Aktivitäten der Ratsmitglieder im Oktober 2008

Maude Barlow, Vorsitzende des Council of Canadians, wird UN-Beraterin für Wasserangelegenheiten
Am 21. Oktober wurde Ratsmitglied Maude Barlow vom Präsidenten der 63. Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen, Miguel d’Escoto Brockmann, zum ersten Senior Advisor für Wasser-Angelegenheiten ernannt. Der Präsident lobte Maude Barlows Erfahrung, Kreativität und Führungsstärke im Kampf um den Erhalt der Ressource Wasser. In ihrem Engagement paare sich eine humanitäre Vision mit einem pragmatischem Ansatz, so d’Escoto Brockmann. Barlow setzt sich seit Jahren dafür ein, die Versorgung mit Wasser als Menschenrecht anzuerkennen, und sucht nach Möglichkeiten, die weltweite Wasserpolitik demokratischer zu gestalten. Präsident d’Escotos Schreiben zur Ernennung von Maude Barlow können Sie hier nachlesen: www.canadians.org.

Ashok Khosla, Vorsitzender von Development Alternatives und Co-Präsident des Club of Rome, wird Präsident der IUCN 
Ratsmitglied Ashok Koshla ist zum Präsidenten der International Union for Conservation of Nature (IUCN) gewählt worden, dem größten und ältesten Umweltschutz-Netzwerk der Welt. Ashok Khosla betont immer wieder die Bedeutung eines globalen Bündnisses für Artenvielfalt unter Einbeziehung von Regierungen, der Zivilgesellschaft und der Öffentlichkeit. Er ist Vorsitzender der in Delhi ansässigen Organisation Development Alternatives, die den Einsatz nachhaltiger Technologien auf der Südhalbkugel fördert. Mehr dazu finden Sie hier

Deutscher Umweltpreis für Ehren-Ratsmitglied Ernst Ulrich von Weizsäcker, Dekan der Donald Bren School of Environmental Science and Management, Universität von Kalifornien
Am 26. Oktober wurde dem Ehren-Ratsmitglied Ernst Ulrich von Weizsäcker der diesjährige deutsche Umweltpreis verliehen. Der Preis ist mit 250.000 Euro der höchstdotierte Umweltpreis in Europa. Von Weizsäcker wurde für sein Engagement zur Förderung von Nachhaltigkeit in Gesellschaft, Politik und Wirtschaftsleben ausgezeichnet. Mehr dazu finden Sie hier.

Youssou N’Dour, Musiker und Menschenrechtsaktivist, singt für UN-Millenniumsziele
Aus Anlass des New Yorker UN-Gipfels zum Status der Millenniums-Entwicklungsziele in der letzten Septemberwoche war Youssou N’Dour einer der vielen Stars auf der spektakulären „Knock Out Poverty“ Benefiz-Box-Gala zur Unterstützung der Armutsbekämpfung in Afrika. Youssou N’Dour, WFC-Ratsmitglied, Sänger, Menschenrechtsaktivist und UNICEF-Botschafter, trat neben anderen afrikanischen Musikerlegenden im Unterhaltungsprogramm der Veranstaltung auf, deren Erlös an die gemeinnützige Organisation All For Africa ging. In der gleichen Woche, die ganz im Zeichen der Milleniums-Entwicklungsziele stand, nahm Youssou N’Dour auch an einer hochkarätig besetzten Konferenz zur Malariabekämpfung teil, auf der ein neues globales Bündnis von Regierungs- und Wirtschaftsvertretern, Initiativen und internationalen Organisationen nach neuen Modellen für wirksame weltweite Maßnahmen und effektive Zusammenarbeit im Kampf gegen diese Krankheit suchte.

