Veranstaltung: Menetekel am 24./25./26. Mai 2019 im Deutschen Schauspielhaus

Zusammen mit dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg laden wir zum MENETEKEL am 24. / 25. / 26. Mai 2019 ein. Durchlaufen Sie sieben spannende Zukunftslabore, in denen  unter Beteiligung von Schülern, Künstlern und Wissenschaftern Hamburgs Graffiti als Menetekel von heute diskutiert wird. Es erwarten Sie außerdem unser Ehrenratsmiglied Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker und unser Senior Advisor Dr. J. Daniel Dahm, um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Hierbei werden Sie Teil der Inszenierung und können die Zukunft der Wissenschaft, Kunst und des dokumentarischen Theaters mitgestalten! Lesen Sie mehr unter: https://www.hamburgermenetekel.de/.

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Anna Stehn
Assistant Media & Communications
World Future Council
anna-lara.stehn@worldfuturecouncil.org
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Pressemitteilung – Klimanotstand In Großbritannien ausgerufen: Aus Worten folgen taten

Das Britische Parlament beschließt CO2 Emissionen drastisch zu reduzieren.

Hamburg/London, den 3. Mai 2019. Während heute die Kinder und Jugendlichen von Fridays for Future in über 72 Ländern und 725 Städten weltweit protestieren, begrüßt der World Future Council die historische Entscheidung des Parlaments in London, einen Klima und Umweltnotstand auszurufen. Diese Entscheidung vom 1. Mai 2019 war eine direkte Antwort auf die lebhafte und medienpräsente Kampagne von klimastreikenden Schülerinnen und Schülern und von Gruppen wie Extinction Rebellion. Das Votum in London war gefolgt von einer ähnlichen Abstimmung im Parlament von Wales in Cardiff und einer Erklärung der ersten Ministerin von Schottland. Hunderte Räte in Großbritannien sind der Ankündigung gefolgt. Andere Städte wie Konstanz, Vancouver, Oakland, Los Angeles, und Basel haben auch den Klimanotstand ausgerufen.

„Das Vereinigte Königreich, welches Vorreiter der auf Kohle basierenden Industrialisierung war, ist nun das erste Land, welches offiziell die Realität eines Klima- und Erdnotstands eingesteht“, erläutert Herbert Girardet, Mitgründer des World Future Councils. „Es ist außerordentlich zu begrüßen, dass ein rechtsverbindliches Ziel, Treibhausgase bis 2050 auf null zu reduzieren, ins Auge gefasst wird. Auch wenn das Ziel bis 2% des britischen BSPs kosten wird, wurde nun begriffen, dass ein Nicht-Handeln sehr viel kostspieliger ist. Großbritannien hat jetzt die Gelegenheit die Führung zu übernehmen, durch Initiieren einer grünen industriellen Revolution und somit eine saubere und gesunde Gesellschaft zu schaffen und derweil die britische Wirtschaft und den Arbeitsmarkt anzukurbeln.“

Der World Future Council heißt diese Entwicklung sehr willkommen. Als die „Stimme zukünftiger Generationen“ hat die Stiftung seit mehr als einem Jahrzehnt mit Abgeordneten und politischen Entscheidungsträgerinnen zusammengearbeitet, um weltweit die politischen Rahmenbedingungen zu diesem Thema zu verbessern. Als Teil unserer Arbeit beste Politiken zu vermitteln, werden wir nun andere Länder ausdrücklich dazu ermutigen, dem Beispiel aus Großbritannien zu folgen.

Vandana Shiva, Ratsmitglied des World Future Council stimmt zu: „ Die Erklärung eines Umwelt-und Klimanotstands heißt, dass wir das Problem bei der Wurzel packen müssen und einen Übergang einleiten müssen. 50% der Treibhausgase stammen von fossilen Brennstoffen basierend auf industrieller Landwirtschaft. In Biodiversität und Agrarökologie liegt das Potenzial für  eine 100% Lösung, um Arten vor dem Aussterben zu schützen und überschüssigen Kohlenstoff aus der Atmosphäre abzubauen.“

Der World Future Council hat bereits Gesetzeslösungen evaluiert, die sich als erfolgreich erwiesen haben und kann anderen Gesetzgebern dabei helfen,  auf den Klimanotstand zu antworten. Mehr Informationen finden Sie unter www.worldfuturecouncil.org/de/

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Nico Scagliarini
Assistant Media & Communications
World Future Council
nico.scagliarini@worldfuturecouncil.org
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Pressemitteilung: Abrüstungskonferenz in Basel

Umkehr der finanziellen Interessen in fossile Brennstoffe und das atomare Wettrüsten durch Divestment

Basel, 11. April 2019: Die jüngsten „Fridays for Future“- Proteste haben gezeigt, dass weltweit Unzufriedenheit mit dem anhaltenden Versagen der Regierungen und der Industrie beim Klimaschutz herrscht. Hinzukommt das Vorstellen der Zeiger der „Doomsday Clock“ auf zwei Minuten vor Mitternacht, welches auf das weiterhin hohe Risiko einer nuklearen Auseinandersetzung hinweist. Allerdings, „der verheerende Klimawandel und das Risiko eines nuklearen Krieges werden solange nicht verhindert, wie die internationale Gemeinschaft den ökonomischen und politischen Einfluss der fossilen Brennstoffindustrie und der Atomwaffenhersteller nicht angeht,“ so ein Teilnehmer der Konferenz „Move the Nuclear Weapons Money“, die in Basel vom 12. bis 13. April stattfindet.

„Unternehmen, die Atomwaffen herstellen oder solche, die fossile Brennstoffe fördern, verdienen Millionen, wenn nicht Milliarden an US-Dollar dadurch, dass sie das atomare Wettrüsten forcieren und unser Klima zerstören,“ meint Dr. Keith Suter, Economics Futurist und Mitglied des Clubs von Rom. „Die Konzerne haben ein eigennütziges, finanzielles Interesse an der Produktion von mehr und mehr Atomwaffen und darin, dass sie den Wandel von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien blockieren. Um diese Interessen zu schützen, üben sie politischen Druck auf Entscheidungsträger aus. Wir müssen die ökonomischen Anreize, die unseren Planeten zerstören, in Anreize umwandeln, die Frieden fördern und die Umwelt schützen.“

Die Konferenz, bei der Gesetzgeber (Bürgermeister, Stadträte und Parlamentarier), Finanzmanager, Vertreter der Zivilgesellschaft und Experten im Bereich Abrüstung und Klimawandel diskutieren werden, behandelt das „sozial verantwortliche Investieren“ (Socially Responsible Investment, SRI), um diesen Wandel des ökonomischen und politischen Einflusses zu vollziehen. SRI umfasst das Beenden von Investitionen in Atomwaffen und fossilen Brennstoffen („Divestment“) und der Re-Investition dieser Gelder in nachhaltige Anlagen („Impact Investment“).

