Prominente Verleihung des Future Policy Award 2018 – ein Rückblick

Am 15. Oktober 2018, am Vorabend des Welternährungstages, wurde in Rom der diesjährige Future Policy Award verliehen und gefeiert. Gemeinsam mit der UNO-Ernährungsorganisation FAO und IFOAM – Organics International zeichnete der World Future Council die weltbesten Lösungen zur Förderung von Agrarökologie und nachhaltigen Ernährungssysteme aus.

Gewinner und Jurymitglieder des Future Policy Award 2018 in Rom

Gewinner und Jurymitglieder des Future Policy Award 2018 in Rom. ©FAO/Giuseppe Carotenuto

Das “100%-Bio”-Gesetz aus Sikkim (Indien), der erste 100%-Ökolandbau-Staat der Welt, hat sich gegen 51 nominierte Gesetze aus 25 Ländern durchgesetzt und wurde mit dem Future Policy Award 2018 in Gold belohnt. Sein gesamtes Anbauland von 75.000 Hektar wird biozertifiziert bewirtschaftet. Von der Umstellung auf 100% Bio haben über 66 000 Bauernfamilien profitiert. Gesetze aus Brasilien, Dänemark und Quito (Ecuador) erhielten die Silber-Auszeichnung.

Maria Helena Semedo, FAO Vizegeneraldirektorin überreicht den Goldpreis an S.E. Dr. Pawan Chamling, Ministerpräsident des indischen Staates Sikkim

Maria Helena Semedo, FAO Vizegeneraldirektorin überreicht den Goldpreis an S.E. Dr. Pawan Chamling, Ministerpräsident des indischen Staates Sikkim. ©FAO/Giuseppe Carotenuto

Drei Ratsmitglieder des World Future Council, Jury-Mitglieder des Future Policy Award 2018 und Alternative Nobelpreisträger, nahmen an der internationalen Veranstaltung in Rom teil: die indische Umweltaktivistin Prof. Dr. Vandana Shiva, SEKEM-Geschäftsführer Helmy Abouleish und Biovision-Gründer Dr. Hans Herren.

World Future Council Ratsmitglied Helmy Abouleish

World Future Council Ratsmitglied Helmy Abouleish. ©FAO/Giuseppe Carotenuto

Helmy Abouleish überreichte den silbernen Award an den Bio-Aktionsplan Dänemark, eine Strategie für mehr Zusammenarbeiten im Bio-Sektor. Durch den Aktionsplan hat Dänemark heute den höchsten Marktanteil für ökologische Lebensmittel in der Welt und die höchsten jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben für Bio-Lebensmittel. 80% der Däninnen und Dänen kaufen mittlerweile Biolebensmittel.

Der Future Policy Award ist die erste Auszeichnung weltweit, die Gesetze und politische Maßnahmen auszeichnet. Neben Sikkim und Bio-Aktionsplan Dänemarks wurde außerdem der Nationalen Politik für Agrarökologie und Ökolandbau (PNAPO) in Brasilien ein Silberpreis verliehen. Diese investierte rund 364 Millionen Euro in agrarökologische Maßnahmen, wodurch beispielsweise rund 5.300 Gemeinden unterstützt wurden, mindestens 30% ihres Schulessenbudgets für den Einkauf von biologischen Produkten von Familienbetrieben aufzuwenden.

Der Vision Award für zukunftsweisende Politik ging an TEEBAgriFood, eine Initiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. TEEBAgriFood ist ein bahnbrechender, weltweit anwendbarer Bewertungsrahmen für Lebensmittelsysteme, der erstmalig umfassend alle Vorteile und Kosten aller relevanten Dimensionen (Umwelt, Gesundheit, Soziales, Kultur) der Öko-Landwirtschaft-Lebensmittel-Wertschöpfungskette in einem einzigen Bericht aufzeigt. Damit ist es erstmals möglich die wirklichen Kosten unserer Lebensmittel zu berechnen und auf dieser Grundlage effizientere Politik zu gestalten.

Drei ehrenhafte Würdigungen des Future Policy Award wurden dieses Jahr vergeben an das philippinische “Von den Waffen zu den Farmen”-Programm der Stadt Kauswagan, an Los Angeles’ Beschaffungsprogramm für Gutes Essen und an den Agrarentwicklungsplan der senegalischen Stadt Ndiob.

