Unsere Erfolge
Förderung erneuerbarer Energien: Power to the People
Der WFC ist eine der Top-Referenzen für wirksame Einspeisegesetze zur Förderung erneuerbarer Energien weltweit. Mehr als 60 Länder haben bereits gesetzliche Maßnahmen verabschiedet, ein Erfolg, zu dem der WFC mit seiner Arbeit wesentlich beigetragen hat. Im Jahr 2012 hat der WFC über 20 parlamentarische Anhörungen, Expertenanhörungen, Workshops, Side Events und Diskussionsrunden mit Experten aus mehr als 50 Ländern organisiert. Der World Future Council leistet so direkte Beratung von Regierungen, Parlamentariern und internationalen Organisationen wie der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA), dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und dem Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen (UN-HABITAT). Mehr als 100 bundesweite Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Online-Plattformen berichteten über die Arbeit der Klima- und Energieabteilung des WFC. Highlights sind Interviews mit Al Jazeera, dem schwedischen Nationalradio und ZDF, sowie WFC Editorials in der Financial Times und der Süddeutschen Zeitung. Zum Thema Klima und Energie hat der WFC drei Bücher, diverse Broschüren, fünf Kurzfilme und zahlreiche Artikel veröffentlicht.
Netzwerk Afrikanische Allianz für erneuerbare Energie (AREA)
Die Afrikanische Allianz für erneuerbare Energien (AREA), die im Oktober 2009 auf Initiative des World Future Council gegründet wurde, zählt mittlerweile über 1100 Mitglieder aus 72 Ländern. Die Allianz hat sich zu einer wichtigen Plattform für verschiedene Akteure im Bereich der erneuerbaren Energien entwickelt. Im Mai 2012 war AREA Gastgeber eines Workshops im Bellagio Conference Centre in Italien, finanziert von der Rockefeller Foundation, über den Zugang zu nachhaltigen, erneuerbaren Energien als Voraussetzung für die Erreichung der UN-Millenniumssziele. Die Konferenz brachte Experten, Politiker und Investoren aus 17 Ländern zusammen. Darüber hinaus führte der WFC gemeinsam mit der Heinrich Böll Stiftung eine umfangreiche Studie über Einspeisetarife in 13 afrikanischen Ländern durch, die die sozio-ökonomischen Auswirkungen der bestehenden Einspeiseregelungen untersucht und sowohl unterstützende als auch behindernde Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung der Regelungen analysiert. Präsentationen auf mehreren Konferenzen wie dem MDG-Gipfel in Kapstadt und dem Workshop zur Finanzierung nachhaltiger ländlicher Elektrifizierung in Benin erhöhte die Sichtbarkeit von AREA und dem WFC deutlich. Verschiedene internationale Organisationen wie REN21 (Netzwerk für erneuerbare Energien des 21. Jahrhunderts) suchen den Rat von AREA und dem WFC.
Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen
Auf vier Side Events bei UN-Klima-Gipfeln hat der WFC die Notwendigkeit von neuen Sonderziehungsrechten des IWF zur Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen betont - insbesondere durch den entschlossenen Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern. Das innovative Finanzierungskonzept des WFC erreichte internationale Think Tanks, zivile Organisationen und vor allem Vertreter aus den Entwicklungsländern. Darüber hinaus fanden persönliche Gespräche mit dem IWF, Regierungsvertretern aus Deutschland, Frankreich und Norwegen sowie mit mehreren EU-Kommissaren statt. Zum Thema wurden mehrere Artikel veröffentlicht, u.a. in der Financial Times Deutschland.