„Die meisten von uns unterstützen zurzeit indirekt und oft unwissentlich fossile Brennstoffe und Atomwaffen durch Investitionen in diese Industrien, die von unseren Regierungen, Banken, Städten, Universitäten, religiösen Institutionen und Pensionskassen getätigt werden,“ so Professor (em.) Andreas Nidecker, MD, Präsident des Basel Peace Office, dem Veranstalter der Konferenz. „Jeder von uns kann einen Beitrag dazu leisten, indem er diese Organisationen auffordert, entsprechende  Investitionen zu beenden.“

„Divestment erlaubt uns, Druck auf die Industrien auszuüben und sie so zum Wandel zu bewegen,“ sagt Dr. Ute Finckh-Krämer, Ratsmitglied der Parlamentarier für Nukleare Nichtverbreitung und Abrüstung und ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Bundestagsunterausschusses für Abrüstung und Rüstungskontrolle. „Solche Aktionen verdeutlichen die Immoralität (und Dummheit) immenser Profite, die aus der Zerstörung unseres Planten geschlagen werden. Sie unterstützen außerdem Gesetzgeber, die daran arbeiten Maßnahmen zur nuklearen Abrüstung und zum Klimaschutz zu verabschieden und umzusetzen.“

„Impact Investment ist die andere Seite der “Socially Responsible Investment”- Medaille,“ meint Professor Laurent Goetschel, Geschäftsführer von swisspeace. „Wenn vermehrt in Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit setzen, investiert wird, können Investoren von stabilen Kapitalerträgen profitieren, während ihr Kapital gleichzeitig zur Verbesserung von Menschenleben und der Umwelt eingesetzt wird. Es ist eine Win-Win Situation und sollte, zumindest für alle öffentlichen Investmentfonds, die Handlungsmaxime sein.“

Die Konferenz ist Teil der „Move the Nuclear Weapons“- Kampagne, die jetzt schon weltweit Fuß gefasst hat. „Es haben sich bereits eine Anzahl an Staatsfonds, Pensionskassen, Ländern und Städten, Banken, Universitäten und religiösen Institutionen entschlossen, ihre Investitionen aus der Atomwaffen- und/oder fossilen Brennstoffindustrie zu ziehen,“ so Thies Kätow, Forscher beim World Future Council, einem der Co-Sponsoren des Konferenz. „Gemessen an den Milliarden an Investitionen, die weltweit getätigt werden, fällt die Summe, die desinvestiert wurde, moderat aus,“ berichtet Herr Kätow. „Allerdings wächst der politische Einfluss mit jeder weiteren Atomwaffen- und fossilen Brennstoff Divestmentkampagne. So könnte sie vergleichbar mit der Kampagne werden, die gegen Südafrika Ende des 20. Jh. geführt wurde. Sie trug entscheidend dazu bei die südafrikanische Regierung 1994 zur Beendigung der Apartheid zu bewegen.“

KONTAKT

Englisch: Alyn Ware, alyn@pnnd.org Tel.: +41 788 912 156
Deutsch: Andreas Nidecker, anidecker@bluewin.ch Tel.: +41 765 573 712

Pressemitteilung: “Junge Menschen stärken” ist das Thema des renommierten “Polit-Oscars” 2019

Die Stiftung World Future Council, die Vereinten Nationen und das Inter-Parlamentarische Netzwerk rufen zu Nominierungen von Gesetzen zur Verbesserung der Lebenssituation von jungen Menschen auf.

Hamburg/New York, 5. April 2019. Die Hamburger Stiftung World Future Council hat sich zusammen mit Agenturen der Vereinten Nationen und der Inter-Parlamentarischen Union  auf das Thema des „Polit-Oscars“ 2019 geeinigt:  „ Junge Menschen stärken“. In einer sich schnell verändernden Welt durch Klimawandel, Digitalisierung, Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung ist dieses aktueller denn je. Sie rufen zu Nominierungen lösungsgebender Gesetze auf.

Gesucht werden vorbildliche und effektive politische Maßnahmen und Gesetze, die nachhaltige und menschenwürdige Jobs für junge Menschen ermöglichen und ihre gesellschaftliche und politische Teilhabe für eine nachhaltige und friedvolle Entwicklung fördern.

Der renommierte Future Policy Award wird seit 2009 von der Stiftung World Future Council verliehen. Er ist der einzige Preis, mit dem auf internationaler Ebene Gesetze ausgezeichnet werden, die bessere Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen fördern.

Alexandra Wandel, Vorstandssprecherin des World Future Council: „Heutzutage leben auf der Welt rund 1,8 Milliarden junge Menschen – mehr als jemals zuvor. Ein Großteil von ihnen lebt in den sogenannten Entwicklungsländern. Angesichts hoher Arbeitslosigkeit, Klimawandel und Migration  stehen sie vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig steckt in ihnen ein ungeahntes Potenzial, welches ihre Gemeinden und Gesellschaften voranbringen kann – wenn es entsprechend gelenkt und gefördert wird. Mit dem Future Policy Award 2019 möchten wir die wirkungsvollsten Gesetze weltweit identifizieren und bekannt machen, um politische Entscheidungsträger/innen zu inspirieren, mehr in die Zukunft von jungen Menschen zu investieren.“

Der Preis wird in Partnerschaft mit der Inter-Parlamentarischen Union, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und mit Unterstützung der UN-Sondergesandten für Jugend, der Internationalen Arbeitsorganisation und der in Deutschland ansässigen Michael Otto Stiftung, der Jua Stiftung und Youth Policy Lab organisiert.

Die Gewinner des „Polit-Oscars“ werden im  Oktober 2019 bekannt gegeben. Die feierliche Verleihung des Preises wird im Oktober vor rund 800 ParlamentarierInnen aus aller Welt im Rahmen der 141. Vollversammlung der Inter-Parlamentarischen Union in Belgrad, Serbien, stattfinden. Eine Preisfeier in Deutschland wird Ende des Jahres in Hamburg stattfinden.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: https://www.worldfuturecouncil.org/p/2019-empowering-youth/

Stiftung World Future Council
Der World Future Council setzt sich für ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne zukünftiger Generationen ein. Seine bis zu 50 Ratsmitglieder kommen aus Politik, Geschäftswelt, Wissenschaft und Kultur – und von allen fünf Kontinenten. Der Rat identifiziert mithilfe seines Netzwerks von Wissenschaftlern, Parlamentariern, Zivilgesellschaft und Umweltorganisationen weltweit zukunftsweisende Politikansätze und unterstützt ihre Umsetzung auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene. Mit seinem „Future Policy Award“ ehrt der Rat die weltbesten Gesetze, die bessere Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen fördern. Bisher wurde er in den Politikfeldern Nahrungssicherheit, Schutz der Biodiversität, Erhaltung der Wälder, Schutz von Ozeanen, Abrüstung, Frauen und Mädchen vor Gewalt schützen, Kinderrechte, Desertifikation und Agrarökologie vergeben. https://www.worldfuturecouncil.org/de/

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) UNDP arbeitet mit Menschen aller Gesellschaftsebenen zusammen, um Staaten dabei zu helfen, Krisen zu meistern und und die Art Wachstum zu fördern, die die Lebensqualität für die vor Ort lebenden Menschen verbessern kann. Lokal, in rund 170 Ländern und Regionen bietet UNDP globale Perspektiven und örtliche Eindrücke, um ein besseres Leben zu ermöglichen und belastbare Nationen aufzubauen. UNDP fördert die Rolle von jungen Frauen und Männern als “Agenten des Wandels” und hat erstmals in 2016 das UNDP Globale Jugendprogramm ins Leben gerufen. https://www.undp.org