Die Preisträger

Lesen Sie auch unseren englischen Blogartikel zum Thema, schauen Sie sich die ZDF-Dokumentation zu unserem Goldpreisträger an oder Videos (auf Englisch) über weitere Gewinnerpolitiken des diesjährigen Future Policy Award 2018!

Vandana Shiva

Film mit Vandana Shiva und Jane Goodall kommt in die Kinos

„Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen“: Prachtvolle Öko-Doku zur Rettung der Saatgutvielfalt mit Vandana Shiva und Jane Goodall. Zur Hamburg-Premiere wird es ein Publikumsgespräch mit Regisseur Taggart Siegel, Alexandra Wandel (Direktorin des World Future Council) und Lutz Bergmann (OpenSourceSeeds) geben.

Jakob von Uexküll liest in Berlin

Der World Future Council lädt herzlich ein:

 

Lesung

Jakob von Uexküll „Zukunft gestalten: Jetzt“

Wann?  Montag, 30. Oktober 2017, Beginn: 19:00 Uhr 


Wo?   Literaturhaus Berlin, Kaminraum, Fasanenstraße 23, 10719  Berlin


 

Programm

Begrüßung durch Prof. Dr. Rolf Kreibich, 
Wissenschaftlicher Direktor und Geschäftsführer des SFZ Sekretariat für Zukunftsforschung an der Freien Universität Berlin und Ratsmitglied des World Future Councils

Lesung Jakob von Uexküll, Gründer des Alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Award) sowie Gründer und Vorstandsvorsitzender des World Future Councils

Anschließende Diskussion unter der Moderation von Lea Rosh, Fernsehjournalistin, Autorin und Publizistin, ehemalige Direktorin des NDR-Landfunkhauses in Hannover

Gern wird Herr von Uexküll nach der Lesung Bücher, die Sie vor Ort erwerben können, signieren. Auch können Sie sich am Abend über die Projekte des World Future Council informieren. Getränke können im Café des Literaturhauses erworben und in den Kaminraum mitgenommen werden.

Die Teilnahme ist kostenlos

Um Anmeldung wird gebeten:

 

Über das Buch

 

„Zukunft gestalten: JETZT“ ist ein leidenschaftliches Plädoyer von Jakob von Uexküll und legt seine Gedanken zu den zentralen Zukunftsfragen Klima und Ökosysteme, Nachhaltiges Wirtschaften und Nahrungsgerechtigkeit sowie Frieden und Abrüstung vor. Das Buch zeigt auf, dass wir vor noch nie dagewesenen Konflikten und Gefahren stehen und wie wir radikal umsteuern können, um nicht die Bewohnbarkeit des Planeten zu zerstören und somit den nach uns folgenden Generationen die Zukunft zu rauben.

Das Buch ist unter der ISBN 978-3-86393-083-7 bei CEP Europäische Verlagsanstalt erschienen. info@europaeische-verlagsanstalt.de │040/450194-0

 

 

Über den Autor 

 

Jakob von Uexküll, Gründer des Alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Award) und des Weltzukunftsrats (World Future Council), arbeitet seit Jahrzehnten weltweit an Konzepten des Umdenkens und Umsteuerns – als Botschafter, Aufklärer und Berater für eine gerechtere und bewohnbare Welt für zukünftige Generationen.

Mehr über Jakob von Uexküll.

 

 

 

 

Der World Future Council freut sich über Spenden direkt vor Ort oder – falls Sie eine Spendenbescheinigung benötigen – an die Stiftung World Future Council bei der GLS Bank Bochum, IBAN: DE 70 4306 0967 2009 0040 00, BIC: GENODEM1GLS, oder über das Online-Formular.


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Die UNO in der Krise? Podiumsgespräch in Berlin

Der Verein „Haus für die Vereinten Nationen”

lädt in Kooperation mit



dem World Future Council (WFC), der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN),  dem Fachausschuss für Internationale Politik, Frieden und Entwicklung (SPD Berlin) und dem Sekretariat für Zukunftsforschung an der FU Berlin (SFZ)

herzlich ein:

UNO in der Krise?

