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Wie wir arbeiten

Wir verbreiten politische Lösungen, die zu einer Beendigung von Hunger und Mangelernährung beitragen, einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen fördern und auf ökologischen Prinzipien basieren. Unsere politische Lobbyarbeit beruht auf  sorgfältiger Recherche dieser Politikansätze. Wir beraten politische Entscheidungsträger weltweit und fördern und ermöglichen Süd – Süd Kooperationen zur Ernährungssicherheit und ökologischer Landwirtschaft.

Unser Ziel ist es, politische und institutionelle Kapazitäten für die Steuerung und Koordinierung von Maßnahmen zur Ernährungssicherheit aus- und aufzubauen.

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Nachrichten & Aktuelles
Wüstenbildung
Unsere Erde darf nicht austrocknen!

Im vergangenen Jahrhundert sind durch Dürren mehr Menschen ums Leben gekommen als durch jede andere wetterbedingte Katastrophe. Der Klimawandel verstärkt den Effekt der Wüstenbildung. Erfolgreiche Maßnahmen gegen Desertifikation tragen daher nicht nur zum Umweltschutz bei, sondern können auch für soziale und politische Stabilität sorgen.

Die Stiftung World Future Council identifiziert die besten und effektivsten Gesetze, die Wüstenbildung verhindern und reduzieren. Wir arbeiten an der Verbreitung dieser Gesetze und tragen so dazu bei, unsere Böden und Lebensräume langfristig zu schützen.

Nahrungssicherheit
Das Recht auf gesunde und ausreichende Nahrung

Wir haben das Ziel, das Menschenrecht auf gesunde, sichere und ausreichende Nahrung zu sichern – mit guten Gesetzen kann es erreicht werden.

Wir haben in der brasilianischen Stadt Belo Horizonte eine herausragende Maßnahme identifiziert, die Unterernährung bei Kindern wirksam reduziert. Wir fanden, dass sich diese Strategie auch für Afrika eignet – und machten Studienreisen und Workshops mit afrikanische Bürgermeister und Ernährungsexperten der Verwaltung.  Die namibische Stadt Windhuk setzt das Modell bereits erfolgreich um: Dank unserer Hilfe schlossen Belo Horizonte und Windhuk auch 2015 ein internationales Kooperationsabkommen ab. Die Nahrungssituation für die Ärmsten und Armen hat sich seither signifikant verbessert.

“Es ist ein Teufelskreis: Armut führt zu Mangelernährung. Dies verhindert, dass die Kinder lernen und später einen guten Beruf ergreifen können. Auf sie wartet abermals Armut. Ich bin froh, dass es sich der World Future Council zur Aufgabe gemacht hat, für die Rechte zukünftiger Generationen zu kämpfen”

Jörg Pilawa, Moderator, begleitete uns nach Namibia, um sich selbst ein Bild zu machen

GESETZE, DIE DEN HUNGER BEKÄMPFEN | FUTURE POLICY AWARD 2009
2009 honorierten wir mit unserem ersten Future Policy Award das fundamentalste aller Menschenrechte, das Recht auf Nahrung.  Das umfassende politische Rahmenwerk für Ernährungssicherheit der brasilianische Stadt Belo Horizonte wurde als inspirierendes Vorbild ausgezeichnet.

Neue Studie über städtische Landwirtschaft in Windhuk

Im März 2017 veröffentlichte der World Future Council gemeinsam mit der Stadt Windhuk und der Eloolo Permaculture Initiative eine Studie über best practices der städtischen Landwirtschaft in Windhuk. Windhuk ist eine wachsende Stadt. Dies spiegelt einen globalen Trend wieder und stellt die meisten Städte vor unglaublichem sozialen, strukturellen und ökologischen Herausforderungen. Dennoch ist die Vision Windhuks, dass eines Tages all seine Bürger und Bürgerinnen Zugang zu gesunder und ausreichender Nahrung haben. Indem Bürger mehr Nahrung innerhalb und außerhalb der Stadt
selbst produzieren, können wir vieles erreichen – wir können die Produktion mit dem Markt verbinden, mit Ideen und Lösungen, und mit Menschen aller Altersklassen und mit verschiedensten Biografien.

Mit diesem Handbuch fördert der World Future Council diese Verbindungen und auf dessen Grundlage werden sich weitere Ideen und Projekte entwickeln, die die städtische Landwirtschaft in Windhuk voranbringen.

Weitere Informationen

Was ist das Erfolgsrezept von Belo Horizonte?