Die Sondergesandte für die Jugend der Vereinten Nationen setzt sich global für die Bedarfe und Rechte junger Menschen ein und bringt ihnen gleichzeitig die Vereinten Nationen nahe. Das Büro der Jugendgesandten ist Teil des Sekretariats der Vereinten Nationen und unterstützt Multistakeholder-Partnerschaften und Jugendinitiativen innerhalb der UNO. Ziele sind die Stärkung von Jugendlichen, auch als Führungskräfte, auf nationaler, regionaler und globaler Ebene. Das Büro fördert die Beteiligung von jungen Menschen innerhalb der UNO, auch im Rahmen von politischer und wirtschaftlicher Entwicklung mit einem starken Fokus auf marginalisierte und benachteiligte Jugendliche. Die Jugendsondergesandte arbeitet an der Realisierung der „Jugend2030: UNO Strategie für die Jugend“. https://www.un.org/youthenvoy/

Die Inter-Parlamentarische Union (IPU) ist die Weltorganisation der Parlamente. Heute sind 178 nationale Parlamente und 12 assoziierte Parlamente Mitglieder in der IPU. Die IPU arbeitet dabei eng mit den Vereinten Nationen zusammen. Die IPU konzentriert sich auf die Förderung von Frieden und Demokratie sowie Achtung und Förderung der Menschenrechte und hilft Parlamenten dabei, sich stark, jünger, Geschlechter ausgewogen und vielfältig aufzustellen. Zweimal im Jahr treffen sich im Rahmen der Vollversammlung mehr als 1.500 Parlamentarier und Delegierte aus aller Welt und arbeiten an der Umsetzung der Agenda 2030. Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung von Jungparlamentariern. https://www.ipu.org/

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) ist die UN-Agentur in der Arbeitswelt. Sie legt internationale Arbeitsstandards fest, fördert Arbeitsrechte und setzt sich für angemessene Beschäftigungsmöglichkeiten, die Verbesserung von Sozialschutz und die Stäkrung des Dialogs zu arbeitsbezogenen Themen ein. Die ILO wurde 1919 im Zuge eines vernichtenden Krieges gegründet, um der Vision zu folgen, dass universeller, andauernder Frieden nur erreicht werden kann, wenn dieser auf sozialer Gerechtigkeit basiert. Als einzige dreiteilige UN Agentur, bringt die ILO Regierungen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus 187 Mitgliedstaaten zusammen, um Arbeitsstandards festzulegen, Gesetze zu entwickeln und Programme voranzubringen, die eine faire Arbeit für alle Männer und Frauen fördern sollen. www.ilo.org

Youth Policy Labs ist eine global führende Denkschmiede mit einem besonderen Fokus auf Jugendliche, angesiedelt bei dem gemeinnützigen Verein Demokratie & Dialog in Berlin. Youth Policy Labs arbeitet an der Schnittstelle von Forschung und Journalismus mit dem Ziel durch gut angereichertes Wissen politisches Handeln zugunsten der Lebenswelten und Bedarfe junger Menschen zu beeinflussen. Youth Policy Labs setzt sich für Jugendpolitiken ein, fördert junge Menschen als Forscher, ermöglicht internationale Diskussionen zu Jugendpolitiken und macht sich stark für eine wirksamere Kohärenz zwischen den Vereinten Nationen und Geberorganisationen zu Jugendrechten, -politiken und –programmen. Das Team besteht aus jungen Experten zu Jugendpolitiken, Jungforscher und Jungjournalisten. Veröffentlichungen finden Sie unter Youth Policy Presse http://www.youthpolicy.org/

Ein besonderer Dank geht an die Michael Otto Stiftung und die Jua Stiftung.

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Samia Kassid

Senior Project Manager – Rechte von Kindern und Jugendlichen, World Future Council

samia.kassid@worldfuturecouncil.org

T: 040 3070914-18

Pressemitteilung – World Future Council unterstützt “Fridays for Future”: Die Klimakrise und die Stimme der jungen Generation dürfen nicht länger ignoriert werden

World Future Council unterstützt “Fridays for Future”

Die Klimakrise und die Stimme der jungen Generation dürfen nicht länger ignoriert werden

Hamburg, 14.3.2019. Im Vorfeld des globalen Klimastreiks „Fridays for Future” begrüßt die Stiftung World Future Council  das weltweite Engagement von jungen Menschen, die Klimakrise aktiv anzugehen und fordert die internationale Gemeinschaft auf, das 1,5°C Ziel des Pariser Klima Abkommens aktiv umzusetzen.

„Greta Thunberg, die schwedische Schülerin, die die Schulstreiks initiiert hat, sagte einmal, dass wir Erwachsenen behaupten, unser Kinder über alles zu lieben. Dennoch würden wir ihnen ihre Zukunft vor ihren Augen rauben! Das hätte ich kaum besser ausdrücken können“,  so Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ehrenratsmitglied des World Future Council. „Nie zuvor in der Geschichte ist es vorgekommen, dass Erwachsene die Zukunft, ja das Überleben ihrer Kinder und Enkelkinder so leichtfertig aufs Spiel gesetzt haben. Zukünftige Generationen brauchen unsere Unterstützung mehr als je zuvor. Die Klimakrise und die Stimme der jungen und zukünftigen Generationen können wir nicht ignorieren.“

„Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gehört und in Angelegenheiten, die sie betreffen, einbezogen zu werden. Genau das passiert gerade mit der weltweiten „Fridays For Future“ Bewegung. Die Klimastreiks der Schülerinnen und Schüler sind Ausdruck bürgerlicher Teilhabe und kein Schulschwänzen. Jetzt muss sich zeigen, dass wir diese Kinderrechte ernst nehmen und es nicht nur Lippenbekenntnisse sind“, sagt Alexandra Wandel, Vorstandssprecherin des World Future Council.

Die Stiftung World Future Council  setzt sich für Klimaschutz, 100 Prozent Erneuerbare Energien, ein Ende der fossilen Energieträger und Atomenergie ein sowie für eine klimaresiliente, nachhaltige Landwirtschaft. Sie engagiert sich auch für Bildung für nachhaltige Entwicklung: Global und lokal müssen Erwachsene und junge Menschen lernen, nachhaltige und sozial gerechte Entscheidungen zu treffen. Die Stiftung hat kürzlich ein Handbuch veröffentlicht, das aufzeigt, was nötig ist, damit Bildung für nachhaltige Entwicklung, erfolgreich in Bildungssystemen umgesetzt wird. Dabei werden auch best practice Beispiele aus anderen Ländern dargestellt.

„Es ist schon fünf nach zwölf! Alle wissenschaftlichen Fakten zum Klimawandel liegen auf dem Tisch und internationale politische Entscheidungen sind längst getroffen worden. Jetzt muss rasch auch gehandelt werden – im Namen der jetzigen und zukünftigen Generationen“, so Alexandra Wandel.

