Kehkashan Basu als Öko-Kriegerin und Sprachrohr für Jugendliche auf der ganzen Welt!

Unsere Jugendbotschafterin Kehkashan Basu ist nicht nur Sprachrohr von Jugendlichen auf der ganzen Welt im Kampf gegen den Klimawandel und für mehr Nachhaltigkeit, sondern wurde jetzt auch von der Frankfurter Rundschau als Öko-Kriegerin gelobt. Ihren Weg hierhin wird in dem aktuellen Artikel beschrieben. Lesen Sie mehr unter: https://www.fr.de/panorama/oeko-kriegerin-kehkashan-basu-12321330.html

MEDIA CONTACT

Anna Stehn
Assistant Media & Communications
World Future Council
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Kunst ersteigern – Gutes bewirken!

Mit unserer Weihnachtsauktion können Sie hochwertige Kunst für einen guten Zweck erwerben: Ersteigern Sie ein Gemälde des hawaiianischen Künstlers Demian Dressler zugunsten der Stiftung World Future Council und fördern so die Aktivitäten unserer Organisation. 

 

Über den Künstler

Demian Dressler ist ein Gegenwartskünstler aus Hawaii. Seine Kunstwerke sind im Las Vegas Southern Nevada Museum of Fine Art und im Marietta/Cobb Museum of Art in Georgia, USA, ausgestellt.  Dressler wurde vor seiner Künstler-Karriere als Veterinärmediziner und seine bahnbrechende Behandlung von Krebs bei Hunden bekannt. Er lebt und arbeitet auf Maui, Hawaii, und ist ebenfalls Botschafter der Stiftung World Future Council im englischsprachigen Raum.

 

Die Kunstwerke

“Event Horizon”

“Event Horizon” zeigt uns die Grenzen zwischen Domänen, vielleicht zwischen heute und morgen, Gegenwart und Zukunft, wo Schöpfung und Zerstörung sich vereinen. Die Vergangenheit löst sich auf, während die Zukunft sich herauskristallisiert. Es ist hier, am Ereignishorizont, wo Möglichkeit Realität wird.

Unikat. Format: 25,5 x 51 cm (drei Teile). Gespendet von Demian Dressler. Aufrufpreis 2.000 Euro.  

 

“The Freedom of Ikarus”

Dieses einzigartige Gemälde bezieht sich auf den antiken griechischen Mythos von Ikarus, dem Sohn des Meisterhandwerkers Daedalus, dem Schöpfer des Labyrinths. Oft in der Kunst dargestellt, versuchen Ikarus und sein Vater, von Kreta zu entkommen, mit Flügeln, die sein Vater aus Federn und Wachs gebaut hat. Der Vater von Ikarus warnt ihn weder zu tief noch zu hoch zu fliegen damit nicht die Feuchtigkeit des Meeres seine Flügel verklebe oder sie in der Hitze der Sonne schmelzen. Ikarus ignorierte die Anweisungen seines Vaters, nicht zu nahe an die Sonne zu fliegen, woraufhin das Wachs in seinen Flügeln schmolz und er ins Meer fiel. Diese besondere Arbeit stellt das Gleichgewicht zwischen Freiheit und Macht des Fortschritts der Menschheit unter Berücksichtigung und Kontemplation eines solchen Fortschritts dar.

Unikat, Maße: ca 36 x 61 cm, gerahmt. Gips auf Papier und Phototransfer auf Metallplatte. Gespendet von Demian Dressler. Aufrufpreis 2.000 Euro.  

 

Wie kann ich bieten?

Sie können schriftlich bieten bis zum 12.12.2018 an events@worldfuturecouncil.org. Der/die Höchstbietende erhält das Gemälde und wird am 14.12.2018 per Email informiert.

 

Gut zu wissen

Transport (einschl. Versicherung) bzw. Abholung der ersteigerten Kunstwerke erfolgt auf Rechnung und Gefahr des/der Höchstbietenden. Die Rückgabe ist ausgeschlossen. Bei der Abbildung der Gemälde auf dieser Website bitten wir, Farbabweichung und etwaige minimale Beschneidungen in der Bilddatei zu entschuldigen. Wir erheben keine Provision oder sonstige Gebühren für die Ersteigerung der Kunstwerke. Indem Sie an der Auktion teilnehmen, stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu.