Das System basiert auf dem rechtlichen Anspruch aller Bürger auf gesunde und ausreichende Nahrung und enthält ca. 20 verschiedene Programme, welche die Einhaltung dieses Rechts gewähren. Es hat sich im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung als extrem erfolgreich erwiesen und die Lebensbedingungen aller Bürger, durch Ankurbelung der lokalen Wirtschaft, verbessert. Außerdem wurden Kleinbauern aus der Umgebung in ein lokales und faires Ernährungssystem eingebunden und die Verbindung zwischen dem ländlichen und städtischen Raum gestärkt.  Dank dieser Erfolge hat das Modell Brasiliens nationale ‘Null – Hunger’ Strategie bedeutend beeinflusst und wurde auch von der UNESCO und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen als Vorbild für Städte im globalen Süden anerkannt. Eine Machbarkeitsstudie bestätigte die Eignung des Systems, sich in andere Kontexte übertragen zu lassen.

Studienreisen nach Belo Horizonte für afrikanische BürgermeisterInnen

Ein Ziel des World Future Council ist es, afrikanische Delegationen nach Belo Horizonte zu bringen, damit sie sich vor Ort über das herausragende System informieren und von der Wirksamkeit der Maßnahmen überzeugen lassen können.

Die Teilnehmer der ersten Studienreise im August 2013, darunter der Vize – Bürgermeister von Windhuk (Namibia), der Bürgermeister von Kitwe (Sambia), der Bürgermeister von Kinondoni (Stadtteil von Dar es Salaam, Tansania) und die Bürgermeisterin von Bangangte (Kamerun), besuchten die verschiedenen Programme des brasilianischen Modells zur Hungerbekämpfung: die Volksrestaurants, die städtische Tafel, die Gemeinschaftsgärten, die Weiterbildungen zum Thema Ernährung, die Schulküchen etc. Sie trafen auch die brasilianischen Regierungsverantwortlichen, um die Regierungsführung zum Thema Ernährungssicherheit zu diskutieren.

Eine zweite Studienreise im Februar 2015 war ausschließlich darauf ausgerichtet, die namibischen Städte Windhuk und Walvis Bay bei den Anpassungen und Umsetzung des brasilianischen Modells zu unterstützen. Ein interdisziplinäres Team unterschiedlicher Stadtabteilungen Windhuks und die Bürgermeisterin von Walvis Bay vertieften dabei ihr Verständnis über die notwendigen technischen und rechtlichen Anforderungen eines politischen Rahmenwerks zur Ernährungssicherheit.

Workshop zu städtischer Landwirtschaft

Ein Implementierungsworkshop im Dezember 2015 brachte politische Entscheidungsträger, landwirtschaftliche Experten, Vertreter der Zivilgesellschaft, städtische und stadtnahe Bauern und den Privatsektor zusammen, um in einem offenen und konstruktiven Dialog über die Zukunft der städtischen und stadtnahen Landwirtschaft in Namibia, einem der trockensten Länder im südlichen Afrika, zu diskutieren. Es wurden Erfahrungen über Landwirtschaft in Trockengebieten ausgetauscht, über die Wiederverwendung von Abwasser für die Bewässerung diskutiert und über innovative Methoden, die städtische und stadtnahe Landwirtschaft trotz Wasserknappheit ermöglichen. Eine vom World Future Council in Auftrag gegebene Studie, die das institutionelle und politische Umfeld in diesem Zusammenhang analysiert, wurde vorgestellt und diskutiert, um die Weichen für den Gestaltungsprozess eines politischen Regelwerks zu stellen.

Förderung internationaler Abkommmen

Unsere Arbeit zur Förderung der Süd – Süd Kooperation zwischen Belo Horizonte und Windhuk resultierte in der Unterzeichnung eines Kooperationsabkommen im Februar 2015, welches die Zusammenarbeit der beiden Städte zu entwicklungspolitischen Themen, über Ernährungssicherheit hinaus, vereinbarte.  Ziel ist es, formale Grundlagen für den Austausch bewährter Maßnahmen zu schaffen und institutionelle Zusammenarbeit zu entwicklungsrelevanten Themen zu fördern. Die vereinbarten Kooperationsbereiche umfassen Ernährungssicherheit, Kultur, und Entwicklungsarbeit-, Bildung und Weiterbildungsmaßnahmen.

Im Oktober 2015 unterzeichnete Windhuk gemeinsam mit 110 anderen Städten den „Milan Urban Food Policy Pact“. Die Vereinbarung unterstreicht die zunehmend wichtige Rolle von Städten bei der Sicherung gesunder und nachhaltiger Ernährung für ihre Bürger. Der Pakt stellt den Bürgermeistern konkrete Handlungsstrategien bereit, um die Verpflichtungen der Vereinbarung zu erreichen. Der vom World Future Council initiierte Austausch zu Ernährungssicherheit zwischen Belo Horizonte und Windhuk wird als gutes Beispiel  für Süd-Süd Kooperation in diesem Bereich aufgeführt.