UNO-Reform zur Sicherung der Menschenrechte und des Friedens weltweit

Wann?  Mittwoch, 25. Oktober 2017, 19:30 – 21:30 Uhr 


Wo?   Rathaus Tiergarten, Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551  Berlin-Mitte 


 

Es beunruhigt die meisten Menschen weltweit, dass ein noch amtierender amerikanischer Präsident mit starken Sprüchen, Kriegsdrohungen sowie menschenunwürdigen Beleidigungen und Handlungen die Menschheit gefährdet. Soeben hat er in der Vollversammlung der UN zudem dazu beigetragen, dass die Krise der UNO weiter verschärft wird.

Wir erinnern in leichter Abwandlung an einen berühmten Satz von Willy Brandt: “Ohne Frieden und Einhaltung der Menschenrechte ist in dieser Welt alles nichts.”

Im Bewusstsein, dass es nur eine Weltorganisation gibt und diese prinzipiell die richtigen Wege in eine zukunftsfähige Zukunft weist, arbeiten die hier einladenden Organisationen zusammen. Wir wollen gemeinsam noch mehr Schubkraft für das zivilgesellschaftliche Engagement für Frieden,Völkerverständigung und Einhaltung der Menschenrechte erbringen.

Programm

Begrüßung: Prof. Dr. Rolf Kreibich; 
Vorsitzender “Haus für die Vereinten Nationen e.V.” / World Future Council 



Podiumsgespräch / Plenumsdiskussion mit 

  • Hannah Birkenkötter – Mitglied des Bundesvorstandes der DGVN; Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Verfassungsrecht und Rechtsphilosophie,  Humboldt-Universität zu Berlin
  • Prof. Dr. Klaus Hüfner – EhrenvorsitzenderBerliner Komitee für UNESCO-Arbeit e.V.; Ehrenmitglied und ehem. Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission
  • Dr. Gunter Pleuger – Staatssekretär im Auswärtigen Amt a.D.; ehem. Leiter der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den VN in New York;Mitglied des Vorstand des „Haus für die Vereinten Nation e.V.“
  • Philippa Sigl-Gloeckner – Analyst Office of the President „The World Bank – Innovation Lab“; Advisor to the Minister of Finance and Development Planning, Liberia

Einführung und Moderation: Dr. Kerstin Leitner – ehem. Beigeordnete Generaldirektion der WHO Weltgesunheitsorganisation; UN-Mitarbeiterin 1975-2015; Mitglied des Präsidiums der DGVN                              

Im Anschluß an die Eingangsdiskussion durch die Podiumsteilnehmer wird das Plenum einbezogen. 


Schlusswort: Karl-Heinz Niedermeyer – Vorsitzender des FA Internationale Politik, Frieden und Entwicklung der SPD Berlin


Mit freundlichen Grüßen 



Rolf Kreibich,   Detlef Dzembritzki, Karl-Heinz Niedermeyer 



Die Teilnahme ist kostenlos.

Um Anmeldung wird gebeten:

 

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Kindern ein Stimme geben: Der WFC im „HSV Klassenzimmer”

Der 20. September ist der Weltkindertag und was liegt näher, als mit Kindern gemeinsam diesen Tag zu begehen?

Unter dem Motto „Kindern eine Stimme geben“ drehte sich daher bei der HSV-Stiftung „Hamburger Weg“ und dem World Future Council alles um die Rechte der Kinder. Hier ging es vor allem um das Kinderrecht auf Spiel und Beteiligung.

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Land bedeutet Leben – Die Förderung des nachhaltigen Entwicklungsziels 15.3 „Landdegradationsneutralität“

Der World Future Council beim Land for Life Tag in Ordos, China

 

Der World Future Council hatte die große Ehre, seine diesjährige Future Policy Award Verleihung während der dreizehnten Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zur Bekämpfung der Desertifikation der Vereinten Nationen (UNCCD COP13) in Ordos, China abzuhalten, dem internationalen Gipfel zur Bekämpfung von Wüstenausbreitung und Landverödung.

Am 12. September 2017 nahm der World Future Council am Land for Life Day des Gipfels teil und organisierte eine Veranstaltung zum Thema: „Öffentliche Politik und Land: Können gute Gesetze die Erreichung des Ziels der ‚Landdegradationsneutralität‘ unterstützen?”

Während des Events bekamen wir die Möglichkeit, Konferenzteilnehmern aus aller Welt die Gewinnergesetze des Future Policy Award 2017 vorzustellen.

Nachdem Frau Jenny Choo vom UNCCD Sekretariat eine kurze Einführung zum Land for Life Tag gab, übergab sie die Moderation an Frau Boping Chen, Direktorin des WFC-China-Büros, welche die Bedeutung von adäquaten Gesetzen für das Erreichen des Ziels der ‚Landdegradationsneutralität‘ unterstrich und die Redner vorstellte.

