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Aktueller Kommentar zum Weltwirtschaftsforum Davos von Dr. Matthias Kroll

Das alljährliche Weltwirtschaftsforum in Davos hat den Klimawandel schon länger auf die Agenda, allerdings ohne nennenswerte Ergebnisse, findet die Hamburger Stiftung World Future Council, und schlägt vor, anstatt eines “Bank-Bailout” – wie vor zehn Jahren bei der Bankenkrise – nun einen “Klima-Bailout” zu implementieren.

Die Bedeutung der Endogenität der Geldmenge für die globale Finanzierung der UN Nachhaltigkeitsziele

Abstract

Die Finanzierung von großen Investitionen in Klimaschutz und in die Nachhaltigkeitsziele braucht neue Mittel. Eine Möglichkeit wäre eine neue monetäre Finanzierung durch die Zentralbanken. Der Arbeitsbereich für nachhaltige Wirtschaft des WFC hat ein theoretisches Hintergrundpapier entwickelt, in dem erklärt wird, wie diese Finanzierungsmöglichkeit funktioniert und weshalb sie sich mit den aktuellen Erkenntnissen der Wirtschaftswissenschaften deckt.

Klima-Bailout: Ein Vorschlag zur Durchführung der notwendigen Konversion fossiler „Stranded Assets“ in erneuerbaren Energien

Zusammenfassung

Verzichten wir auf einen schnellen Ausstieg aus der fossilen Wirtschaft, geraten wir ungebremst in die Klimakatastrophe mit allen negativen Implikationen. Steigen wir aber so schnell aus der bestehenden fossilen Infrastruktur aus wie es zur Einhaltung des 1,5°C Ziels nötig ist, entwerten wir gigantische Vermögenswerte in einem Tempo, das ebenfalls zu systemischen Risiken in der Ökonomie führt. Gibt es einen Ausweg aus dieser anscheinend unauflöslichen Situation?

Es wird ein neues Finanzinstrument benötigt, das den Energieunternehmen ermöglicht ihre faktisch ‚gestrandeten‘ fossilen Vermögenswerte in Vermögenswerte zu konvertieren, die aus 100 Prozent erneuerbaren Energien (EE) bestehen. Eine “Klima-Bailout” nach dem Vorbild des “Bank-Bailouts” während der Krise des Finanzmarkts 2008 ist eine Möglichkeit, sowohl das Klima als auch die Wirtschaft zu retten, ohne dabei den Steuerzahler unnötig zu belasten.

Wie wir die notwendigen Billionen für den Klimaschutz mobilisieren können

Abstract

Um das 1,5°C Ziel zu erreichen, das im Pariser Abkommen vereinbart wurde, ist eine globale Energiewende zu 100% Erneuerbaren Energien bis spätestens 2050 notwendig. Ein solcher Prozess erfordert jährliche Investitionen von 1,5 – 2 Billionen US-Dollar. Obwohl die Kosten für Erneuerbare Energien in letzter Zeit stark gesunken sind – und auch weiterhin sinken werden – stagnieren die derzeitigen Investitionen bei etwa 250 Milliarden US-Dollar. Daher muss zusätzliche finanzielle Unterstützung aufgebracht werden, um die globale Ausbreitung von Erneuerbaren Energien auf das benötigte Level zu bringen.
Dieser Bericht führt aus, wie diese zusätzliche Unterstützung durch eine Kooperation von Nicht-Industriestaaten, multilateralen Entwicklungsbanken (MDBs), dem Green Climate Fund (GCF) oder anderen finanziellen Institutionen mit den Zentralbanken der Industriestaaten bereitgestellt werden kann.

Die Kosten der Austeritätspolitik

Zusammenfassung

Austeritätspolitik wird nicht erst seit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 betrieben: Seit über 30 Jahren werden entsprechende Maßnahmen implementiert.  Diese führt in vielen Ländern dazu, dass produktive Kapazitäten nicht genutzt werden. Ironischerweise bleiben diese Resourcen liegen, während wir gleichzeitig exzessiv CO2 und endliche Resourcen verbrauchen. Die Antwort hierauf muss sein, gleichzeitig den CO2-Verbrauch zu senken, während wir ungenutztes Potenzial für den Ausbau von erneuerbaren Energien und einen Umbau unserer Produktionsweisen nutzen.

Die monetäre Bewertung der Nichtnutzung von erneuerbaren Energien

Zusammenfassung

Es wird häufig behauptet, dass erneuerbare Energien noch nicht mit konventionellen Energiequellen konkurrieren können. Aber was kostet es uns, erneuerbare Energien nicht zu nutzen? An jedem Tag, an dem wir endliche Ressourcen wie Öl verbrennen, anstatt das Potenzial der erneuerbaren Energien zu nutzen, nähern wir uns dem Ende dieser Ressourcen – eine teure Zerstörung von Kapital. Diese Studie widmet sich dem finanziellen Verlust durch den momentanen Verbrauch von Öl, Gas und Kohle und beziffert ihn bei 3,2 bis 3,4 Billionen US-Dollar.