Schlagwortarchiv für: Klima und Energie

Klimaschutz auch ohne die USA umsetzen!

Im Vorfeld des G20-Gipfels trafen sich am 4. Juli in Hamburg Vertreterinnen und Vertreter von Stiftungen aus G20-Ländern zum F20 Event. Gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft berieten die Stiftungen über die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens.

Wir trauern um Ibrahim Abouleish

Der World Future Council und die Right Livelihood Award Foundation (“Alternativer Nobelpreis”) trauern um Dr. Ibrahim Abouleish, Wegbereiter für nachhaltige Entwicklung in Ägypten, der am 16. Juni 2017 von uns gegangen ist.

Dr. Abouleish, Gründer von SEKEM, wurde 2003 mit dem Alternativen Nobelpreis für sein innovatives Geschäftsmodell ausgezeichnet, welches kommerziellen Erfolg mit sozialer und kultureller Entwicklung in Einklang bringt.

1977 gegründet, gilt SEKEM als Vorbild für nachhaltige Unternehmenskultur des 21. Jahrhundert. SEKEM wurde die erste ägyptische Organisation, die sich für biodynamische Landwirtschaft einsetzt und hat seit ihrer Gründung ihren Aktivitätsbereich auf die Themen Gesundheit, Bildung und Kultur erweitert. Dr. Abouleish gründete ebenfalls die Heliopolis University for Sustainable Development, in der Studierende in Naturwissenschaften, Technik, Künsten, Ingenieurswesen und Wirtschaftswissenschaften unterrichtet werden, mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit. Über die Jahre hat SEKEM viele Veranstaltungen mit dem World Future Council und den Preisträgern des Right Livelihood Awards organisiert.

Als Botschafter für nachhaltige Entwicklung ist Dr. Abouleish mit einer Vielzahl von Auszeichnungen geehrt worden, darunter das Bundesverdienstkreuz und der UN “Land for Life” Award.

Der World Future Council ist seinem Gründungsmitglied Dr. Ibrahim Abouleish zu tiefstem Dank verpflichtet: seine visionäre Pionierleistung trägt dazu bei, einen friedliche Planeten und eine intakte Umwelt an zukünftige Generationen weiter zu geben. Er hat maßgeblich zum Erfolg des World Future Council beigetragen – wir werden ihn vermissen.

 

Weitere Informationen zur Person:

http://www.rightlivelihoodaward.org/laureates/ibrahim-abouleish-sekem

https://www.worldfuturecouncil.org/councillors/

 

 

Wege zur Regenerativen Stadt: sechstes Future of Cities Forum in Tianjin, China

Was ist eine Regenerative Stadt und wie kommen wir dahin? Diese und andere Fragen diskutierten Experten aus aller Welt bei unserem sechsten Future of Cities Forum in Tianjin, China. Im Fokus stand hierbei intelligentes Management der Wasserversorgung von Städten. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit UN Habitat und der Beijing Jiaotong Universität organisiert und fand als offizielles Side-event des siebten Binhai Tianjjin International Eco-City Forums vom 21. – 22. Oktober 2016 statt. Über 20 nationale Medien berichteten über das diesjährige Future of Cities Forum, darunter Xinhua News, SinaFinance und die China News – so konnten etwa 5 Millionen Leser erreicht werden.

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Politischer Fahrplan für 100% Erneuerbare Energien und Armutsbekämpfung in Tansania

HBS Report Study Cover

Zusammenfassung

Bei der UN Klimakonferenz COP22 im November 2016 in Marrakesch/ Marokko verpflichteten sich 48 Länder, so schnell wie möglich auf 100% regenerative, heimische Stromerzeugung umzustellen. Gleichzeitig sollen Energiearmut beendet und Wasser- und Nahrungssicherheit gewährleistet werden. Diese 48 Länder gehören zu den ärmsten der Welt und sind im Climate Vulnerable Forum (CVF) versammelt. Tansania ist eines dieser Länder.

Dieser Bericht schlägt konkrete politische Maßnahmen vor und legt nötige Handlungsschritte seitens der Regierung dar, um dieses Ziel umzusetzen. Er beinhaltet Überlegungen, Erfahrungen und konkrete Empfehlungen tansanischer Interessenvertreter um den Gebrauch von Erneuerbaren Energien zu erweitern und gleichzeitig nachhaltige Entwicklung voranzutreiben, sowie die Armut in dem ostafrikanischen Land zu bekämpfen.

englischsprachiger Bericht

Ein Rekordjahr für Erneuerbare Energien – und Bürgerenergie

Heute hat das Netzwerk für erneuerbare Energien des 21. Jahrhunderts (REN21) die umfassendste Jahresübersicht zum Stand der erneuerbaren Energien veröffentlicht. Der Renewables 2016 Global Status Report zeigt, dass erneuerbare Energien sich heute als wettbewerbsfähige und wichtige Energiequellen in vielen Ländern der Welt etabliert haben.

In dem Bericht wird besonders die stark wachsende Bedeutung der Bürgerenergie auf dem Energiemarkt betont. Hier ist ein Trend erkennbar. Der World Future Council konnte das Kapitel zur Bürgerenergie beisteuern und damit den reichen Erfahrungsschatz der WFC-Mitarbeiter, der auf der ganzen Welt zusammen gesammelt wurde, teilen.