Alexandra Wandel, Direktorin des World Future Council, während des “Land for Life Day” in Ordos, China, im Rahmen der UNCCD COP13.

Zunächst betonte Frau Alexandra Wandel, Direktorin des World Future Council, in ihrer Rede die Einzigartigkeit des Future Policy Award, da dieser als einziger Preis Gesetze und Politiken auf internationaler Ebene auszeichnet. Frau Wandel lobte die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der UNCCD, dem diesjährigen Partner des Preises, und stellte die Gewinnergesetze kurz vor, bevor die Redner aus den jeweiligen Ländern die Möglichkeit bekamen, über ihre Erfolge vor Ort zu sprechen.

Zunächst sprach Dr. Atinkut Mezgeb über die massiven Landregenerierungsmaßnahmen der Politik der äthiopischen Region Tigray (Gold Award). Fernanda Cruz zeigte, wieviel das brasilianische Zisternenprogramm zur Linderung der Dürre im Nordosten Brasiliens beigetragen hat (Silber Award). Die innovative „4 per 1000 Initiative” (Vision Award) wurde von Dr. Paul Luu vorgestellt. Zuletzt klärte S.E. Ali Bety über die Erfolgsfaktoren der nigrischen 3N Initiative auf (Bronze Award). Weitere Gewinnergesetze aus China, Australien und Jordanien wurden in Videos vorgestellt.

Nach einer lebhaften Frage-und-Antwort-Runde endete die Veranstaltung mit den Schlussbemerkungen von Jakob von Uexküll, dem Gründer des World Future Council.

Im Download-Bereich unten können Sie das detaillierte Programme der Veranstaltung sowie das Gesamtprogramm des Land for Life Tages einsehen.

Veranstaltungshinweis: Internationale Konferenz für Kinderrechte in Sansibar

Schutz, Jugendgerichtsbarkeit und Beteiligung: Der WFC lädt zum Austausch von besten politischen Maßnahmen basierend auf Sanisbars Kindergesetz, das den FPA 2015 gewann.

Zu den Kernzielen des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes gehört, Kindern das Recht auf Schutz und Beteiligung zu ermöglichen. Jüngste Schätzungen zeigen, dass mindestens 1 Milliarde Mädchen und Jungen jährlich von Gewalt betroffen sind. Jede Form von Gewalt gegen Mädchen und Jungen gefährdet gleichzeitig alle Kinderrechte und schwächt die soziale und wirtschaftliche Entwicklung von Gesellschaften.

FPA 2015: Sansibars Kindergesetz ist  der Gewinner des goldenen Awards.

2009 führte Tansania und sein halbautonomer Inselstaat Sansibar als eines der ersten Staaten Afrikas eine nationale Studie über das Ausmaß von Gewalt gegen Kinder durch. Aufgeschreckt vom Ergebnis und um die verschiedenen Gesetze und Rechtsvorschriften, die Kinder betreffen anzupassen, erarbeitete die Revolutionäre Regierung von Sansibar ein umfassendes Kindergesetz. Dieses ‘Kindergesetz‘ wurde 2015 für seine effektiven Maßnahmen zum Schutz von Kindern vor Missbrauch und Gewalt und für die Einbindung von Kindern und Jugendlichen an der Erarbeitung des Gesetzes mit unserem Future Policy Award mit Gold ausgezeichnet.

Anknüpfend an die Preisverleihung organisiert der World Future Council im November nun eine internationale Konferenz für Kinderrechte in Sansibar. 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 14 afrikanischen Ländern, Indonesien, den Seychellen und Mauritius, die von ihren Ministerien nominiert wurden, werden sich von der Sansibarischen Kindergesetzgebung und deren Implementierung ein Bild machen. Gleichzeitig bietet die Konferenz Raum, sich über Herausforderungen aber auch bewährte Beispiele zu diversen Themen in Sansibar und in den Heimatländern austauschen.

