WFC-Arbeitsprogramm Klima und Energie

Europa

11.-12. November 2008: Der WFC auf dem EU-Workshop Erneuerbare Energien in Prag

WFC Referent für Klima & Energie Axel Bree hat auf einem Workshop der Europäischen Kommission für die neuen EU-Mitglied- und Bewerberstaaten die verschiedenen Optionen für die Ausgestaltung von Einspeisetarifen vorgestellt. Thema des Workshops war der Wissens- und Erfahrungsaustausch über die technischen und politischen Möglichkeiten zur Förderung erneuerbarer Energien. Obwohl alle teilnehmenden Länder entsprechende politische Initiativen angestoßen haben, wurde in der Diskussion deutlich, dass die meisten noch in einem vorbereitenden Entwicklungsprozess stehen und dabei sind, zunächst einmal ihre eigenen Präferenzen auf diesem Gebiet festzulegen. Für den WFC ist dies ein Anlass, sich künftig stärker auf die Länder Mittel- und Osteuropas zu konzentrieren, zum Beispiel durch die für Dezember im polnischen Poznan in Zusammenarbeit mit e-Parliament geplante Ausrichtung einer parlamentarischen Anhörung.

13. November 2008: WFC und Umweltschutzverbände feiern Erfolg im neuen britischen Energiegesetz – Bianca Jagger und Herbert Girardet machen sich als Podiumsteilnehmer in London für das Konzept grüner Städte stark

Von links nach rechts: Bianca Jagger, Herr Jacometti (Shell), Herbert Girardet, Herr Goss (Siemens)

Die Verfechter erneuerbarer Energien in Großbritannien, vom WFC über Friends of the Earth bis Greenpeace, haben Grund zum Feiern: Sie haben es geschafft, wichtige Kernelemente für die Einführung von Einspeisetarifen in dem neuen britischen Energiegesetz zu verankern. Über das Feiern versäumt der WFC allerdings nicht, sich weiter mit Nachdruck für nachhaltige Konzepte der Stadtentwicklung einzusetzen.
Die weltweite Verstädterung treibt die Nachfrage nach fossilen Energieträgern in die Höhe. Angesichts des drohenden Klimawandels haben einige Städte bereits signifikante Schritte in Richtung erneuerbare Energien und Energieeinsparung unternommen. Wenn man allerdings bedenkt, dass 2050 rund 70 % der Weltbevölkerung in Städten leben werden (im Vergleich zu heute 50 %), wird deutlich: Wir brauchen eine deutlich bessere Zusammenarbeit von Industrie und Politik, um den Klimawandel weltweit bekämpfen zu können. Und wir brauchen radikal neue Ansätze in der Stadtentwicklung.
Dieses Thema stand auf der Tagesordnung einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion, zu der die Deutsche Botschaft in den Sitzungssaal der Deutschen Bank in London eingeladen hatte. Über 100 Experten aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik, Wissenschaft und NGOs sind der Einladung gefolgt. Auf dem Podium saßen neben der Vorsitzenden des WFC-Exekutivausschusses Bianca Jagger und dem WFC-Experten für nachhaltige Städte Herbert Girardet die ehemalige EU-Kommissarin Michaele Schreyer, der Architekt Albert Speer und der Wissenschaftsberater der britischen Regierung Prof. John Beddington.

Afrika/Pazifik

15.-16. November: Parlamentarische Anhörung in Trinidad & Tobago – WFC schlägt Klima-Ausgleichsfonds für Inselstaaten vor

Stefan Schurig (rechts) auf dem Podium

Die fünfte vom WFC und e-Parliament gemeinsam veranstaltete Parlamentarische Anhörung befasste sich dieses Jahr mit dem Thema Erneuerbare Energien für afrikanische Länder und kleine Inselstaaten.
Der WFC-Direktor für Klima & Energie Stefan Schurig präsentierte zentrale Fakten zur Einführung von Einspeisetarifen und illustrierte diese anhand praktischer Erfahrungen aus Europa und Mauritius. Er schlug vor, entsprechende Programme in kleinen Inselstaaten aus einem von den Industrieländern gespeisten Fonds zu finanzieren, da diese weitgehend für den Klimawandel verantwortlich seien. Dagegen leiden grade kleine Inselstaaten unter einer massiven Zunahme schwerer Wirbelstürme und werden durch den Anstieg des Meeresspiegels direkt bedroht. Auf der anderen Seite stehen ihnen natürliche Energiequellen wie Sonne, Wind und Biomasse im Übermaß zur Verfügung. Dies erklärt ihr wachsendes Interesse an erneuerbaren Energien und die Suche nach lokalen und internationalen Finanzierungsmechanismen.
Der WFC und e-Parliament haben den Inselstaaten empfohlen, sich direkt mit einer Botschaft an die laufende UN-Klimakonferenz in Poznan zu wenden. Sie rufen darin die Industrieländer auf, den Klimawandel zu stoppen und einen Ausgleichsfonds zur Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen in den Inselstaaten einzurichten. Gleichzeitig beraten die Inselstaaten über ihre eigenen Maßnahmen im Rahmen einer Selbstverpflichtung zur Förderung erneuerbarer Energien und raschen Senkung des Verbrauchs fossiler Energieträger.

USA

15. Oktober: WFC US Policy Officer Randy Hayes mit einem Preis für seine Kampagnenarbeit ausgezeichnet

Randy Hayes in Tasmanien.
Foto: Vica Bayley

Das amerikanische Business Ethics Network (BEN) hat dem WFC US Policy Officer Randy Hayes den diesjährigen „BENNY“ verliehen, einen Preis für Verdienste um Nachhaltigkeit. Begründet wurde die Auszeichnung für Hayes mit seinem jahrzehntelangen innovativen Engagement und seinen Erfolgen im Einsatz für gefährdete Regenwälder und die dort lebenden Menschen.
Hayes ist Gründer der Organisation Rainforest Action Network arbeitet zurzeit für den WFC als Policy Officer für Klima & Energie in den USA. „Randy Hayes zählt zu den Vätern der Basisbewegung gegen den Missbrauch unternehmerischer Macht und des Rainforest Action Network. Er ist bis heute einer der führenden Köpfe auf diesem Gebiet und hat den BENNY für herausragende persönliche Leistungen wirklich verdient“, meint Michael Marx, der Geschäftsführer von BEN.
Das Business Ethics Network ist ein im kalifornischen Oakland beheimatetes Projekt von Corporate Ethics International und das größte US-Netzwerk gemeinnütziger Initiativen und Organisationen, die sich für ethische Grundsätze in der Wirtschaft einsetzen. Zu den Mitgliedern gehören beispielsweise Forest Ethics, Greenpeace, Healthcare without Harm, Natural Resources Defense Council, People for the Ethical Treatment of Animals, Rainforest Action Network, und die Teamsters als größte Einzelgewerkschaft der USA.

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