World Future Council erhält Verstärkung

Im Turnus von fünf Jahren werden die Rats- und Ehrenratsmitglieder des World Future Council gewählt. In diesem Jahr war es wieder soweit und so gibt es einige Veränderungen. Wir freuen wir uns, vier neue Ratsmitglieder, einen neuen Botschafter und ebenfalls ein neues Mitglied des WFC-Aufsichtsrats begrüßen zu können. Gleichzeitig bedanken wir uns bei denjenigen, die den World Future Council verlassen werden, für ihre erfolgreiche und inspirierende Arbeit und für ihren Einsatz für die Ziele des World Future Council.

Das neue Ratsmitglied Victoria Tauli-Corpuz ist Sonderberichterstatterin der UNO für die Rechte indigener Völker. Die Aktivistin und Menschenrechtlerin setzt sich bereits seit den 1970er Jahren für die Rechte indigener Völker und Frauenrechte ein. Pauline Tangiora war bisher die Expertin für das Thema. Diese wechselt nun in den Ehrenrat.

Ebenfalls in den Rat berufen wurde Charlotte Aubin. Aubin ist Unternehmerin und Gründerin von GreenWish Partners und der GreenWish-Stiftung. Mit der Stiftung sollen soziale Projekte sollen und Solarelektrifizierungs-Programme, vornehmlich auf dem afrikanischen Kontinent, gefördert werden.

Zudem wurde Helmy Abouleish in diesem Jahr in den Rat gewählt. Helmy Abouleish ist Geschäftsführer der SEKEM-Initiative in Ägypten, die sein Vater Dr. Ibrahim Abouleish 1977 gründete und für die Ibrahim Abouleish 2003 mit dem Alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award) ausgezeichnet wurde. Abouleish engagierte sich lange in der nationalen und internationalen Politik für verantwortungsvollen Wettbewerb, soziales Unternehmertum, die Bekämpfung des Klimawandels und für Ernährungssicherheit.

Mit Neshan Gunasekera ergänzt ein Jurist und Erziehungswissenschaftler den Rat. Von 2007 bis 2012 war Neshan Direktor des Forschungszentrums Weeramantry International Center for Peace Education and Research, das von Richter C.G. Weeramantry gegründet wurde. Er berät viele internationale Organisationen. Sein erklärtes Ziel ist es, Menschen zusammen zu bringen und sich mit ihnen für Schutz und Regeneration der Umwelt zu einzusetzen.

Als neuen Botschafter konnte der World Future Council Gerhard Stübe gewinnen. Stübe ist Leiter des Festspielhauses Bregenz, in dem 2017 das Jahrestreffen der WFC-Ratsmitglieder stattfand. Die nachhaltige Wirkung von Veranstaltungen steht im Zentrum seiner Arbeit.

Tina Stridde ergänzt ab sofort den Aufsichtsrat des World Future Council. Die studierte Betriebswirtin ist außerdem Geschäftsführerin der Aid by Trade Foundation, einer Dachorganisation der Cotton Made in Africa Initiative. Wir sind uns sicher, dass sie mit ihrem Engagement und ihren Interessenschwerpunkten in den Bereichen nachhaltiger Konsum und globale Wertschöpfungsketten hervorragend zum WFC passt.

Alle möchten wir herzlich beim World Future Council willkommen heißen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und auf den Input dieser interessanten Menschen.


Pressekontakt

Miriam Petersen
Media & Communications Manager
Telefon: +49 40 307 09 14 19

miriam.petersen@worldfuturecouncil.org

World Future Council veröffentlicht „Bregenzer Erklärung“

Gipfeltreffen: Experten erarbeiten Lösungen für die größten Herausforderungen unserer Zeit

Bregenz, 2. April 2017Zum Abschluss des 10. World Future Forums, das vom 30. März bis 2. April im österreichischen Bregenz abgehalten wurde, hat der World Future Council seine „Bregenzer Erklärung“ veröffentlicht. Die Ratsmitglieder sehen Klimawandel und nukleare Bedrohungen als existentielle und akute Gefahr für die Menschheit.

