Zukunftsgerechtigkeit

Future Justice – Gerechtigkeit für kommende Generationen

Es ist unsere Pflicht und unsere Verantwortung, die Lebensgrundlagen heutiger und zukünftiger Generationen zu sichern.

Die politischen Entscheidungen von Heute bestimmen weitgehend, wie die Welt von Morgen aussehen wird. Aber die Kinder, die in diese Welt hineingeboren werden, können nicht selber für ihre zukünftigen Rechte eintreten. Deshalb hat der WFC eine „Expertenkommission Zukunftsgerechtigkeit“ ins Leben gerufen, um die langfristigen Auswirkungen heutiger Entscheidungen zu analysieren und publik zu machen. So werden Lösungen für aktuelle Probleme auch bezüglich ihrer Auswirkungen in der Zukunft beleuchtet.

Wir sind überzeugt, dass wir nur dann eine langfristig gerechtere, nachhaltigere und friedlichere Welt schaffen können, wenn unsere Lösungsansätze bis an die Wurzeln der aktuellen Krisen gehen. Andernfalls, so zeigen die Erfahrungen im weltweiten Zusammenhang, laufen wir Gefahr, die Kosten geographisch begrenzter Lösungen oder kurzfristiger Flickschusterei auf die Schultern Dritter abzuwälzen - ob diese nun in anderen Teilen der Welt leben oder erst noch geboren werden.

Wenn die Menschheit nicht mehr länger von einer Katastrophe in die andere stolpern will, müssen wir die globalen Herausforderungen ganzheitlich und mit einem weiten Zeithorizont betrachten. Langfristig gerechte Zukunftsperspektiven dürfen nicht zugunsten kurzfristig gerecht erscheinender Ansätze geopfert werden, die Solidarität innerhalb einer Generation darf nicht die Solidarität mit den nachfolgenden Generationen in Frage stellen, und alle Lösungen von Menschenhand müssen beachten, wie es um den Planeten und andere Lebewesen bestellt ist.

Daher sieht sich die Expertenkommission Zukunftsgerechtigkeit nicht nur als Botschafterin zukünftiger Generationen, die deren Belange so authentisch wie möglich zu vertreten sucht, sondern auch als Treuhänderin, die nach bestem Wissen und Gewissen in ihrem Namen handelt.

Dabei stützt sich die Kommission auf die zahlreichen bestehenden internationalen Abkommen über Umweltschutz und Menschenrechte und fördert deren tatsächliche Umsetzung durch eine Doppelstrategie:

Auf der einen Seite werden die schlimmsten Verstöße gegen unsere Fürsorgepflicht für die Zukunft als Verbrechen gegen zukünftige Generationen charakterisiert und „Worst-Policy-Kriterien“ erarbeitet, um zukunftsschädliche Gesetze zu identifizieren und ihre Abschaffung einzufordern.

Auf der anderen Seite stehen unsere „Best-Policy-Kriterien“, um gezielt die Gesetze zu identifizieren und zu verbessern, die zum Aufbau einer gerechten und nachhaltigen Gesellschaft beitragen. Herausragende Beispiele werden mit einem jährlich vergebenen Policy-Preis ausgezeichnet.

Lesenswert zu diesem Thema: Der Beitrag Nuclear Weapons and Future Justice von Ratsmitglied David Krieger (hier online).

Unsere Recherche und Definition der Best-Policy-Kriterien können Sie hier auf Englisch herunterladen. Darin findet sich auch (im Anhang 1) die Analyse des deutschen Erneuerbare Energiengesetz (EEG), das wir im Rahmen unserer Klima & Energie-Kampagne propagieren.