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Nico Scagliarini
Assistant Media & Communications
World Future Council
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Pressemitteilung: Weltzukunftsrat rechnet Kohlekompromiss nach

Kohleverstromung und CO2-Emissionen können trotz Reduktion der Kapazitäten um bis zu 16 Prozent zunehmen.

Hamburg, den 7. Februar 2019 – Dr. Matthias Kroll, Chefökonom der Hamburger Stiftung World Future Council (auch bekannt als Weltzukunftsrat), hat die Auswirkungen des sog. „Kohlekompromisses“ auf das Klima nachgerechnet – mit dem Ergebnis, dass die Kohleverstromung trotz Reduktion der Kapazitäten bis 2030 sogar noch zunehmen kann. Grund dafür ist die Erhöhung der Grundlast auf die verbleibenden Kohlekraftwerke durch den Atomausstieg.

„Die im Kohlekompromiss suggerierten Verbesserungen für den Klimaschutz auf dem Weg zum 1,5°C Ziel sind eine Mogelpackung.“, so Kroll.  Der bisherige Hauptkritikpunkt am Kohlekompromiss ist der mit 2038 sehr späte Ausstiegstermin. Der aktuelle Kompromiss verbirgt aber noch ein weiteres Problem, das in der bisherigen Debatte untergegangen ist: „Für den Klimaschutz ist nicht entscheidend, wieviel Kraftwerkskapazität stillgelegt wird, sondern um wieviel die Stromerzeugung mit Kohle tatsächlich zurückgeht.“ so Kroll weiter. „In dem aktuellen Modell sehe ich unterm Strich einen Anstieg der Stromproduktion aus Kohle um etwa 16 Prozent. Mit den CO2-Emissionen sieht es ähnlich aus. Deutschland muss den Fuß von der Bremse nehmen und den Ausbau der erneuerbaren Energien, der dazugehörigen Speichersysteme (,Power to Gas’) und den Bau neuer Erdgaskraftwerke deutlich forcieren. Sonst werden die CO2-Emissionen ansteigen und nicht abnehmen.”

Obwohl von den aktuell bestehenden 42 GW Kohlekraft bis Ende 2022 rund 12 GW stillgelegt werden sollen, muss damit gerechnet werden, dass die geplant verbleibenden jeweils 15 GW an Braun- und Steinkohle mehr Strom und der CO2-Emissionen produzieren werden als heute. Der Grund dafür liegt in der deutlich zunehmenden Auslastung der verbleibenden Kohlekraftwerke, da vermutet werden muss, dass sie die wegfallenden letzten 9,5 GW Kernkraftgrundlast übernehmen werden.

Während Kohlekraftwerke heute nur sehr unregelmäßig ausgelastet sind, da sie immer häufiger durch Wind- und Photovoltaikstrom aus dem Netz gedrängt werden, können sie dann weitgehend mit ihrer Höchstlast durchlaufen. Rechnerisch wird dies auf eine Zunahme von bis zu 16 Prozent an Kohlestrom und der damit verbundenen CO2-Emissionen im Vergleich mit 2018 hinauslaufen. Damit der unerlässliche Ausstieg aus der Kernkraft nicht zu einer dauerhaften Zunahme der Kohleverstromung führt, müssen die ab 2022 verbleibenden 30 GW Kohlekraft zügig weiter verringert werden.

„Es ist fraglich wie Deutschland seinem im Paris-Abkommen vertraglich zugesicherten Anteil an der Einhaltung des 1,5°C Ziels erreichen will, wenn die CO2-Emission aus der Kohleverstromung noch ein weiteres Jahrzehnt sogar über den aktuellen Werten liegen, obwohl die Reduktion auf null notwendig ist.“ kritisiert Kroll.

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Miriam Petersen
Media & Communications Manager
World Future Council
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Pressemitteilung: Neuer Vorstand beim World Future Council

Neubesetzung bei der „Stimme zukünftiger Generationen”: World Future Council Gründer Jakob von Uexküll tritt als Vorstandsvorsitzender der Stiftung zurück. Aufsichtsrat ernennt Nachfolgerinnen.

Themen für die Arbeit im Jahr 2019 werden Klimaschutz, nachhaltige Ernährung sowie Stärkung von Kindern und Jugendlichen.

Hamburg, den 31.1.2019 –  Anlässlich des Neujahrsempfangs des World Future Council (WFC) verkündete der Aufsichtsrat, dass Jakob von Uexküll, der Gründer und Vorstandsvorsitzende der in Hamburg im Jahr 2007 gegründeten Stiftung, aus gesundheitlichen Gründen zurücktritt. Er ernannte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende  Alexandra Wandel  (45) sowie  Johanna Dillig (35), Head of Operations, zum geschäftsführenden Vorstand. Wandel ist nun Vorstandssprecherin der Stiftung und Dillig ist als stellvertretende Vorstandsvorsitzende für die kaufmännische Leitung der Stiftung zuständig.

Der World Future Council (WFC), auch bekannt als „Weltzukunftsrat“, identifiziert und verbreitet weltweit zukunftsgerechte Lösungen mit dem Ziel, eine friedliche, gerechte und faire Welt sowie eine intakte Umwelt an unsere Kinder und Enkel zu übergeben. Beim Neujahrempfang der Stiftung, welche auf Einladung von Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Matthias Prinz und seiner Frau Alexandra von Rehlingen in Hamburg stattfand, wurden die Arbeitsschwerpunkte für das kommende Jahr verkündet.  Gearbeitet wird an Zukunftsthemen wie Klimaschutz und Erneuerbare Energien,  nachhaltige Ernährung und Lebensräume sowie Frieden und Abrüstung.  Ein Highlight wird der ‚Polit-Oscar‘ 2019 sein, welcher sich mit den besten Lösungen  zur Stärkung von Jugendlichen befassen wird.

„1,8 Milliarden junger Menschen auf unserem Planeten werden mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert: Zugang zu Jobs und Bildung, Klimawandel und Digitalisierung. Deswegen wird der World Future Council dieses Jahr unseren ‚Polit-Oscar‘ dem Thema Stärkung von Jugendlichen widmen“, so Vorstandssprecherin Alexandra Wandel.

Am Neujahrsempfang in Hamburg Rotherbaum nahmen Pressevertreter, Mitglieder des Weltzukunftsrats sowie Unterstützerinnen und Unterstützer der Stiftung teil. Weiterhin wird der Vorstand von starken Fürsprechern der Stiftung unterstützt: Unter ihnen Ehrenratsmitglied Prof. Dr. Michael Otto, Unternehmer, Tina Stridde, Geschäftsführerin der Aid by Trade Foundation, Schauspielerin Inez Bjørg David, Medienunternehmer Frank Otto, Profiboxer Ismail Özen und Honorarkonsul der Seychellen Farhad Vladi, die alle am Neujahrsempfang teilnahmen.

Engagement für den World Future Council (v.r.n.l.) – Frank Otto (Botschafter), Prof. Dr. Michael Otto (Ehrenratsmitglied), Alexandra von Rehlingen-Prinz (Botschafterin), Prof. Dr. Matthias Prinz (Aufsichtsrat), Dr. Farhad Vladi (Botschafter), Ismail Özen (Botschafter)

 

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Miriam Petersen
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Pressemitteilung – Grüne Woche: Herausragende agrarökologische Projekte des globalen Südens ausgezeichnet

Die Ehrung würdigt erstmalig die besten Praxisbeispiele, die eine Agrarwende zu Agrarökologie im globalen Süden vorantreiben. Von 77 Nominierungen aus 44 Ländern haben 15 Projekte aus Afrika, Asien, Latein- und Südamerika diese neuartige Auszeichnung erhalten.