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Podiumsdiskussion

World Future Council auf dem “Stiftungsforum Hamburg & der Norden ’17”

Nullzins und Nachwuchsmangel: Wie bleiben Stiftungen handlungsfähig?

Hamburg, 06. März 2017 – Auf dem “Stiftungsforum Hamburg & der Norden ’17” erwartete am 01.03.2017 rund 300 hanseatische Stiftungsexperten und -interessierte ein Nachmittag voller Spezialwissen und aktueller Themen aus dem Dritten Sektor. Gemeinnützige Stiftungen verlieren durch Nullzins und Nachwuchsmangel zunehmend ihre Handlungsfähigkeit – zum Leidwesen unserer Gesellschaft. Ziel der Veranstaltung: neue Leute an die gemeinnützigen Stiftungen heranführen und deren Vernetzung fördern – untereinander sowie mit Wirtschaft und Gesellschaft. Neben dem World Future Council waren etwa weitere 30 Stiftungen aus der norddeutschen  Region vertreten. 

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10 Jahre Stiftung World Future Council

Zusammenfassung

2017 feiert der World Future Council (WFC) sein zehnjähriges Bestehen. Während wir auf die Herausforderungen und Möglichkeiten in der Zukunft blicken, wollen wir einen Moment innehalten, um die Erfolge des letzten Jahrzehnts zu würdigen.

World Future Council tagt 2017 in Bregenz: 50 hochkarätige Experten erörtern Zukunftsfragen beim 10. World Future Forum

Beim jährlichen ‘World Future Forum’  erarbeiten 50 weltweit führende Fachleute aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur Lösungsstrategien für die Probleme unserer Zeit. 2017 tagt das hochkarätig besetzte Gremium im Festspielhaus Bregenz. Mit Projekten vor Ort wird der Austausch zwischen den Experten und der Vorarlberger Bevölkerung gefördert.

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Bregenzer Erklärung – Aufruf zu einem gemeinsamen Bewusstsein

Bregenz am 1.4.2017: World Future Forum im Festspielhaus Bregenz. (c) Kongresskultur Bregenz. Fotograf: Dietmar Mathis.

Wir, der World Future Council, wollen aktiv eine Systemveränderung vorantreiben.

Wir verpflichten uns, die Erneuerung unserer Gesellschaften voranzutreiben, unserer Wirtschaftssysteme, unserer Landwirtschaft, unserer Städte und unseres Umgangs mit unserer Mutter Erde. Dies ist besonders notwendig in diesen Zeiten, in denen diese Systeme zusammenbrechen.

Unser Handeln und unser Versagen nicht zu handeln entscheidet heute über die Zukunft der Menschheit.

 

Wenn Sie, genau wie wir, überzeugt sind, dass diese Zeit des Zusammenbruchs auch eine Zeit des Aufbruchs sein kann,

wenn Sie, genau wie wir, zu Transformation beitragen wollen,

wenn Sie, genau wie wir, die Notwendigkeit zu Erneuerung erkennen,

dann seien Sie dabei.

 

Wir – als globale Change-Maker aus Regierungen, Parlamenten, Zivilgesellschaft, Hochschulen, Kunst und Wirtschaft – arbeite mit politischen Entscheidungsträgern zusammen, um die Interessen künftiger Generationen in den Mittelpunkt der Politikgestaltung zu bringen. Trotz unserer ganz unterschiedlichen Hintergründe sind wir durch unsere gemeinsamen Werte verbunden: Verantwortung, Mitgefühl, Respekt, Vertrauen und unsere Fürsorge für die Umwelt. Unsere Handlungen – ebenso wie unser Versagen zu handeln – können über die Zukunft des Lebens auf der Erde entscheiden.

