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Gesetze zur Stärkung Jugendlicher: Broschüre Future Policy Award 2019

Mädchen mit Computer

Die besten Gesetze zur Stärkung junger Menschen feiern

Die besten Gesetze zur Stärkung Jugendlicher. In dieser Broschüre präsentieren wir die Gewinner-Gesetze unseres Future Policy Awards 2019. Zusammen mit der Interparlamentarischen Union (IPU) und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, sowie der Unterstützung des Büros des UN Secretary-General’s Envoy on Youth, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), dem Youth Policy Lab (YPL), der Michael Otto Stiftung und der Jua Stiftung. Das Ziel ist es, die besten Gesetze zur Stärkung Jugendlicher herauszuheben, die den Zugang von Jugendlichen zu angemessenen Jobs, auch grünen Jobs, verbessern und  die zivile und politische Mitbestimmung für nachhaltige Entwicklung und Frieden fördern. 

Vorschau

Mit weltweit mehr als 1,8 Milliarden Menschen im Alter zwischen 15 und 35 Jahren – einem Viertel der Weltbevölkerung – lebt heute die größte Generation junger Menschen, die die Welt bisher gekannt hat. Junge Menschen spielen eine immer größere Rolle bei der Förderung von Entwicklung, Demokratie und Frieden sowie bei der Realisierung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Sie sind talentiert, sachkundig und ehrgeizig und spielen täglich eine wichtige Rolle in der Entwicklung ihrer Gemeinden und ihres Landes. Trotz ihres Engagements und ihrer Erfolge wird der Beitrag junger Menschen zur Gesellschaft meist kaum wahrgenommen, auch werden sie nicht angemessen in Entscheidungsprozesse, die sie betreffen, einbezogen. Gleichzeitig sind junge Menschen mit hoher Arbeitslosigkeit und Diskriminierung konfrontiert und leiden häufig unter einem erschwerten Zugang zu Bildung. Die Klimakrise und die Umweltzerstörung werden enorme Auswirkungen auf die Gestaltung ihrer Zukunft haben. Daher ist es an der Zeit, dass politisches Handeln junge Menschen stärkt.





Stärkung von Agrarökologie! Für eine zukunftsgerichtete Politik und Praxis

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche und dem Global Forum for Food and Agriculture 2019, lädt der World Future Council am Freitag, den 18. Januar 2019, zu einer Paneldiskussion nach Berlin ein.

Berlin begrüßt den World Future Council in den Bundestag

Die ehemalige Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, lud unser Ratsmitglied Vandana Shiva und Direktorin Alexandra Wandel in den Bundestag ein, um über den 100%-Biolandbau-Staat Sikkim zu sprechen.

Am Donnerstag, dem 29. November, schenkte Berlin nach einer Woche ungemütlichen Wetters ein Stück Wintersonne, um das Ratsmitglied des World Future Council und weltbekannte Umweltaktivistin Vandana Shiva und unsere Direktorin Alexandra Wandel im Bundestag zu begrüßen. Sie wurden von der ehemaligen Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, MdB, in den Bundestag eingeladen, um über die agrarpolitische Situation in Indien, den ersten 100%-Bio Staat der Welt und den Gold-Gewinner des Future Policy Awards 2018, Sikkim, und die Zukunft der globalen Landwirtschaft zu sprechen.

„Sikkim ist ein gutes Bespiel dafür, dass wir die Welt verändern können, wenn wir den agrarökologischen Weg gehen.”

Vandana Shiva

Ein Einblick in den Bundestag

In einem schlichten aber eleganten Konferenzraum begrüßte Künast ihre Gäste und 30 Zuschauer aus dem Deutschen Bundestag, europäischen Umweltinstituten und der Öffentlichkeit. Schnell wandte sich das Gespräch der Landwirtschaft in Indien zu: ein Land, dessen landwirtschaftliches Gesicht während der Grünen Revolution Mitte des 20. Jahrhunderts tiefgreifend verändert wurde. Es ist ein bemerkenswertes Beispiel für die extremen Konflikte und Kontraste im gegenwärtigen globalen Nahrungsmittelsystem. Ratsmitglied Shiva beschrieb die Schrecken der ressourcen-intensiven Landwirtschaft in dem Land, auf die sie im Laufe ihrer vier Jahrzehnte Umweltaktivismus immer wieder gestoßen ist. Eine fortlaufende Selbstmord-Epidemie von Hunderttausenden verschuldeter Landwirte, ein cancer train („Krebszug“) aus dem Punjab, dem Rajasthan, und eine aus der Landwirtschaft und in den Drogenmissbrauch vertriebene Jugend, waren einige der Bilder, auf die sie sich berief. Aber die alten Techniken, die auf der reduktionistischen „Lego-Logik“ gentechnischer Methoden basieren, sind als falsch erkannt und von vielen Menschen haben begonnen, diese durch Bio-Agrikultur zu bekämpfen.

