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Gemeinsam für Nahrungssicherheit in den Städten des globalen Südens

Nahrungssicherheit ist ein Schlüsselelement der nachhaltigen Entwicklung. In unserem neuen Bericht empfehlen wir neun konkrete Schritte zur Verbesserung der städtischen Nahrungssicherheit im globalen Süden.

Titelbild des Flyers

Flyer 2020: Zukunftsgerechtigkeit für zukünftige Generationen

Der World Future Council arbeitet weltweit für mehr Zukunftsgerechtigkeit. Klima schützen, Kinderrechte sichern, Fluchtursachen bekämpfen: Mit den richtigen Lösungen können wir friedliche Gesellschaften und eine intakte Umwelt an zukünftige Generationen weitergeben!

ABGESAGT – Localizing SDGs. Creating a Network of Sustainable Development

Das World Organic Forum 2020 steht im Fokus der lokalen Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) für eine gerechte und zukunftsfähige Welt.

Was tut die Hamburger Politik für 100% biologisches Essen?

Gesunde, nachhaltige Verpflegung für Kinder, Jugendliche und Kranke sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Kann nicht auch Hamburg eine gesündere, nachhaltigere Ernährung in Kitas, Schulen und Krankenhäusern anbieten? Welche Position beziehen dazu die Hamburger Bürgerschaftsfraktionen? Diesen brennenden Fragen werden wir auf unserer Veranstaltung nachgehen, zu der wir Sie herzlich einladen.

Agrarökologie stärken für eine Transformation der Ernährungssysteme

Agrarökologie stärken Cover der Broschüre

Zusammenfassung

Die negativen Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft sind seit Langem offensichtlich. Die Agrarökologie bietet zahlreiche Lösungen für die grundlegende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme. Das Positionspapier stellt diese Lösungen vor, die Agrarökologie stärken, und ist von dem World Future Council und vielen wichtigen Akteuren der Agrarökologie Debatte getragen.


Vorschau

Es ist Bewegung in die internationale Agrarökologie-Debatte gekommen. Immer mehr Menschen aus Bewegungen, Wissenschaft, Organisationen und Verbänden sowie einigen Regierungen haben verstanden, dass ein „Weiter-wie-bisher“ keine Option ist. Das hatte der Weltagrarbericht schon 2009 postuliert. Inzwischen ist die Botschaft angekommen. Die negativen Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft sind seit Langem offensichtlich. Beispielhaft zu nennen sind Wasserknappheit, Artensterben, hohe Treibhausgasemissionen, Bodendegradation und Landraub. Die sozialen, ökonomischen und ökologischen Schäden gefährden die bäuerlichen Lebensgrundlagen und die Anpassungsfähigkeit der Ökosysteme an die bereits spürbaren Folgen der Klimakrise. Das Geschäftsmodell der internationalen Pestizid- und Saatgutkonzerne basiert auf dem Konzept der Grünen Revolution, die Erträge durch massiven Einsatz von künstlichem Mineraldünger und Pestiziden zu steigern. Doch dieses System gerät immer stärker unter massiven Rechtfertigungsdruck. Nur noch wenige kapitalkräftige multinationale Konzerne kontrollieren die Märkte vom Acker bis zur Ladentheke, die Übernahme von Monsanto durch Bayer ist
nur ein Beispiel dafür. Die Machtungleichgewichte zwischen großen Unternehmen im gesamten Agrar- und Ernährungssystem und Erzeuger*innen sowie Arbeiter*innen und Verarbeiter*innen nehmen zu und die soziale Ungleichheit steigt weltweit. Die Folgen: Kleinere bäuerliche Betriebe werden vom Markt verdrängt, Menschenrechte von Bauern und Bäuerinnen vor allem im globalen Süden systematisch verletzt, Landarbeiter*innen schuften für Hungerlöhne und sind giftigen Pestiziden ausgesetzt. Laut einemaktuellen Bericht der Vereinten Nationen (UN) sterben 200 000 Menschen jährlich an akuten Pestizidvergiftungen. 99 Prozent dieser Todesfälle ereignen sich in Ländern des globalen Südens. Obwohl die Menge an erzeugten Nahrungsmitteln ausreichen würde, um zehn Milliarden Menschen zu ernähren, ist die Zahl der Hungernden in den letzten drei Jahren wieder gestiegen. Sie liegt auf dem Niveau von vor zehn Jahren. Nach Schätzungen der UN sind derzeit mehr als 820 Millionen Menschen unterernährt – 15 Millionen mehr als im Jahr 2016. Zwei Milliarden Menschen sind mangelernährt und weitere 1,9 Milliarden Menschen übergewichtig. Das zeigt, dass die gegenwärtigen Agrar- und Ernährungssysteme nicht in der Lage sind, für eine gute Ernährung für alle Menschen zu sorgen. Das belegen auch viele wissenschaftliche Studien. Immer mehr wichtige Akteure wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (Food and Agriculture Organization, FAO), aber auch Regierungen und wissenschaftliche Institutionen stellen chemie- und energiebasierte Intensivierungsansätze infrage. Trotz Milliarden Unterstützung von Regierungen und Stiftungen wie der Bill-und-MelindaGates-Stiftung, wird der Einsatz externer Betriebsmittel wie chemisch-synthetisch hergestellter Düngemittel, Pestizide und Hochertragssaatgut, um damit die Erträge um jeden Preis zu steigern, nicht mehr als Lösung für die Umwelt-, Armuts- und Hungerprobleme angesehen. Das Konzept der Agrarökologie bietet zahlreiche Lösungen für die grundlegende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme. Um Agrarökologie zu stärken, müssen die verfehlten Agrar-, Handels-, Forschungs- und Subventionspolitiken grundlegend und schnell geändert werden.

