigen Amt a.D.; ehem. Leiter der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den VN in New York;Mitglied des Vorstand des „Haus für die Vereinten Nation e.V.“
  • Philippa Sigl-Gloeckner – Analyst Office of the President „The World Bank – Innovation Lab“; Advisor to the Minister of Finance and Development Planning, Liberia

Einführung und Moderation: Dr. Kerstin Leitner – ehem. Beigeordnete Generaldirektion der WHO Weltgesunheitsorganisation; UN-Mitarbeiterin 1975-2015; Mitglied des Präsidiums der DGVN                              

Im Anschluß an die Eingangsdiskussion durch die Podiumsteilnehmer wird das Plenum einbezogen. 


Schlusswort: Karl-Heinz Niedermeyer – Vorsitzender des FA Internationale Politik, Frieden und Entwicklung der SPD Berlin


Mit freundlichen Grüßen 



Rolf Kreibich,   Detlef Dzembritzki, Karl-Heinz Niedermeyer 



Die Teilnahme ist kostenlos.

Um Anmeldung wird gebeten:

 

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Miriam Petersen
Media & Communications Manager
Telefon: +49 40 307 09 14 19

miriam.petersen@worldfuturecouncil.org

 

WFC Benefiz-Konzert in Berlin

 Am 4. September 2017 wird im Kammermusiksaal der Philharmonie ein Benefizkonzert zugunsten des World Future Council stattfinden.
Um 18 Uhr wird es im Foyer des Kammermusiksaales zur Einführung eine Gesprächsrunde mit Jakob von Uexküll, Gründer des World Future Council und Dr. Peter Hauber (IPPNW Concerts) unter der Moderation von Gerhard Forck (Leiter der Abteilung Kommunikation der Philharmonie) geben.
Konzertbeginn ist um 19:00 Uhr, mit Begrüßungsansprache von Jakob von Uexküll

Im Anschluss an das Konzert laden wir Sie zum Empfang im Ausstellungsfoyer des Kammermusiksaals ein.

Das Benefizkonzert ist eine gemeinsame Veranstaltung von IPPNW-Concerts,
Berliner Festspiele / Musikfest Berlin und der Stiftung Berliner Philharmoniker.

“Amore Perduto – Musiken des italienischen Frühbarock”

Benefizkonzert zugunsten des World Future Council

4. September 2017, 19:00 Uhr. Einführung 18:00 Uhr

Kammermusiksaal der Philharmonie, Berlin

Tickets können Sie hier erwerben.

 

Das Programm:

Amore Perduto – Musiken des italienischen Frühbarock

Marco Uccellini [ca. 1610-1680]
Sinfonia seconda für fünf Instrumente C-Dur [1660]

Luigi Rossi [ca. 1598-1653]
Lasciate Averno
aus der Oper L’Orfeo [1647]

Salomone Rossi [1570-1630]
Die Gesänge des Salomon (Auswahl) [1623]

Antonio Sartorio [ca. 1630-1680]
Ausschnitte aus L’Orfeo [1672]

Alessandro Stradella [1639-1682]
Sinfonia für Violine, Violoncello und Basso continuo d-Moll

Alessandro Stradella
„Affligetemi pure, amare memorie“
Kantate für Sopran und Basso continuo

Johann Rosenmüller [1617-1684]
Sonata nona für fünf Instrumente D-Dur [1682]

Marco Uccellini
Sinfonia quarta für fünf Instrumente C-Dur [1660]

Francesco Cavalli [1602-1676]
Dunque, Giove immortale – Verginella io morir vo‘
Rezitativ und Arie der Calisto aus der Oper La Calisto [1651]

Marco Uccellini
Sinfonia sesta für fünf Instrumente D-Dur [1660]

Francesco Cavalli
Sien mortali o divini – Non è maggior piacere
Rezitativ und Arie der Calisto aus der Oper La Calisto [1651]

