Erneuerbare Energie in Afrika

Afrika bekommt die negativen Auswirkungen des Klimawandels bereits stark zu spüren. Gleichzeitig werden wegen der starken Abhängigkeit von Holz und Holzkohle als Brennstoff zur Deckung des elementarsten Energiebedarfs der Menschen die Wälder weiter massiv abgeholzt, was die negative Entwicklung noch verstärkt. Erneuerbare Energien sind für eine nachhaltige Entwicklung Afrikas von entscheidender Bedeutung. 


Aktuelles

Ansgar Kiene bei der Konferenz

14. Oktober 2009: Erneuerbare Energie für Afrika - Konferenz in Nigeria
Bei der Internationalen Konferenz zu erneuerbaren Energien IREC in Abuja, Nigeria, sprach WFC Projektmanager Ansgar Kiene über "Erneuerbare Energien für eine nachhaltige Entwicklung in Afrika". Afrikanische Politiker, Wirtschaftsvertreter und zivilgesellschaftliche Gruppen diskutierten bei der Konferenz, welche politischen Rahmenbedingungen für den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien notwendig sind. Die neugegründete African Renewable Energy Alliance wurde von vielen Konferenzteilnehmern als wichtiger Schritt zu einer besseren Zusammenarbeit bezeichnet.

Vortrag von Prof. Abubakar S. Sambo

12. Oktober 2009: WFC-Workshop in Addis Abeba führt zu breitem Bündnis
Über 90 Prozent der Menschen in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara haben keinen Strom. Dies erschwert den Zugang zu Bildung sowie die wirtschaftliche Entwicklung dieser Regionen. Darüber hinaus belastet der Rauch der in ländlichen Regionen weit verbreiteten Holzkohleöfen Mensch und Umwelt erheblich. Um eine klimafreundliche Energieversorgung mithilfe erneuerbarer Energien zu fördern, veranstaltete der World Future Council in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba einen Strategie-Workshop für Vertreter von Regierungen, Energieversorgern, privaten Unternehmen und NGOs. Mehr zu den Ergebnissen des Treffens. Hier finden Sie die Abschlusserklärung der Teilnehmer.

17.-20. September 2009: Zugang zu erneuerbarer Energie in Afrika
Gemeinsam mit eParliament veranstaltete der World Future Council vom 17. bis 20. September eine parlamentarische Anhörung in Maputo, Mozambique. Mit Parlamentariern aus acht afrikanischen Ländern ging es dabei unter anderem um lokale Stromnetze und Finanzierungsmöglichkeiten für den Ausbau erneuerbarer Energie.


Ziele

Der World Future Council will den Einsatz erneuerbarer Energieträger im ländlichen und städtischen Afrika durch die rasche Implementierung entsprechender Technologien massiv vorantreiben. Dies unterstützt die soziale und wirtschaftliche Entwicklung und hilft die Grundversorgung mit Energie zum Kochen sowie Heizung und Licht zu sichern. Die ländliche Wirtschaft wird ebenso gefördert wie der Zugang zu Informationen, Bildung und Gesundheitsversorgung in entlegenen Gebieten. Dieses Projekt kann zum Erreichen aller acht Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen beitragen, dient der Umwelt und unterstützt die globalen Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel.

Die acht Millenium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, Quelle: UNDP Regional Service Centre in South Africa.

Aktivitäten

Um den Einsatz erneuerbarer Energien in ganz Afrika zu fördern, werden wir uns zunächst auf konkrete Verbesserungen in drei Ländern konzentrieren. Wir wenden uns direkt an Parlamentarier, Regierungen und Verwaltungsvertreter in Äthiopien, Nigeria und Südafrika und handeln Hand in Hand mit Repräsentanten der Zivilgesellschaft und regionalen, nationalen sowie internationalen Gruppierungen (z. B. der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten, der Afrikanischen Union und der EU). Unsere Projekte umfassen:

  • Strategieworkshops: Workshops zu erneuerbaren Energien unterstützen die Diskussionen unter den afrikanischen Interessenspartnern über rechtliche Rahmenbedingungen und Implementierungspläne.
  • Studienreisen: Ein gezielter Erfahrungsaustausch im Rahmen der Süd-Süd-Kooperation vergrößert das Potenzial für die schnelle Einführung erneuerbarer Energien.
  • Informationspakete: Die Vorteile und das Potenzial von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien in Afrika werden in einem Informationspaket gemeinsam mit Fallstudien über die erfolgreiche Implementierung entsprechender Politikansätze präsentiert. Dieses Informationspaket wird direkt an Parlamentarier, politische Entscheidungsträger und Repräsentanten der Zivilgesellschaft versandt, die sich in Afrika für nachhaltige Entwicklung und die politische Förderung erneuerbarer Energien einsetzen.

Hintergrund

  • Eine Milliarde Menschen, also fast ein Sechstel der Weltbevölkerung, lebt in Afrika.
  • Nur 4 % der weltweiten Stromerzeugung stammt aus Afrika.
  • Die afrikanischen Länder südlich der Sahara haben mit 29,5 % die weltweit niedrigste Elektrifizierungsrate.
  • In den ländlichen Regionen des subsaharischen Afrika liegt die Elektrifizierung nur bei 8 %.
  • 70 % des verfügbaren Haushaltseinkommens werden in Afrika durchschnittlich für Energieträger aufgewendet (Diesel, Kerosin, Holzkohle).
  • 80 % der Afrikaner sind für ihre Energieversorgung von Biomasse abhängig (Holz oder Holzkohle).
  • Weltweit wird die Luftverschmutzung in Innenräumen für 1,6 Millionen vorzeitige Todesfälle verantwortlich gemacht.
  • 4 Millionen Hektar Wald werden jährlich in Afrika gerodet – doppelt soviel wie im globalen Durchschnitt.

Ihr Ansprechpartner für nähere Informationen: Ansgar Kiene, Tel.: +49 (0)40 30 70 914-13.

Werden Sie Mitglied der African Renewable Energy Alliance!

Projektinformation Erneuerbare Energie
in Afrika


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