Während der grünen Woche in Berlin: Saal mit Redner und Zuhörern

Der WFC mit agrarökologischen Projekten während der Grünen Woche

Gelungene Berliner Agrarökologie-Veranstaltung während der grünen Woche in Berlin und tolles Medienecho über „Herausragende Agrarökologische Projekte 2019“!

Am 18. Januar 2019 luden wir EntscheidungsträgerInnen zu einer hochrangigen Veranstaltung über vorbildlichen Politik- und Praxisbeispiele zur Stärkung von Agrarökologie während der grünen Woche in Berlin ein. Über 200 TeilnehmerInnen fanden sich in den Räumlichkeiten der Heinrich Böll Stiftung ein, um mehr über die Gewinner des Future Policy Award 2018 und die Herausragenden Agrarökologischen 

Projekte 2019 zu erfahren. Zudem verfolgten zahlreiche Online-Gäste den Event per Webstream.

Während der grünen Woche: Vorstandssprecherin Alexandra Wandel mit Vertretern der Politik

Die Veranstaltung war hochrangig besetzt mit Rednern wie Abram Bicksler von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und Dr. Stefan Schmitz, Leiter Unterabteilung Ernährung, Ländliche Entwicklung, Natürliche Ressourcen, und Beauftragter für die Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Es nahmen auch mehrere namhafte Persönlichkeiten teil, unter anderem: Dr. Dirk Behrendt, Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung des Landes Berlin; Dr. Auma Obama, Gründerin und Vorstandsvorsitzende der Sauti Kuu Foundation und Oumar Bâ, Bürgermeister der Stadt Ndiob, welche als erste Gemeinde im Senegal die agrarökologische Transformation vorantreibt.

Es ist ein kompletter Mitschnitt der Veranstaltung in Youtube auf Deutsch verfügbar

Zudem berichteten verschiedene deutsche Medien über die Veranstaltung, wie zum Beispiel: https://bio-markt.info/kurzmeldungen/positionspapier-bundesregierung-soll-agraroekologie-staerken-37090.html.

Auf der Veranstaltung lancierten wir unsere Auszeichnung Outstanding Practices in Agroecology 2019. Zahlreiche Projekte berichteten ihrerseits über die Ehrung vom World Future Council, wie beispielsweise das Africa Centre for Holistic Management: https://www.savory.global/savory-hub-awarded-for-outstanding-practice-in-agroecology-2019/ oder SEKEM und ACED: https://www.sekem.com/en/sekem-recognized-as-outstanding-practice-in-agroecology-2019/ und https://aced-benin.org/fr/content/aced-gagne-le-prix-outstanding-practices-agroecology-2019 (in Französisch).

Viele Projekte machten eine eigene Pressemitteilung, wie zum Beispiel SEKEM oder auch TMI, berichteten darüber in ihren Newsletters etc.

Weltweite Medienresonanz

Videoausschnit Livestream

Mehrere langjährig engagierte Organisationen zum Thema Agrarökologie berichteten über die Auszeichnung im Allgemeinen, wie beispielsweise in Deutsch die Schweisfurth Stiftung und SID oder in Englisch das EU Bond Project, und viele der langjährigen Partner der Projekte griffen den Faden auf, um über ihre langjährige Unterstützung und Bemühungen zu berichten, beispielsweise Lebensbaum, GLS Bank, Alternativen Nobelpreis, Brot für die Welt, Demeter, World Vision Australia und World Vision Germany, Anthroposophie, World Agroforestry Centre, SQ (Italian), Beating the famine, AFSA, GAIA Foundation, und viele andere.

Besonders stolz sind wir das mehrere unserer geehrten Praxisbeispiele mit der erstmaligen Auszeichnung eine tolle Medienaufmerksamkeit erzielten, wie zum Beispiel:

Unser Einsatz hat sich also wieder mal gelohnt!

agrarökologische Projekte: Tony Rinaudo

Grüne Woche: Agrarökologische Projekte ausgezeichnet

Die Ehrung würdigt erstmalig die besten agrarökologischen Projekte und Praxisbeispiele, die eine Agrarwende zu Agrarökologie im globalen Süden vorantreiben. Von 77 Nominierungen aus 44 Ländern haben 15 Projekte aus Afrika, Asien, Latein- und Südamerika diese neuartige Auszeichnung erhalten.

