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World Future Council Workshop in Addis Abeba führt zu breitem Bündnis

Neue Allianz will erneuerbare Energien in Afrika fördern

Vortrag von Prof. Abubakar S. Sambo aus Nigeria

Addis Abeba/Hamburg, 12. Oktober 2009. Über 90 Prozent der Menschen in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara haben keinen Strom. Dies erschwert den Zugang zu Bildung sowie die wirtschaftliche Entwicklung dieser Regionen. Darüber hinaus belastet der Rauch der in ländlichen Regionen weit verbreiteten Holzkohleöfen Mensch und Umwelt erheblich. Um eine klimafreundliche Energieversorgung mithilfe erneuerbarer Energien zu fördern, veranstaltete der World Future Council am Wochenende in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba einen Strategie-Workshop für Vertreter von Regierungen, Energieversorgern, privaten Unternehmen und NGOs.

Die rund 30 Teilnehmer aus Äthiopien, Nigeria, Südafrika, Großbritannien und Deutschland beschlossen die Gründung der African Renewable Energy Alliance, um sich künftig als Bündnis stärker für eine nachhaltige Energieversorgung einsetzen zu können. Sie arbeiteten gemeinsam ein Grundsatzpapier aus, das die Notwendigkeit der Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für die Ausbreitung erneuerbarer Energien betont und die Entwicklung innovativer Finanzierungsmodelle vorsieht.

“Durch ständigen Dialog über Technologien, Finanzierungsmechanismen und politische Förderinstrumente wollen wir die Produktion und Nutzung erneuerbarer Energien in Afrika beschleunigen”, sagte Abel Didier Tella, Generalsekretär der Vereinigung Afrikanischer Energieversorger UPDEA, die 54 öffentliche und private Versorger aus 43 Ländern repräsentiert. Anfänglich finanziell unterstützt durch den World Future Council, sollen regelmäßige Telefonkonferenzen, halbjährliche Workshops und eine interaktive Webplattform diesen Austausch sicherstellen.

In dem Übereinkommen betonen die Teilnehmer zudem die besondere Rolle erneuerbarer Energien für die Entwicklung des afrikanischen Kontinents: “Es ist Zeit, auf einen massiven Ausbau erneuerbarer Energien sowohl in Städten als auch in den ländlichen Regionen Afrikas zu setzen. Durch eine entschlossene Förderung der Produktion und Verteilung der erneuerbaren Energien in Regionen mit und ohne Stromnetzanbindung, geben wir Millionen von Afrikanern die Möglichkeit, ein besseres Leben zu führen. Dies betrifft den gesamten Energiebereich, sowohl Wärme als auch Strom”.

Als Partner des World Future Council unterstützten die Heinrich Böll Stiftung sowie die in Brüssel ansässige Alliance for Rural Electrification den Workshop. Unter den Teilnehmern waren der Generaldirektor der nigerianischen Energie-Kommission, Abubakar S. Sambo, der Leiter der südafrikanischen Regulierungsbehörde NERSA, Thembani Bukula, der Leiter der Abteilung für Bio-Kraftstoffe im äthiopischen Ministerium für Minen und Energie, Ephrem Hassen Gossoma, sowie WFC-Ratsmitglied Tony Colman, Aufsichtsratsmitglied der Beratungsfirma Africa Practice. Von Unternehmensseite waren zudem SMA Solar Technology, der äthiopische Solarenergie-Entwickler Solar 23 und der nigerianische Solar-Entwickler SolarSolve vertreten. Alle Unternehmensvertreter gaben der Hoffnung Ausdruck, dass die Allianz dazu beitragen wird, die Marktentwicklung in Afrika zu erleichtern.

Der Workshop fand unter der Schirmherrschaft des Leiters der äthiopischen Umweltbehörde und WFC-Ratsmitglieds Dr. Tewolde Gebre Berhan Egziabher statt.

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