 

Ziele der Konferenz:

… Einblicke geben:  internationale politische Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Expertinnen und Experten erhalten Einblicke in Sansibars Kinderschutzgesetz und dessen Implementierungsprozesse

… Austausch von Best-Practice Beispielen aus afrikanischen Staaten, Mauritius, Seychellen und Indonesien in den Bereichen Jugendgerichtsbarkeit, Kinderschutz, Beteiligung sowie Beendung von körperlicher Bestrafung in Schulen. Ein Aspekt der Konferenz beschäftigt sich mit der Vereinbarkeit von Religion, gesellschaftlichen Normen und der nationalen Rechtsprechung.

… eine Plattform schaffen, die einen Austausch auf Ministerial-Ebene ermöglicht und neue Ansätze vermittelt

… Synergien stärken: nachhaltiger und umfassender Kinderschutz erfordert nicht nur die nationale Beteiligung und den Austausch aller Beteiligten, sondern auch einen grenzübergreifenden Dialog, um voneinander zu lernen.

… Chancen zu erkennen, sowie Trends und Erfolgsfaktoren für Gesetzesreformen und Entwicklungen von Kinderrechten bekannt machen

Internationale Konferenz für Kinderrechte

Austausch von besten politischen Maßnahmen basierend auf Sanisbars Kinderschutzgesetz

Wann?  28. – 30. November 2017

Wo?   Sansibarastadt / Sansibar


Hintergrund der Konferenz:

Dem UN-Nachhaltigkeitsziel 16.2 der Agenda 2030 entsprechend sollen alle Formen der Gewalt gegen Mädchen und Jungen beendet werden, deren Sicherheit und Schutz garantiert, sowie deren Rechte auf Beteiligung und Information gefestigt werden. Die Agenda gibt einen internationalen Impuls, Gewalt gegen Kinder zu beenden. Gute Kinderrechtsgesetze, politische Initiativen und deren effektive Umsetzung sind zentral für das Erreichen dieser Ziele.

Seit den letzten Jahren arbeitet Sansibar in zunehmendem Maße daran, die Stellung von Kindern und Frauen zu fördern. Sansibars Kindergesetz zeichnet sich durch den neuartigen Aspekt in der Entstehungsphase aus, dass Kinder im Beratungsprozess miteinbezogen wurden und ihnen so Mitbestimmung in der Entwicklung des Gesetzes zukam. Dies führte auch zu einem besseren gesellschaftlichen Verständnis von Kinderrechten. Ebenfalls erfolgreich war die Mitwirkung  einer Vielzahl verschiedener Stakeholder/ Interessenvertreter (Ministerien, religiöse Führungspersönlichkeiten, zivilgesellschaftliche Gruppen etc.) sowohl in der Entwicklungsphase als auch danach.

Um ein besseres gesellschaftliches Verständnis für Kinderschutz in Sansibar zu verankern, wurden verschiedene Maßnahmen ins Leben gerufen: ein nationaler Aktionsplan zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder (NAPVAC) (2011-2015), eine nationale Kampagne sowie die Implementierung einer kindgerechten Jugendgerichtsbarkeit-Strategie. Kürzlich (2017) wurde der Aktionsplan zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder verlängert (2017-2022). Sansibars nationale Strategie für Wachstum und Armutsbekämpfung (MKUZIII) hebt hervor, wie wichtig die Förderung von Frauen, der Schutz von Kindern sowie das Konzept von Geschlechtergerechtigkeit für Sansibars wirtschaftliche und soziale Entwicklung sind.

Kontakt

Kassid_square

Samia Kassid
Senior Projektmanagerin Kinderrechte

 

WFC Benefiz-Konzert in Berlin

 Am 4. September 2017 wird im Kammermusiksaal der Philharmonie ein Benefizkonzert zugunsten des World Future Council stattfinden.
Um 18 Uhr wird es im Foyer des Kammermusiksaales zur Einführung eine Gesprächsrunde mit Jakob von Uexküll, Gründer des World Future Council und Dr. Peter Hauber (IPPNW Concerts) unter der Moderation von Gerhard Forck (Leiter der Abteilung Kommunikation der Philharmonie) geben.
Konzertbeginn ist um 19:00 Uhr, mit Begrüßungsansprache von Jakob von Uexküll

Im Anschluss an das Konzert laden wir Sie zum Empfang im Ausstellungsfoyer des Kammermusiksaals ein.

Das Benefizkonzert ist eine gemeinsame Veranstaltung von IPPNW-Concerts,
Berliner Festspiele / Musikfest Berlin und der Stiftung Berliner Philharmoniker.

