Junge Menschen engagieren sich für Nachhaltigkeit

Schülerinnen und Schüler der Hamburger Julius-Leber-Schule klären über nachhaltige Lebensweisen auf und unterstützen die Kinderrechts-Arbeit des World Future Council

Es gibt diese Momente, in denen wir uns fragen: Wer hilft eigentlich wem — wir den Kindern und Jugendlichen, oder sie uns?

Die Zusammenarbeit mit der Julius-Leber-Schule in Hamburg begann mit einer Erasmus+ -Veranstaltung der Schule, die die Leiterin unserer Kinderrechts-Abteilung Samia Kassid im  Frühsommer letzten Jahres besuchte. Im Rahmen von Erasmus+ arbeiten Schulklassen aus Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien und Spanien gemeinsam an einem Projekt über Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich zwei Schuljahre lang mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander und nehmen Themen wie Ernährung, Abfall oder Konsum unter die Lupe. Die Veranstaltung bot uns eine spannende Gelegenheit für den Austausch mit jungen Menschen, während diese Einblicke in das Thema Kinderrechte bekamen: Wir sprachen mit ihnen darüber, was die Rechte der Kinder sind und wo sie verletzt werden, etwa bei Kinderarbeit in der Bekleidungsindustrie.

Die Schülerinnen übergeben Samia Kassid die für den World Future Council gesammelten Spenden.

Ein Jahr später erhielten wir eine Nachricht der Lehrerin Marion Walsh: Die Schülerschaft hätte über das Jahr und während des Weihnachtsbasars Spenden für uns gesammelt, ob sie vorbeikommen dürfe? Wir sagten selbstverständlich zu und als sie mit den Schülerinnen Aysenur, Begüm und Sanja zu uns ins Hamburger Stiftungs-Büro kamen, waren wir extrem beeindruckt von ihren Aktivitäten.

 

Die drei jungen Frauen ließ das Thema nicht mehr los: “Wir müssen zukünftigen Generationen einen vernünftigen Planeten hinterlassen”, so die 18-jährige Begüm und jeder habe die Möglichkeit, seinen Beitrag zu leisten! Die Schülerinnen halten seitdem Präsentationen vor Kindern ab der 6. Klasse zum Thema Kinderrechte und Nachhaltigkeit. Sie sprechen mit ihnen über Plastik in den Ozeanen, die Verletzung von Menschenrechten in den Wertschöpfungsketten der Textilindustrie und darüber, wie jeder im Alltag seinen ökologischen Fußabdruck verringern kann, etwa durch Müllvermeidung oder bewusstes Shopping. Hierzu nutzen sie auch Bücher und Informationsmaterial des World Future Council. Sie machen mit den Kids Workshops, in denen sie eigene Cremes und Peelings herstellten und demonstrieren, dass Wohlfühlprodukte und Geschenkartikel so nicht nur nachhaltiger, sondern auch persönlicher werden. Das alles selbstverständlich auf Englisch. Sie hinterfragen ihr eigenes Konsumverhalten und für sie steht fest: Es muss nicht täglich Fleisch sein und auf die Kleidung der Billig-Ketten kann man verzichten.

Auf dem alljährlichen Weihnachtsbasar und während der Pausen über das Schuljahr hinweg hatten Aysenur, Begüm und Sanja eine Spendenbox für den World Future Council aufgestellt. Vergangene Woche wurde uns nun die schwere Schachtel in unserem Hamburger Office übergeben und wir freuten uns sehr über die großzügige Spende! Begüm erklärte sich sogar für ein Interview bereit, in dem sie von ihren Aktivitäten erzählte. Wir waren begeistert von dem Engagement und der Begeisterung der jungen Frauen und nehmen aus dem Treffen nicht nur gute Laune mit, sondern viel Input und Inspiration für unsere Arbeit.

Begüm ist eine der Schülerinnen der Julius-Leber-Schule in Hamburg, die jüngeren Schülerinnen und Schülern ihr Wissen über Kinderrecht, Umweltschutz und Nachhaltigkeit weitergeben.

Wir danken den Schülerinnen und Schülern der Julius-Leber-Schule für ihren Einsatz für jetzige und zukünftige Generationen und für die Unterstützung des World Future Councils. Unser besonderer Dank geht an Aysenur, Begüm und Sanja sowie Frau Marion Walsh. Wir werden uns nicht aus den Augen verlieren.