 

Berlin, den 17. Januar 2019  – Anlässlich der Grünen Woche und des Global Forum for Food and Agriculture 2019 (GFFA) sind heute 15 herausragende Projekte, Programme, Sozialunternehmen und Nichtregierungsorganisationen des globalen Südens, die nachhaltige Nahrungssysteme fördern, verkündet worden. Die Ehrung „Outstanding Practice in Agroecology 2019“ wird dieses Jahr erstmalig von der Hamburger Stiftung World Future Council und dem Stuttgarter Start-up Technology for Agroecology in the Global South (TAGS) vergeben. Die 15 Praxisbeispiele setzten sich gegen 77 Nominierungen aus 44 Ländern durch.

 

Auf Grundlage eines Evaluationsberichtes der Stiftung World Future Council hat eine internationale Jury aus Expertinnen und Experten die 15 besten Praxisbeispiele ausgewählt, die morgen anlässlich der Grünen Woche und des Global Forum for Food and Agriculture 2019 (GFFA) vorgestellt werden:

 

 

Afrika: Regenerierung durch die Zusammenführung von Saatgut mit Kultur und Natur in Afrika

Dieses NGO-Projekt arbeitet mit elf afrikanischen Ländern daran, traditionelle agrarökologische Anbausysteme wiederzubeleben, Saatgut- und Nahrungssouveränität zu fördern und Lebensgrundlagen zu regenerieren. Derzeit arbeiten 4.640 Bäuerinnen und Bauern am Erhalt von Saatgut und arbeiten mit 470 verschiedenen Samenarten.

 

Ägypten: SEKEM Initiative

SEKEM ist ein führendes Sozialunternehmen, welches 684 Hektar Wüstenland mittels 100% biodynamischer Landwirtschaftsmethoden zurückgewonnen hat. Mehr als 70% von SEKEMs wiedergewonnenem Land wird für die Produktion von Lebensmitteln und Rohstoffen für lokale Märkte verwendet. SEKEMs Produkte entsprechen dem höchstmöglichen ethischen, ökologischen und sozialen Standards.

 

Benin: Premium Hortus

Premium Hortus, eine afrikanische Greentech-Firma, spezialisiert sich auf den Onlinehandel von agrarökologischen Produkten, Bioproduktion und Erzeugerunterstützung. Bisher hat die Firma 400 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ausgebildet und für über 700 städtischen Haushalten Zugang zu gesunden Lebensmittel geschaffen. Zusätzlich wird Abfall minimiert und recycelt. Studien zeigen, dass Premium Hortus Bauern dabei geholfen hat, ihre Ernteverluste bis zu 50% zu minimieren und ihre Kohlenstoffemissionen um 47% zu reduzieren, im Vergleich zu Bauern, die konventionelle Landwirtschaft betreiben.

 

Benin: Einsatz von Wasserhyazinthenkompost für die Herstellung gesunder Nahrung und Umweltschutz

Diese NGO  führt ein Projekt, welches  die biologische Kontrolle der hoch invasiven Pflanzenart Wasserhyazinthe in eine ökonomische Chance verwandelt, indem sie Kleinbäuerinnen  und Kleinbauern in der Kompostherstellung ausbilden und ihnen Marktzugang bieten. Sie haben eine Reduktion von 20% an Wasserhyazinthen erreicht. Dank Marktzugang können Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ihr Einkommen aufbessern.

 

Brasilien: Gemeinschaftliches Management von Bioabfall und städtische Landwirtschaft – „Eimer-Revolution“

Die „Eimer-Revolution“ ist ein Gemeindeprojekt, welches Haushaltsbiomüll sammelt für den Gebrauch in städtischer Landwirtschaft in den sozial schwächeren Regionen von Florianópolis, Brasilien. Durch diese Förderung von städtischer Landwirtschaft hat dieses dezentralisierte und partizipative Abfallmanagementmodell bereits rund 1.200 Tonnen Biomüll eingesammelt und dazu beigetragen, nahrhaftes Essen für die teilnehmenden Familien zu schaffen, wovon mehr als 1.600 Menschen profitierten..

 

China: Gemeinsame Ernte und ländliche Regenerierung

Das Sozialunternehmen Gemeinsame Ernte (Shared Harvest) fördert gemeinschaftsunterstützte, sozialwirtschaftliche Landwirtschaft. Es liefert wöchentlichen  biologisch und lokal angebaute Produkte an über 800 Konsumenten in Peking und gewährleistet jedem Abonnenten ein Minimum an 200 Kilogramm frischer biologisch angebauter Lebensmittel.  Shared Harvest ist das Fundament der chinesischen Bewegung für Solidarische Landwirtschaft und bewirkte seit seiner Gründung eine Konvertierung von 1.000 Bauernhöfen zu dessen Methoden.

 

Global: Bauerngeleitete Natürliche Regenerierung

FMNR wurde erstmals im Niger von der NGO World Vision gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern entwickelt und wird mittlerweile in mindestens 24 Ländern angewendet. Es ist eine kostengünstige, anpassbare, schnelle und simple Technik, welche Bäuerinnen und Bauern anwenden können, um lebendige Baumstümpfe oder Baumsetzlinge im Boden zu regenerieren. Im Niger hat sich FMNR auf über 5.000.000 Hektar ausgebreitet und konnte mehr als 200 Millionen Bäume „wiederbeleben“. 2018 wurde der Gründer Tony Rinaudo mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet

 

Indien: Förderung von Bio-Anbau und Vertrieb unter Kleinbauern in einer ökologisch-fragilen Region (Timbaktu-Kollektiv)

Das Timbaktu-Kollektiv ist eine Graswurzelorganisation, welche sich für nachhaltige Entwicklung marginalisierter Menschen in 58 Dörfern des Ananthapuramu Distrikts in Andhra Pradesh einsetzt. Marke. Mittlerweile werden 8.700 Hektar mit agrarökologischen Methoden betrieben. Zurzeit arbeitet das Timbaktu-Kollektiv mit 2.080 Bauernfamilien zusammen, von denen viele Aktionäre der etablierten Genossenschaft sind, dessen Beschaffungsvolumen sich in den letzten beiden Jahren auf 877 Tonnen (2017) verdoppelt hat.

 

Kamerun: Partizipative Domestizierung einheimischer Baumarten für multifunktionelle Landwirtschaft durch Agrarforstwirtschaft

Dieses Projekt ermöglicht Bäuerinnen und Bauern die Implementierung von Methoden der Agrarforstwirtschaft und die Diversifikation ihres Lebensunterhalts, welches sie in Ländlichen Ressourcen-Zentren (Rural Resource Centres, RRC) erlernen. In Kamerun wurden mit Gemeinden zehn RRCs eröffnet, 150 Baumschulen aufgebaut und unterhalten. Über 10.000 Haushalten wurde geholfen, 1,6 Millionen Bäume zu pflanzen.

