Hamburger Prominenz setzt sich für Nachhaltigkeit und Jugendliche ein: Charity Dinner zugunsten des „Polit-Oscars“ im Hotel Hafen Hamburg

Donnerstag, den 7. November 2019 – Prominenz aus Wirtschaft, Kultur, Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft traf gestern Abend im Hotel Hamburg Hafen zusammen, um Spenden für den „Polit- Oscar“, den Future Policy Award der Stiftung World Future Council (WFC), zu sammeln. Anwesend waren u. a. der Unternehmer und Aufsichtsratsvorsitzende der Otto Group Prof. Dr. Michael Otto, die WFC-Botschafterin Janina Özen-Otto und der Box-Profi Ismail Özen-Otto, Entertainer Otto Waalkes, die 15-jährige Umweltaktivistin Raina Ivanova, die Präsidentin der UN-Vollversammlung (2018-2019) María Fernanda Espinosa Garcés, der Botschafter aus Ruanda S.E. Igor Cesar sowie der Unternehmer Farhad Vladi. Eingeladen hatte die in Hamburg ansässige Stiftung World Future Council (WFC), die sich auf internationaler Ebene für eine nachhaltige, gerechte und friedliche Zukunft einsetzt. Ihr alljährlicher Future Policy Award (FPA) zeichnet Lösungen aus, die bessere Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen fördern.

Moderatorin Annika de Buhr führte charmant durch einen festlichen Abend, der mit Reden von WFC-Vorstandssprecherin Alexandra Wandel eröffnet wurden. Ihre Exzellenz María Fernanda Espinosa Garcés stellte den diesjährigen Gold-Gewinner des Preises, Ruandas Initiative „YouthConnekt“, vor und übergab dem ruandischen Botschafter, Seiner Exzellenz Botschafter Igor César, die Gewinnerurkunde. Der Hamburger Unternehmer Prof. Dr. Michael Otto (Ehrenratsmitglied des WFC) würdigte in seiner Rede weitere Preisträger des FPA 2019, wie etwa das schottische Programm zur Förderung junger Arbeitskräfte und das südafrikanische erweiterte staatliche Arbeitsbeschaffungsprogramm. Weitere Künstler*innen und Unternehmen hatten sich als Sponsoren an dem Abend beteiligt.

Die Gäste waren dem Spendenaufruf des WFC-Aufsichtsratsmitglieds Prof. Dr. Matthias Prinz großzügig gefolgt: Prof. Dr. Otto von der Michael Otto Stiftung, Janina Özen-Otto von der Jua Foundation, die Familie Fellmann von United Ventures S.A., Entertainer Otto Waalkes und Unternehmer Klaus Denart machten u. a. Spendenzusagen.

Die Spenden kommen dem „Polit-Oscar“, dem Future Policy Award, zugute. 2019 wurden mit ihm die besten Gesetze und Lösungen für die Stärkung von Jugendlichen ausgezeichnet. Themen der vergangenen Jahre waren beispielsweise nachhaltige Landwirtschaft, Kinderrechte oder Bekämpfung der Wüstenbildung.

Weitere Informationen zum Future Policy Award finden Sie hier

Mehr zum diesjährigen Preis finden Sie hier


Medien-Kontakt

Miriam Petersen

Media & Communications Manager
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World Future Council

Der World Future Council setzt sich für ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne zukünftiger Generationen ein. Seine bis zu 50 Ratsmitglieder kommen aus Politik, Geschäftswelt, Wissenschaft und Kultur – und von allen fünf Kontinenten. Der Rat identifiziert mithilfe seines Netzwerks von Wissenschaftler*innen, Abgeordneten, Zivilgesellschaft und Umweltorganisationen weltweit zukunftsweisende Politikansätze und unterstützt ihre Umsetzung auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene. Mehr auf https://www.worldfuturecouncil.org/de/

Pressemitteilung: World Future Council prangert Verschwendung an

Hamburger Stiftung prangert weltweite Verschwendung an: 1 Billion US-Dollar werden im kommenden Jahrzehnt für Atomrüstung statt zur Lösung globaler Probleme ausgegeben. Aktivist*innen zählen 7 Tage und 7 Nächte in New York das Geld.