 

Zu diesem Zweck priorisieren wir die folgenden Aktivitäten:

 

  1. Der Future Policy Award

Bekämpfung von Wüstenbildung und Landdegradation: Es wird geschätzt, dass 135 Millionen Menschen gefährdet sind, durch Wüstenbildung vertrieben zu werden. Trockengebiete bedecken über 30% der Landmasse der Erde und sind äußerst anfällig für Überbeanspruchung und Klimaveränderungen. Trockengebiete sind die am meisten konfliktgefährdeten Regionen der Welt. Gemeinsam mit dem Sekretariat der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) werden wir Gesetze identifizieren und auszeichnen, welche Wüstenbildung und Bodendegradation wirksam bekämpfen. Die Preisverleihung wird auf der bevorstehenden Vertragsstaatenkonferenz der Konvention in China im Herbst 2017 stattfinden.

Die besten Maßnahmen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene identifizieren und auszeichnen.

 

  1. 100% Erneuerbare Energien und regenerative Urbanisierung

Wir wollen ein zukunftsorientiertes Energiesystem auf Basis von 100% erneuerbare Energien und regenerativer Urbanisierung. Wir werden weiterhin Kapazitäten und bereichsübergreifende Netzwerke unter den politischen Entscheidungsträgern aufbauen. Zu diesem Zweck werden wir auf der UN-Klimakonferenz im November in Bonn einen Impact-Workshop mit Parlamentariern und Fachleuten veranstalten.

 

  1. Kinderrechte

Kinder sind Menschen mit einer eigenen Reihe von Rechten. Um das Bewusstsein für die Rechte der Kinder  zu stärken, werden wir als Teil unserer Arbeit die Produktion einer Publikation für die besten Gesetze zum Thema Kinderschutz und Jugendrecht in Afrika unterstützen und im Herbst ein hochrangiges politisches Hearing in Sansibar durchführen. Außerdem werden wir – mit besonderem Augenmerk auf die Rechte der Kinder auf eine gesunde Umwelt – intensiver daran arbeiten, Bildung für die Nachhaltige Entwicklung zu fördern.

 

  1. Klimawandel und andere Umweltbedrohungen stellen ein massives Versagen unseres Wirtschafts- und Finanzsystems dar. Auf der Grundlage unserer innovativen Forschung werden wir politische Entscheidungsträger darüber beraten, wie die Geldschöpfungspolitik der Zentralbank dahingehend eingesetzt werden kann, die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und der globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung zu finanzieren.

 

  1. Weltweit existieren noch immer mehr als 15.000 Atomwaffen, deren vereinte Sprengkraft ausreicht, um das Leben auf der Erde, wie wir es kennen, zu zerstören. Die globalen Militärausgaben liegen bei über 4 Milliarden US-Dollar pro Tag. Wir werden Maßnahmen zum Verbot von Atomwaffenfinanzierung verbreiten und die Erleichterung eines Austauschs bewährter Praktiken zwischen den Ländern Lateinamerikas und des Balkans zur Verringerung der Schusswaffengewalt erleichtern. Wir werden außerdem das Bewusstsein für die Risiken stärken, die mit Nuklearenergie einhergehen, einschließlich der generationsübergreifenden Bedrohungen durch Lecks und Unfälle, sowie durch die Entsorgung von Atommüll, welcher für tausende Jahre eine Gefahr darstellen wird.

 

  1. Unser Globaler Politikaktionsplan (GPACT) katalysiert bahnbrechende Maßnahmen, die sich in einem oder mehr Ländern bewährt haben. Wir werden “BREAKTHROUGH – Eine gemeinsame menschliche Zukunft erschaffen” drucken und in Umlauf bringen. In dieser Publikation werden die Geschichten hinter diesen Richtlinien erzählt.

 

  1. Wir haben das Ziel, dass auf globaler, regionaler und nationaler Ebene Ombudspersonen für zukünftige Generationen eingesetzt werden. Wir werden ihren Wert als Katalysatoren für die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklung und als Hauptverfechter für gemeinsame Interessen der gegenwärtigen und zukünftigen Generationen hervorheben.

 

Vom 30. März bis 2. April 2017 haben wir, die Ratsmitglieder, Botschafter und Preisträger des “Right Livelihood Awards” aus Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien, Europa und Nordamerika, uns beim World Future Forum 2017 in Bregenz zusammengefunden, um die globalen Herausforderungen anzugehen und eine Welt zu gestalten, die gerecht, nachhaltig und friedlich ist, und die für die Menschen und den Planeten funktioniert.