Expertenkommission Städte und Klimawandel
Zusammen mit der HafenCity Universität Hamburg gründete der WFC im Jahr 2008 eine internationale Expertenkommission zum Thema „Städte und Klimawandel“. Die Kommission setzt sich aus 20 herausragenden Experten auf dem Gebiet der nachhaltigen Stadtentwicklung zusammen – mit dabei sind Architekten, Stadtplaner und Vertreter des Programms der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen (UN-HABITAT). Die WFC-Expertenkommission kam bislang in sechs Sitzungen zusammen und veröffentlichte vier Berichte, einschließlich der übergreifenden Vision „Regenerative Cities“. Der WFC präsentierte die Berichte beim UN World Urban Forum, veranstaltete vier Side Events auf UN-Klima-Gipfeln, organisierte zahlreiche öffentliche Veranstaltungen und wurde eingeladen, auf diversen einschlägigen internationalen Konferenzen zu sprechen. Zudem agiert die Expertenkommission als Berater der UN-HABITAT World Urban Campaign, für die sie einen Kriterienkatalog für zukunftsgerechte Politiken bereitgestellt hat. Als Mitglied des politischen Beirats von UN-HABITAT entwickelt der WFC UN-Leitlinien für Stadt-und Raumplanung. Höhepunkt des Jahres 2012 war die Expertenanhörung in Dubai über die Zukunft der Städte der Golfstaaten. An der in Zusammenarbeit mit der in Dubai ansässigen Al Habtoor Gruppe organisierten Konferenz nahmen verschiedene hochrangige Vertreter aus den Golfstaaten, einschließlich des Ministers für Umwelt und Wasser der Vereinigten Arabischen Emirate, teil.
Future Policy Award
Der Future Policy Award des WFC ist der erste Preis, der zukunfts-gerechte Politiken auf internationaler Ebene auszeichnet. Im Jahr 2012 ging der Preis an die weltbesten Gesetze zum Schutz von Meeren und Küsten. Auf dem UN-Biodiversitäts-Gipfel vergaben der WFC und seine Partner Global Environment Facility (GEF), die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) und der UN-Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) die Preise. Der Future Policy Award 2011 ehrte drei außerordentliche Politiken zur Erhaltung von Wäldern. Die Preisverleihung fand in New York in Zusammenarbeit mit dem UN-Waldforum (UNFF) und der FAO statt. Mit dem Future Policy Award 2010 wurden herausragende Gesetze zur Erhaltung der Artenvielfalt auf der 10. Konferenz der Vertragsstaaten der UN-Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) in Nagoya (Japan) prämiert. Der erste Future Policy Award ging 2009 an das Programm für Nahrungssicherheit der brasilianischen Stadt Belo Horizonte. Die UNO produzierte für den WFC Future Policy Award Broschüren in Englisch, Französisch, Spanisch, Arabisch und Russisch. 2011 und 2012 wurden die Gewinner des Future Policy Award bei einer live im Internet übertragenen Pressekonferenz im UNO-Hauptquartier in New York verkündet.
Unsere Internetplattform www.futurepolicy.org präsentiert greifbare politische Lösungen und unterstützt Entscheidungsträger dabei, zukunftsgerechte Gesetze zu erarbeiten und zu implementieren. Sie umfasst die Themengebiete Erneuerbare Energien, Energie-Effizienz, Städte, Wälder, Nukleare Abrüstung und Nahrungssicherheit und ermöglicht den Nutzern, eigene Gesetze, wie beispielsweise ein maßgeschneidertes Energie-Einspeise-Gesetz, zu entwerfen. Mehr als 1200 Besucher pro Monat nutzen unsere einzigartige Datenbank.
Methodologie für zukunftsgerechte Gesetzgebung
Der WFC hat eine Methodologie für zukunftsgerechte Gesetzgebung entwickelt, die Gesetzgeber bei der Konzeption, Auswertung und Änderung von Gesetzen unterstützt. Die Methodologie basiert auf den sieben Prinzipien für nachhaltige Entwicklung, die von der International Law Association vorgestellt und auf dem Erdgipfel im Jahr 2002 verabschiedet wurden. Die Prinzipien sollen dazu beitragen, dass wichtige universelle Standards von Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit, menschlichen Rechten und Freiheiten sowie die Achtung der Umwelt berücksichtigt werden. Auch die für den Future Policy Award vorgeschlagenen Gesetze werden anhand der Methodologie bewertet.