Hamburg/New York, den 25. Oktober 2019: Die Hamburger Stiftung World Future Council hat gestern zu Beginn der UN-Abrüstungswoche eine Aktion in New York gestartet, bei der die für die nächsten 10 Jahre weltweit geplanten Atomrüstungs-Ausgaben per Hand durchgezählt werden. Allerdings nicht in 1-Dollar-Noten, denn das würde 19.000 (neunzehn tausend) Jahre dauern, sondern in eigens dafür hergestellten Geldscheinen von je 1 Million Dollar. Von diesen Scheinen braucht man zwar immer noch eine Million Stück, um auf eine Billion Dollar zu kommen, aber zum Zählen benötigt man so immerhin “nur” 7 Tage und 7 Nächte. 

Sinn des Projektes ist es, deutlich zu machen, welche unglaublichen Finanzmittel für Waffen, die das Leben auf der ganzen Erde gefährden, verwendet werden und wofür man das Geld stattdessen einsetzen müsste. Das Geld wird darum gemäß dem Motto “Move the Nuclear Weapons Money” (Bewegt das Atomwaffengeld) und unter Mitwirkung der Öffentlichkeit auf die siebzehn von der UN beschlossenen Nachhaltigkeitsziele verteilt. Und auch Banken und Finanzinstitute werden aufgerufen, ihre Gelder statt in Nuklearrüstung in nachhaltige Unternehmung zu investieren. 

Die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer unterstützt die Aktion: “Stellen Sie sich vor, was wir in den nächsten 30 Jahren erreichen könnten: die Beendigung extremer Armut, den Stopp des Klimawandels, nachhaltige Energie für alle und Schulbildung für jedes Kind auf der Erde. Für meine Generation ist es unfassbar, warum die Welt auf so eine Möglichkeit verzichtet und derartige Geldmengen stattdessen für Atomwaffen verschwendet!”

Konzipiert wurde die Aktion von Holger Güssefeld von der Hamburger Stiftung World Future Council, geleitet wird sie von dem Neuseeländer Alyn Ware, Ratsmitglied des World Future Council und Träger des Alternativen Nobelpreises. Weitere NGOs haben sich der Aktion angeschlossen, u.a. die internationale Parlamentarier-Vereinigung PNND, die sich weltweit für nukleare Abrüstung einsetzt. Hauptsponsor ist Frank Otto, Hamburger Unternehmer und Botschafter des World Future Council. Er sieht in der Aktion eine große Chance: “In Zeiten ökologischer Krisen und zunehmend zerstörerischer Konflikte trägt diese Kampagne dazu bei, dass Finanzinvestitionen und Staatshaushalte sich zu einem Instrument für Frieden und Nachhaltigkeit entwickeln und nicht mehr eine Kraft der Zerstörung sind. Außerdem können beträchtliche Teile der Finanzmittel ausgegeben werden, um geopolitische Spannungen abzubauen, was die hoch-risikoreiche Sicherheitsarchitektur mittels atomarer Waffen am Ende überflüssig macht:”

“Die Atomwaffenindustrie ist reich und mächtig und hat den politischen Prozess in den meisten Atomwaffenstaaten im Griff”, so Alyn Ware: “Aber wir können diese Macht zurückerobern, indem wir gesetzgeberische Anstrengungen unterstützen, die Atomwaffen-Budgets zu kürzen und die Investitionen unserer Städte, Universitäten, Pensionsfonds, Staatsfonds und Banken in die Atomwaffenindustrie zu beenden.”

An der Geldzählung beteiligen sich über hundert Teams in ständigem Wechsel. Religionsführer*innen sind dabei, Abgeordnete, Friedensaktivist*innen, Wissenschaftler*innen, Kunstschaffende, Umweltschützer*innen, Kinderrechtler*innen, UN-Vertreter*innen, Schüler*innen von Fridays for Future, und Menschen, die einfach spontan mitmachen wollen. Die Aktion findet in einer Galerie im Stadtteil Chelsea in Manhattan statt. Die fortlaufende Verteilung des Geldes auf die UN-Nachhaltigkeitsziele lässt dabei eine interaktive Installation entstehen, die viel Diskussion auslösen dürfte.

Parallel sind auch an anderen Standorten in der Welt Geldzählungen geplant.

Die Kampagne “Move the Nuclear Weapons Money” wurde vom World Future Council in Zusammenarbeit mit dem Basel Peace Office, dem International Peace Bureau und dem Parlamentarischen Netzwerk für Nukleare Abrüstung und Nichtverbreitung (PNND) gegründet.

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Holger Güssefeld, der die Aktion konzipiert hat, spricht über die Geldzähl-Aktion.