Sunhae Im Sopran
Akademie für Alte Musik Berlin
Bernhard Forck Leitung

Claudio Monteverdis Zeitgenossen, Schüler und Nachfolger im Geiste sind hier mit virtuosen Werken mit und ohne menschliche Stimme versammelt. Salomone Rossi, der seiner Herkunft wegen „Ebreo“ genannt wurde, war Monteverdis Kollege in Mantua. Mit seinen Instrumentalwerken leistete er ebenso Pionierarbeit wie mit den mehrstimmigen Kompositionen für einen reformierten Synagogen-Gottesdienst, die er unter dem Titel „Gesänge des Salomo“ veröffentlichte. Luigi Rosso und Antonio Sartorio, eine bzw. zwei Generationen jünger als der Jubilar, bieten nur zwei Beispiele für die stimulierende Wirkungsgeschichte von dessen „Orfeo“ auf die Nachwelt. Francesco Cavalli wurde von Monteverdi in seine Hofkapelle an San Marco in Venedig berufen. Erst Knabensopran, dann Tenor, stieg er schon bald zum bekanntesten Opernkomponisten der Generation nach Monteverdi auf. Das musiktheatralische Werk Marco Uccellinis ist verschollen; überliefert aber sind seine Instrumentalwerke, virtuos in ihren Ansprüchen, originell in ihrer Formensprache. Dem Eskapismus des Lebens entsprachen bei Alessandro Stradella Extravaganzen in der Kunst, der vokalen wie der instrumentalen.


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Miriam Petersen
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Podiumsgespräch in Berlin: Ein Haus für die Vereinten Nationen!

Der Verein „Haus für die Vereinten Nationen “

lädt in Kooperation mit

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN)
World Future Council (WFC)
Sekretariat für Zukunftsforschung an der FU Berlin (SFZ)

herzlich ein:

Ein Haus für die Vereinten Nationen in der Neuen Mitte Berlins – im Kontext der Umfeldgestaltung des Humboldt-Forums

 

Wann? Donnerstag, 3. August 2017, 18:00 – 20:30 Uhr

Wo? Rathaus Tiergarten (Berlin-Mitte), Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin

 

Die lebhafte Diskussion um die Neue Mitte Berlins und die heiß umstrittene Gestaltung des Umfeldes des Humboldt-Forums beweisen das große Interesse und das bürgerschaftliche Engagement der Berlinerinnen und Berliner.

Ein von weiten Kreisen gefordertes und unterstütztes Projekt ist das weltweit erstmalig geplante bürgeroffene “Haus für die Vereinten Nationen im Palais am Festungsgraben”.

In unmittelbarer Nähe des Humboldt-Forums, am Boulevard Unter den Linden, soll hier praktisch, symbolträchtig und bürgernah über und mit den zahlreichen VN-Organisationen und weltweit agierenden Nichtregierungsorganisationen über so zentrale VN-Ziele wie Friedenserhaltung, Völkerverständigung, Soziale Gerechtigkeit, Nachhaltige Entwicklung und Partizipation informiert, diskutiert und ein vielfältiger kultureller Austausch zur Mitgestaltung gefördert werden.

Dieses Vorhaben sollte allen Berlinern nach den schrecklichen Jahren im 20. Jahrhundert, der Friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung mit dem ein Anliegen von höchster Priorität für die Zukunft sein. Diese Vision lässt sich aber nur durch ein zukunftsfähiges Konzept erreichen, in das nicht nur das Humboldt-Forum, sondern auch das gesamte Umfeld einzubeziehen ist: so etwa ein Ort der Demokratie zwischen Rotem Rathaus und Marienkirche, die Neugestaltung des Raumes um den Fernsehturm und des “Marx-Engels-Forums”, hier etwa durch einen Weltgarten im Übergang vom Schlossneubau.

Das “Haus für die Vereinten Nationen” lässt sich hervorragend in ein solches Gesamtkonzept ein- betten: Das Gebäude als Juwel der Vergangenheit, in dem die gegenwärtigen und zukünftigen Fragen des weltweiten friedlichen Zusammenlebens verhandelt werden. Berlin, die Hauptstadt der Bundesrepublik, ist dafür prädestiniert wie kein anderer Ort.