Berlin, den 17. Januar 2019  – Anlässlich der Grünen Woche und des Global Forum for Food and Agriculture 2019 (GFFA) sind heute 15 herausragende agrarökologische Projekte, Programme, Sozialunternehmen und Nichtregierungsorganisationen des globalen Südens, die nachhaltige Nahrungssysteme fördern, verkündet worden. Die Ehrung „Outstanding Practice in Agroecology 2019“ wird dieses Jahr erstmalig von der Hamburger Stiftung World Future Council und dem Stuttgarter Start-up Technology for Agroecology in the Global South (TAGS) vergeben. Die 15 Praxisbeispiele setzten sich gegen 77 Nominierungen aus 44 Ländern durch.

Auf Grundlage eines Evaluationsberichtes der Stiftung World Future Council hat eine internationale Jury aus Expertinnen und Experten die 15 besten Praxisbeispiele ausgewählt, die morgen anlässlich der Grünen Woche und des Global Forum for Food and Agriculture 2019 (GFFA) vorgestellt werden:

agrarökologische Projekte in Afrika: Regenerierung durch die Zusammenführung von Saatgut mit Kultur und Natur in Afrika

Dieses NGO-Projekt arbeitet mit elf afrikanischen Ländern daran, traditionelle agrarökologische Anbausysteme wiederzubeleben, Saatgut- und Nahrungssouveränität zu fördern und Lebensgrundlagen zu regenerieren. Derzeit arbeiten 4.640 Bäuerinnen und Bauern am Erhalt von Saatgut und arbeiten mit 470 verschiedenen Samenarten.

agrarökologische Projekte in Ägypten: SEKEM Initiative

SEKEM ist ein führendes Sozialunternehmen, welches 684 Hektar Wüstenland mittels 100% biodynamischer Landwirtschaftsmethoden zurückgewonnen hat. Mehr als 70% von SEKEMs wiedergewonnenem Land wird für die Produktion von Lebensmitteln und Rohstoffen für lokale Märkte verwendet. SEKEMs Produkte entsprechen dem höchstmöglichen ethischen, ökologischen und sozialen Standards.

agrarökologische Projekte in Benin: Premium Hortus

Premium Hortus, eine afrikanische Greentech-Firma, spezialisiert sich auf den Onlinehandel von agrarökologischen Produkten, Bioproduktion und Erzeugerunterstützung. Bisher hat die Firma 400 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ausgebildet und für über 700 städtischen Haushalten Zugang zu gesunden Lebensmittel geschaffen. Zusätzlich wird Abfall minimiert und recycelt. Studien zeigen, dass Premium Hortus Bauern dabei geholfen hat, ihre Ernteverluste bis zu 50% zu minimieren und ihre Kohlenstoffemissionen um 47% zu reduzieren, im Vergleich zu Bauern, die konventionelle Landwirtschaft betreiben.

Benin: Einsatz von Wasserhyazinthenkompost für die Herstellung gesunder Nahrung und Umweltschutz

Diese NGO  führt ein Projekt, welches  die biologische Kontrolle der hoch invasiven Pflanzenart Wasserhyazinthe in eine ökonomische Chance verwandelt, indem sie Kleinbäuerinnen  und Kleinbauern in der Kompostherstellung ausbilden und ihnen Marktzugang bieten. Sie haben eine Reduktion von 20% an Wasserhyazinthen erreicht. Dank Marktzugang können Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ihr Einkommen aufbessern.

agrarökologische Projekte in Brasilien: Gemeinschaftliches Management von Bioabfall und städtische Landwirtschaft – „Eimer-Revolution“

Die „Eimer-Revolution“ ist ein Gemeindeprojekt, welches Haushaltsbiomüll sammelt für den Gebrauch in städtischer Landwirtschaft in den sozial schwächeren Regionen von Florianópolis, Brasilien. Durch diese Förderung von städtischer Landwirtschaft hat dieses dezentralisierte und partizipative Abfallmanagementmodell bereits rund 1.200 Tonnen Biomüll eingesammelt und dazu beigetragen, nahrhaftes Essen für die teilnehmenden Familien zu schaffen, wovon mehr als 1.600 Menschen profitierten..

agrarökologische Projekte in China: Gemeinsame Ernte und ländliche Regenerierung

Das Sozialunternehmen Gemeinsame Ernte (Shared Harvest) fördert gemeinschaftsunterstützte, sozialwirtschaftliche Landwirtschaft. Es liefert wöchentlichen  biologisch und lokal angebaute Produkte an über 800 Konsumenten in Peking und gewährleistet jedem Abonnenten ein Minimum an 200 Kilogramm frischer biologisch angebauter Lebensmittel.  Shared Harvest ist das Fundament der chinesischen Bewegung für Solidarische Landwirtschaft und bewirkte seit seiner Gründung eine Konvertierung von 1.000 Bauernhöfen zu dessen Methoden.

