Bürgermeister an die Macht?

In Hamburg diskutieren 150 Experten über die Rolle von Städten in der globalisierten Welt

Hamburg, 05.September 2013 –  Der ökologische Fußabdruck von Städten wird von Jahr zu Jahr größer. Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen, ist nirgends so schwierig wie in großen Städten mit ihrem immensen Ressourcenverbrauch. Gerade deshalb werden in Städten auch die besten Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit liegen. Dies ist die Kernaussage eines neuen Berichts des World Future Council über die Zukunft von Städten, die mit konkreten Beispielen aus allen Teilen der Welt belegt wird. Der Bericht wird heute anlässlich des erstmalig in Hamburg stattfindenden Future of Cities Forum vorgestellt.

Zu dem noch bis Freitag laufenden Experten-Forum kommen 150 Bürgermeister, Stadtplaner und Wissenschaftler aus 35 Ländern. Vor dem Hintergrund von Klimawandel, Umweltverschmutzung und Nahrungsmittelknappheit werden zwei Fragen bei der Veranstaltung im Zentrum stehen: Wie können Städte nicht nur nachhaltig, sondern regenerativ wirtschaften, also die Rohstoffe, die sie verbrauchen, auch wieder regenerieren und in den Ressourcenkreislauf zurück geben. Und: Wie weit müsste das Mandat von Stadtregierungen und Bürgermeistern reichen, um einen umfassenden und sozial gerechten Stadtumbau zu gestalten?

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: “Hamburg ist eine lernende Stadt mit einer hohen Innovationskraft. Zugleich hat Hamburg wie mit der IBA 2013 einiges zu bieten, was als Vorbild für andere Regionen taugt. Wir sind daher froh darüber, dass wir das diesjährige Future of Cities Forum des WFC in Hamburg durchführen können.” Zu der Veranstaltung werden Vertreter aus Jakarta, Kampala, Kandy, Toronto und vielen weiteren Städten erwartet.

Als prominente Impulsgeber sprechen internationale Vordenker wie Prof. Dr. Benjamin R. Barber, der in seinem am 4. Oktober erscheinenden Werk “If Mayors Ruled the World. Dysfunctional Nations, Rising Cities” (Wenn Bürgermeistern die Welt regierten – Machtlose Nationen, aufstrebende Städte) ein Weltparlament der Bürgermeister fordert, Prof. Herbert Girardet, der das Konzept der Regenerativen Stadt wesentlich mitgeprägt hat, und der vielfach ausgezeichnete dänische Stadtplaner und “Weltarchitekt” Jan Gehl.

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