Aktuell gibt der G20-Gipfel genügend Anlass dafür, wie vor allem wir, die Bürgerinnen und Bürger, der UN mehr Gewicht verleihen sollten, dass sie die Zukunftsprobleme und die vielen Konflikte auf einer breiteren demokratischeren Basis besser lösen kann: GLOBAL SOLUTIONS 2017 – Die Welt vereinen! Wir sind überzeugt, dass hierfür mutige Abgeordnete des Deutschen Bundestages gebraucht werden und ein enges Zusammenwirken mit dem Senat und dem Abgeordnetenhaus von Berlin sowie vielfältigen Kooperationen mit der Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur und mit der Zivilgesellschaft auf Augenhöhe erforderlich sind.

Was kann spannender sein, als sich an einem solchen Konzept zu beteiligen!

 

Programm

Begrüßung: Prof. Dr. Rolf Kreibich

Vorsitzender “Haus für die Vereinten Nationen e.V.” / World Future Council

Podiumsgespräch mit den Kandidatinnen und Kandidaten der demokratischen Parteien für den Deutschen Bundestag im September 2017 für Berlin-Mitte.

  • Frank Henkel (CDU)
  • Dr. Eva Högl (SPD)
  • Özclan Mutlu (B90/Grüne)
  • Steve Rauhut oder Thilo Urchs (Die Linke, angefragt)
  • Dr. Katharina Ziolkowski (FDP)

 

Einführung und Moderation:

Manfred Rettig, ehem. Vorstand und jetzt Kuratoriumsmitglied der Stiftung “Berliner Schloss – Humboldt-Forum“

Im Anschluss an die Eingangsdiskussion durch die Podiumsteilnehmer wird das Plenum einbezogen.

Schlusswort: Detlef Dzembritzki, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Rolf Kreibich, Detlef Dzembritzki, Manfred Rettig

 

Die Teilnahme ist kostenlos.

Bitte anmelden unter: martin.lenk@world-heritage-watch.org

oder telefonisch unter 030/ 20453975 bzw. 030/ 8016007

 

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Miriam Petersen
Media & Communications Manager
Telefon: +49 40 307 09 14 19

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Desertifikation in Afrika: Lösungen für die Bekämpfung von Fluchtursachen

Prominente Vertreter aus Medien, Wirtschaft und Zivilgesellschaft debattieren auf Einladung von Alexandra von Rehlingen, Prof. Matthias Prinz und Jakob von Uexküll

Berlin, den 20.06.2017 – Nachdem Bundesminister Gerhard Müller vor 100 Millionen Flüchtlingen aus Afrika gewarnt hat, kamen am Montag auf Einladung von Alexandra von Rehlingen-Prinz und Prof. Dr. Matthias Prinz prominente Vertreter aus Medien, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um über Lösungen für die Bekämpfung von Fluchtursachen zu reden. Unter den Gästen waren Marius Müller-Westernhagen, Sandra Maischberger, Stefan Aust, Eckart von Hirschhausen und Alexandra Oetker.

 

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Podiumsgespräch in Berlin

Der Verein „Haus für die Vereinten Nationen“

in Kooperation mit

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN)

World Future Council (WFC)

lädt herzlich ein:

Mit der UNO global, in Berlin lokal:

Frauenrechte weltweit erstreiten – aber wie?

Wann? Donnerstag, 29. Juni 2017, 18:00 – 20 Uhr

Wo? Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Luisenstr. 18. 10017 Berlin-Mitte

 

Die Wahl Saudi-Arabiens in die Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen im April 2017 hat weltweite Reaktionen von Zustimmung bis Entrüstung ausgelöst. Wie steht es um die Rechte der Frauen? Was kann die UNO zur Verbesserung der Frauenrechte weltweit leisten? Welche Chancen eröffnen sich für Soziale Gerechtigkeit und Friedenssicherung? Und wie ist der Befund bei der Verwirklichung der Rechte der Frauen in Deutschland und in Berlin?