 

Kenia: Zentrum für natürliche Ressourcen in Trockengebieten (Dryland Natural Resource Center, DNRC)

Das Zentrum für natürliche Ressourcen in Trockengebieten (DNRC) arbeitet mit über 600 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zusammen, um ihr Land durch agrarökologische Methoden und Agrarforstwirtschaft zu regenerieren. Dank des DNRC werden jährlich über 100.000 Baumsetzlinge von über 30 verschiedenen lokalen Arten angepflanzt, mit einer Überlebensrate von 80%.

 

Kuba: Generierung und Anwendung des Agrarökologischen Schädlingsmanagement (APM)

Dieses Praxisbeispiel zielt darauf ab, die Kapazität zur Selbstregulierung von Schädlingen und die Kapazitäten der Landwirtschaft zu erhöhen. Von 2003-2008 wurden 30.780 Bauern in APM ausgebildet und verbreiteten es. Dank APM reduzierten sich die Kosten für Pestizide und Schädlingsbekämpfung um 75 % in der kubanischen Landwirtschaftsproduktion, während sich Resilienz und Biodiversität verbesserten.

 

Mosambik: Inklusives Investment für Agrarökologie

Basierend auf einer Kombination aus individuellen und kollektiven Investitionen, Risikoteilung und ein Beratungs- und Verhandlungsprozess, fördert dieses Projekt die Umstellung zur Agrarökologie, stärkt es die lokalen Institutionen für Selbstbestimmung, unterstützt es Aggregation und diversifiziert Produktion und Märkte. Seit Juni 2018 wurden 180 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Agrarökologie geschult, drei feste Trainer engagiert, 30 Verträge für agrarökologische Investments unterschrieben und erfüllt, und 120 Hektar Land werden umgestellt auf Agrarökologie.

 

Nepal: Die Kultivierung von Grünem Wohlstand in Gemeinden im Hohen Himalaya mittels Medizin- und Gewürzpflanzen (MAPs)

Dieses partizipative gemeindegestützte Programm unterstützt den Schutz von MAP-Arten, die Unternehmensentwicklung und Fair Trade, durch finanzielle und fachliche Unterstützung sowie Wissensaustausch. Auf über 2.500 Hektar ödem Land werden jetzt 13 verschieden MAP-Arten angepflanzt. Mittlerweile sind 18.000 Bauern in der Kultivierung von MAPs ausgebildet (11.000 Bauern direkt, während 7.000 dem Beispiel gefolgt sind) in über 100 nepalesischen Dörfern; 35-40% von ihnen sind weiblich.

 

Philippinen: Aufbau von resistenten Landwirtschaftsgemeinden und nachhaltigen Wirtschaftskreisläufen in den ärmsten Regionen der Philippinen mittels Agrarökologie

Die von Bäuerinnen und Bauern geführte Nichtregierungsorganisation Agro-Eco Philippines widmet sich der ländlichen Entwicklung, indem sie sich auf Naturschutz, biologischen Anbau, soziales Unternehmertum und Vermarktungszentren fokussiert. Die Organisation bildete bisher 3048 KleinbäuerInnen zum Thema klimaresiliente Landwirtschaft aus und hat 22 Bauernorganisationen ins Leben gerufen, welche sich nun im sozialen Unternehmertum engagieren und hat fünf Vermarktungszentren in Mindanao etabliert.

 

Simbabwe: Afrikanisches Zentrum für Holistisches Management (Africa Centre for Holistic Management, ACHM)

Das Afrikanische Zentrum für Holistisches Management (ACHM) unterstützt die Verbreitung von holistischem Weidebewirtschaftungs-Management in Afrika, größtenteils in Simbabwe. ACHM arbeitet direkt mit der bäuerlichen Bevölkerung. Praxisorientierte Lerneinrichtungen zeigen, wie durch das richtige Management des Viehbestands sich Land, Wasser und Tierwelt regenerieren. Das Zentrum hat bisher 100 Vermittler ausgebildet und erreichte 15.000 Bauern aus 16 Gemeinden in Simbabwe, welche ihr Einkommen verdrei- und verfünffachen konnten.

 

 

Im Rahmen der Grünen Woche und des Global Forum for Food and Agriculture 2019 (GFFA) werden die ausgezeichneten Praxisbeispiele einer Veranstaltung vorgestellt:

Agrarökologie stärken! Für eine zukunftsgerichtete Politik und Praxis

  1. Januar 2019, 15:30 bis 17:30 Uhr bei der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.,
    Schumannstr. 8, 10117 Berlin
    , einschließlich einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern u.a. der UNO-Welternährungsorganisation (FAO) und des Bundesministeriums

für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

 

Stellungnahmen von der Stiftung World Future Council, TAGS und IFAD

 

„Um Hunger, soziale Ungleichheit, Klimawandel und den Verlust von Biodiversität erfolgreich anzugehen, ist eine Agrarwende zu nachhaltigen Nahrungs- und Landwirtschaftssystemen dringend nötig. Diese Auszeichnung wirft ein Schlaglicht auf Lösungen, die für die Menschen vor Ort wirklich funktionieren und stärkt diejenigen, die für die Nahrungssicherheit des globalen Süden verantwortlich sind: Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Die ‘Herausragende Agrarökologischen Praktiken 2019’ haben einen direkten und greifbaren Effekt und wenn sie weiter verbreitet werden, können sie maßgeblich dazu beitragen, unsere Nahrungssysteme zu transformieren”, bemerkt Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung World Future Council.

 

„Innovation entsteht dann, wenn Menschen, die ihre Herausforderungen angehen, über den Tellerrand schauen. Die  Praxisbeispiele, die mit der Auszeichnung ,Outstanding Practice in Agroecology 2019’ geehrt werden, zeigen auf beeindruckende Weise, wie ganzheitliche, innovative Ansätze Landwirtschaft zu einem Schlüsselelement für die Bekämpfung von Hunger, Armut, Klimawandel und Artenrückgang machen. Es wird Zeit, diesen beispielhaften Ansätze eine Plattform zu geben und über ihre Skalierung nachzudenken”, so Valerie von Koerber und Samuel Wagner, Gründer des Start-ups Technology for Agroecology in the Global South (TAGS).

 

„Diese 15 Herausragenden Praxisbeispiele in der Agrarökologie sind deswegen so vorbildlich, weil sie die kleinbäuerliche Lebensmittelerzeugung stärken, nachhaltige Nahrungssysteme fördern und resiliente landwirtschaftliche Methoden. Es war mir eine Ehre, in der Jury zu sein und ich fordere Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auf, von diesen einzigartigen Initiativen zu lernen“, sagt Shantanu Mathur, Federführender Berater, Abteilung Globales Engagement und Multilaterale Beziehungen,  Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD).