 

Wie wir in unserer Verpflichtungserklärung an zukünftige Generationen dargelegt haben, werden wir alles in unserer Macht stehende tun, um zukünftiges Leben auf der Erde in all seiner Schönheit und Diversität zu beschützen sowie umfassenden Frieden und wahre Gerechtigkeit unter den Völkern und Nationen der Erde zu fördern.

Wir begrüßen ihren Einsatz und ihre Partnerschaft!

 

Bregenz – ein Partner für eine gemeinsame Zukunft            

Auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt Bregenz, von Kongresskultur Bregenz, von Stadtmarketing Bregenz, der Regierung des Landes Vorarlberg, Convention Partner Vorarlberg, dem Österreichischen Bundesministerium für Land und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft sowie der HILTI – Stiftung und ihren Partnern haben wir in Bregenz getagt. Wir werden uns weiterhin – gemeinsam mit unseren Bregenzer Partnern – für eine nachhaltige, friedliche und gerechte Zukunft einsetzen.

Bregenz, den 2. April 2017

Interview mit Pauline Tangiora und Kehkashan Basu

Zwei Frauen, ein Ziel: Unser Ratsmitglied Pauline Tangiora und unsere Jugendbotschafterin Kehkashan Basu arbeiten beide für eine gesunde Umwelt und nachhaltige Entwicklung. Während sich Pauline als Maori-Älteste schon seit Jahrzehnten für die Umwelt und die Belange indigener Völker in ihrem Heimatland Neuseeland einsetzt, hat sich die in Indien geborene und in den Vereinigten Arabischen Emiraten lebende Kehkashan als Jugendaktivistin einen Namen gemacht, die Kinder und Jugendliche weltweit zum Engagement für eine grüne Zukunft motiviert.

Während unserer Jahreshauptversammlung in Hamburg haben sie uns einen Einblick in ihr Leben, ihre Arbeit und ihre Hoffnungen für den WFC gegeben. Dabei wurde eins klar: Man muss keine um die Welt reisende Aktivistin sein um etwas zu ändern – jeder kann etwas tun.

Was können wir tun um die Welt zu einem besseren Ort zu machen?

Kehkashan: Jeder kann anfangen einen bewussteren Lebensstil zu verfolgen und über die Konsequenzen seines oder ihres Verhaltens für die Umwelt nachzudenken. Man kann viele kleine Dinge tun um nachhaltiger zu leben. Man muss nur bereit sein zu lernen und das erworbene Wissen weitertragen. Das bedeutet auch, die Meinungen und Ansichten von Mitmenschen ernst zu nehmen.

Pauline: Die Menschen müssen lernen einander zu respektieren. Das ist das Wichtigste, was wir unseren Kindern beibringen können – und auch Erwachsene müssen lernen, Kinder zu respektieren. Was man tun kann hängt auch davon ab, in welcher Umgebung man lebt. Beispielsweise lebe ich in einer ländlichen Region, in der wir unser Wasser selbst sammeln. Auch in anderen Regionen können Leute Wasser sparen, indem sie Regenwasser sammeln. Wenn mich Kinder in meinem Haus besuchen drehen sie nicht einfach so die Wasserhähne auf – sie wissen wie wertvoll Wasser ist.

 

Im Gespräch lernen wir, wie die Jüngeren die Welt und ihre Zukunft sehen.

 

Wie sieht eure Arbeit konkret aus?

Kehkashan: 2012 habe meine Jugendorganisation “Green Hope” gegründet. Wir möchten, dass sich Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen. Hauptsächlich veranstalten wir Workshops, Konferenzen und Kurse, um jungen Leuten Möglichkeiten zum Engagement aufzuzeigen. Aber wir reden nicht nur, wir handeln auch: In kleinen Projekten können die Teilnehmer das Gelernte direkt umsetzen. Wir nutzen auch Musik, Tanz und Schauspiel, um junge Menschen für unser Ziel zu begeistern.