„Ein neues Verständnis eines alten Wissens wird die Zukunft der Menschheit sein.”

Renate Künast

In den letzten 45 Jahren hat der Bundesstaat Sikkim im indischen Himalaya den Übergang zur 100% Bio-Landwirtschaft vollzogen. Modellbauernhöfe, Farmer Field Schools und ein generelles Verbot nichtökologischer Lebensmittelprodukte haben dazu beigetragen, dass über 65.000 Landwirte auf 75.000 Hektar zu nachhaltigen, vollständig biologischen Methoden ausgebildet wurden. Die Direktorin der Stiftung World Future Councils, Alexandra Wandel, beschrieb, wie die beispiellose und absolut erfolgreiche Transformation der Region unzählige Vorteile für ihre Landwirte und die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen vor Ort gebracht hat. Außerdem hat sie für einen Tourismus-Boom um 50% und Anerkennung auf globaler Ebene gesorgt. Für diese unermüdliche Arbeit im ökologischen Landbau wurde Sikkim bei der Zeremonie vor 170 Staatsoberhäuptern in Rom mit dem Future Policy Award 2018 in Gold ausgezeichnet. Obwohl 51 andere Nominierungen für den Preis ausführlich recherchiert wurden und andere Politiken aus Dänemark, Ecuador und Brasilien eine Silberauszeichnung erhielten, erwiesen sich Sikkims Bemühungen bei weitem als vorbildlich.

„Ein wirklich visionärer und ganzheitlicher Ansatz in der Landwirtschaft.”F

Alexandra Wandel

Im Rahmen ihrer Arbeit als Bundestagsabgeordnete hatte Künast kürzlich die Gelegenheit, Sikkim zu besuchen, um die bahnbrechende Arbeit mit eigenen Augen zu sehen. Sie sei sehr beeindruckt davon gewesen, wie der Staat öffentliche Gelder einsetzt, um seinen Bürgerinnen und Bürgern im biologischen Landbau Chancen auf ein Leben in Selbstbestimmung, Gesundheit und Würde zu bieten. Dort verschmilzt Wertschätzung von traditionellem Wissen mit der Kompetenz der Menschen in einer Atmosphäre des Respekts vor einander und der Erde.                                                                                      

 

„Sikkim ist das Licht. Der Kampf muss weitergehen. “

Vandana Shiva

Nachdem alle Redner ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit Leidenschaft geteilt hatten, konnte das Publikum seine Fragen stellen. Die Chancen und Risiken der Digitalisierung der Landwirtschaft standen an erster Stelle, und Ratsmitglied Shiva betonte den Unterschied zwischen dem Recht auf Technologie und dem freien Internet auf der einen Seite, und der erzwungenen Digitalisierung der Landwirtschaft auf der anderen. Es sei nötig angesichts der Gefahren einer Kommerzialisierung landwirtschaftlicher Daten zur Verwendung durch große Unternehmen vorsichtig zu sein. „Die Festlegung des Gemeingutes in diesem neuen Kontext”, sagte Prof. Dr. Shiva, “ist äußerst wichtig.”

Eine zweite Person fragte, wie Sikkim auf nationaler Ebene wahrgenommen wurde. Sei dies der Beginn eines Indiens des Biolandbaus? Es gäbe sicherlich andere positive Beispiele, zum Beispiel Bemühungen im Norden des Bundesstaates Ladakh, Biolandbau zu etablieren, so Shiva. Auf nationaler Ebene bestünden jedoch nach wie vor große Hindernisse. Entscheidend sei hier das anhaltende Bekenntnis aller Gesellschaftsschichten zu einer Vision von Nachhaltigkeit.

„Wir brauchen eine echte Debatte in allen unseren Gesellschaften, sonst ist die Zukunft eine Sackgasse. Nur Ernährungsdemokratie wird uns im Jahr 2050 ernähren. “

