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World Future Council weist Weg aus Finanzierungskrise

Hamburger Stiftung tritt in Kopenhagen mit innovativen Lösungen hervor

Kopenhagen, 16. Dezember. „Den Klimawandel zu stoppen, wird hunderte Milliarden Dollar kosten. Ihn nicht zu stoppen, wird noch teurer sein – und unzählige Menschenleben fordern“, sagte Jakob von Uexküll, Gründer des World Future Council und des Alternativen Nobelpreises am Mittwoch. Bei einer Pressekonferenz schlug er deshalb die Ausgabe von Sonderziehungsrechten des Internationalen Währungsfonds vor, um schnell große Summen für die Verringerung des Klimawandels und die Anpassung an dessen Folgen zur Verfügung stellen zu können. Uexküll kritisierte gleichzeitig einen ähnlichen Vorschlag des US-Milliardärs George Soros aus der letzten Woche. Soros’ Konzept sieht vor, dass die Empfängerstaaten die Mittel zurückzahlen müssen.

„Die G77 haben klar gemacht, dass pro Jahr 300 bis 500 Milliarden Euro benötigt werden, um den Klimawandel zu stoppen“, sagte von Uexküll. „Die EU hat bislang gerade einmal die Bereitstellung von 2,4 Milliarden Euro versprochen. Durch die Ausgabe von Sonderziehungsrechten des IWF kann dieser riesige Abgrund überbrückt werden, ohne nationale Haushalte zu belasten.“ Uexküll schlug vor, die Sonderziehungsrechte zinsfrei auszugeben und ihre Rückzahlung unbefristet zu stunden, um die Schuldenlast der Entwicklungsländer nicht noch mehr zu steigern. Um inflationäre Effekte zu verhindern, dürfe das „neue Geld“ nur für konkrete Projekte verwendet werden, die zusätzliche Leistungen und Arbeitsplätze schaffen, vor allem im Erneuerbare-Energien-Sektor.

Zusätzlich forderte der World Future Council die Schaffung eines Förder-Fonds für erneuerbare Energien, um einen sicheren Investitionsrahmen zu schaffen. Dieser „Renewable Energy Policy Fund“ würde es Entwicklungsländern ermöglichen, politische Förderinstrumente wie Einspeisegesetze oder Mikrokredite zu finanzieren und so die Bereitstellung und Nutzung erneuerbarer Energien effektiv zu fördern.

„Wenn wir den Klimawandel stoppen wollen, müssen wir so bald wie möglich weltweit auf eine C02-freie Wirtschaft hinarbeiten“, fügte Anders Wijkman, Vizepräsident des Club of Rome und Vorsitzender der Klima- und Energie-Kommission des World Future Council, hinzu. „Indem wir den Ländern der G77 die Möglichkeit geben, ihre Entwicklung mithilfe erneuerbarer Energien zu gestalten, halten wir den Schlüssel dazu in der Hand.“

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