Pauline: Ich würde nicht einmal sagen, dass ich arbeite – ich tausche mich mit Menschen aus, besonders mit jungen Menschen. Ich höre mir gerne ihre Meinungen und Ideen an und sie hören auch mir zu. Im gegenseitigen Austausch können wir Älteren gemeinsam mit jungen Leuten sehr genau herausfinden, wo wir Probleme in der Welt sehen. Nur weil wir älter sind heißt das ja nicht, dass wir die Weisheit gepachtet haben! Im Gespräch lernen wir, wie die Jüngeren die Welt und ihre Zukunft sehen. Ohne diese Gespräche würde uns etwas verloren gehen.

Gibt es einen Unterschied zwischen Frauen und Männern, wenn es um den Einsatz für die Natur geht?

Kehkashan: Ich denke nicht, dass es da auf das Geschlecht ankommt. In meiner Gruppe sind wir so viele Jungen wie Mädchen und alle setzen sich engagiert für Umwelt und Nachhaltigkeit ein. Es kommt auf die Person an, weniger auf das Geschlecht.

Pauline: In unserer Gemeinschaft arbeiten Frauen und Männer zusammen. Was nicht heißt, dass Männer dabei besser sind als Frauen – wir sind allen gleichermaßen dankbar. Leute aus der ganzen Welt, auch aus Deutschland, fragen uns was sie tun können, wenn sie ein gesellschaftliches Problem haben. Und wir antworten dann: „Ihr müsst zusammenarbeiten – Männer und Frauen.“

Was sind eure Hoffnungen für den World Future Council?

Kehkashan: Das Team für Kinderrechte leistet bereits tolle Arbeit dabei, die Rechte der Kinder zu sichern. Ich hoffe, dass diese Arbeit weitergeht und noch mehr junge Leute dabei einbezogen werden.

Pauline: Der WFC leistet sehr wichtige Arbeit. Es geht nicht darum, Dinge nur zu verändern, sondern darum, sie zu verbessern. Man kann immer sagen „Wir müssen etwas ändern!“, aber in Wirklichkeit geht es darum, aktiv an Verbesserungen mitzuwirken. Ich denke, mit dieser Einstellung kann der WFC noch viel erreichen.

Was hat sich durch euer Engagement schon verändert?

Kehkashan: Mit acht Jahren habe ich angefangen, mich zu engagieren und mit zwölf Jahren habe ich meine Organisation gegründet. Da habe ich gemerkt, wie viel mehr Freude es bringt und wie viel mehr man bewegen kann, wenn man sich gemeinsam und nicht alleine engagiert. So sind wir immer weiter gewachsen und immer mehr junge Leute haben sich angeschlossen. Heute dringen unsere Stimmen wirklich durch und haben einen spürbaren Einfluss auf die Gesellschaft. Viele dachten, junge Leute könnten nichts bewegen, nur weil sie jung sind – wir konnten sie vom Gegenteil überzeugen.

Pauline: Ich versuche, die Sichtweisen und Überzeugungen der indigenen Bevölkerung zu vertreten. Meiner Meinung nach verstehen viele Menschen noch nicht ihre dringenden Bedürfnisse. Nach 500 Jahren Kolonialismus in den Amerikas, 250 Jahren Kolonialismus in Australien und 175 Jahren ohne Souveränität für Neuseeland ist es manchmal schwer zu entscheiden, wo wir ansetzen sollten. Besonders wenn der Regenwald weiterhin abgeholzt wird und Flüsse vergiftet werden, beispielsweise im Amazonas.

Doch es gibt auch Lichtblicke, wie die Entscheidung unsere Fischgründe zu schützen – früher haben wir keinen einzigen Fisch mehr in unserem Fluss gefunden, doch durch eine Kooperation mit dem zuständigen Ministerium können wir heute wieder fischen. Die Leute müssen verstehen, wie viel wir Indigenen anzubieten haben durch unser Wissen über die Natur.

„Das Zeitalter der nuklearen und fossilen Brennstoffe ist vorbei”

Zum 5. Jahrestag der Katastrophe von Fukushima diskutierten der ehemalige Premierminister Japans, Naoto Kan, Unternehmer Dr. Michael Otto sowie Jakob von Uexküll, Gründer des World Future Council (WFC) in Hamburg über Energiepolitik in Japan und Deutschland.

