Expertenkommission Städte und Klimawandel

Die Kommission bei ihrem ersten Treffen 2008

Das wichtigste Ziel der Kommission „Städte und Klimawandel“ ist es, vor dem Hintergrund des Klimawandels ein neues Verständnis moderner Städte und ihrer Produktion, ihres Konsums und Transportwesens sowie der Abfallentsorgungssysteme zu schaffen.

Die Kommission trifft sich zweimal pro Jahr. Bei jedem Treffen diskutieren die Mitglieder drei bis vier Themen, zu denen sie Berichte erstellen, um bestmögliche Strategien für eine nachhaltige urbane Entwicklung als Grundlage der zukünftigen Kommissionsarbeit zu benennen. 

Aktuelles

Von links: Christian Maaß, Prof. Dr. Dieter Läpple, Stefan Schurig, Prof. Peter Droege , Prof. Herbert Girardet

Das zweite Treffen der WFC Expertenkommission Städte und Klimawandel fand vom 16. bis 17. April in Hamburg statt. Die Kommission verabschiedete einen Aktionsplan für nachhaltige Stadtentwicklung. In dem Dokument wird von nationalen und lokalen Behörden ein Fahrplan gefordert, wie die Versorgung mit 100% erneuerbaren Energien erreicht werden kann. Die Expertenkommission identifizierte zwei Hauptgründe für den langsamen Fortschritt hin zu erneuerbaren Energien: Nationale Regierungen sehen nicht, wie dringend das Thema ist, und lokale Behörden haben nicht die notwendigen Machtbefugnisse, was Energiepolitik betrifft. Daher setzen Städte oft falsche finanzielle Prioritäten. Kommissionsmitglied Nicholas You, Leiter der strategischen Planung bei UN Habitat: "Erneuerbare Energie und Maßnahmen zur Energieeffizienz sind kein Luxus, sondern eine Überlebensstrategie. Die Machtbefugnisse von Städten müssen an die Herausforderungen des Klimawandels angepasst werden." Im Anschluss an das Kommissionstreffen organisierte der WFC eine öffentliche Podiumsdiskussion zu nachhhaltiger Stadtentwicklung im Hamburger Kesselhaus. Prof. Peter Droege (Hochschule Liechtenstein), Prof. Herbert Girardet (WFC-Mitbegründer), Christian Maaß (Hamburger Staatsrat der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt) und Prof. Dr. Dieter Läpple (Berater des Urban Age Network) diskutierten Politikansätze für nachhaltige Stadtentwicklung und Hamburgs potentielle Vorreiterrolle als "grüne Stadt". 

Lesen Sie hier die Pressemitteilung zum Kommissionstreffen: Städte noch nicht gerüstet für Klimawandel und Energiewende.

Hintergrund

  • 80 % der Menschen in den Industrieländern leben in Städten
  • 50 % aller Menschen weltweit leben in Städten
  • Städte bedecken 3 % der Landfläche der Erde
  • Städte verbrauchen 80 % der weltweiten Ressourcen

Es gibt ein wachsendes Angebot verfügbarer Technologien und Strategien, um die Auswirkungen städtischer Siedlungen auf die globale Umwelt und Atmosphäre massiv zu verringern. Die wichtigste Aufgabe der Kommission ist die Prüfung dieser Möglichkeiten, das Skizzieren von Beispielen und Strategien entsprechend einer „Best Practice“ rund um den Globus und die Diskussion ihrer Umsetzungsperspektiven. Die Kommission zielt auf folgende Punkte ab:

  • die Sensibilisierung des öffentlichen Bewusstseins für das Problem der städtischen Verantwortung im Zeitalter des Klimawandels,
  • das Erkennen der wichtigsten Hemmnisse für den Fortschritt und die Erleichterung des Wissensaustausches
  • und das Erkennen staatlicher Reaktionen.

Projektinformation Städte und Klimawandel


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