“Essential Ingredients for a Sustainable Future”

Das Jahr 2015 kann ein Meilenstein in Sachen nachhaltiger Entwicklung und damit für eine nachhaltige Zukunft werden. Im September wird die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Sustainable Development Goals bis zum Jahr 2030 beschließen, die für alle Länder gelten sollen. Vom 28. bis 29. April findet zu diesem Thema die Konferenz ‘Essential ingredients for a sustainable future – Why do we need independent institutions, and how should they work for the long term?’ in Cardiff, Wales statt. Die Veranstaltung wird organisiert vom World Future Council, dem Wales Office of the Commissioner for Sustainable Futures, der walisischen Regierung, Sustain Wales und dem Oxford Martin Programme on Human Rights for Future Generations. Zu diesem Anlasse sollen positive Entwicklungen auf UN-, EU-, nationaler und regionaler Ebene herausgestellt werden, bei denen die Bedürfnisse zukünftiger Generationen aktiv mit einbezogen und integriert wurden.

Edith Brown Weiss, Professorin für Völkerrecht am Georgetown University Law Centre in Washington DC und Nikhil Seth, Director of the Division for Sustainable Development, UNDESA (Department of Economic and Social Affairs) und andere werden sprechen und Diskussionsrunden und Workshops zu den Themen ‘New institutions to drive the change – working with purpose and impact to protect our common future’, ‘Identifying the gaps for institutional innovation’, ‘Looking to the future – perspectives in practice’ und ‘Learning from the rich experience of existing examples elsewhere’ leiten.

Cardiff bietet der Konferenz eine perfekte Kulisse. Am 29. April wird der Well-being of Future Generations Bill in der Welsh Assembly verabschiedet werden. Wales nimmt eine Vorreiterrolle darin ein, die Interessen jetziger und zukünftiger Generationen in Entscheidungsfindungsprozesse einzubeziehen. Der derzeitige Kommissar für eine nachhaltige Zukunft hat im Rahmen einer Gesprächsreihe – ‘National Conversation’ – die Menschen gefragt, wie sie sich die Zukunft ihrer Heimat vorstellen aber auch, was ihre größten Bedenken und Sorgen sind. Mehr englischsprachige Informationen finden Sie hier.

Die Konferenz jetzt, die vom 28. bis 29. April stattfindet, bringt die globale Gemeinschaft der Institutionen zusammen. Ihnen sind die Bedürfnisse zukünftiger Generationen ein Anliegen. Sie werden auch im Bericht des UN-Generalsekretärs von 2013 genannt: ‘Intergenerational Solidarity and the Needs of Future Generations’[1]:

  • Das Komitee für die Zukunft in Finnland, das für das Parlament zu dem einmal pro Amtszeit von der Regierung vorgelegten Zukunftsbericht Stellung nimmt und auch Eingaben in anderen Komitees macht, wenn es um zukunftsbezogene Themen geht;
  • Julie Gelfand, die Kommissarin für Umwelt und nachhaltige Entwicklung in Kanada, bewertet, ob die kanadische Bundesregierung und Verwaltung ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen; und sie überwacht das Umweltpetitionsverfahren;
  • Ungarns Ombudsmann für zukünftige Generationen, Marcel Szabó, hat die Aufgabe, das Grundrecht auf eine gesunde und lebenswerte Umwelt zu schützen. Er untersucht einzelne Maßnahmen und überwacht Gesetzesvorschläge und die Entwicklungen in der Politik, um auszuschließen, dass sie eine ernste Bedrohung für die Umwelt und zukünftige Generationen darstellen und unwiderrufliche Schäden entstehen;
  • Der Kommissar für Nachhaltigkeit und Umwelt für das Australische Hauptstadtterritorium, Robert Neil, regte für die Hauptstadtterritorien umweltverträgliche Praktiken und Prozesse an, die von den Territorien und deren Autoritäten dann, als Basis für eine ökologisch nachhaltige Entwicklung, umgesetzt werden;

Der deutsche Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung berät die Bundesregierung „bei der Festlegung und Konkretisierung von Zielen, Maßnahmen und Instrumenten. Außerdem gibt er Empfehlungen zu mittel- und langfristigen Planungen und fördert die Beratungen mit anderen Parlamenten, insbesondere in der EU.

Diese Institutionen sind der Beweis dafür, dass das Wohlergehen zukünftiger Generationen eine immer größere Rolle in den politischen Entscheidungsfindungsprozessen spielt und dass spezielle Mechanismen diese Entwicklung unterstützen können.