Global: Bauerngeleitete Natürliche Regenerierung

FMNR wurde erstmals im Niger von der NGO World Vision gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern entwickelt und wird mittlerweile in mindestens 24 Ländern angewendet. Es ist eine kostengünstige, anpassbare, schnelle und simple Technik, welche Bäuerinnen und Bauern anwenden können, um lebendige Baumstümpfe oder Baumsetzlinge im Boden zu regenerieren. Im Niger hat sich FMNR auf über 5.000.000 Hektar ausgebreitet und konnte mehr als 200 Millionen Bäume „wiederbeleben“. 2018 wurde der Gründer Tony Rinaudo mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet

agrarökologische Projekte in Indien: Förderung von Bio-Anbau und Vertrieb unter Kleinbauern in einer ökologisch-fragilen Region (Timbaktu-Kollektiv)

Das Timbaktu-Kollektiv ist eine Graswurzelorganisation, welche sich für nachhaltige Entwicklung marginalisierter Menschen in 58 Dörfern des Ananthapuramu Distrikts in Andhra Pradesh einsetzt. Marke. Mittlerweile werden 8.700 Hektar mit agrarökologischen Methoden betrieben. Zurzeit arbeitet das Timbaktu-Kollektiv mit 2.080 Bauernfamilien zusammen, von denen viele Aktionäre der etablierten Genossenschaft sind, dessen Beschaffungsvolumen sich in den letzten beiden Jahren auf 877 Tonnen (2017) verdoppelt hat.

agrarökologische Projekte in Kamerun: Partizipative Domestizierung einheimischer Baumarten für multifunktionelle Landwirtschaft durch Agrarforstwirtschaft

Dieses Projekt ermöglicht Bäuerinnen und Bauern die Implementierung von Methoden der Agrarforstwirtschaft und die Diversifikation ihres Lebensunterhalts, welches sie in Ländlichen Ressourcen-Zentren (Rural Resource Centres, RRC) erlernen. In Kamerun wurden mit Gemeinden zehn RRCs eröffnet, 150 Baumschulen aufgebaut und unterhalten. Über 10.000 Haushalten wurde geholfen, 1,6 Millionen Bäume zu pflanzen.

agrarökologische Projekte in Kenia: Zentrum für natürliche Ressourcen in Trockengebieten (Dryland Natural Resource Center, DNRC)

Das Zentrum für natürliche Ressourcen in Trockengebieten (DNRC) arbeitet mit über 600 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zusammen, um ihr Land durch agrarökologische Methoden und Agrarforstwirtschaft zu regenerieren. Dank des DNRC werden jährlich über 100.000 Baumsetzlinge von über 30 verschiedenen lokalen Arten angepflanzt, mit einer Überlebensrate von 80%.

agrarökologische Projekte in Kuba: Generierung und Anwendung des Agrarökologischen Schädlingsmanagement (APM)

Dieses Praxisbeispiel zielt darauf ab, die Kapazität zur Selbstregulierung von Schädlingen und die Kapazitäten der Landwirtschaft zu erhöhen. Von 2003-2008 wurden 30.780 Bauern in APM ausgebildet und verbreiteten es. Dank APM reduzierten sich die Kosten für Pestizide und Schädlingsbekämpfung um 75 % in der kubanischen Landwirtschaftsproduktion, während sich Resilienz und Biodiversität verbesserten.

agrarökologische Projekte in Mosambik: Inklusives Investment für Agrarökologie

Basierend auf einer Kombination aus individuellen und kollektiven Investitionen, Risikoteilung und ein Beratungs- und Verhandlungsprozess, fördert dieses Projekt die Umstellung zur Agrarökologie, stärkt es die lokalen Institutionen für Selbstbestimmung, unterstützt es Aggregation und diversifiziert Produktion und Märkte. Seit Juni 2018 wurden 180 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Agrarökologie geschult, drei feste Trainer engagiert, 30 Verträge für agrarökologische Investments unterschrieben und erfüllt, und 120 Hektar Land werden umgestellt auf Agrarökologie.

agrarökologische Projekte in Nepal: Die Kultivierung von Grünem Wohlstand in Gemeinden im Hohen Himalaya mittels Medizin- und Gewürzpflanzen (MAPs)

Dieses partizipative gemeindegestützte Programm unterstützt den Schutz von MAP-Arten, die Unternehmensentwicklung und Fair Trade, durch finanzielle und fachliche Unterstützung sowie Wissensaustausch. Auf über 2.500 Hektar ödem Land werden jetzt 13 verschieden MAP-Arten angepflanzt. Mittlerweile sind 18.000 Bauern in der Kultivierung von MAPs ausgebildet (11.000 Bauern direkt, während 7.000 dem Beispiel gefolgt sind) in über 100 nepalesischen Dörfern; 35-40% von ihnen sind weiblich.