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“Jahr für Jahr sichern sich die Erneuerbaren Rekord-Investitionen. Die wahren Pioniere des Übergangs hin zu einer Welt mit 100% Strom aus erneuerbaren Energien sind aber die Kommunen, Gemeinden und Bürger,“ sagt Anna Leidreiter, WFC-Senior-Programmmanagerin – Klima, Energie & Städte. „Für die meisten Städte und Gemeinden ist ihr Einsatz für regional erzeugte erneuerbare Energie schlicht logisch, weil die damit verbundenen Investitionen in nachhaltige Energieerzeugung in der Region bleiben, ebenso wie die Gewinne.“

GlobalStatusReport

2015 war ein Rekordjahr für die Installation von erneuerbaren Energieanlagen. Der Zubau erneuerbarer Energiekapazität für die Stromproduktion verzeichnete mit 147 Gigawatt (GW) den größten Anstieg seiner Geschichte. Auch die Nutzung moderner Erneuerbarer für Wärmeerzeugung und im Verkehrssektor nahm zu. Dezentrale erneuerbare Energien verbreiten sich rapide und helfen somit die Lücke zwischen den „Energiereichen“ und „Energiearmen“ zu schließen.

Zudem spielen die politischen Rahmenbedingungen für den Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere Wind- und Solarenergie im Stromsektor, eine entscheidende Rolle. Anfang 2016 gab es in 173 Länder Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien. 146 Länder hatten politische Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien eingeführt. Städte, Gemeinden und Unternehmen sind Vorreiter der schnell wachsenden “100% Erneuerbaren” Bewegung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der globalen Energiewende.

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Neue Studie: Strom aus Sonne und Wind kann Entwicklung in Afrika entscheidend vorantreiben

World Future Council und Heinrich-Böll-Stiftung weisen Wege zur Nutzung von Afrikas ungenutzten Potenzial an erneuerbaren Energien

Johannesburg / Hamburg, 18. März 2013 – Afrikanische Länder können ihre Volkswirtschaften entscheidend fördern und gleichzeitig den Klimawandel bekämpfen, indem sie die Nutzung erneuerbarer Energien ausbauen. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die der World Future Council und die Heinrich-Böll-Stiftung heute vorgestellt haben. Der 155-Seiten-Bericht kommt zu dem Schluss, dass Energie-Einspeisegesetze (EEG) der beste Mechanismus zur Förderung erneuerbarer Energien in Afrika sind. Nach deutschem Vorbild fördern Einspeisegesetze auch in Afrika Investitionen in die Erzeugung erneuerbarer Energien, indem sie die Abnahme dieser Energien zu einem festgelegten Preis garantieren.

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Chance für Afrika: Erneuerbare Energien

Konferenz zur praktischen Umsetzung vom 29.6. bis 1.7. in der nigerianischen Hauptstadt Abuja

Hamburg / Abuja, 20. Juni 2011Den Menschen weltweit Zugang zu sauberer, erschwinglicher Energie zu verschaffen, ist aktuell eine der Prioritäten der Vereinten Nationen. Was genau afrikanische Länder benötigen, um regenerative Energien fördern zu können, vermittelt eine Konferenz der „African Renewable Energy Alliance“ (AREA) vom 29.6. bis 1.7. in der nigerianischen Hauptstadt Abuja.

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100% Erneuerbare Energien für Städte sind möglich

World Future Council und HCU stellen in Rio de Janeiro Sieben-Punkte-Plan vor

Rio de Janeiro/Hamburg, 24. März 2010Der Klimawandel wird zu drei Vierteln in Städten verursacht und ist zugleich deren größte Bedrohung. Die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas ist dabei der größte Faktor. Alarmierend ist, dass trotzdem weder in den Industrie- noch in den Entwicklungsländern überzeugende Strategien für eine effiziente und erneuerbare Energieversorgung der Metropolen existieren.

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Städte noch nicht gerüstet für Klimawandel und Energiewende

Internationale Expertenrunde fordert 100% Erneuerbare Energien für Städte

Hamburg, 17. April 2009Städte sind Hauptverursacher und Hauptopfer des Klimawandels – und noch nicht für die dringend notwendigen Veränderungen gewappnet. Dies geht aus dem Abschlussdokument der internationalen Städtekommission des World Future Council (WFC) und der Hamburger Hafen City Universität (HCU) hervor, die am Donnerstag und Freitag im Hamburger Rathaus tagte. Demnach hängen Städte in Industrieländern und zunehmend auch in Entwicklungsländern fast ausschließlich von der Verbrennung fossiler Brennstoffe ab. Knapp 80% aller eingesetzten Rohstoffe werden in Städten verbraucht, so dass Städte die Hauptverursacher des sich rasant verschärfenden Klimawandels sind. Die Umstellung auf Erneuerbare Energien muss daher drastisch beschleunigt werden.

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World Future Council berät karibische Parlamentarier – Nach Guyana für mehr Sonnen-, Wind- und Wasserstrom

Hamburg, 16. März 2009„Der Ausbau von Erneuerbaren Energien zum Klimaschutz ist für die karibischen Länder schon heute eine Existenzfrage“, erklärte Bharrat Jagdeo, der Präsident der zwischen Venezuela und Surinam gelegenen Republik Guyana, auf einem Treffen von Politikern verschiedener Karibikstaaten in Georgetown, Guyana. Bei dem von der internationalen Organisation e-parliament in Zusammenarbeit mit dem World Future Council organisierten zweitägigen Hearing zum Thema Klimawandel waren elf karibische Staaten von den Bahamas bis Trinidad & Tobago vertreten. Jagdeo, den das Time Magazine 2008 für sein Engagement zum Erhalt des Regenwalds als „Hero of the Environment“ auszeichnete“, verwies auf die besondere Verwundbarkeit der Inselstaaten durch immer stärker werdende Hurricanes, den Anstieg des Meeresspiegels als Folge der globalen Erwärmung sowie die extreme Abhängigkeit von Ölimporten. Die Energieversorgung der Karibik wird zu über 90% aus Ölimporten bestritten.

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