“Amore Perduto – Musiken des italienischen Frühbarock”

Benefizkonzert zugunsten des World Future Council

4. September 2017, 19:00 Uhr. Einführung 18:00 Uhr

Kammermusiksaal der Philharmonie, Berlin

Tickets können Sie hier erwerben.

 

Das Programm:

Amore Perduto – Musiken des italienischen Frühbarock

Marco Uccellini [ca. 1610-1680]
Sinfonia seconda für fünf Instrumente C-Dur [1660]

Luigi Rossi [ca. 1598-1653]
Lasciate Averno
aus der Oper L’Orfeo [1647]

Salomone Rossi [1570-1630]
Die Gesänge des Salomon (Auswahl) [1623]

Antonio Sartorio [ca. 1630-1680]
Ausschnitte aus L’Orfeo [1672]

Alessandro Stradella [1639-1682]
Sinfonia für Violine, Violoncello und Basso continuo d-Moll

Alessandro Stradella
„Affligetemi pure, amare memorie“
Kantate für Sopran und Basso continuo

Johann Rosenmüller [1617-1684]
Sonata nona für fünf Instrumente D-Dur [1682]

Marco Uccellini
Sinfonia quarta für fünf Instrumente C-Dur [1660]

Francesco Cavalli [1602-1676]
Dunque, Giove immortale – Verginella io morir vo‘
Rezitativ und Arie der Calisto aus der Oper La Calisto [1651]

Marco Uccellini
Sinfonia sesta für fünf Instrumente D-Dur [1660]

Francesco Cavalli
Sien mortali o divini – Non è maggior piacere
Rezitativ und Arie der Calisto aus der Oper La Calisto [1651]

Sunhae Im Sopran
Akademie für Alte Musik Berlin
Bernhard Forck Leitung

Claudio Monteverdis Zeitgenossen, Schüler und Nachfolger im Geiste sind hier mit virtuosen Werken mit und ohne menschliche Stimme versammelt. Salomone Rossi, der seiner Herkunft wegen „Ebreo“ genannt wurde, war Monteverdis Kollege in Mantua. Mit seinen Instrumentalwerken leistete er ebenso Pionierarbeit wie mit den mehrstimmigen Kompositionen für einen reformierten Synagogen-Gottesdienst, die er unter dem Titel „Gesänge des Salomo“ veröffentlichte. Luigi Rosso und Antonio Sartorio, eine bzw. zwei Generationen jünger als der Jubilar, bieten nur zwei Beispiele für die stimulierende Wirkungsgeschichte von dessen „Orfeo“ auf die Nachwelt. Francesco Cavalli wurde von Monteverdi in seine Hofkapelle an San Marco in Venedig berufen. Erst Knabensopran, dann Tenor, stieg er schon bald zum bekanntesten Opernkomponisten der Generation nach Monteverdi auf. Das musiktheatralische Werk Marco Uccellinis ist verschollen; überliefert aber sind seine Instrumentalwerke, virtuos in ihren Ansprüchen, originell in ihrer Formensprache. Dem Eskapismus des Lebens entsprachen bei Alessandro Stradella Extravaganzen in der Kunst, der vokalen wie der instrumentalen.


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Podiumsgespräch in Berlin: Ein Haus für die Vereinten Nationen!

Der Verein „Haus für die Vereinten Nationen “

lädt in Kooperation mit

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN)
World Future Council (WFC)
Sekretariat für Zukunftsforschung an der FU Berlin (SFZ)

herzlich ein:

Ein Haus für die Vereinten Nationen in der Neuen Mitte Berlins – im Kontext der Umfeldgestaltung des Humboldt-Forums

 

Wann? Donnerstag, 3. August 2017, 18:00 – 20:30 Uhr

Wo? Rathaus Tiergarten (Berlin-Mitte), Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin

 

Die lebhafte Diskussion um die Neue Mitte Berlins und die heiß umstrittene Gestaltung des Umfeldes des Humboldt-Forums beweisen das große Interesse und das bürgerschaftliche Engagement der Berlinerinnen und Berliner.

Ein von weiten Kreisen gefordertes und unterstütztes Projekt ist das weltweit erstmalig geplante bürgeroffene “Haus für die Vereinten Nationen im Palais am Festungsgraben”.

