Städte und Klimawandel
Städte sind Verursacher und Opfer des Klimawandels zugleich. Sie verbrauchen etwa 80 Prozent der weltweiten Energieressourcen und stoßen den größten Teil der Abgase aus. Sie werden aber auch hauptsächlich vom Klimawandel betroffen sein, weil sie oft unmittelbar an der Küste liegen. Wie werden Städte in Zukunft wachsen? Wie müssen Stadtregierungen auf den Klimawandel reagieren?
Aktuelles

11. Dezember 2009: WFC präsentiert Konzepte für nachhaltige Stadtentwicklung in Kopenhagen
Nachhaltige Entwicklung bedeutet vor allem nachhaltige Stadtentwicklung: Städte verbrauchen fast 80% der weltweiten Energieressourcen und stoßen die meisten Treibhausgase aus. Da viele Städte in Küstennähe liegen, leiden sie gleichzeitig auch besonders unter den Folgen des Klimawandels. Am 11. Dezember diskutierten der World Future Council, die Hambuger HafenCity Universität, Arup und das Fraunhofer Institut Karlsruhe in Kopenhagen, mit welchen Maßnahmen eine vollständige Versorgung von Städten mit erneuerbaren Energien erreicht werden kann. Stefan Schurig, WFC Klima- und Energiedirektor, moderierte die Diskussion.
Hamburg City Climate Conference 09: First Annual Conference of the Covenant of Mayors, 16.-18. November 2009
Vor dem Hintergrund der UN Klimaverhandlungen vom 07.-18.12.2009 in Kopenhagen hat die Freie und Hansestadt Hamburg, der Erstunterzeichner des Covenant of Mayors und Europäische Umwelthauptstadt 2011, BürgermeisterInnen der großen Städte der Welt und Klimaexperten zur Hamburg City Climate Conference eingeladen. Beim Kampf gegen den Klimawandel kommt den Städten eine besondere Rolle zu. Sie beherbergen über die Hälfte der Weltbevölkerung und sind für 80 Prozent der klimaschädlichen Treibhausgase verantwortlich. Mit ihrer Bereitschaft und Fähigkeit, sich zu verändern, haben die Städte aber gleichwohl großes Potential im Klimaschutz. Die Städte sind im Prozess des weltweiten Klimawandels Hauptverursacher und Hauptbetroffene und müssen deshalb auch Hauptakteure sein. Gemeinsam mit dem Covenant of Mayors bringt Hamburg die Städte zusammen, um deutlich zu machen, dass sie bereit sind, noch mehr Verantwortung zu übernehmen und die Vertragsstaatenkonferenz zu entschiedenem Handeln zu drängen. Der World Future Council war Partner der Veranstaltung. Hier können Sie das Konferenzprogramm herunterladen.
19.-20. November 2009: 100% Erneuerbare Energien für Städte
Die WFC Kommission Städte und Klimawandel tagte am 19. und 20. November in Hamburg. Hauptthema war eine Versorgung von Städten mit 100% erneuerbarer Energie – ein entsprechender Bericht wird in Kürze veröffentlicht. Die Ergebnisse des Treffens wurden am 20. November im Rahmen einer Podiumsdiskussion der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Kommissionsmitglieder Herbert Girardet (WFC Programmdirektor), Prof. Peter Droege (Hochschule Liechtenstein), Prof. Dr. h. c. mult. Dipl. Ing. Meinhard von Gerkan (Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner) und Henning Thomsen (Gehl Architects, Kopenhagen) diskutierten mit Dr. Michael Beckereit (Geschäftsführer von Hamburg Energie), moderiert von Stefan Schurig, WFC Klima- und Energiedirektor.
Ziele
Der WFC will Städte energieeffizienter machen und ihre Nutzung erneuerbarer Energien drastisch steigern. Ein gutes Beispiel dafür ist Dongtan in China, die erste Ökostadt der Welt, deren Bau 2008 begann. Aber auch andere klimarelevante Bereiche wie Luft und Wasserverschmutzung oder die wichtige Frage der lokalen Entscheidungsstrukturen werden beleuchtet.
Aktivitäten

Expertenkommission Städte und Klimawandel
Die Expertenkommission Städte und Klimawandel ist eine Kooperation von WFC und HafenCity Universität (HCU). 21 Experten sind Mitglied der Kommission, darunter die WFC-Ratsmitglieder C.S. Kiang, Ashok Khosla und Fabio Feldmann; WFC-Programmdirektor Herbert Girardet und der Leiter des US-Büros Randy Hayes; sowie zahlreiche externe Experten wie Prof. Peter Droege (Asien-Pazifik-Direktor des World Council for Renewable Energy in Australien), Nicky Gavron (ehemalige Zweite Bürgermeisterin von London), Dr. Hartmut Graßl (emeritierter Direktor des Max Planck Instituts für Meteorologie), Dr. Eric Martinot (Institute for Sustainable Energy Policy in Tokio) und Henning Thomsen (ehemaliger Direktor des Dänischen Architekturinstituts in Kopenhagen. Dr. Anna Tibaijuka, die Leiterin von UNHABITAT (Programm der Vereinten Nationen für menschliches Siedlungswesen), hat die Schirmherrschaft übernommen. Lesen Sie hier mehr zur Arbeit der Kommission.