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Newsletter - 3/2010
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Liebe Freunde des WFC, 08.04.2010
eines der Ziele des WFC ist es, Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wichtig holistisches Denken ist. Jetzt haben wir ein fantastisches Instrument, um dies zu tun. Die Kommission für Zukunftsgerechtigkeit hat sich bei ihrem Treffen im März mit den Grundvoraussetzungen für zukunftsgerechte Gesellschaften auseinandergesetzt - mit dem Ziel, ein objektives und gleichzeitig qualitatives Werkzeug zur Beurteilung von politischen Entscheidungen zu erstellen. Ausgehend von der Grundannahme des WFC, dass menschliche Sicherheit, ökologische Integrität, soziale Gleichheit und eine Kultur des Friedens eng miteinander verbunden sind, wurden die maßgeblichen Variablen für zukunftsgerechte Gesellschaften und ihr Verhältnis zueinander diskutiert: Wie stehen Militärausgaben und Gesundheit in einer Gesellschaft zueinander? In welcher Weise beeinflusst vertrauenswürdige Regierungsführung den Zustand der Umwelt?

Mithilfe zweier Experten des anerkannten Schweizer Malik Instituts wurden die Ergebnisse in ein von System-Theoretiker Frederic Vester entwickeltes Computer-Modell integriert, das das Institut dem WFC großzügig zur Verfügung gestellt hat. Als Ergebnis haben wir nun eine Matrix vorliegen, die anzeigt, welche Variablen eine kritische Rolle für gesunde Verhältnisse in komplexen Gesellschaften und deren längerfristige Beständigkeit spielen.

Basierend auf der gesammelten Expertise der Kommission entwickeln wir nun einen öffentlichen „Zukunfts-Alarm“ (Future Justice Alert), um die Folgen von politischen Entscheidungen zu prüfen und zu warnen, wenn diese eine zukunftsgerechte Entwicklung stören. Bereits im Juni/Juli soll der erste Alarm veröffentlicht werden.

Mit besten Grüßen,
Dr. Maja Göpel
WFC-Direktorin Zukunftsgerechtigkeit

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WFC Magazin

Das brandneue World Future Council Magazin "Zukunftsfinder 2010" gibt Ihnen einen Überblick über unsere Arbeit, unsere Ratsmitglieder und unsere Vision. Jetzt herunterladen >>
Top-Termine im April und Mai
BioVision Konferenz – 11. bis 15.4.
Herbert Girardet, Programmdirektor des WFC, wird auf der BioVision Konferenz in Alexandria, Ägypten, zwei Vorträge im Rahmen von Podiumsdiskussionen halten: Er wird die Auswirkungen des Klimawandels auf Städte in Küstenregionen aufzeigen und erörtern, warum der Klimawandel als globales Erbe zu betrachten ist. Zum Auftakt der Konferenz, die sich mit den Themen Umwelt, Gesundheit und Landwirtschaft auseinandersetzt sprechen mehrere Nobelpreisträger, unter anderem Peter Agre (Chemie, 2003) und Eric Maskin (Wirtschaft, 2007).
Konferenz zur Revision des Atomwaffensperrvertrages - 3. bis 28.5.
Mehrere Mitglieder der WFC-Arbeitsgruppe für Demilitarisierung werden an der Konferenz zur Revision des Atomwaffensperrvertrages in New York teilnehmen. Die Konferenz findet im Fünf-Jahres-Takt statt und hat das primäre Ziel, die fünf Atommächte zu konkreten Schritten zur Reduzierung und schließlichen Abschaffung ihrer Nuklearwaffen zu bewegen. Ziel des WFC ist es, den gegenwärtigen politischen Willen zur Demilitarisierung zu stärken, wie es kürzlich auch die USA und Russland in einem Abkommen getan haben, damit das Jahr 2010 den Anfang vom Ende des nuklearen Zeitalters markiert. In diesem Sinne wird die Arbeitsgruppe für Demilitarisierung zwei Broschüren publizieren, die deutlich machen, warum die Führer der Welt in der Pflicht stehen, ihrer Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen gerecht zu werden und die Welt von Atomwaffen zu befreien. Für weitere Informationen richten Sie sich bitte an den Koordinator der Arbeitsgruppe Rob van Riet.
Weitere Veranstaltungen des World Future Council
WFC Veranstaltungen im März
Arbeitsgruppe und Kommission legen Programm fest
Im Jahr 2006 beliefen sich die weltweiten militärischen Ausgaben auf das 40-fache dessen, was benötigt würde um den Hunger in der Welt zu beenden. Die WFC-Arbeitsgruppe Abrüstung und Demilitarisierung wird im Rahmen von Publikationen und Konferenzteilnahmen daran arbeiten, Politikern aufzuzeigen, wie sehr dieses Missverhältnis ihre Verantwortung gegenüber jetzigen und zukünftigen Generationen verletzt.