 

 

Mehr dazu auf unserer Website:

https://www.worldfuturecouncil.org/de/p/opa-2019/

 

Pressekontakt:

Miriam Petersen

Media & Communications Manager, World Future Council

miriam.petersen@worldfuturecouncil.org

040 307 09 14 19

 

Über die Stiftung World Future Council

Der World Future Council verfolgt das  Ziel, unseren Kindern und Enkeln einen gesunden Planeten mit gerechten Gesellschaften zu übergeben. Um dies zu erreichen, identifizieren und verbreiten wir zukunftsgerechte politische Lösungen und fördern deren Umsetzung weltweit. Unsere Hauptansprechpartner hierfür sind politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger. Wir beraten in enger Zusammenarbeit mit anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen, Wissenschaftlern und internationalen Organisationen. So unterstützen wir Entscheidungsträger dabei, stets im Sinne von Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit zu handeln.

 

Über  TAGS

TAGS ist eine Initiative, die das Ziel verfolgt, mit Hilfe der technischen Expertise von Bosch grundlegende globale Probleme anzugehen. Es stellte sich schnell heraus, dass wir unseren Fokus auf die Unterstützung und Stärkung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern legen wollen. Wir bekamen die Chance, als Start-Up bei Bosch unsere Möglichkeiten zu erkunden und auszuprobieren. Das Start-Up heißt TAGS – Technology for Agroecology in the Global South.

 

Indem wir von den Outstanding Practices in Agroecology lernen, wollen wir herausfinden, wie die Expertise von Bosch bei der Skalierung der Practices helfen könnte um so viele Kleinbäuerinnen und Kleinbauern wie möglich zu unterstützen.

Pressemitteilung: Globale Parlamentarier-Plattform zur Förderung von erneuerbaren Energien während UNO-Klimakonferenz ins Leben gerufen

Die neue parteien- und länderübergreifende Plattform für Parlamentarier verfolgt das Ziel, Lösungen zur umfangreichen und schnellen Förderung von erneuerbaren Energien zu entwickeln, denn „nur eine zeitnahe Energiewende hin zu erneuerbaren Energien kann die Klimakrise noch aufhalten und uns vor den verheerenden Auswirkungen schützen“.

Hamburg/Kattowitz, den 10. Dezember 2018 – Die 24. UNO-Klimakonferenz (COP24) im polnischen Kattowitz steht im Zeichen verheerender Waldbrände, Dürreperioden und anderer Wetteranomalien in diesem Jahr. Es wird deutlich, dass weitreichende Umstrukturierungen in Wirtschaft und Gesellschaft nötig werden, um den Klimawandel noch aufzuhalten. Um eine schnelle, umfangreiche und reibungslose Energiewende hin zu erneuerbaren Energien zu vollziehen, wird nun am 11. Dezember, während der COP24, die Plattform Global Renewables Congress (GRC) ins Leben gerufen. Sie ist eine parteien- und länderübergreifende Plattform für Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die den Dialog zwischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern für eine Umsetzung einer weltweiten Energiewende vereinfachen und verbessern soll. Amtierende und ehemalige Delegierte aus nationalen und regionalen Parlamenten können Mitglieder der GRC-Plattform werden. Den Vorsitz hat Bärbel Höhn, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages und Energiebeauftragte des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Afrika.

„Nur eine zeitnahe Energiewende hin zu erneuerbaren Energien kann die Klimakrise noch aufhalten und uns vor den verheerenden Auswirkungen schützen“, erklärt Bärbel Höhn. „Wir müssen die Erneuerbaren in großem Umfang ausbauen. Um noch eine Chance zu haben, die katastrophalen Konsequenzen der Klimakrise zu verhindern, müssen Lösungen für erneuerbare Energien flächendeckender und schneller als je zuvor umgesetzt werden. Die GRC-Plattform hat großes Potenzial, sie auf globaler Ebene voranzubringen.“

Stellvertretende Vorsitzende werden aus allen Erdteilen ernannt. Die Stiftung World Future Council, die ihren Hauptsitz in Hamburg hat, wird das Sekretariat der GRC-Plattform bereitstellen.

„Eine Vielzahl von Studien, wie beispielsweise der Bericht des Klimarates IPCC, macht deutlich, dass wir nicht einmal in die Nähe dessen kommen, was laut des Pariser Klimaabkommens nötig wäre“, bemerkt Rob van Riet, Direktor des Klima-und-Energie-Programms der Stiftung World Future Council. „Die gute Nachricht ist, dass die Energiewende technisch möglich ist und dass erneuerbare Energien signifikant dazu beitragen, die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen; die schlechte Nachricht ist, dass es noch an politischem Willen fehlt, diese umzusetzen. Leider spielen Eigeninteressen oft eine größere Rolle als das langfristige Gemeinwohl. Die GRC-Plattform wurde ins Leben gerufen, um schneller ans Ziel zu kommen und ich bin zuversichtlich, dass hier die nötigen Synergien für eine umfassende Energiewende entstehen werden.“

Die GRC-Plattform wird durch die Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und die Stiftung Mercator ermöglicht. Weitere Unterstützung wurde von Amir Roughani, Botschafter der Stiftung World Future Council, bereitgestellt.

WEITERE INFORMATIONEN

www.renewablescongress.org
Anna Skowron
Project Manager Climate & Energy, World Future Council
anna.skowron@worldfuturecouncil.org

 

Pressekontakt

Miriam Petersen
Media & Communications Manager
World Future Council
Dorotheenstraße 15, 22301 Hamburg
miriam.petersen@worldfuturecouncil.org
T: 040-3070914-19

Über die Stiftung World Future Council

Der World Future Council verfolgt das  Ziel, unseren Kindern und Enkeln einen gesunden Planeten mit gerechten Gesellschaften zu übergeben. Um dies zu erreichen, identifizieren und verbreiten wir zukunftsgerechte politische Lösungen und fördern deren Umsetzung weltweit. Unsere Hauptansprechpartner hierfür sind politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger. Wir beraten in enger Zusammenarbeit mit anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen, Wissenschaftlern und internationalen Organisationen. So unterstützen wir Entscheidungsträger dabei, stets im Sinne von Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit zu handeln.

Pressemitteilung: Future Policy Award 2018

„Polit-Oscar“ für nachhaltige Landwirtschaft: Das „100%-Bio“-Gesetz aus Sikkim, Indien, gewinnt Future Policy Award

Weitere Auszeichnungen an Gesetze aus Brasilien, Dänemark und Ecuador

Hamburg/Rom, 12. Oktober 2018 – Die weltbesten Lösungen, Gesetze und Programme zur Förderung von Agrarökologie und nachhaltigen Ernährungssystemen werden dieses Jahr mit dem Future Policy Award, dem „Polit-Oscar“ der Hamburger Stiftung World Future Council, ausgezeichnet. Das „100%-Bio“-Gesetz aus Sikkim, Indien, hat sich gegen 51 nominierte Gesetze aus 25 Ländern durchgesetzt und wird mit dem Future Policy Award in Gold ausgezeichnet. Gesetze aus Brasilien, Dänemark und Quito (Ecuador) erhalten Silber. Der  Preis wird in diesem Jahr in Kooperation mit der UNO-Ernährungsorganisation (FAO) und IFOAM – Organics International verliehen.