Kampagne zur Verurteilung von Verbrechen gegen zukünftige Generationen
Durch Workshops und Symposien des World Future Council, an denen internationale Top-Juristen und Richter des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag teilnahmen, findet unsere Forderung, Verbrechen gegen zukünftige Generationen zum Straftatbestand zu machen, mehr und mehr Anerkennung. Darüber hinaus unterstützt der WFC die Bewegung, Ökozid als fünftes Verbrechen gegen den Frieden zu werten.
Kampagne „Ombudspersonen für zukünftige Generationen“
Der WFC setzt sich für die Einführung von Ombudspersonen für zukünftige Generationen auf der internationalen, nationalen, regionalen und lokalen Ebene ein. In diesem Zusammenhang waren wir intensiv an der Vorbereitung der Konferenz der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung (Rio+20) im Juni 2012 in Rio de Janeiro beteiligt. Rio+20 endete mit der Aufforderung an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, einen Bericht darüber zu präsentieren, wie die Bedürfnisse zukünftiger Generationen zuverlässig geachtet werden können. Wir setzen uns dafür ein, dass dieser Bericht priorisiert wird und Empfehlungen für konkrete Handlungsschritte enthält. Dafür arbeiten wir mit UNDESA, der für den Bericht zuständigen UN-Behörde, sowie weiteren Organisationen der UNO zusammen.
BRAINPOoL Projekt
Zusammen mit sechs anderen Organisationen ist der WFC Teil des EU-finanzierten BRAINPOoL-Projekts, das die Entwicklung einer neuen, gerechteren, und nachhaltigeren Wirtschaft unterstützen soll. Konkret wird dies durch die Verbesserung und Verbreitung alternativer Wohlstandsindikatoren erreicht. 2012 erschien der erste Bericht, der die bereits bestehenden alternativen Indikatoren kategorisiert und einige ihrer beeindruckenden Auswirkungen aufzeigt.
Nuclear Abolition Forum
Mit der Unterstützung des Generalsekretärs für Abrüstungsfragen der Vereinten Nationen, Sergio Duarte, riefen wir im Jahr 2011 das Nuclear Abolition Forum ins Leben: ein Gemeinschaftsprojekt von acht führenden Organisationen im Bereich Abrüstung - unter dem Vorsitz des WFC. Das Forum zielt darauf ab, zentrale Fragen der nuklearen Abrüstung zu diskutieren. Damit wird die Schaffung von Rahmenbedingungen für die Verwirklichung und Aufrechterhaltung einer atomwaffenfreien Welt unterstützt. Zu diesem Zweck bietet das Forum eine Webseite mit aktuellen Informationen, Hintergrundartikeln und Diskussionsmöglichkeiten sowie ein Magazin, das sich auf spezifische Themen der nuklearen Abrüstung konzentriert. Die erste Ausgabe des Magazins widmete sich der Problematik „Humanitäres Völkerrecht und nukleare Waffen“, die zweite Ausgabe behandelt die „Überwindung der nuklearen Abschreckung zu einer atomwaffenfreien Welt“.