Die Windhuk-Erklärung

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In Folge der Studienreise (2013) nach Belo Horizonte lud der World Future Council gemeinsam mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen und der Stadt Windhuk im Juli 2014 Vertreter der lokalen und nationalen Regierung Namibias, Experten aus Belo Horizonte und internationale Experten aus dem Bereich Ernährungssicherheit zu einem Workshop in Windhuk ein. Ziel war es, das System mit allen Bürgermeistern Namibias zu teilen, einen Dialog mit den verschiedenen Interessengruppen über Ernährungssicherheit einzuleiten und das Verständnis über erfolgreiche Maßnahmen unter den Anwesenden zu stärken. Die Anpassung und Umsetzung des brasilianischen Modells wurde diskutiert und lokale Lösungen für den dortigen Kontext entworfen. Auf der Veranstaltung wurde zudem die Windhuk Erklärung über das Recht auf Nahrung von 51 namibischen Bürgermeistern und Politikern verabschiedet, unter den Augen des Vize – Premierministers. Sie verpflichtet alle Unterzeichnenden Maßnahmen zu ergreifen, die die Ernährungssituation ihrer Bürger verbessern, insbesondere durch die Überprüfung der nationalen Gesetzgebung, die Entwicklung von Lösungen zur Finanzierung von lokalen Maßnahmen, die Einrichtung einer technischen Arbeitsgruppe aller Gemeinden und von Netzwerken für den Dialog mit allen beteiligten Akteuren, die Förderung von Partnerschaften und den Aufbau von Kapazitäten und durch die Zusage die derzeitigen Anstrengungen um Hunger zu bekämpfen, zu harmonisieren.

Erste konkrete Schritte sind die Einführung einer Lebensmitteltafel – der ersten Namibias – und die Förderung und Regulierung städtischer und stadtnaher Landwirtschaft in Windhuk. “Wir werden euch den größten politischen Willen zeigen, den dieses Land je gesehen hat”, sagte Herr Marco Hausiku, Vize Premierminister Namibias, als er dem World Future Council für diese Veranstaltung dankte.

Alle Empfehlungen befinden sich im Workshop Bericht.


Agrarökologie
Für eine regenerative Landwirtschaft

Ernährungssicherheit, Landwirtschaft und Klimawandel sind untrennbar miteinander verbunden. Obwohl die Kleinbauern und Kleinbäuerinnen im globalen Süden den größten Teil der Nahrung für die Weltbevölkerung produzieren, leiden sie unverhältnismäßig stark an Hunger und Armut. Zudem treffen sie die negativen Effekte der globalen Erwärmung am stärksten, ohne große Aussicht auf staatliche Hilfe, denn die ist für ländliche Gebiete eher selten. Angesichts des Verlusts natürlicher Ressourcen wie sauberes Wasser und fruchtbare Böden, einer wachsenden Bevölkerung und die mit dem Klimawandel verbundenen Herausforderungen müssen wir schnellstmöglich unser Ernährungs- und Landwirtschaftssystem einem Wandel unterziehen, um natürliche Ressourcen und Biodiversität zu erhalten und zu regenerieren, um Armut zu mindern und um widerstandsfähiger gegenüber Extremwettereignissen zu werden.

Deshalb wird der World Future Council, in Partnerschaft mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und IFOAM – Organics International, die weltbesten Gesetze zur Stärkung von Agrarökologie mit dem Future Policy Award 2018 ehren.

   

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Wir setzen uns für Agrarökologie ein, welche ökologische Grundprinzipien in der Landwirtschaft anwendet und soziale Aspekte berücksichtigt.

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Unsere Recherche konzentriert sich auf Gesetze und Politiken, die dazu beitragen, unser Ernährungs- und Landwirtschaftssystem umzugestalten.

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Mittels Agrarökologie fördern wir drei Ziele auf einmal: nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, Armutsbekämpfung sowie Klimaresilienz.

Ozeane, Wälder & Biodiversität

In den vergangenen Jahren haben wir auch zu weiteren Themen im Bereich Nahrungssicherheit und Lebensräume gearbeitet. Informieren Sie sich hier über die besten politischen Lösungen, die Meere schützen, Biodiversität fördern und Wälder erhalten. Wir haben diese mit unserem Future Policy Award ausgezeichnet.

UNSERE GESETZESEMPFEHLUNGEN FINDEN SIE AUF