Die WFC-Kommission Zukunftsgerechtigkeit hat bei ihrem Treffen in Hamburg u.a. über ein systemisches Tool für Politiker beraten, das die möglichen Konsequenzen von politischen Entscheidungen aufzeigt. So können geplante Gesetzesinitiativen auf ihre Nachhaltigkeit und Zukunftsgerechtigkeit geprüft und die Folgen von falscher Gewichtung frühzeitig erkannt werden.
Internationaler Religionsworkshop für den Schutz künftiger Generationen aus
Vor dem Hintergrund der Finanz- und Umweltkrise trafen sich auf Einladung der Bertelsmann Stiftung und des World Future Council am 8. März 2010 international renommierte Religionswissenschaftler und Experten der fünf Weltreligionen in Berlin um über den möglichen Einfluss der Religionen auf eine nachhaltige Entwicklung zu reflektieren. WFC-Ratsmitglied C.G. Weeramantry, ehemaliger Vize-Präsident des Internationalen Gerichtshofes, präsentierte den WFC Bericht 'Tread Lightly on the Earth. Religions, the Environment and the Common Future'. Die Teilnehmer stimmten darin überein, dass die Vertreter der Weltreligionen sich aktiver in öffentliche Debatten zu nachhaltiger Entwicklung einbringen sollten. Mehr zum Workshop
Südafrikas Potenzial für Erneuerbare
Im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur Power & Electricity World 2010 Konferenz in Johannesburg hielt WFC Klima und Energiedirektor Stefan Schurig auf Einladung der Veranstalter eine programmatische Rede zur globalen Entwicklung erneuerbarer Energien und sauberer Technologien. Die starke Präsenz von Atom- und Kohlelobbyisten hielt die Konferenzteilnehmer nicht davon ab, die schleppende Umsetzung des vor knapp einem Jahr erlassenen südafrikanischen Einspeisegesetzes für Erneuerbare Energien zu kritisieren und den massiven Aufbau von erneuerbaren Energien einzufordern.
World Urban Forum in Rio de Janeiro
Beim World Urban Forum der Vereinten Nationen stellte der World Future Council in Kooperation mit der HafenCity Universität Hamburg den Report "100% renewable energy – and beyond – for cities" vor. Das Herzstück des Reports ist ein Sieben-Punkte-Plan, mit dem Städte sich selbst das Ziel der Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien setzen können. Der Plan nennt sowohl die Notwendigkeit von ordnungspolitischen Maßnahmen als auch von Anreizprogrammen auf städtischer und nationalstaatlicher Ebene. Als drittes und viertes Element werden Möglichkeiten aufgezeigt, die Privatwirtschaft einzubeziehen und Planungs- und Genehmigungsprozesse zu erleichtern. Report zum Herunterladen
Förderung von Energie-Einspeisegesetzen in Florida
Zu einer intensiven Diskussion über Energie-Einspeisegesetze trafen sich Ende März in Orlando Vertreter der Erneuerbare-Energien-Industrie, Politiker, Landwirte und Vertreter von Stadtwerken aus ganz Florida. Der US-Direktor des World Future Council, Randy Hayes, nahm an der zweitägigen Konferenz der Florida Alliance for Renewable Energy (FARE) teil und nutzte die Möglichkeit, sich mit Energieexperten wie Paul Gipe und FARE Führungskräften über Wege zur Förderung Erneuerbarer Energien auszutauschen. Die Konferenz war von großen Enthusiasmus geprägt, der sich u.a. darin zeigt, dass der ehemalige Direktor der CIA, James Woolsey, die dezentrale Energie-Erzeugung aus erneuerbaren Quellen als Schlüssel für die nationale Energiesicherheit bezeichnete. Florida ist der drittgrößte Energieverbraucher der Vereinigten Staaten und Heimat des allerersten US-Einspeisegesetzes, das in der Stadt Gainesville erlassen wurde. Auf der Konferenz bestand kein Zweifel daran, dass eine Ausweitung des Einspeisegesetzes auf den gesamten Staat große Vorteile bringen würde.
Zweite Internationale DeGrowth Konferenz
Unser aktuelles Wirtschaftsmodell ist alles andere als nachhaltig. Wenn es dem Wohl der Menschheit dienen und die Grenzen unseres Planeten jetzt und in Zukunft respektieren soll, muss das System geändert werden. 400 Wissenschaftler und Politikberater trafen sich Ende März in Barcelona, um ein verbessertes Wirtschaftsmodell zu entwerfen. Eine zentrale Frage der Konferenz war, welche Teile unserer Wirtschaft aufhören müssen exponentiell zu wachsen und bei welchen Gütern und Dienstleistungen Wachstum unterstützt werden muss. Der WFC nahm an der DeGrowth Konferenz mit dem Ziel teil, einen konstanten Dialog zum Thema "Living Economies" zu schaffen. Sehen Sie sich unseren Visionsbericht dazu an.
Klicken Sie auf www.degrowth.eu um auf die Webseite der Konferenz zu gelangen und hier um eine Auswahl wissenschaftlicher Arbeiten der ersten Konferenz in Paris 2008 anzusehen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Dr. Maja Göpel
Weitere bisherigen WFC-Veranstaltungen.
Aktivitäten unserer Mitglieder
Wissenschaftlicher Beirat zur Europäischen Umwelthauptstadt 2011 beruft Alexandra Wandel
WFC-Vorstandsmitglied Alexandra Wandel ist von der Hamburger Umweltsenatorin Anja Hajduk in den wissenschaftlichen Beirat zur Europäischen Umwelthauptstadt 2011 berufen worden. Die Stadt Hamburg plant mehrere Projekte für das kommende Jahr, um dem Titel der Europäischen Umwelthauptstadt gerecht zu werden. Unter anderem soll ein "Zug der Ideen" mit vielen guten Beispielen durch Europa rollen. Die Aufgabe des Beirates wird es sein, die Projektplanung mit kreativer und kritischer Beratung zu unterstützen.
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