Der World Future Council während der Grünen Woche in Berlin

Gelungene Berliner Agrarökologie-Veranstaltung und tolles Medienecho über „Herausragende Agrarökologische Projekte 2019“!

Am 18. Januar 2019 luden wir EntscheidungsträgerInnen zu einer hochrangigen Veranstaltung über vorbildlichen Politik- und Praxisbeispiele zur Stärkung von Agrarökologie nach Berlin ein. Über 200 TeilnehmerInnen fanden sich in den Räumlichkeiten der Heinrich Böll Stiftung ein, um mehr über die Gewinner des Future Policy Award 2018 und die Herausragenden Agrarökologischen 

Projekte 2019 zu erfahren. Zudem verfolgten zahlreiche Online-Gäste den Event per Webstream.

Die Veranstaltung war hochrangig besetzt mit Rednern wie Abram Bicksler von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und Dr. Stefan Schmitz, Leiter Unterabteilung Ernährung, Ländliche Entwicklung, Natürliche Ressourcen, und Beauftragter für die Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Es nahmen auch mehrere namhafte Persönlichkeiten teil, unter anderem: Dr. Dirk Behrendt, Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung des Landes Berlin; Dr. Auma Obama, Gründerin und Vorstandsvorsitzende der Sauti Kuu Foundation und Oumar Bâ, Bürgermeister der Stadt Ndiob, welche als erste Gemeinde im Senegal die agrarökologische Transformation vorantreibt.

Es ist ein kompletter Mitschnitt der Veranstaltung in Youtube auf Deutsch verfügbar

Zudem berichteten verschiedene deutsche Medien über die Veranstaltung, wie zum Beispiel: https://bio-markt.info/kurzmeldungen/positionspapier-bundesregierung-soll-agraroekologie-staerken-37090.html.

Auf der Veranstaltung lancierten wir unsere Auszeichnung Outstanding Practices in Agroecology 2019. Zahlreiche Projekte berichteten ihrerseits über die Ehrung vom World Future Council, wie beispielsweise das Africa Centre for Holistic Management: https://www.savory.global/savory-hub-awarded-for-outstanding-practice-in-agroecology-2019/ oder SEKEM und ACED: https://www.sekem.com/en/sekem-recognized-as-outstanding-practice-in-agroecology-2019/ und https://aced-benin.org/fr/content/aced-gagne-le-prix-outstanding-practices-agroecology-2019 (in Französisch).

Viele Projekte machten eine eigene Pressemitteilung, wie zum Beispiel SEKEM oder auch TMI, berichteten darüber in ihren Newsletters etc.

Weltweite Medienresonanz

Mehrere langjährig engagierte Organisationen zum Thema Agrarökologie berichteten über die Auszeichnung im Allgemeinen, wie beispielsweise in Deutsch die Schweisfurth Stiftung und SID oder in Englisch das EU Bond Project, und viele der langjährigen Partner der Projekte griffen den Faden auf, um über ihre langjährige Unterstützung und Bemühungen zu berichten, beispielsweise Lebensbaum, GLS Bank, Alternativen Nobelpreis, Brot für die Welt, Demeter, World Vision Australia und World Vision Germany, Anthroposophie, World Agroforestry Centre, SQ (Italian), Beating the famine, AFSA, GAIA Foundation, und viele andere.

Besonders stolz sind wir das mehrere unserer geehrten Praxisbeispiele mit der erstmaligen Auszeichnung eine tolle Medienaufmerksamkeit erzielten, wie zum Beispiel:

Unser Einsatz hat sich also wieder mal gelohnt!

Veranstaltung: Agrarökologie stärken! Für eine zukunftsgerichtete Politik und Praxis

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche und dem Global Forum for Food and Agriculture 2019, lädt der World Future Council am Freitag, den 18. Januar 2019, zu einer Paneldiskussion nach Berlin ein.

Veranstaltung: Vandana Shiva im Gespräch mit Mitgliedern des Deutschen Bundestags

Am Donnerstag den 29. November 2018 lädt Renate Künast, Mitglied des Deutschen Bundestages, die Bundestagsabgeordneten der Ausschüsse Umwelt, Landwirtschaft und Forschung, sowie die Parlamentsgruppe Indien zum Gespräch mit unserem langjährigem Ratsmitglied und weltbekannten Aktivistin Vandana Shiva und unserer Direktorin Alexandra Wandel nach Berlin ein.

Was ist der Future Policy Award 2018 und wieso ist er so wichtig?

Möchten Sie mehr über den Future Policy Award 2018 erfahren? Hier gibt es die Grundlagen:

Jedes Jahr zeichnet der Weltzukunftsrat die besten Gesetze und Initiativen, die bessere Lebensumstände für jetzige und zukünftige Generationen schaffen, mit dem Future Policy Award aus, dem “Polit-Oscar”. Falls das jetzt kompliziert klingt, lassen Sie uns erklären, was dahinter steckt – es ist nicht nur sehr einfach, sondern auch wichtig: Wir schauen uns die größten Herausforderungen der Menschheit an und suchen weltweit die besten Lösungen, mit dem Ziel, diese zu verbreiten. Eine kurze Frage-Antwort-Runde sollte das Ganze verständlicher machen. Wir haben auch Poppe Braam, den Gründer von DO-IT (Dutch Organic International Trade) gefragt, wieso er den diesjährigen Future Policy Awards unterstützt.

