Anke Domscheit-Berg verstärkt World Future Council als Politikberaterin

Die bekannte Unternehmerin und Publizistin Anke Domscheit-Berg unterstützt künftig den World Future Council als Politikberaterin. Die in Hamburg ansässige Stiftung widmet sich der Frage, wie Menschenrechte durch gute Gesetze und politische Maßnahmen gestärkt werden können – ein Schwerpunkt sind Gesetze zum Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt. Deutschlands Gesetze sind nach wie vor unzureichend auch bei sexueller Belästigung und Vergewaltigung. Die aktuelle Debatte ist daher wichtig, muss jedoch mit Blick auf die ganze Gesellschaft geführt werden und darf nicht für rassistische Stimmungsmache mißbraucht werden.

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© fotografa/Berlin

Der World Future Council freut sich über einen Neuzugang – mit Anke Domscheit-Berg wird ab heute eine profilierte Aktivistin das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen in der Stiftung vertreten. Frauen sind in Deutschland täglich Gewalt und sexueller Belästigung ausgesetzt. Unsere Gesetze schützen sie jedoch nicht ausreichend. Sexuelle Belästigung ist kein eigener Straftatbestand und selbst Vergewaltigungen führen in den seltensten Fällen zu einer Verurteilung. Nach wie vor hat Deutschland die Istanbul Konvention nicht ratifiziert, so dass Verurteilungen ohne rohe Gewaltanwendungen oft mit Freisprüchen enden – weil ein klares ‘Nein’ in Deutschland nicht reicht.
Die Publizistin und Unternehmerin begrüßt die aktuelle gesellschaftliche Debatte, da sie dem besseren Schutz von Frauen vor männlicher Gewalt dienen kann, kritisiert jedoch ihren Mißbrauch für rassistische Stimmungsmache:
 
“Es ist an der Zeit, eine ehrliche Debatte darüber zu führen, wie wir Frauen in Deutschland besser vor Angriffen auf ihre körperliche Unversehrtheit schützen können. Diese Debatte nur mit Fokus auf Flüchtlinge zu führen, ist jedoch scheinheilig. Sie lenkt davon ab, dass wir es mit einem generellen Phänomen zu tun haben, das stark in der deutschen Kultur verankert ist. Gemeinsam mit dem World Future Council möchte ich mich für einen gesellschaftlichen Wandel einsetzen, der sich auch in besseren Schutzgesetzen niederschlägt.”
 
Jakob von Uexküll, Gründer des World Future Council und des Alternativen Nobelpreises, freut sich sehr über die Verstärkung durch Anke Domscheit-Berg.
“Der WFC hat vorbildliche Gesetze zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit seinem Future Policy Award 2014 ausgezeichnet, zusammen mit UN Women und der interparlamentarischen Union. Deutschland muss dringend die Istanbul Konvention ratifizieren und für alle Opfer von Gewalt eine psychosoziale Prozessbegleitung sicherstellen, wie es in Österreich längst der Fall ist.
 
Anke Domscheit-Berg publiziert seit Jahren zu Fragen der Geschlechtergerechtigkeit. 2015 erschien ihr Buch “Ein bisschen gleich ist nicht genug! Warum wir von Geschlechtergerechtigkeit noch weit entfernt sind” (Heyne), in dem sie auch das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen in Deutschland  und der Welt beleuchtet. Sie befaßt sich darüber hinaus als Unternehmerin und Netzaktivistin mit Fragen zur Zukunft unserer Gesellschaft. 2010 wurde sie mit dem Frauenpreis des Landes Berlin ausgezeichnet.

Pressekontakt


Anke Domscheit-Berg
Politikberaterin
Mobil: +49 175 1676 282
anke.domscheit-berg@worldfuturecouncil.org

 
Alexandra Wandel
Direktorin
Mobil: + 49 172 748 3953
alexandra.wandel@worldfuturecouncil.org

Der World Future Council

Der World Future Council setzt sich für ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne zukünftiger Generationen ein. Seine Mitglieder kommen aus Politik, Geschäftswelt, Wissenschaft und Kultur – und von allen fünf Kontinenten. Der Rat identifiziert mithilfe seines Netzwerks von Wissenschaftlern, Parlamentariern und Umwelt-Organisationen weltweit zukunftsweisende Politikansätze und unterstützt ihre Umsetzung auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene. Weitere Infos finden Sie unter www.worldfuturecouncil.org.