In unmittelbarer Nähe des Humboldt-Forums, am Boulevard Unter den Linden, soll hier praktisch, symbolträchtig und bürgernah über und mit den zahlreichen VN-Organisationen und weltweit agierenden Nichtregierungsorganisationen über so zentrale VN-Ziele wie Friedenserhaltung, Völkerverständigung, Soziale Gerechtigkeit, Nachhaltige Entwicklung und Partizipation informiert, diskutiert und ein vielfältiger kultureller Austausch zur Mitgestaltung gefördert werden.

Dieses Vorhaben sollte allen Berlinern nach den schrecklichen Jahren im 20. Jahrhundert, der Friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung mit dem ein Anliegen von höchster Priorität für die Zukunft sein. Diese Vision lässt sich aber nur durch ein zukunftsfähiges Konzept erreichen, in das nicht nur das Humboldt-Forum, sondern auch das gesamte Umfeld einzubeziehen ist: so etwa ein Ort der Demokratie zwischen Rotem Rathaus und Marienkirche, die Neugestaltung des Raumes um den Fernsehturm und des “Marx-Engels-Forums”, hier etwa durch einen Weltgarten im Übergang vom Schlossneubau.

Das “Haus für die Vereinten Nationen” lässt sich hervorragend in ein solches Gesamtkonzept ein- betten: Das Gebäude als Juwel der Vergangenheit, in dem die gegenwärtigen und zukünftigen Fragen des weltweiten friedlichen Zusammenlebens verhandelt werden. Berlin, die Hauptstadt der Bundesrepublik, ist dafür prädestiniert wie kein anderer Ort.

Aktuell gibt der G20-Gipfel genügend Anlass dafür, wie vor allem wir, die Bürgerinnen und Bürger, der UN mehr Gewicht verleihen sollten, dass sie die Zukunftsprobleme und die vielen Konflikte auf einer breiteren demokratischeren Basis besser lösen kann: GLOBAL SOLUTIONS 2017 – Die Welt vereinen! Wir sind überzeugt, dass hierfür mutige Abgeordnete des Deutschen Bundestages gebraucht werden und ein enges Zusammenwirken mit dem Senat und dem Abgeordnetenhaus von Berlin sowie vielfältigen Kooperationen mit der Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur und mit der Zivilgesellschaft auf Augenhöhe erforderlich sind.

Was kann spannender sein, als sich an einem solchen Konzept zu beteiligen!

 

Programm

Begrüßung: Prof. Dr. Rolf Kreibich

Vorsitzender “Haus für die Vereinten Nationen e.V.” / World Future Council

Podiumsgespräch mit den Kandidatinnen und Kandidaten der demokratischen Parteien für den Deutschen Bundestag im September 2017 für Berlin-Mitte.

  • Frank Henkel (CDU)
  • Dr. Eva Högl (SPD)
  • Özclan Mutlu (B90/Grüne)
  • Steve Rauhut oder Thilo Urchs (Die Linke, angefragt)
  • Dr. Katharina Ziolkowski (FDP)

 

Einführung und Moderation:

Manfred Rettig, ehem. Vorstand und jetzt Kuratoriumsmitglied der Stiftung “Berliner Schloss – Humboldt-Forum“

Im Anschluss an die Eingangsdiskussion durch die Podiumsteilnehmer wird das Plenum einbezogen.

Schlusswort: Detlef Dzembritzki, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Rolf Kreibich, Detlef Dzembritzki, Manfred Rettig

 

Die Teilnahme ist kostenlos.

Bitte anmelden unter: martin.lenk@world-heritage-watch.org

oder telefonisch unter 030/ 20453975 bzw. 030/ 8016007

 

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Desertifikation in Afrika: Lösungen für die Bekämpfung von Fluchtursachen

Prominente Vertreter aus Medien, Wirtschaft und Zivilgesellschaft debattieren auf Einladung von Alexandra von Rehlingen, Prof. Matthias Prinz und Jakob von Uexküll

Berlin, den 20.06.2017 – Nachdem Bundesminister Gerhard Müller vor 100 Millionen Flüchtlingen aus Afrika gewarnt hat, kamen am Montag auf Einladung von Alexandra von Rehlingen-Prinz und Prof. Dr. Matthias Prinz prominente Vertreter aus Medien, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um über Lösungen für die Bekämpfung von Fluchtursachen zu reden. Unter den Gästen waren Marius Müller-Westernhagen, Sandra Maischberger, Stefan Aust, Eckart von Hirschhausen und Alexandra Oetker.

 

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