Informieren Sie sich zu dieser hoch aktuellen Thematik anlässlich unserer Podiumsdiskussion mit profilierten Expertinnen, die sich engagiert für die Verwirklichung der Rechte der Frauen einsetzen – sei es in politischer Verantwortung, in der Wirtschaft, aus der Perspektive der jüngeren Generation oder bei den Vereinten Nationen.

 

Programm

Begrüßung: Prof. Dr. Rolf Kreibich

Vorsitzender “Haus für die Vereinten Nationen e.V.” / World Future Council

 

Podiumsgespräch mit

  • Barbara König, Staatssekretärin bei der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Berlin
  • Henrike von Platen, ehem. Vorsitzende, Business Women
  • Eva Ritte, DGVN-Jugendbeobachterin bei der 61. Frauenrechtskommission der UN 2017
  • Dagmar Schumacher, Direktorin, UN Women, Brüssel

Moderation: Shelly Kupferberg, Journalistin, Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)

Schlusswort: Detlef Dzembritzki, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN)

 

Die Teilnahme ist kostenlos.

Bitte Anmeldung per Email an martin.lenk@world-heritage-watch.org

oder unter den Telefonnummern 030/ 20453975 oder 030/ 8016007

 

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Miriam Petersen
Media & Communications Manager
Telefon: +49 40 307 09 14 19

miriam.petersen@worldfuturecouncil.org

 

“Essential Ingredients for a Sustainable Future”

Das Jahr 2015 kann ein Meilenstein in Sachen nachhaltiger Entwicklung und damit für eine nachhaltige Zukunft werden. Im September wird die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Sustainable Development Goals bis zum Jahr 2030 beschließen, die für alle Länder gelten sollen. Vom 28. bis 29. April findet zu diesem Thema die Konferenz ‘Essential ingredients for a sustainable future – Why do we need independent institutions, and how should they work for the long term?’ in Cardiff, Wales statt. Die Veranstaltung wird organisiert vom World Future Council, dem Wales Office of the Commissioner for Sustainable Futures, der walisischen Regierung, Sustain Wales und dem Oxford Martin Programme on Human Rights for Future Generations. Zu diesem Anlasse sollen positive Entwicklungen auf UN-, EU-, nationaler und regionaler Ebene herausgestellt werden, bei denen die Bedürfnisse zukünftiger Generationen aktiv mit einbezogen und integriert wurden.

Edith Brown Weiss, Professorin für Völkerrecht am Georgetown University Law Centre in Washington DC und Nikhil Seth, Director of the Division for Sustainable Development, UNDESA (Department of Economic and Social Affairs) und andere werden sprechen und Diskussionsrunden und Workshops zu den Themen ‘New institutions to drive the change – working with purpose and impact to protect our common future’, ‘Identifying the gaps for institutional innovation’, ‘Looking to the future – perspectives in practice’ und ‘Learning from the rich experience of existing examples elsewhere’ leiten.

Cardiff bietet der Konferenz eine perfekte Kulisse. Am 29. April wird der Well-being of Future Generations Bill in der Welsh Assembly verabschiedet werden. Wales nimmt eine Vorreiterrolle darin ein, die Interessen jetziger und zukünftiger Generationen in Entscheidungsfindungsprozesse einzubeziehen. Der derzeitige Kommissar für eine nachhaltige Zukunft hat im Rahmen einer Gesprächsreihe – ‘National Conversation’ – die Menschen gefragt, wie sie sich die Zukunft ihrer Heimat vorstellen aber auch, was ihre größten Bedenken und Sorgen sind. Mehr englischsprachige Informationen finden Sie hier.