Beste Praktiken für nukleare Abrüstung
Durch unsere Zusammenarbeit mit dem internationalen Netzwerk „Parlamentarier für nukleare Nichtverbreitung und Abrüstung“ (PNND) konnten wir Gesprächsrunden für Parlamentarier des gesamten politischen Spektrums und aus der ganzen Welt organisieren, um Gesetzgeber über die besten Praktiken zur nuklearen Abrüstung zu informieren. Dies hat zu einer Zusammenarbeit zwischen dem WFC, PNND und der Interparlamentarischen Union (IPU) für ein Handbuch über parlamentarische Maßnahmen zur nuklearen Nichtverbreitung und Abrüstung geführt. Am Tag der Vereinten Nationen, dem 24. Oktober 2012, wurde das Handbuch während der 127. IPU-Versammlung in Quebec, Kanada veröffentlicht. Geschrieben wurde es von Rob van Riet, WFC Koordinator für Frieden und Abrüstung, und Ratsmitglied Alyn Ware in enger Abstimmung mit einem beratenden Komitee, bestehend aus Abgeordneten, Experten und Institutionen wie den Vereinten Nationen, der Comprehensive Nuclear Test Ban Treaty Organisation (CTBTO) und dem Internationale Komitee vom Roten Kreuz. Das Handbuch erläutert eine Reihe von bestehenden beispielhaften Strategien und Praktiken zur Förderung der nuklearen Abrüstung, Eindämmung der Verbreitung von Kernwaffen und zur Wahrung der nuklearen Sicherheit und zeigt auf, welche konkreten Handlungsschritte Parlamentarier unternehmen können, um diese Ziele voranzutreiben.
Abrüstung für nachhaltige Entwicklung

Bei der Rio +20 Konferenz präsentierten wir einen lebensgroßen, vollständig mit Brot bedeckten Panzer, um auf die realistische Möglichkeit aufmerksam zu machen, Hunger und extreme Armut durch eine Umschichtung der Militärausgaben zu beseitigen. Der daran geknüpfte Appell wurde von 22 Nobelpreisträgern und vielen anderen Unterstützern unterzeichnet. In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Ständigen Friedensbüro und dem "International Network of Engineers and Scientists for Global Responsibility" (INES) schärften wir weltweit das Bewusstsein für die Problematik und gewannen die Unterstützung der "Mayors for Peace" und ICLEI. 32 Länder berichteten über den Brotpanzer.

Um der weit verbreiteten Missachtung der Rechte von Menschen mit Behinderungen zu begegnen, haben der WFC und die Essl Stiftung eine fünfjährige Kooperation unter dem Namen „Zero Project“ ins Leben gerufen. Im Jahr 2011 betrieb der WFC umfangreiche Forschung zu beispielhaften Gesetzen und Richtlinien zur Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen. Alle acht identifizierten Strategien wurden mehr als 240 Entscheidungsträger aus 34 Ländern auf der ersten internationalen Konferenz für „Gute Politik für Menschen mit Behinderung" im Januar 2012 in Wien präsentiert.Die Abschlussrede wurde von Dr. Christian Strohal, Vizepräsident des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen, gehalten. Im Juni 2012 wurden die Forschungsergebnisse des Zero Projects außerdem Parlamentariern, politischen Experten und Organisationen behinderter Menschen im Europäischen Parlament präsentiert. Der WFC setzte seine Forschungen im Jahr 2012 fort und identifizierte elf gute Politiken für die Förderung der Beschäftigungsrechte von Menschen mit Behinderungen. Alle Ergebnisse sind im Zero Project Report 2013 zu finden und werden auf der zweitägigen Konferenz "Beschäftigungsrechte von Menschen mit Behinderungen: Innovative Strategien und Praktiken" im Februar 2013 präsentiert werden.
Durch zielgerichtete Pressearbeit konnten wir die Sichtbarkeit und Reichweite des World Future Council in den vergangenen Jahren deutlich erhöhen. Die Zahl der Medienclippings steigt kontinuierlich, im Jahr 2012 waren es erstmal über 1250 Clippings aus der ganzen Welt, darunter zahlreiche Clippings in internationalen Medien. Unsere zweisprachige Webseite nutzen rund 20.000 Besucher monatlich und 4600 Leser haben unseren Newsletter abonniert. Unsere stetig verbesserte Präsenz in sozialen Medien zeigen sich in 1950 Followern bei Twitter und einer lebhaften Facebook Seite.
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