Philippinen: Aufbau von resistenten Landwirtschaftsgemeinden und nachhaltigen Wirtschaftskreisläufen in den ärmsten Regionen der Philippinen mittels Agrarökologie

Die von Bäuerinnen und Bauern geführte Nichtregierungsorganisation Agro-Eco Philippines widmet sich der ländlichen Entwicklung, indem sie sich auf Naturschutz, biologischen Anbau, soziales Unternehmertum und Vermarktungszentren fokussiert. Die Organisation bildete bisher 3048 KleinbäuerInnen zum Thema klimaresiliente Landwirtschaft aus und hat 22 Bauernorganisationen ins Leben gerufen, welche sich nun im sozialen Unternehmertum engagieren und hat fünf Vermarktungszentren in Mindanao etabliert.

Simbabwe: Afrikanisches Zentrum für Holistisches Management (Africa Centre for Holistic Management, ACHM)

Das Afrikanische Zentrum für Holistisches Management (ACHM) unterstützt die Verbreitung von holistischem Weidebewirtschaftungs-Management in Afrika, größtenteils in Simbabwe. ACHM arbeitet direkt mit der bäuerlichen Bevölkerung. Praxisorientierte Lerneinrichtungen zeigen, wie durch das richtige Management des Viehbestands sich Land, Wasser und Tierwelt regenerieren. Das Zentrum hat bisher 100 Vermittler ausgebildet und erreichte 15.000 Bauern aus 16 Gemeinden in Simbabwe, welche ihr Einkommen verdrei- und verfünffachen konnten.

Im Rahmen der Grünen Woche und des Global Forum for Food and Agriculture 2019 (GFFA) werden die ausgezeichneten Praxisbeispiele einer Veranstaltung vorgestellt:

Agrarökologie stärken! Für eine zukunftsgerichtete Politik und Praxis

18. Januar 2019, 15:30 bis 17:30 Uhr bei der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.,
Schumannstr. 8, 10117 Berlin
, einschließlich einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern u.a. der UNO-Welternährungsorganisation (FAO) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Stellungnahmen von der Stiftung World Future Council, TAGS und IFAD

„Um Hunger, soziale Ungleichheit, Klimawandel und den Verlust von Biodiversität erfolgreich anzugehen, ist eine Agrarwende zu nachhaltigen Nahrungs- und Landwirtschaftssystemen dringend nötig. Diese Auszeichnung wirft ein Schlaglicht auf Lösungen, die für die Menschen vor Ort wirklich funktionieren und stärkt diejenigen, die für die Nahrungssicherheit des globalen Süden verantwortlich sind: Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Die ‘Herausragende Agrarökologischen Praktiken 2019’ haben einen direkten und greifbaren Effekt und wenn sie weiter verbreitet werden, können sie maßgeblich dazu beitragen, unsere Nahrungssysteme zu transformieren”, bemerkt Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung World Future Council.

„Innovation entsteht dann, wenn Menschen, die ihre Herausforderungen angehen, über den Tellerrand schauen. Die  Praxisbeispiele, die mit der Auszeichnung ,Outstanding Practice in Agroecology 2019’ geehrt werden, zeigen auf beeindruckende Weise, wie ganzheitliche, innovative Ansätze Landwirtschaft zu einem Schlüsselelement für die Bekämpfung von Hunger, Armut, Klimawandel und Artenrückgang machen. Es wird Zeit, diesen beispielhaften Ansätze eine Plattform zu geben und über ihre Skalierung nachzudenken”, so Valerie von Koerber und Samuel Wagner, Gründer des Start-ups Technology for Agroecology in the Global South (TAGS).

Diese 15 Herausragenden Praxisbeispiele in der Agrarökologie sind deswegen so vorbildlich, weil sie die kleinbäuerliche Lebensmittelerzeugung stärken, nachhaltige Nahrungssysteme fördern und resiliente landwirtschaftliche Methoden. Es war mir eine Ehre, in der Jury zu sein und ich fordere Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auf, von diesen einzigartigen Initiativen zu lernen“, sagt Shantanu Mathur, Federführender Berater, Abteilung Globales Engagement und Multilaterale Beziehungen,  Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD).

Mehr zu den agrarökologische Projekte auf unserer Website:

Medienkontakt

Miriam Petersen
Media and Communications Manager
World Future Council
Dorotheenstr. 15, 22301 Hamburg, Germany
Email: miriam.petersen@worldfuturecouncil.org
Tel.: 0178 1018019
www.worldfuturecouncil.org

Über die Stiftung World Future Council

Der World Future Council setzt sich für ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne zukünftiger Generationen ein. Seine bis zu 50 Ratsmitglieder kommen aus Politik, Geschäftswelt, Wissenschaft und Kultur und von allen fünf Kontinenten. Der Rat identifiziert mithilfe seines Netzwerks von WissenschaftlerInnen, Abgeordneten, Zivilgesellschaft und Umweltorganisationen weltweit zukunftsweisende Politikansätze und unterstützt ihre Umsetzung auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene. www.worldfuturecouncil.org/de

Über  TAGS

TAGS ist eine Initiative, die das Ziel verfolgt, mit Hilfe der technischen Expertise von Bosch grundlegende globale Probleme anzugehen. Es stellte sich schnell heraus, dass wir unseren Fokus auf die Unterstützung und Stärkung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern legen wollen. Wir bekamen die Chance, als Start-Up bei Bosch unsere Möglichkeiten zu erkunden und auszuprobieren. Das Start-Up heißt TAGS – Technology for Agroecology in the Global South.