 

Zunächst einmal, was ist der Future Policy Award?

Der Future Policy Award ist der erste Preis, der Gesetze anstatt Menschen auf internationaler Ebene auszeichnet. Er sorgt dafür, dass diese Gesetze und Maßnahmen weltweit bekannter werden und fördert so auch die Umsetzung nachhaltigen politischen Handelns. Jedes Jahr identifizieren wir von der Stiftung World Future Council einen Bereich, in dem Fortschritte besonders notwendig sind.

Was ist dieses Jahr das Thema?

Der diesjährige Future Policy Award beschäftigt sich mit Gesetzen, die Agrarökologie stärken. Also Gesetze, die die Leben und den Lebensunterhalt von Kleinlandwirten schützen, die nachhaltige Lebensmittelproduktion sichern und klimaresistente Landwirtschaft unterstützen.

Welche Organisationen sind dieses Jahr die Hauptpartner?

Auch 2018 hat die Stiftung World Future Council spannende Partnerorganisationen gewinnen können:  Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und IFOAM (Internationale Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen). Wir haben zudem maßgebliche Unterstützung vom Internationalen Grünen Kreuz, von DO-IT (Dutch Organic International Trade) und der Sekem Group (Ägypten) erhalten.

Wieso unterstützt beispielsweise DO-IT den Future Policy Award? Und warum legt eine niederländische Firma Wert darauf, Agrarökologie zu fördern?

Wir haben Poppe Braam, den Gründer von DO-IT, einem Bio-Lebensmittelhandel aus den Niederlanden, gefragt. Er sagt: “In vielen Ländern unterstützt DO-IT Landwirte, die zu zertifizierter Bio-Landwirtschaft wechseln. Viele von ihnen sind Kleinbauern, die dringend mehr Unterstützung brauchen. Deshalb sind lokale und nationale Gesetze von Regierungen, sowie Initiativen von NGOs und landwirtschaftlichen Instituten ein entscheidender Teil dieses Wandels. Chemische Landwirtschaft (das heißt die heutzutage konventionelle Landwirtschaft mit dem Einsatz chemischer Pestizide und Düngemittel) und Agrarökologie stehen im direkten Gegensatz. Chemische Landwirtschaft greift nicht nur die Natur an, sondern gefährdet auch unsere Gesundheit und unser Klima. Zudem wird das Geschäft von Bio-Landwirten dadurch bedroht, dass Pestizide und genetische veränderte Organismen Wind und Wasser verunreinigen. Es ist deshalb entscheidend, dass Agrarökologie gefördert wird und Gesetzgeber sollten ihre Bemühungen steigern.”

Was kann ich tun, um Agrarökologie zu unterstützen?

Kaufen Sie lokale und regionale Bio-Produkte und unterstützern Sie dadurch Landwirte in ihrer Region! Genauso wie jeder Tropfen zum Fluss zusammenfließt, so zählt jede Ihrer Konsumentscheidungen.

Braucht der Future Policy Award Unterstützung?

Ja! Jetzt wo der Future Policy Award Gesetze und Initiativen aus der ganzen Welt identifiziert und herausgestellt hat, müssen wir sie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern weltweit bekannt machen. Wir benötigen die finanziellen Mittel, um Hintergrund-Berichte zu veröffentlichen, Veranstaltungen und Workshops für Abgeordnete durchzuführen, usw. Jede Spende hilft!

 

Genügend Nahrung für alle – neue Studie

Weltzukunftsrat verbreitet Rezept gegen Hunger

Hamburg, 12. Februar 2015 – Wie kann Unterernährung bei Kindern wirksam reduziert werden? Die brasilianische Stadt Belo Horizonte hat vorgemacht, wie es gehen kann, und ist dafür vom Hamburger Weltzukunftsrat mit dem Future Policy Award, dem „Oscar“ für gute Gesetze, ausgezeichnet worden. Belo Horizonte hat Maßstäbe gesetzt: Mit Programmen zur Förderung von städtischer und stadtnaher Landwirtschaft, mit Tafeln, Volksküchen und Schulessen wurde die Kindersterblichkeit um 60 Prozent reduziert, die Unterernährung sogar um 75 Prozent.

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Studienreise nach Belo Horizonte

Zwei Bürgermeister und ein technisches Team aus Namibia besuchten die brasilianische Stadt Belo Horizonte um sich über das erfolgreiche Programms zur Nahrungssicherheit zu informieren. Es hat Unterernährung um 75% reduziert und wurde im Jahr 2009 mit unserem Future Policy Award ausgezeichnet. Gemeinsam mit der Stadt Belo Horizonte unterstützen wir die Städte Windhoek und Walvis Bay bei der Anpassung und Umsetzung des Programms um auch in dem südamerikanischen Land Hunger und Unterernährung zu reduzieren.

Study Trip to Belo Horizonte

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Weitere Informationen im Artikel auf Englisch: