Expertenkommission Wirtschaft, Wissenschaft und Ethik
Verbindung von Theorie und Praxis
Die Expertenkommission Wirtschaft, Wissenschaft und Ethik vereint Ratsmitglieder und Mitglieder des Beratergremiums, die sich von folgender Überzeugung leiten lassen: Unsere Vorstellungen von der Wirklichkeit bestimmen, was wir wie wahrnehmen, was wir für möglich halten und wie wir demzufolge unsere Welt gestalten.
Die Kommission will quer durch alle wissenschaftlichen Disziplinen herausarbeiten, welche wissenschaftlichen Prämissen und Grundannahmen über die Wirklichkeit zukunftsgefährdend sind und aufzeigen, welche sozialen, politischen und technischen Gewohnheiten auf ihnen aufgebaut sind. Es sollen unterbelichtete Blickwinkel herausgehoben und für alternative Bildung und Politikgestaltung verbreitet werden. Daraus ergeben sich folgende Kampagnenziele. Die Kommission will:
• Die Rolle der Wissenschaft für gesellschaftliche Entwicklung in der öffentlichen Agenda verankern;
• Eine aufklärende Rolle in der öffentlichen Debatte spielen, indem die wissenschaftliche Expertise hinter politischen „es gibt keine Alternative“ Argumenten kritisch beleuchtet wird und letztere damit ihre Unanfechtbarkeit verlieren.
• Einen Satz von Gesetzesinitiativen identifizieren, die Wirtschaft wieder zum Diener von Menschen und dem Planeten machen statt umgekehrt.
Die Mittel zur Finanzierung der Forschungsarbeit und der Entwicklung konkreter Vorschläge sind gesichert. Schwerpunkte werden die Themen Wissenschaft und Spiritualität sowie nachhaltige Wirtschaftspolitik sein.
1. Mit Unterstützung durch die US-amerikanische Fetzer Foundation übernehmen Ratsmitglied Stephen Marglin und Berater Arthur Zajonc die Leitung der Forschung über die Wurzeln unserer aktuellen Krisen. Dabei wird offengelegt, welche Vorstellungen von der Wirklichkeit dem modernen Wissenschaftsideal zu Grunde liegen und wie sie sich von denen alternativer Methoden unterscheiden. Die Forschungsergebnisse werden als Input für zwei Kommissionssitzungen mit ausgewählten Experten genutzt und in zwei abschließenden Berichten mit Kampagnenempfehlungen für den WFC zusammengefasst.
2. Eine Gruppe von Sozialbanken hat Mittel für die dreijährige Grundfinanzierung der Arbeit „Future Finance“ („Zukunftssicheres Finanzsystem“) bereitgestellt. Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die folgende Frage: Wie kann ein Finanzsystem aussehen, das nachhaltige Aktivitäten zur Förderung des Wohlbefindens und der sozialen Gerechtigkeit für heutige und zukünftige Generationen auf dieser Erde unterstützt? Ferner sollen konkrete Gesetzesvorschläge erarbeitet werden, die den Übergang hin zu einem solchen Finanzsystem bewirken können.
Der WFC nimmt aktuell Bewerbungen für die Koordinationsstelle der Future Finance Arbeit entgegen („Future Finance Coordinator“)
Die Thesen des WFC-Gründers Jakob von Uexküll zum Thema „Future Finance“ finden Sie hier (in Englisch).
Die Präsentation von Maja Göpel (Campaign Manager) zu den Aufgaben einer Future Finance Commission steht hier zum Herunterladen bereit (in Englisch).