Der indische Bundesstaat Sikkim, der diesjährige Gold-Preisträger, ist der erste 100%-Ökolandbau-Staat der Welt. Sikkims Ansatz geht jedoch weit über bloße Öko-Produktion hinaus und hat Land und Menschen nachhaltig verändert: Von der Umstellung auf 100% hat das Land nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich und sozial enorm profitiert. Sozio-ökonomische Aspekte wie Verbrauch und Wachstum, kulturelle Elemente wie Gesundheit, Bildung, ländliche Entwicklung und nachhaltiger Tourismus spielen in dem Gesetz eine zentrale Rolle. Bemerkenswert ist ebenfalls das schrittweise Verbot von chemischen Düngemitteln und Pestiziden, mit Unterstützung und Anreizen, um so nachhaltige Alternativen zu schaffen. Von dem Wandel zu 100% Bio haben über 66000 Bauernfamilien profitiert. Der Tourismussektor ist stark expandiert und zwischen 2014 und 2017 um 50% gewachsen. Das Sikkim-Modell ist vorbildlich für die Stärkung von Agrarökologie in Regionen und Staaten weltweit. Das ZDF strahlt am 14. Oktober, am Tag vor der Preisverleihung, den Film „Öko-Rebellen“ aus, eine Dokumentation über den Bundesstaat Sikkim und seine 100%-Bio-Politik.

Drei Silber-Awards werden vergeben an

  • Brasilien, Nationale Politik für Agrarökologie und Ökolandbau (PNAPO, 2012): In den ersten vier Jahren investierte PNAPO rund 364 Millionen Euro in agrarökologische Maßnahmen. Unter anderem wurden etwa 5.300 Gemeinden dabei unterstützt, mindestens 30% ihres Schulessenbudgets für den Einkauf von biologischen und agrarökologischen Produkten von Familienbetrieben aufzuwenden.
  • Dänemark, Nationaler Bio-Aktionsplan: Zusammenarbeiten für mehr Bio (2011-2020, aktualisiert 2015): Durch den Aktionsplan hat Dänemark heute den höchsten Marktanteil für ökologische Lebensmittel in der Welt und die höchsten jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben für Bio-Lebensmittel. 80 % der Däninnen und Dänen kaufen Biolebensmittel.
  • Ecuador, Quitos partizipatives städtisches Landwirtschaftsprogramm (AGRUPAR, 2002): Zu den beeindruckenden Ergebnissen von AGRUPAR gehören u.a. mehr als 3.600 Stadtgärten, die insgesamt 32 Hektar umfassen; mehr als 21.000 Menschen – 84 Prozent davon Frauen – die in der ökologischen Produktion geschult wurden und die jährliche Produktion von mehr als 870.000 kg Bio-Lebensmittel für die Stadt Quito.

Der Vision Award für zukunftsweisende Politik geht an TEEBAgriFood, eine Initiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. TEEBAgriFood ist ein bahnbrechender, weltweit anwendbarer Bewertungsrahmen für Lebensmittelsysteme, der erstmalig umfassend alle Vorteile und Kosten aller relevanten Dimensionen (Umwelt, Gesundheit, Soziales, Kultur) der Öko-Landwirtschaft-Lebensmittel-Wertschöpfungskette in einem einzigen Bericht aufzeigt. Damit ist es erstmals möglich die wirklichen Kosten unserer Lebensmittel zu berechnen und auf dieser Grundlage effizientere Politik zu gestalten.

 

Drei Ehrenhafte Würdigungen des Future Policy Awards werden dieses Jahr vergeben an das philippinische  „Von den Waffen zu den Farmen“-Programm der Stadt Kauswagan (2011), an Los Angeles’ (USA) Beschaffungsprogramm für Gutes Essen (2012), sowie an den Agrarentwicklungsplan der senegalischen Stadt Ndiob (2014).

 

Ausführliche Informationen zu allen Gesetzen finden Sie hier.

 

Die Gewinner des Future Policy Awards werden offiziell mit einer Preisverleihung am kommenden Montag, den 15. Oktober 2018, im Rahmen der Welternährungswoche am geehrt.

Ein Live-Webcast wird zur Verfügung stehen: http://www.fao.org/webcast/home/en/item/4874/icode/, Fotos werden auf https://bit.ly/2Et5MI6 eingestellt.

 

Dieses Jahr wird der Future Policy Award der Stiftung World Future Council in Zusammenarbeit mit der Welternährungsorganisation (FAO) und IFOAM – Organics International ausgerichtet, mit der freundlichen Unterstützung von Green Cross International, DO-IT – Dutch Organic International Trade und der Sekem Group (Ägypten).

Offizielle Stellungnahmen:

„Durch eine Ernährungswende hin zu mehr Agrarökologie können wir den Klimawandel bekämpfen, den Rückgang von Biodiversität stoppen, Armut und Mangelernährung sowie soziale Ungleichheit beenden. Durch ganzheitliche, nachhaltige Politik können wir ein Ernährungssystem schaffen, das Menschen und Mutter Erde gleichermaßen respektiert. Die Gewinnergesetze des Future Policy Awards haben dies auf beeindruckende Weise vorgeführt. Sie zeigen den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern dieser Welt, wie es geht – Zeit, von ihnen zu lernen!“, sagt Alexandra Wandel, Direktorin der Stiftung World Future Council.

„Der diesjährige Future Policy Award ehrt herausragende Gesetze von politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern, die Umweltverschmutzung, Armut und Mangelernährung nicht länger akzeptieren wollen. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, bessere Agrar- und Ernährungssysteme zu schaffen und haben dabei Unglaubliches erreicht“, so Louise Luttikholt, Geschäftsführerin von IFOAM – Organics International. „Einer von ihnen ist Sikkims Ministerpräsident Pawan Chamling, dessen Vision es war, Sikkim zum ersten 100%-Bio-Staat der Welt zu machen. Er hat gezeigt, wie diese Vision Realität wird, ein Weg, von dem Sikkim außerordentlich ökologisch, sozial und wirtschaftlich profitiert hat. Ein Vorbild, dem man folgen sollte.”

 

 

Pressekontakt

Miriam Petersen

Media & Communications Manager, World Future Council

miriam.petersen@worldfuturecouncil.org

T: 040-3070914-19

 

Über den Award

Unser „Polit-Oscar“, der Future Policy Award (FPA), zeichnet Gesetze aus, die bessere Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen fördern. Jedes Jahr wählen wir ein Politikfeld aus, in dem innovative Lösungen besonders wichtig sind. Ziel des Awards ist es, gute Gesetze weltweit bekannt zu machen, um die Schaffung gerechter, nachhaltiger und friedvoller Gesellschaften zu unterstützen. Der FPA ist der erste Preis, der Gesetze auf internationaler Ebene auszeichnet.

 

Über die Stiftung World Future Council

Die Stiftung World Future Council stellt die Interessen zukünftiger Generationen ins Zentrum von Politikgestaltung. Sie setzt sich für gesetzliche Rahmenbedingungen ein, die heutigen wie zukünftigen Generationen das Leben in einer gerechten und ökologisch intakten Welt ermöglichen. Die Hauptansprechpartner hierfür sind Abgeordnete, politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, aber auch Partner aus der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und internationalen Organisationen. Für eine nachhaltige, gerechte und friedliche Zukunft, in der universelle Rechte respektiert werden, erforscht, identifiziert und verbreitet der World Future Council die weltweit besten politischen Lösungen.