Pressemitteilungen
Future Policy Award 2010 wird auf UNO-Konferenz vergeben
Ausgezeichnet wird das beste Gesetz zum Schutz der Artenvielfalt
Hamburg/Montreal, 22.4. 2010. Als Beitrag zur Feier des Internationalen Jahres der Artenvielfalt haben das UN-Sekretariat der Biodiversitäts-Konvention (CBD) und der World Future Council (WFC) zum heutigen Earth Day eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Anlass: Der World Future Council hat den Schutz der Artenvielfalt zum Thema für seinen diesjährigen Future Policy Award gemacht. Der Future Policy Award zeichnet Gesetze aus, die eine besonders positive Wirkung auf die Rechte zukünftiger Generationen entfalten. Ziel der Auszeichnung ist es, beispielhafte Gesetze global bekanntzumachen und so zu ihrer schnellen Implementierung in vielen Ländern beizutragen.
Das UN-Sekretariat der Biodiversitäts-Konvention wird der formale Gastgeber der diesjährigen Preisverleihung sein, die als offizieller Teil der 10. UN-Vertragsstaatenkonferenz am 26. Oktober im japanischen Nagoya stattfinden wird. Ahmed Djoghlaf, Exekutiv-Sekretär der Konvention für biologischen Vielfalt: „Ich gratuliere dem World Future Council zur Wahl des Schutzes der Artenvielfalt als Thema für den diesjährigen Future Policy Award. Um das Leben auf der Erde in seiner Vielfalt zu bewahren, bedarf es adäquater politischer Rahmenbedingungen und Gesetze. Beispielhafte Gesetze zu identifizieren, zu unterstützen und zu belohnen, ist eine unabdingbare Voraussetzung, um internationale Strategien zum Schutz der Artenvielfalt erfolgreich implementieren zu können.“
Der Future Policy Award ist der erste Preis, mit dem auf internationaler Ebene Gesetze ausgezeichnet werden. Jedes Jahr wählt der World Future Council ein Politikfeld, auf dem innovative Lösungen besonders dringend gebraucht werden. World Future Council Vorstandsmitglied Alexandra Wandel: “Mit unserer Entscheidung, Artenvielfalt zum Thema des Future Policy Award 2010 zu machen, möchten wir einen Beitrag zum Erfolg des Internationalen Jahrs der Artenvielfalt leisten. Politiker, Unternehmen und die Zivilgesellschaft müssen zusammenarbeiten, um unseren unersetzlichen natürlichen Reichtum zu schützen und den Artenverlust zu stoppen. Der Erhalt der Artenvielfalt ist entscheidend für das jetzige und zukünftige Wohlergehen der Menschheit. Es muss sofort gehandelt werden.“
Zur Nominierung von Gesetzen für den Future Policy Award ist eine ausgewählte Gruppe internationaler Organisationen genau so aufgerufen wie die Rats- und Beiratsmitglieder des World Future Council. Ein Team von Wissenschaftlern überprüft alle Nominierungen anhand der sieben Prinzipien für eine nachhaltigkeitsfördernde Politik, die auf dem Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002 präsentiert wurden. Die Ergebnisse dieser Überprüfung dienen der internationalen Jury, die aus Experten von fünf Kontinenten besteht, als Basis für die Auswahl der Preisträger.
Hintergrund-Informationen für die Presse
World Future Council
Der World Future Council setzt sich für ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Denken und Handeln im Sinne zukünftiger Generationen ein. Seine bis zu 50 Mitglieder kommen aus Politik, Geschäftswelt, Wissenschaft und Kultur – und von allen fünf Kontinenten. Der Rat identifiziert mithilfe seines Netzwerks von Wissenschaftlern, Parlamentariern und Umwelt-Organisationen weltweit zukunftsweisende Politikansätze und fördert ihre Umsetzung auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene. Der World Future Council ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Hamburg. Weitere Infos: wwww.worldfuturecouncil.org
Biodiversitäts-Konvention (CBD)
Die Biodiversitäts-Konvention (offiziell: Übereinkommen über die biologische Vielfalt) ist ein auf der Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in Rio de Janeiro ausgehandeltes internationales Umweltabkommen. Es trat am 29. Dezember 1993 in Kraft und hat drei gleichrangige Ziele: Den Schutz der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile und eine gerechte Verteilung der Vorteile, die aus der Nutzung genetischer Ressourcen entstehen. Mit mittlerweile 193 Vertragspartnern gehört die Konvention zu einem der erfolgreichsten internationalen Vertragswerke. Das 2003 in Kraft getretene Cartagena Protokoll, das die Biodiversitäts-Konvention ergänzt, soll zum Schutz der Umwelt und Gesundheit vor Gefahren durch gentechnisch veränderte Organismen beitragen. Bis dato haben 156 Staaten sowie die EU das Cartagena-Protokoll ratifiziert. Das Sekretariat der Konvention und des Cartagena-Protokolls sitzt im kanadischen Montreal. Weitere Infos: www.cbd.int oder www.cbd.int/2010
10. UN-Vertragsstaatenkonferenz zur Biodiversitäts-Konvention (COP 10)
Die 10. Konferenz der Vertragsstaaten zur Biodiversitäts-Konvention (COP 10) findet vom 18. bis 29. Oktober 2010 im japanischen Nagoya statt. Die 5. Konferenz der Vertragspartner des Cartagena-Protokolls (COP-MOP 5) wird vom 11. bis 15. Oktober 2010 ebenfalls in Nagoya abgehalten. Weitere Infos: www.cbd.int/2010 oder www.cbd.int.mop5
Kontakt: David Ainsworth, +1 514 833 0196, david.ainsworth(at)cbd.int
Johan Hedlund, + 1 514 287 6670, johan.hedlund(at)cbd.int
Das internationale Jahr der Artenvielfalt
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2010 zum internationalen Jahr der Artenvielfalt erklärt. Ziel ist, den Wert der Artenvielfalt für unser Leben hervorzuheben und das Leben auf der Erde zu feiern. Die Welt ist aufgerufen, sich zum Schutz der Biodiversität, der Vielfalt des Lebens auf der Erde, zu engagieren. Das Sekretariat der Biodiversitäts-Konvention koordiniert die Aktivitäten zum internationalen Jahr der Artenvielfalt. Weitere Infos auf www.cbd.int/2010 oder der Facebook-Seite www.facebook.com/iyb2010