Vandana Shiva, Mitglied des WFC Exekutivkomitees, Gründerin der Research Foundation for Science, Technology and Ecology stellte neues Buch "Soil not Oil" vor
Bei der Vorstellung ihres neuen Buches „Soil not Oil – Environmental Justice in an Age of Climate Change“ erklärte Physikerin, Umweltaktivistin und WFC-Ratsmitglied Vandana Shiva, die aktuelle Finanzmarktkrise unterstreiche erneut, wie dringend eine Wende im Umgang mit den Nahrungsmitteln sei. In einem Interview auf der Frankfurter Buchmesse (15. bis 19. Oktober) stellte sie fest: „Aus dem Zusammenbruch der Finanzmärkte sollten wir lernen, dass die Welt zu kippen droht.“ Ihrer Auffassung nach, so Shiva weiter, sei diversifizierter biologischer Anbau einer der Schlüssel zur Bekämpfung von Klimawandel und Hunger in der Welt.
Außerdem ging Vandana Shiva als Siegerin aus einer Online-Diskussion der Zeitschrift The Economist vom 30. September bis 10. Oktober zur globalen Wasserkrise hervor. Die Mehrheit der Teilnehmer (59 % gegenüber 41 %) stimmte abschließend ihrer These zu, dass Wasser nicht privatisiert werden dürfe, und widersprach der Auffassung des Economist, dass Wasser ein Handelsgut und eine knappe Ressource sei, die zu ihrem Marktpreis verkauft werden sollte. Mehr dazu finden Sie hier.

Rae Kwon Chung, Direktor der Umwelt- und Nachhaltigkeitsabteilung der United Nations Economic and Social Commission for Asia and Pacific (UNESCAP), schlägt internationales CO2 Policy-Register vor
Südkoreas Chefunterhändler in den Klimaverhandlungen, WFC-Ratsmitglied Rae Kwon Chung, hat ein internationales Register vorgeschlagen, in dem Länder wie China und Indien ihre eigene Politik zur Reduzierung von CO2-Emissionen darlegen. Auf einer Konferenz des Natural Resources Defense Council im letzten Monat erläuterte Prof. Chung, worum es dabei geht: der auf freiwilliger Grundlage erfolgende Eintrag in ein solches Register könne als verbindliche Aussage auf internationaler Ebene gewertet werden und enthalte zumindest überprüfbare Ziele.
Dadurch könnten Entwicklungs- und Schwellenländer genötigt werden, ihre Pläne zur CO2-Reduktion zu Papier zu bringen, so dass ein Ausweg aus der festgefahrenen Situation in den Klimaverhandlungen möglich wäre. „Wenn wir uns auf ein solches Register einigen“, so Prof. Chung, „sehe ich die Möglichkeit für einen Durchbruch in Kopenhagen.“

Seine Königliche Hoheit Prinz El Hassan Bin Talal, Präsident und Schirmherr des Arab Thought Forum, Botschafter für den interkulturellen Dialog der Internationalen Islamischen Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Präsident der Stiftung für interreligiöse und interkulturelle Forschung und Verständigung, fordert Transparenz für nachhaltige Zukunft 
Vom 30. Oktober bis 2. November tagte die 13. Internationale Konferenz zur Korruptionsbekämpfung in Athen. Unter den Teilnehmern war neben vielen anderen führenden Experten für die Themen Governance, Korruptionsbekämpfung und Transparenz auch WFC-Ratsmitglied El Hassan, ein engagierter Aktivist für humanitäre Anliegen und interreligiöse Verständigung, dessen besondere Sorge der humanitären Dimension von Konflikten dient. El Hassan sprach im Abschlussplenum über die Bedeutung globaler Transparenz für eine nachhaltige Zukunft.

Riane Eisler, Autorin, Historikerin und Präsidentin des Centre for Partnership Studies, fordert neues Wirtschaftssystem
Am 25. September hat WFC-Ratsmitglied Riane Eisler in der Huffington Post einen Artikel veröffentlicht, in dem sie dazu aufruft, die Wirtschaftskrise als Chance zum Nachdenken über die Gestaltung neuer ökonomischer Systeme zu nutzen. Den Artikel mit dem Titel Peaceful Revolution: Real Economic Change That's Logical Not Pathological können Sie hier lesen.

Alan AtKisson, Präsident der AtKisson Group und Mitglied des WFC-Beratergremiums, veröffentlicht "The ISIS Agreement"
Alan AtKisson hat ein neues Buch unter dem Titel „The ISIS Agreement“ veröffentlicht. Darin legt er umfassend dar, was Unternehmen tun müssen, um Nachhaltigkeit in ihre Organisationsstruktur, Initiativen und Pläne zu integrieren. An die Adresse von Führungskräften in Wirtschaft und Politik gerichtet, zeigt der renommierte Unternehmens- und Nachhaltigkeitsberater AtKisson auf, wie Nachhaltigkeit die Leistungsfähigkeit von Organisationen in Zeiten des Klimawandels verbessern hilft.

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