Indem wir von den Outstanding Practices in Agroecology lernen, wollen wir herausfinden, wie die Expertise von Bosch bei der Skalierung der Practices helfen könnte um so viele Kleinbäuerinnen und Kleinbauern wie möglich zu unterstützen.

Agrarökologie stärken – Der Future Policy Award 2018 Broschüre

Agrarökologie stärken. Der Future Policy Award

Zusammenfassung: Agrarökologie stärken

Agrarökologie stärken – 2018 hat der Future Policy Award Gesetze geehrt, die Agrarökologie umfassend fördern und eine Agrar- und Ernährungswende vorantreiben. In dieser Broschüre stellen wir die Gewinnergesetze vor, unter ihnen das berühmt gewordene 100%-Biolandbau-Gesetz aus Sikkim (Indien), das mit dem Gold-Preis ausgezeichnet wurde.

Vorschau

Unseren Kindern und Enkeln einen gesunden Planeten mit gerechten Gesellschaften zu übergeben, ist das Herzensanliegen des World Future Council. Um dies zu erreichen, identifizieren wir wirksame, zukunftsgerechte politische Lösungen, die sich schon bewährt haben, und fördern deren weltweite Umsetzung. Jedes Jahr wählen wir für den Future Policy Award ein aktuell dringliches Thema, in dem politisches Handeln besonders nötig ist. Ernährungssicherung, Wälder für Menschen, Schutz der Weltmeere, Bekämpfung von Wüstenbildung – dies sind einige der globalen Herausforderungen, die wir mit dem Future Policy Award näher beleuchtet haben. Im Jahr 2018 haben wir gemeinsam mit der Internationalen Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen (IFOAM – Organics International) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) Gesetze und politische Strategien identifiziert, die Agrarökologie maßgeblich stärken. Die feierliche Preisverleihung fand am 15. Oktober 2018 in Rom statt. Ein besonderer Dank gilt unseren Unterstützern: dem
Internationalen Grünen Kreuz (GCI), Dutch Organic International Trade (DO-IT) und der SEKEMGruppe, Ägypten. Wir stellen Ihnen hier Gesetze vor, die besonders geeignet sind, Agrarökologie zu stärken. Ein wichtiger Schritt, um die UNO-Nachhaltigkeitsziele zu verwirklichen. Wir ermutigen politische Entscheidungsträger weltweit, in ihren eigenen Ländern, Regionen und Städten die innovativen Elemente dieser Lösungen aufzugreifen, um den Wandel hin zu nachhaltigen Landwirtschafts- und Ernährungssystemen voranzubringen.

Der Future Policy Award: Agarökologie stärken

Der Preis Future Policy Award zeichnet Gesetze aus, die bessere Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen fördern. Das Ziel des Preises ist es, diese Gesetze weltweit bekannt zu machen, um die Schaffung gerechter, nachhaltiger und friedvoller Gesellschaften zu unterstützen. Es ist der erste Preis, der Gesetze auf internationaler Ebene auszeichnet. In diesem Jahr wurden 20.000 Experten von internationalen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, Forschungsinstituten, Behörden, Entwicklungsbanken und vielen anderen Organisationen aufgefordert, Vorschläge einzureichen. Daraufhin wurden 51 Maßnahmen aus 25 Ländern nominiert mit einer großen Bandbreite an Gesetzgebung und Politikansätzen für Agrarökologie. Wir erhielten sechs Vorschläge aus Afrika, zwölf aus Asien, neun aus Europa, 20 aus Südamerika, einen aus Nordamerika und drei internationale Nominierungen. Schließlich wurden 21 politische Maßnahmen evaluiert. Unser Team sprach mit mehr als 100 Experten, um mit ihnen die Eignung der Politiken für den Future Policy Award zu diskutieren.

Der Future Policy Award 2018. Was ist Agrarökologie?