Die Konferenz jetzt, die vom 28. bis 29. April stattfindet, bringt die globale Gemeinschaft der Institutionen zusammen. Ihnen sind die Bedürfnisse zukünftiger Generationen ein Anliegen. Sie werden auch im Bericht des UN-Generalsekretärs von 2013 genannt: ‘Intergenerational Solidarity and the Needs of Future Generations’[1]:

  • Das Komitee für die Zukunft in Finnland, das für das Parlament zu dem einmal pro Amtszeit von der Regierung vorgelegten Zukunftsbericht Stellung nimmt und auch Eingaben in anderen Komitees macht, wenn es um zukunftsbezogene Themen geht;
  • Julie Gelfand, die Kommissarin für Umwelt und nachhaltige Entwicklung in Kanada, bewertet, ob die kanadische Bundesregierung und Verwaltung ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen; und sie überwacht das Umweltpetitionsverfahren;
  • Ungarns Ombudsmann für zukünftige Generationen, Marcel Szabó, hat die Aufgabe, das Grundrecht auf eine gesunde und lebenswerte Umwelt zu schützen. Er untersucht einzelne Maßnahmen und überwacht Gesetzesvorschläge und die Entwicklungen in der Politik, um auszuschließen, dass sie eine ernste Bedrohung für die Umwelt und zukünftige Generationen darstellen und unwiderrufliche Schäden entstehen;
  • Der Kommissar für Nachhaltigkeit und Umwelt für das Australische Hauptstadtterritorium, Robert Neil, regte für die Hauptstadtterritorien umweltverträgliche Praktiken und Prozesse an, die von den Territorien und deren Autoritäten dann, als Basis für eine ökologisch nachhaltige Entwicklung, umgesetzt werden;

Der deutsche Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung berät die Bundesregierung „bei der Festlegung und Konkretisierung von Zielen, Maßnahmen und Instrumenten. Außerdem gibt er Empfehlungen zu mittel- und langfristigen Planungen und fördert die Beratungen mit anderen Parlamenten, insbesondere in der EU.

Diese Institutionen sind der Beweis dafür, dass das Wohlergehen zukünftiger Generationen eine immer größere Rolle in den politischen Entscheidungsfindungsprozessen spielt und dass spezielle Mechanismen diese Entwicklung unterstützen können.

Wie kann Europa langfristige Interessen zentral in der Politik verankern?

Die politischen Entscheidungen von heute bestimmen weitgehend, wie die Welt von morgen aussehen wird. Kinder, die in diese Welt hineingeboren werden, können jedoch nicht selber für ihre Rechte eintreten. Mit welchen Maßnahmen kann Europa die Kurzfristigkeit heutiger politischer Entscheidungen überwinden und so die Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung deutlich vorantreiben?

In diesem Zusammenhang fand im April 2015 im Europäischen Parlament ein Workshop statt, an dem auch die EU-Kommissare Karmenu Vella (Kommissar für Umwelt, Maritime Angelegenheiten und Fischerei) und  Tibor Navracsics (Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport) teilnahmen. Basierend auf den Ergebnissen, folgte im September desselben Jahres eine weitere Expertendiskussion, die in Zusammenarbeit mit dem Grünen-Europaparlamentarier Benedek Jávor, Jo Leinen (S&D) sowie WFC Ratsmitglied Sirpa Pietikäinen (EPP) organisiert wurde. 

Der Workshop zielte darauf ab, einen Überblick über existierende Praktiken der UN, der EU und ihrer Mitgliedsstaaten zu gewinnen und neue Wege zu finden, wie Generationengerechtigkeit und nachhaltiges Denken in die EU-Entscheidungsfindungs- und Politikgestaltungsprozesse eingebunden werden können. Diskussionsbeiträge kamen von János Pásztor, Exekutivsekretär des High Level Panel zu Nachhaltiger Entwicklung der UN,  EU-Kommissar Karmenu Vella, Karl Falkenberg, Sonderberater für nachhaltige Entwicklung beim Europäischen Zentrum für politische Strategie (EPSC) und anderen hochrangigen Vertretern von Mitgliedsstaaten, NGOs und Akademikern.

Die Experten diskutierten über neue Forschungsergebnisse und –programme des Oxford Martin Programmes, des Institute for European Environmental Policy und des World Future Council (WFC). Der WFC bietet politischen Entscheidungsträgern praktische und verlässliche  Beratung, wie zukünftig auf EU-Ebene die Rolle kommender Generationen gestärkt werden kann.