Vandana Shiva

Vandana Shiva bei der Einladung in den Bundestag

Die Veranstaltung, bei der in den Bundestag eingeladen wurde, fand einen Tag nachdem die Stiftung World Future Council und Ratsmitglied Shiva ins Deutsche Theater eingeladen wurden, um das 60. Jubiläum von Brot für die Welt zu feiern, statt. Am gleichen Tag der Gesprächsrunde, die in den Bundestag gelegt wurde, fanden zwei weitere spannende Veranstaltungen im historischen Babylon Cinema in Berlin statt. Die erste – “Vision for Agriculture 2050” [1] [2] – war eine Debatte zwischen Ratsmitglied Shiva, Norbert Lemken, Direktor der Agrarpolitik von Bayer, und Prof. Dr. Sonoko Dorothea Bellingrath-Kimura vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). Während der Debatte brachte das Publikum seine Unterstützung für Biolandbau und seine Empörung über die Kommerzialisierung von Landwirtschaft zum Ausdruck: es tobte eine Debatte über die Wissenschaftlichkeit von Einsatz von Chemikalien, die Fähigkeit, die Welt zu ernähren, und die Moral hinter dieser monumentalen Aufgabe. Nach einer kurzen Pause, in der sich die Zuschauer mit der Literatur von Vandana Shiva informieren und mit Liam Innis über die Stiftung World Future Council und den Future Policy Award sprechen konnten, ging die Nacht mit der Vorführung von „Unser Saatgut: Wir ernten was wir säen”  weiter. Der Film, in dem Ratsmitglied Shiva eine Protagonistin ist, verfolgt die reiche Geschichte des 12.000 Jahre alten Kulturguts Saatguts, das heute wegen der Aktivitäten der Agrarindustrie vom Aussterben bedroht  ist – und von manchen Menschen mit Leidenschaft geschützt wird.

„Ich denke, es ist an der Zeit, die Pflege, Liebe, Miteinander und unsere Gehirne wieder der Landwirtschaft zu zuwenden.”

Vandana Shiva

[1] https://www.2000m2.eu/de/vandana-shiva-visions-for-agriculture-2050/

[2] https://theworldnews.net/de-news/aktivistin-streitet-mit-konzern-vandana-shiva-vs-bayer-lobbyist

Policy Solutions for Sustainable Charcoal in Sub-Saharan Africa

Zusammenfassung

Ca. 90 Prozent der Bevölkerung in Subsahara-Afrika sind abhängig von Feuerholz und Holzkohle. Eine neue, “grüne” Wertschöpfungskette für Holzkohle könnte vielem Ländern erlauben, nachhaltiger zu kochen und zu heizen. Es ist Zeit, Holzkohle nicht als überholten Brennstoff anzusehen, sondern als eine Möglichkeit, schon heute Leben zu verbessern und gleichzeitig Wälder zu schützen.

Blue Solutions from Asia and the Pacific

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Zusammenfassung

Diese Publikation behandelt Erfolgsgeschichten, die auf dem Reginalforum in Cebu im Mai 2014 präsentiert wurden. Über 100 Experten und Parlamentsmitglieder aus 17 verschiedenen Ländern der asiatischen Pazifik-Region kamen zusammen, um Ideen zu Meeres- und Küstenmanagement auszutauschen.

 

Biodiversity Legislation Study

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Zusammenfassung

Biodiversität ist entscheidend für unsere überlebenswichtigen Ökosysteme. Diese Studie präsentiert und vergleicht umfassende Gesetzgebungen zur Biodiversität aus acht Ländern.

Oceans Survey

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Zusammenfassung

Diese Studie beinhaltet eine umfangreiche Evaluation von Politikansätzen zum Thema Meer und Küsten weltweit. Sie präsentiert schon vorhandene, nachhaltige Politikansätze und Gesetze, die sich Entscheiderinnen und Experten zunutze machen können. So werden vielversprechende Wege aufgezeigt, Meere und Küsten nachhaltig zu bewahren.

 

Forests for People

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Zusammenfassung

Im Jahr 2011 hat der World Future Council Ruandas nationales Waldprogramm mit dem Future Policy Award ausgezeichnet. Wir wollen mit diesem Preis Aufmerksamkeit für gute Gesetze und Politikprogramme schaffen und so erreichen, dass andere Länder vergleichbare Maßnahmen einführen.
Ruanda ist es gelungen, die Entwaldung nicht nur aufzuhalten, sondern den Prozess sogar umzukehren: Seit 1990 ist der Anteil an bewaldeter Fläche um 37 Prozent gestiegen. In diesem Buch berichten wir von der ausgezeichneten Waldpolitik Ruandas und erzählen von unserer Reise durch das Land der 1000 Hügel. Es geht um Weltrekorde, mutige Menschen, seltene Tiere und um gute Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit.

 

Designing Future Just Laws on Biodiversity

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Zusammenfassung

Zukunftsgerechte Gesetze müssen den höchsten Maßstäben in Bezug auf Nachhaltigkeit, Menschenrechte und Respekt für die Umwelt entsprechen. Dieses Schulungsmaterial für Regierungsmitglieder und Parlamentarier stellt einen Ansatz vor, um solche Gesetze auf dem Gebiet der Biodiversität zu entwickeln.

Survey of Future Just Biodiversity Laws & Policies

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Zusammenfassung

Diese Studie, gemeinsam von WFC und CISDL erstellt, versammelt die besten Biodiversitäts-Gesetze und Politikansätze. Alle enthalten sie beispielhafte, zukunftsgerechte Elemente.