PM: FPA 2019: Der Future Policy Award 2019 zeichnet die acht besten Gesetze zur Stärkung junger Menschen auf dem globalen Abgeordnetengipfel aus

Gewinner des “Polit-Oscars” sind Gesetze aus Estland, dem Europarat, Nepal, Ruanda, Schottland (Großbritannien), Südafrika, Los Angeles (USA) und Senegal

Pressemitteilung: Weltzukunftsrat identifiziert Lösungen und fordert sofortiges Handeln

Anlässlich des Internationalen Jugendtags verkündet der World Future Council, dass insgesamt 67 Nominierungen aus der ganzen Welt um den Future Policy Award 2019 zum Thema Stärkung von Jugendlichen im Rennen sind.

Presseinformation: Forests for Future. Innovationsdialog zur Zukunft der ländlichen Räume Afrikas in Hamburg

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Innovationsdialog – zur Zukunft der ländlichen Räume Afrikas“ des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) diskutieren am 15. August 2019 im Wälderhaus Hamburg internationale und nationale Expertinnen und Experten Herausforderungen im Spannungsfeld von Tropenwaldschutz, Hungerbekämpfung und Klimarettung. Diese Veranstaltung wird gemeinsam mit der Hamburger Stiftung World Future Council ausgerichtet.

Veranstaltung: Menetekel am 24./25./26. Mai 2019 im Deutschen Schauspielhaus

Zusammen mit dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg laden wir zum MENETEKEL am 24. / 25. / 26. Mai 2019 ein. Durchlaufen Sie sieben spannende Zukunftslabore, in denen  unter Beteiligung von Schülern, Künstlern und Wissenschaftern Hamburgs Graffiti als Menetekel von heute diskutiert wird. Es erwarten Sie außerdem unser Ehrenratsmiglied Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker und unser Senior Advisor Dr. J. Daniel Dahm, um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Hierbei werden Sie Teil der Inszenierung und können die Zukunft der Wissenschaft, Kunst und des dokumentarischen Theaters mitgestalten! Lesen Sie mehr unter: https://www.hamburgermenetekel.de/.

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Anna Stehn
Assistant Media & Communications
World Future Council
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Pressemitteilung – Klimanotstand In Großbritannien ausgerufen: Aus Worten folgen taten

Das Britische Parlament beschließt CO2 Emissionen drastisch zu reduzieren.

Hamburg/London, den 3. Mai 2019. Während heute die Kinder und Jugendlichen von Fridays for Future in über 72 Ländern und 725 Städten weltweit protestieren, begrüßt der World Future Council die historische Entscheidung des Parlaments in London, einen Klima und Umweltnotstand auszurufen. Diese Entscheidung vom 1. Mai 2019 war eine direkte Antwort auf die lebhafte und medienpräsente Kampagne von klimastreikenden Schülerinnen und Schülern und von Gruppen wie Extinction Rebellion. Das Votum in London war gefolgt von einer ähnlichen Abstimmung im Parlament von Wales in Cardiff und einer Erklärung der ersten Ministerin von Schottland. Hunderte Räte in Großbritannien sind der Ankündigung gefolgt. Andere Städte wie Konstanz, Vancouver, Oakland, Los Angeles, und Basel haben auch den Klimanotstand ausgerufen.

„Das Vereinigte Königreich, welches Vorreiter der auf Kohle basierenden Industrialisierung war, ist nun das erste Land, welches offiziell die Realität eines Klima- und Erdnotstands eingesteht“, erläutert Herbert Girardet, Mitgründer des World Future Councils. „Es ist außerordentlich zu begrüßen, dass ein rechtsverbindliches Ziel, Treibhausgase bis 2050 auf null zu reduzieren, ins Auge gefasst wird. Auch wenn das Ziel bis 2% des britischen BSPs kosten wird, wurde nun begriffen, dass ein Nicht-Handeln sehr viel kostspieliger ist. Großbritannien hat jetzt die Gelegenheit die Führung zu übernehmen, durch Initiieren einer grünen industriellen Revolution und somit eine saubere und gesunde Gesellschaft zu schaffen und derweil die britische Wirtschaft und den Arbeitsmarkt anzukurbeln.“

Der World Future Council heißt diese Entwicklung sehr willkommen. Als die „Stimme zukünftiger Generationen“ hat die Stiftung seit mehr als einem Jahrzehnt mit Abgeordneten und politischen Entscheidungsträgerinnen zusammengearbeitet, um weltweit die politischen Rahmenbedingungen zu diesem Thema zu verbessern. Als Teil unserer Arbeit beste Politiken zu vermitteln, werden wir nun andere Länder ausdrücklich dazu ermutigen, dem Beispiel aus Großbritannien zu folgen.