Zu Beginn hob Benedek Jávor dabei die enge Verbindung der Rechte zukünftiger Generationen mit der gerade verabschiedeten Agenda 2030 und den COP21-Klimazielen hervor, die in Paris vereinbart wurden. Um Herausforderungen, wie dem Klimawandel und dem Verlust der Artenvielfalt zu begegnen, ist es unerlässlich, sich mit nachhaltigem und langfristigem Denken auseinanderzusetzen. Europa kann hier mit gutem Beispiel vorangehen und als Vorbild für andere Staaten dienen. Jávor erinnerte in seinem Statement daran, dass die Interessen der zukünftigen Generationen bei politischen Entscheidungen, bei allen Anstrengungen, die die EU zur Verbesserung unternimmt, immer noch systematisch vernachlässigt werden. Jávor betonte aber auch, dass ein Ausgleich der Bedürfnisse der jetzigen und der zukünftigen Generationen möglich ist. Neue, praktische Lösungen sind dringend notwendig.

Der Stellvertretende UN-Generalsekretär, János Pásztor, warnte in einer Videobotschaft dass es der Klimawandel ist, der umfassende Auswirkungen auf das Leben zukünftiger Generationen haben wird. Das Übereinkommen von Paris ist daher von größter Wichtigkeit und könnte einen historischen Wendepunkt markieren, wenn alle, in Politik und Gesellschaft, an einem Strang ziehen.

Kommissar Karmenu Vella rief dazu auf, den Verpflichtungen gegenüber der Weltgemeinschaft gerecht zu werden und die Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Develeopment Goals, SDGs) vollständig umzusetzen. Als eine Möglichkeit, die Ziele zu erreichen, hob er den Vorschlag der EU-Kommission zur Kreislaufwirtschaft hervor.

Neil Kerr, der Stellvertretende Ständige Vertreter Maltas, erinnerte nochmal an die Rolle seines Landes, das Konzept des „Hüters zukünftiger Generationen“ auf internationaler Ebene zu befördern. Malta tut dies seit dem UN-Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im Jahr 1992. Kerr sprach außerdem über die wissenschaftliche Politikberatung und die Bedeutung, die ein Sektor übergreifender und partizipatorischer Ansatz hat.

Future_Needs_HearingDer Gründer des World Future Council, Jakob von Uexküll, erinnerte die Zuhörer daran, dass der Klimawandel nicht nur ein Problem zukünftiger Generationen sei, sondern schon in naher Zukunft drastische Auswirkungen in allen Lebensbereichen haben werde. Mit unserem derzeitigen Lebensstil haben wir die zukünftigen Generationen bereits jetzt geknechtet und es ist deshalb unerlässlich, Politik jetzt neu zu denken (Bildung, Sicherheit, Energie und den Schutz der Artenvielfalt eingeschlossen) und einen „Hüter“ auf EU-Ebene zu schaffen.

Karl Falkenberg warnte vor verschiedenen, unvorhersehbaren ökologischen Herausforderungen und rief dazu auf, Voraussetzungen zu schaffen, um zukünftigen Genrationen einen lebenswerten Planeten übergeben zu können. Falkenberg sprach sich dafür aus, eine Politikkohärenz einzuleiten und einen gemeinsamen und ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen. Seiner Meinung nach sind Institutionen, wie ein nationaler Rat für nachhaltige Entwicklung geeigneter, um das Konzept der Langfristigkeit einzubinden, als ein einzelner Repräsentant, der zukünftigen Generationen eine Stimme geben soll.