Agrarökologie unterstützt Veränderung hin zu nachhaltigeren, zukunftsorientierten Ernährungsund Landwirtschaftssystemen. Agrarökologie wird verstanden als eine Wissenschaft, als ein Baukasten von Praktiken und auch als eine soziale Bewegung. Prinzipien und Praktiken Agrarökologische Praktiken verfolgen das Ziel, das Zusammenspiel von Pflanzen, Tieren, Menschen und der Umwelt zu verbessern. Sie möchten die Abhängigkeit von externen, auf fossilen Brennstoffen basierenden Betriebsmitteln reduzieren, die Bodengesundheit verbessern, die Bodenerosion mindern und vieles mehr. Welche konkreten Praktiken und Technologien angewendet werden, hängt jeweils von den örtlichen Gegebenheiten ab und baut auf lokalem Wissen auf. Eine Wissenschaft Als Wissenschaftsdisziplin ist Agrarökologie nicht vorschreibend. Folglich erkennt sie explizit den Wert von partizipativer, von-unten-nach-oben gerichteter Forschung und Wissensvermehrung an. Sie vereint formelle und informelle Innovationsprozesse und kombiniert lokal vorhandenes Wissen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Der Respekt für Bauern als Wissensbesitzer, als Innovatoren und KoWissenschaftler steht im Zentrum der Wissenschaft der Agrarökologie. Gemeinsam Wissen schaffen Schulen, die von Bauernvereinigungen gegründet wurden und betrieben werden, sind ein gutes Beispiel dafür, wie sich agrarökologische Wissendurch praktische Erfahrungen weiterentwickelt.
Agrarökologie will wissenschaftliches und praktisches Wissen gemeinsam kreieren. Die Agrarökologie-Webseite der FAO hält ausführlichere Informationen über Agrarökologie bereit: www.fao.org/agroecology/en/

Stärkung von Agrarökologie! Für eine zukunftsgerichtete Politik und Praxis

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche und dem Global Forum for Food and Agriculture 2019, lädt der World Future Council am Freitag, den 18. Januar 2019, zu einer Paneldiskussion nach Berlin ein.

Gesetz aus Sikkim: FPA 2018 Frau mit Kind

Das „100%-Bio“-Gesetz aus Sikkim gewinnt Future Policy Award 2018

„Polit-Oscar“ für nachhaltige Landwirtschaft: Das „100%-Bio“-Gesetz aus Sikkim, Indien, gewinnt Future Policy Award

Weitere Auszeichnungen an Gesetze aus Brasilien, Dänemark und Ecuador

Hamburg/Rom, 12. Oktober 2018 – Die weltbesten Lösungen, Gesetze und Programme zur Förderung von Agrarökologie und nachhaltigen Ernährungssystemen werden dieses Jahr mit dem Future Policy Award, dem „Polit-Oscar“ der Hamburger Stiftung World Future Council, ausgezeichnet. Das „100%-Bio“-Gesetz aus Sikkim, Indien, hat sich gegen 51 nominierte Gesetze aus 25 Ländern durchgesetzt und wird mit dem Future Policy Award in Gold ausgezeichnet. Gesetze aus Brasilien, Dänemark und Quito (Ecuador) erhalten Silber. Der  Preis wird in diesem Jahr in Kooperation mit der UNO-Ernährungsorganisation (FAO) und IFOAM – Organics International verliehen.

Der indische Bundesstaat Sikkim, der diesjährige Gold-Preisträger, ist der erste 100%-Ökolandbau-Staat der Welt. Sikkims Ansatz geht jedoch weit über bloße Öko-Produktion hinaus und hat Land und Menschen nachhaltig verändert: Von der Umstellung auf 100% hat das Land nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich und sozial enorm profitiert. Sozio-ökonomische Aspekte wie Verbrauch und Wachstum, kulturelle Elemente wie Gesundheit, Bildung, ländliche Entwicklung und nachhaltiger Tourismus spielen in dem Gesetz eine zentrale Rolle. Bemerkenswert ist ebenfalls das schrittweise Verbot von chemischen Düngemitteln und Pestiziden, mit Unterstützung und Anreizen, um so nachhaltige Alternativen zu schaffen. Von dem Wandel zu 100% Bio haben über 66000 Bauernfamilien profitiert. Der Tourismussektor ist stark expandiert und zwischen 2014 und 2017 um 50% gewachsen. Das Sikkim-Modell ist vorbildlich für die Stärkung von Agrarökologie in Regionen und Staaten weltweit. Das ZDF strahlt am 14. Oktober, am Tag vor der Preisverleihung, den Film „Öko-Rebellen“ aus, eine Dokumentation über den Bundesstaat Sikkim und seine 100%-Bio-Politik.

Drei Silber-Awards werden vergeben an

  • Brasilien, Nationale Politik für Agrarökologie und Ökolandbau (PNAPO, 2012): In den ersten vier Jahren investierte PNAPO rund 364 Millionen Euro in agrarökologische Maßnahmen. Unter anderem wurden etwa 5.300 Gemeinden dabei unterstützt, mindestens 30% ihres Schulessenbudgets für den Einkauf von biologischen und agrarökologischen Produkten von Familienbetrieben aufzuwenden.
  • Dänemark, Nationaler Bio-Aktionsplan: Zusammenarbeiten für mehr Bio (2011-2020, aktualisiert 2015): Durch den Aktionsplan hat Dänemark heute den höchsten Marktanteil für ökologische Lebensmittel in der Welt und die höchsten jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben für Bio-Lebensmittel. 80 % der Däninnen und Dänen kaufen Biolebensmittel.
  • Ecuador, Quitos partizipatives städtisches Landwirtschaftsprogramm (AGRUPAR, 2002): Zu den beeindruckenden Ergebnissen von AGRUPAR gehören u.a. mehr als 3.600 Stadtgärten, die insgesamt 32 Hektar umfassen; mehr als 21.000 Menschen – 84 Prozent davon Frauen – die in der ökologischen Produktion geschult wurden und die jährliche Produktion von mehr als 870.000 kg Bio-Lebensmittel für die Stadt Quito.