Vandana Shiva, Ratsmitglied des World Future Council stimmt zu: „ Die Erklärung eines Umwelt-und Klimanotstands heißt, dass wir das Problem bei der Wurzel packen müssen und einen Übergang einleiten müssen. 50% der Treibhausgase stammen von fossilen Brennstoffen basierend auf industrieller Landwirtschaft. In Biodiversität und Agrarökologie liegt das Potenzial für  eine 100% Lösung, um Arten vor dem Aussterben zu schützen und überschüssigen Kohlenstoff aus der Atmosphäre abzubauen.“

Der World Future Council hat bereits Gesetzeslösungen evaluiert, die sich als erfolgreich erwiesen haben und kann anderen Gesetzgebern dabei helfen,  auf den Klimanotstand zu antworten. Mehr Informationen finden Sie unter www.worldfuturecouncil.org/de/

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Nico Scagliarini
Assistant Media & Communications
World Future Council
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Pressemitteilung: Abrüstungskonferenz in Basel

Umkehr der finanziellen Interessen in fossile Brennstoffe und das atomare Wettrüsten durch Divestment

Basel, 11. April 2019: Die jüngsten „Fridays for Future“- Proteste haben gezeigt, dass weltweit Unzufriedenheit mit dem anhaltenden Versagen der Regierungen und der Industrie beim Klimaschutz herrscht. Hinzukommt das Vorstellen der Zeiger der „Doomsday Clock“ auf zwei Minuten vor Mitternacht, welches auf das weiterhin hohe Risiko einer nuklearen Auseinandersetzung hinweist. Allerdings, „der verheerende Klimawandel und das Risiko eines nuklearen Krieges werden solange nicht verhindert, wie die internationale Gemeinschaft den ökonomischen und politischen Einfluss der fossilen Brennstoffindustrie und der Atomwaffenhersteller nicht angeht,“ so ein Teilnehmer der Konferenz „Move the Nuclear Weapons Money“, die in Basel vom 12. bis 13. April stattfindet.

„Unternehmen, die Atomwaffen herstellen oder solche, die fossile Brennstoffe fördern, verdienen Millionen, wenn nicht Milliarden an US-Dollar dadurch, dass sie das atomare Wettrüsten forcieren und unser Klima zerstören,“ meint Dr. Keith Suter, Economics Futurist und Mitglied des Clubs von Rom. „Die Konzerne haben ein eigennütziges, finanzielles Interesse an der Produktion von mehr und mehr Atomwaffen und darin, dass sie den Wandel von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien blockieren. Um diese Interessen zu schützen, üben sie politischen Druck auf Entscheidungsträger aus. Wir müssen die ökonomischen Anreize, die unseren Planeten zerstören, in Anreize umwandeln, die Frieden fördern und die Umwelt schützen.“

Die Konferenz, bei der Gesetzgeber (Bürgermeister, Stadträte und Parlamentarier), Finanzmanager, Vertreter der Zivilgesellschaft und Experten im Bereich Abrüstung und Klimawandel diskutieren werden, behandelt das „sozial verantwortliche Investieren“ (Socially Responsible Investment, SRI), um diesen Wandel des ökonomischen und politischen Einflusses zu vollziehen. SRI umfasst das Beenden von Investitionen in Atomwaffen und fossilen Brennstoffen („Divestment“) und der Re-Investition dieser Gelder in nachhaltige Anlagen („Impact Investment“).

„Die meisten von uns unterstützen zurzeit indirekt und oft unwissentlich fossile Brennstoffe und Atomwaffen durch Investitionen in diese Industrien, die von unseren Regierungen, Banken, Städten, Universitäten, religiösen Institutionen und Pensionskassen getätigt werden,“ so Professor (em.) Andreas Nidecker, MD, Präsident des Basel Peace Office, dem Veranstalter der Konferenz. „Jeder von uns kann einen Beitrag dazu leisten, indem er diese Organisationen auffordert, entsprechende  Investitionen zu beenden.“

„Divestment erlaubt uns, Druck auf die Industrien auszuüben und sie so zum Wandel zu bewegen,“ sagt Dr. Ute Finckh-Krämer, Ratsmitglied der Parlamentarier für Nukleare Nichtverbreitung und Abrüstung und ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Bundestagsunterausschusses für Abrüstung und Rüstungskontrolle. „Solche Aktionen verdeutlichen die Immoralität (und Dummheit) immenser Profite, die aus der Zerstörung unseres Planten geschlagen werden. Sie unterstützen außerdem Gesetzgeber, die daran arbeiten Maßnahmen zur nuklearen Abrüstung und zum Klimaschutz zu verabschieden und umzusetzen.“

„Impact Investment ist die andere Seite der “Socially Responsible Investment”- Medaille,“ meint Professor Laurent Goetschel, Geschäftsführer von swisspeace. „Wenn vermehrt in Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit setzen, investiert wird, können Investoren von stabilen Kapitalerträgen profitieren, während ihr Kapital gleichzeitig zur Verbesserung von Menschenleben und der Umwelt eingesetzt wird. Es ist eine Win-Win Situation und sollte, zumindest für alle öffentlichen Investmentfonds, die Handlungsmaxime sein.“

Die Konferenz ist Teil der „Move the Nuclear Weapons“- Kampagne, die jetzt schon weltweit Fuß gefasst hat. „Es haben sich bereits eine Anzahl an Staatsfonds, Pensionskassen, Ländern und Städten, Banken, Universitäten und religiösen Institutionen entschlossen, ihre Investitionen aus der Atomwaffen- und/oder fossilen Brennstoffindustrie zu ziehen,“ so Thies Kätow, Forscher beim World Future Council, einem der Co-Sponsoren des Konferenz. „Gemessen an den Milliarden an Investitionen, die weltweit getätigt werden, fällt die Summe, die desinvestiert wurde, moderat aus,“ berichtet Herr Kätow. „Allerdings wächst der politische Einfluss mit jeder weiteren Atomwaffen- und fossilen Brennstoff Divestmentkampagne. So könnte sie vergleichbar mit der Kampagne werden, die gegen Südafrika Ende des 20. Jh. geführt wurde. Sie trug entscheidend dazu bei die südafrikanische Regierung 1994 zur Beendigung der Apartheid zu bewegen.“

KONTAKT

Englisch: Alyn Ware, alyn@pnnd.org Tel.: +41 788 912 156
Deutsch: Andreas Nidecker, anidecker@bluewin.ch Tel.: +41 765 573 712

Pressemitteilung – World Future Council unterstützt “Fridays for Future”: Die Klimakrise und die Stimme der jungen Generation dürfen nicht länger ignoriert werden

World Future Council unterstützt “Fridays for Future”

Die Klimakrise und die Stimme der jungen Generation dürfen nicht länger ignoriert werden

Hamburg, 14.3.2019. Im Vorfeld des globalen Klimastreiks „Fridays for Future” begrüßt die Stiftung World Future Council  das weltweite Engagement von jungen Menschen, die Klimakrise aktiv anzugehen und fordert die internationale Gemeinschaft auf, das 1,5°C Ziel des Pariser Klima Abkommens aktiv umzusetzen.

„Greta Thunberg, die schwedische Schülerin, die die Schulstreiks initiiert hat, sagte einmal, dass wir Erwachsenen behaupten, unser Kinder über alles zu lieben. Dennoch würden wir ihnen ihre Zukunft vor ihren Augen rauben! Das hätte ich kaum besser ausdrücken können“,  so Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ehrenratsmitglied des World Future Council. „Nie zuvor in der Geschichte ist es vorgekommen, dass Erwachsene die Zukunft, ja das Überleben ihrer Kinder und Enkelkinder so leichtfertig aufs Spiel gesetzt haben. Zukünftige Generationen brauchen unsere Unterstützung mehr als je zuvor. Die Klimakrise und die Stimme der jungen und zukünftigen Generationen können wir nicht ignorieren.“

„Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gehört und in Angelegenheiten, die sie betreffen, einbezogen zu werden. Genau das passiert gerade mit der weltweiten „Fridays For Future“ Bewegung. Die Klimastreiks der Schülerinnen und Schüler sind Ausdruck bürgerlicher Teilhabe und kein Schulschwänzen. Jetzt muss sich zeigen, dass wir diese Kinderrechte ernst nehmen und es nicht nur Lippenbekenntnisse sind“, sagt Alexandra Wandel, Vorstandssprecherin des World Future Council.