Are you in_Naoto Kan at WFCNato Kan war Premierminister in Japan, als es am 11. März 2011 in Japan zu einem verheerenden Erdbeben kam, in dessen Folge ein Tsunami ganze Küstenstreifen zerstörte und es in dem Daiichi Atomkraftwerk Nahe Fukushima zu einer dreifachen Kernschmelze kam. Über 15.000 Menschen verloren ihr Leben, hauptsächlich aufgrund der zerstörerischen Kraft des Erdbebens und der Flutwelle. Über 150.000 Menschen mussten aufgrund der Strahlungsbelastung in Folge des Atomunfalls ihre Heimat verlassen, die Mehrheit kann bis heute nicht zurückkehren. Wie groß der finanzielle Schaden durch die Atomkatastrophe ist, lässt sich kaum vorhersagen. Bereits heute wurden knapp 100 Mrd Euro für Schadenseersatzzahlungen, Umsiedlungen, Arbeiten am Kraftwerk usw. bezahlt. Und noch immer ist die Lage vor Ort nicht ganz unter Kontrolle.

Wie erlebt man einen solchen Schicksalsschlag als Regierungschef? Auf Einladung des Hamburger Lieraturfestivals Erneuerbare Lesetage und des World Future Councils traf Naoto Kan nun mit Dr. Michael Otto, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Ottogroup und leidenschaftlicher Befürworter der Energiewende in Deutschland, sowie Jakob von Uexküll, Gründer des WFC und des ‘Alternativen Nobelpreises’ zusammen, um über seine Erfahrungen sowie die Zukunft der Energiepolitik zu sprechen.

Wenn Nato Kan von den Minuten und Stunden des 11. März 2011 berichtet, sieht man noch heute, wie sehr ihn diese Ereignisse geprägt haben. Und es wird sofort verständlich, wieso jemand, der sich zuvor klar für die Atomkraft positioniert hatte, nach einer solchen Erfahrung eindringlich vor der “Risikotechnologie” warnt. “Ich glaubte die Atomenergie sei sicher. Und ich habe mich auf die Betreiberfirmen verlassen. Bis zu dem Zeitpunkt der Katastrophe. Gerade dieRolle der Betreiberfirma Tepco war es, die die Lage sogar noch verschlimmerte. Sie wussten nicht, was genau passiert war. Und man hatte plötzlich den Eindruck, dass sie selbst das, was sie wussten, viel zu spät bekannt gaben. In einer solchen Situation ist ein Krisenmanagement besonders schwer.”

Alle Beteiligten lobten zugleich den in Deutschland beschlossenen Atomausstieg und verwiesen auf die weltweite Bedeutung der Energiewende. Klar wurde auch, dass Deutschlands Wirtschaft schon heute sehr von der Vorreiterrolle bei den Erneuerbaren Energien profitiert. Dr. Michael Otto, Ehrenratsmitglied des WFC, betonte „es gibt keine Umkehr mehr zur fossilen Energie. Es ist ganz klar: der Weg geht zur regenerativen Energie.“ Jakob von Uexküll: „Leider muss man sagen, dass man in Deutschland erst durch Fukushima wieder zu einer energiepolitischen Vernunft gekommen und zum Atomausstieg zurückgekehrt ist. Damit ist nun aber endlich die Transformationen zu einem Energiemarkt aus 100% erneuerbaren Energien unaufhaltsam in Gang gesetzt.“

Hintergrund:
Der World Future Council ist Gründungsmitglied der Global 100% RE Kampagne, die mit Hilfe von Partnern aus der Zivilgesellschaft, Industrie, Wissenschaft und Politik als erste weltweite Initiative für 100% erneuerbare Energien eintritt. Ziel ist es, ein weltweites Netzwerk aus Pionieren aufzubauen, die sich das Ziel 100% Erneuerbare Energien gesetzt oder es sogar bereits erreicht haben, um Erfahrungen auszutauschen.

Das ganze Gespräch können Sie hier nachsehen:

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