Der zweite Teil der Sitzung bot die Möglichkeit, Einblicke in die derzeitige Praxis zu bekommen und zu sehen, welche Erkenntnisse für die EU daraus gewonnen werden können. Rita Singh, Director of Policy at Cynnal Cymru-Sustain Wales, berichtete über die Aufgabe des Kommissars für eine nachhaltige Zukunft, den es in Wales gibt. Dieser soll dafür sorgen, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit bei politischen Entscheidungen mit einbezogen wird. Erreicht wird das durch einen gemeinsamen Ansatz, bei dem auch wichtige Interessenvertreter und andere zivilgesellschaftliche Gruppen nach ihren Zielen und Vorstellungen für das Jahr 2050 gefragt werden. Eine Checkliste für öffentliche Dienstleister soll das gewährleisten. 2015 wurde dieser Ansatz dann in Gesetzesform gegossen, in den The Well-being of Future Generations (Wales) Act.

Auch in Ungarn versucht man, alle Regierungshandlungen in Einklang mit den geltenden Umweltgesetzen zu bringen, so Dr. Marcel Szabó, Deputy Ombudsman for Future Generations in Ungarn, sodass zukünftige Generationen eine lebenswerte Umwelt vorfinden.

Catherine Pearce vom World Future Council sprach über die Wichtigkeit der Politik-Evaluierung, über Mediation um politische Kohärenz zu erreichen und darüber einen Ausgleich zwischen den Interessent jetziger und zukünftiger Generationen zu schaffen. Die zugrundeliegenden Prinzipien dabei müssen sein: Unabhängigkeit, Effektivität, Transparenz, Gesetzmäßigkeit, Verantwortung und Zugänglichkeit. Sie hob dabei besonders die positiven Einflüsse auf europäische Werte hervor, wenn zukünftige Generationen auf EU-Ebene repräsentiert seien.

Catherine Pearce zeigte außerdem Wege auf,  wie ein solcher Kommissar für die Rechte zukünftiger Generationen etabliert werden könnte:

  • durch Vertragsänderung
  • eine existierende EU-Funktion anzupassen (z.B. die Integration in den Aufgabenbereich des EU Ombudsmannes oder der Europäischen Agentur für die Grundrechte
  • durch eigenständige Gesetzgebung / eine neue Institution
  • durch Gesonderte sektorspezifische Gesetzgebung (z.B. das 7th Environmental Action Programme)
  • durch Ad hoc Verwaltungsregelung
  • durch ein interinstitutionelles Abkommen – dies wäre die zu bevorzugende Option

Auch Professor Simon Caney präsentierte eine Liste von Bereichen, in denen kurzsichtige Politik zu Problemen führt. Dazu gehören die Volkswirtschaft, Außenpolitik, Rentenversicherung und Katastrophenmanagement. Er schlägt eine Fünf-Punkte-Lösung vor:

  • eine Verpflichtung aller zukünftigen Regierungen, ein “Manifest für die Zukunft” zu erarbeiten und damit eine langfristige Vision
  • eine Erklärung zur Lage der Union vor dem Parlament, in der die Regierung Rechenschaft über ihre Politik hinsichtlich zukünftiger Generationen ablegt
  • ein Komitee für die Zukunft, das Politiken auf ihre Langfristigkeit hin überprüft
  • ein unabhängiger Rat für die Zukunft, der die Macht hat, eine Agenda festzulegen
  • eine Überprüfung durch langfristige Performance-Indikatoren

Es gab eine Vielzahl von Kommentaren und Fragen.

Sirpa Pietikäinen, Mitinitiatorin der Anhörung, betonte zum Ende die Bedeutung der Zusammenarbeit mit nationalen Initiativen, geführt von Bürgern und  Interessengruppen) und die Berufung auf Gerichtsentscheide, die Regierungen verpflichten, ihre Bürger vor schädlichen Umwelteinflüssen, wie dem Klimawandel zu schützen.

Zum Schluss kündigte Benedek Jávor an, er wolle im Europäischen Parlament eine schriftliche Erklärung anstoßen, die die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union dazu auffordert, für generationenübergreifende Gerechtigkeit zu sorgen und sofort zu handeln. In der Erklärung solle auch der Vorschlag zur Schaffung eines zwischenstaatlichen Gremiums für zukünftige Generationen enthalten sein.