Die Stiftung World Future Council  setzt sich für Klimaschutz, 100 Prozent Erneuerbare Energien, ein Ende der fossilen Energieträger und Atomenergie ein sowie für eine klimaresiliente, nachhaltige Landwirtschaft. Sie engagiert sich auch für Bildung für nachhaltige Entwicklung: Global und lokal müssen Erwachsene und junge Menschen lernen, nachhaltige und sozial gerechte Entscheidungen zu treffen. Die Stiftung hat kürzlich ein Handbuch veröffentlicht, das aufzeigt, was nötig ist, damit Bildung für nachhaltige Entwicklung, erfolgreich in Bildungssystemen umgesetzt wird. Dabei werden auch best practice Beispiele aus anderen Ländern dargestellt.

„Es ist schon fünf nach zwölf! Alle wissenschaftlichen Fakten zum Klimawandel liegen auf dem Tisch und internationale politische Entscheidungen sind längst getroffen worden. Jetzt muss rasch auch gehandelt werden – im Namen der jetzigen und zukünftigen Generationen“, so Alexandra Wandel.

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Nico Scagliarini
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Pressemitteilung: Weltzukunftsrat rechnet Kohlekompromiss nach

Kohleverstromung und CO2-Emissionen können trotz Reduktion der Kapazitäten um bis zu 16 Prozent zunehmen.

Hamburg, den 7. Februar 2019 – Dr. Matthias Kroll, Chefökonom der Hamburger Stiftung World Future Council (auch bekannt als Weltzukunftsrat), hat die Auswirkungen des sog. „Kohlekompromisses“ auf das Klima nachgerechnet – mit dem Ergebnis, dass die Kohleverstromung trotz Reduktion der Kapazitäten bis 2030 sogar noch zunehmen kann. Grund dafür ist die Erhöhung der Grundlast auf die verbleibenden Kohlekraftwerke durch den Atomausstieg.

„Die im Kohlekompromiss suggerierten Verbesserungen für den Klimaschutz auf dem Weg zum 1,5°C Ziel sind eine Mogelpackung.“, so Kroll.  Der bisherige Hauptkritikpunkt am Kohlekompromiss ist der mit 2038 sehr späte Ausstiegstermin. Der aktuelle Kompromiss verbirgt aber noch ein weiteres Problem, das in der bisherigen Debatte untergegangen ist: „Für den Klimaschutz ist nicht entscheidend, wieviel Kraftwerkskapazität stillgelegt wird, sondern um wieviel die Stromerzeugung mit Kohle tatsächlich zurückgeht.“ so Kroll weiter. „In dem aktuellen Modell sehe ich unterm Strich einen Anstieg der Stromproduktion aus Kohle um etwa 16 Prozent. Mit den CO2-Emissionen sieht es ähnlich aus. Deutschland muss den Fuß von der Bremse nehmen und den Ausbau der erneuerbaren Energien, der dazugehörigen Speichersysteme (,Power to Gas’) und den Bau neuer Erdgaskraftwerke deutlich forcieren. Sonst werden die CO2-Emissionen ansteigen und nicht abnehmen.”

Obwohl von den aktuell bestehenden 42 GW Kohlekraft bis Ende 2022 rund 12 GW stillgelegt werden sollen, muss damit gerechnet werden, dass die geplant verbleibenden jeweils 15 GW an Braun- und Steinkohle mehr Strom und der CO2-Emissionen produzieren werden als heute. Der Grund dafür liegt in der deutlich zunehmenden Auslastung der verbleibenden Kohlekraftwerke, da vermutet werden muss, dass sie die wegfallenden letzten 9,5 GW Kernkraftgrundlast übernehmen werden.

Während Kohlekraftwerke heute nur sehr unregelmäßig ausgelastet sind, da sie immer häufiger durch Wind- und Photovoltaikstrom aus dem Netz gedrängt werden, können sie dann weitgehend mit ihrer Höchstlast durchlaufen. Rechnerisch wird dies auf eine Zunahme von bis zu 16 Prozent an Kohlestrom und der damit verbundenen CO2-Emissionen im Vergleich mit 2018 hinauslaufen. Damit der unerlässliche Ausstieg aus der Kernkraft nicht zu einer dauerhaften Zunahme der Kohleverstromung führt, müssen die ab 2022 verbleibenden 30 GW Kohlekraft zügig weiter verringert werden.

„Es ist fraglich wie Deutschland seinem im Paris-Abkommen vertraglich zugesicherten Anteil an der Einhaltung des 1,5°C Ziels erreichen will, wenn die CO2-Emission aus der Kohleverstromung noch ein weiteres Jahrzehnt sogar über den aktuellen Werten liegen, obwohl die Reduktion auf null notwendig ist.“ kritisiert Kroll.

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