Der Vision Award für zukunftsweisende Politik geht an TEEBAgriFood, eine Initiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. TEEBAgriFood ist ein bahnbrechender, weltweit anwendbarer Bewertungsrahmen für Lebensmittelsysteme, der erstmalig umfassend alle Vorteile und Kosten aller relevanten Dimensionen (Umwelt, Gesundheit, Soziales, Kultur) der Öko-Landwirtschaft-Lebensmittel-Wertschöpfungskette in einem einzigen Bericht aufzeigt. Damit ist es erstmals möglich die wirklichen Kosten unserer Lebensmittel zu berechnen und auf dieser Grundlage effizientere Politik zu gestalten.

Drei Ehrenhafte Würdigungen des Future Policy Awards werden dieses Jahr vergeben an das philippinische  „Von den Waffen zu den Farmen“-Programm der Stadt Kauswagan (2011), an Los Angeles’ (USA) Beschaffungsprogramm für Gutes Essen (2012), sowie an den Agrarentwicklungsplan der senegalischen Stadt Ndiob (2014).

Ausführliche Informationen zu allen Gesetzen finden Sie hier.

Die Gewinner des Future Policy Awards werden offiziell mit einer Preisverleihung am kommenden Montag, den 15. Oktober 2018, im Rahmen der Welternährungswoche am geehrt.

Ein Live-Webcast wird zur Verfügung stehen: http://www.fao.org/webcast/home/en/item/4874/icode/, Fotos werden auf https://bit.ly/2Et5MI6 eingestellt.

Dieses Jahr wird der Future Policy Award der Stiftung World Future Council in Zusammenarbeit mit der Welternährungsorganisation (FAO) und IFOAM – Organics International ausgerichtet, mit der freundlichen Unterstützung von Green Cross International, DO-IT – Dutch Organic International Trade und der Sekem Group (Ägypten).

Offizielle Stellungnahmen:

„Durch eine Ernährungswende hin zu mehr Agrarökologie können wir den Klimawandel bekämpfen, den Rückgang von Biodiversität stoppen, Armut und Mangelernährung sowie soziale Ungleichheit beenden. Durch ganzheitliche, nachhaltige Politik können wir ein Ernährungssystem schaffen, das Menschen und Mutter Erde gleichermaßen respektiert. Die Gewinnergesetze des Future Policy Awards haben dies auf beeindruckende Weise vorgeführt. Sie zeigen den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern dieser Welt, wie es geht – Zeit, von ihnen zu lernen!“, sagt Alexandra Wandel, Direktorin der Stiftung World Future Council.

„Der diesjährige Future Policy Award ehrt herausragende Gesetze von politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern, die Umweltverschmutzung, Armut und Mangelernährung nicht länger akzeptieren wollen. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, bessere Agrar- und Ernährungssysteme zu schaffen und haben dabei Unglaubliches erreicht“, so Louise Luttikholt, Geschäftsführerin von IFOAM – Organics International. „Einer von ihnen ist Sikkims Ministerpräsident Pawan Chamling, dessen Vision es war, Sikkim zum ersten 100%-Bio-Staat der Welt zu machen. Er hat gezeigt, wie diese Vision Realität wird, ein Weg, von dem Sikkim außerordentlich ökologisch, sozial und wirtschaftlich profitiert hat. Ein Vorbild, dem man folgen sollte.”

Pressekontakt

Miriam Petersen

Media & Communications Manager, World Future Council

miriam.petersen@worldfuturecouncil.org

T: 040-3070914-19

Über den Award

Unser „Polit-Oscar“, der Future Policy Award (FPA), zeichnet Gesetze aus, die bessere Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen fördern. Jedes Jahr wählen wir ein Politikfeld aus, in dem innovative Lösungen besonders wichtig sind. Ziel des Awards ist es, gute Gesetze weltweit bekannt zu machen, um die Schaffung gerechter, nachhaltiger und friedvoller Gesellschaften zu unterstützen. Der FPA ist der erste Preis, der Gesetze auf internationaler Ebene auszeichnet.

 

Über die Stiftung World Future Council

Die Stiftung World Future Council stellt die Interessen zukünftiger Generationen ins Zentrum von Politikgestaltung. Sie setzt sich für gesetzliche Rahmenbedingungen ein, die heutigen wie zukünftigen Generationen das Leben in einer gerechten und ökologisch intakten Welt ermöglichen. Die Hauptansprechpartner hierfür sind Abgeordnete, politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, aber auch Partner aus der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und internationalen Organisationen. Für eine nachhaltige, gerechte und friedliche Zukunft, in der universelle Rechte respektiert werden, erforscht, identifiziert und verbreitet der World Future Council die weltweit besten politischen Lösungen.