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Newsletter - 1/2010 |
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Liebe Freunde des WFC,
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03.02.2010
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das Jahr 2010 hat mit großen Herausforderungen begonnen! Die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen war ein Tiefpunkt in der Geschichte internationaler Klimaverhandlungen. Und als wäre das noch nicht genug musste der Weltklimarat IPCC zugeben, dass seine Voraussage, ein großer Teil der Himalaya-Gletscher werde schon bis zum Jahr 2035 abschmelzen, fehlerhaft war. Dies ist natürlich eigentlich eine wunderbare Neuigkeit, da die negativen Auswirkungen der Gletscherschmelze nun entweder viel später oder gar nicht eintreten, wenn es es uns gelingt, das Schmelzen der Gletscher zu stoppen. Aber leider wird der Fehler des IPCC von Klimawandel-Skeptikern jetzt als „Beweis“ angeführt, dass die Bedrohung durch den Klimawandel nicht real sei.
Dies ist natürlich weit von der Wahrheit entfernt. Die Gletscher schmelzen genau so schnell wie vorher, daran ändert ein Übertragungsfehler des Weltklimarates nichts. Viele wissenschaftliche Berichte sagen sogar aus, dass die allgemeinen Prognosen des IPCC über das Ausmaß und die Konsequenzen der Erderwärmung viel zu optimistisch sind. Die Erde erwärmt sich immer schneller und die Reaktion der internationalen Gemeinschaft ist absolut nicht angemessen.
Glücklicherweise wird der Kampf gegen den Klimawandel nicht nur bei UN-Verhandlungen geführt. Nationale Anstrengungen sind genauso wichtig. Der WFC hat sich deshalb darauf konzentriert, die politischen Entscheidungsträger von Nationalstaaten von sinnvollen Maßnahmen zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien zu überzeugen. Die Ergebnisse unserer Arbeit sind bemerkenswert und bestätigen unsere Strategie.
Im Jahr 2010 wird der WFC seine Arbeit in diesem Bereich erneut ausweiten. So werden wir in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ein Büro eröffnen, um afrikanische Staaten dabei zu unterstützen, sich mithilfe erneuerbarer Energien auf nachhaltige Art und Weise zu entwickeln. Abhängig vom zur Verfügung stehenden Budget werden wir selbstverständlich auch wieder mehrere parlamentarische Anhörungen und Workshops zur Förderung erneuerbarer Energien durchführen.
Mit besten Grüßen aus Hamburg, Stefan Schurig WFC Klima- und Energiedirektor
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Die WFC-Publikation, "A Renewable World", überzeugt mit konkreten Politikbeispielen, anschaulichen Grafiken und einleuchtenden Argumenten - eine Welt ohne fossile Energiequellen ist möglich! Sie können das Buch jetzt kostenlos herunterladen.
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Gute Gesetze verbreiten: Energie-Schwerpunkt in den USA
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Die USA sind neben China der größte Emittent von Treibhausgasen. Der weltweite Klimaschutz kann deshalb nur vorankommen, wenn die Amerikaner ihre Emissionen spürbar verringern – durch einen geringeren Energieverbrauch und einen deutlich höheren Anteil an erneuerbaren Energien.
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Wie das funktionieren kann, wissen wir bereits: Deutschland wurde durch sein Energie-Einspeisegesetz zum Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energie und hat damit nicht nur das Klima geschützt, sondern auch zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen. Deshalb setzt sich der World Future Council dafür ein, in den USA ein Einspeisegesetz einzuführen. Bisherige Erfolge zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind – das Interesse für die klimafreundliche Gesetzgebung wächst. In den Bundesstaaten Vermont und Washington wurden bereits entsprechende Gesetze eingeführt, genauso wie in den Städten Sacramento (Kalifornien) und Gainesville (Florida).
Der WFC bietet Entscheidungsträgern mit Workshops, dem Online-Gesetzes-Werkzeugkasten PACT und einem Handbuch über Einspeisegesetze Hintergrundinformationen und ganz konkrete Anleitungen für die Erstellung von Gesetzesvorschlägen. Die gerade erschienene Kurzbroschüre „FITness Testing“ fasst die Vorteile von Einspeiseregelungen zusammen und kontert in den USA verbreitete Vorurteile gegen Feed-In Tariffs (FITs). Die US-Arbeit soll in diesem Jahr noch verstärkt werden – Ziel ist ein bundesweites Gesetz, das die Verbreitung erneuerbarer Energien in den USA entscheidend fördert.
Spenden Sie jetzt online und helfen Sie uns, die USA und damit die ganze Welt klimafreundlicher zu machen!
Top Termine im Februar
Seminarreihe im EU-Parlament prüft Nachhaltigkeitskonzepte Schon zu Jahresanfang hat die gemeinsame Seminarreihe des WFC und der Bertelsmann Stiftung in Brüssel geplante EU-Nachhaltigkeitskonzepte auf den Prüfstand gebracht.
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Am 3. Februar findet die zweite Podiumsdiskussion statt, die sich mit Indikatoren für eine nachhaltige Wirtschaft auseinandersetzen wird. Auf dem Podium ist u.a. WFC-Ratsmitglied und Ex-MEP Anders Wijkman. Die Ergebnisse dieses Abends fließen in die dritte Veranstaltung am 23. Februar ein, auf der die Diskussionsteilnehmer eine nachhaltige Entwicklungsstrategie für die EU vorschlagen werden. Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie hier.
FIT-Workshops in Michigan und Massachussets In zwei Workshops mit dem Energie-Wirtschaftsexperten Bernard Chabot bietet der WFC politischen Entscheidungsträgern und Angestellten der Energiewirtschaft die Chance, sich mit allen Aspekten von Einspeise-Tarifen vertraut zu machen und zu lernen, worauf bei der Festsetzung der Tarife für verschiedene Formen von erneuerbaren Energien zu achten ist. Den beiden Veranstaltungen in Lansing, Michigan und Boston, Massachussets, die in Zusammenarbeit mit dem Sierra Club bzw. der Meister Consultants Group durchgeführt werden, sollen vergleichbar intensive Trainings in vielen weiteren US-Bundesstaaten folgen.
WFC Veranstaltungen im Dezember und Januar
IWF greift Vorschlag des WFC auf Beim Weltwirtschaftsforum in Davos griff IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn einen Vorschlag des World Future Council zur Finanzierung des Klimaschutzes auf. Er forderte die die Schaffung neuer sogenannter Sonderziehungsrechte für die Mitglieder des IWF. Bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen hatte ein Vertreter des IWF noch skeptisch auf den gleichlautenden Vorschlag des WFC reagiert, wie auch Spiegel online berichtet. Lesen Sie die Pressemitteilung des WFC.
"Powering the Green Economy" - Buchvorstellung in Washington DC WFC Forschungsreferent Miguel Mendonca stellte am 21. Januar sein neuestes Handbuch über Energie-Einspeisegesetze in Washington DC vor. "Powering the Green Economy" analysiert die Gestaltung von Energie-Einspeisegesetzen und zeigt, welche technischen Voraussetzungen ihre Einführung verlangt und wie sie sich auf die Gesellschaft auswirken.
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Politik-Briefing im Machtzentrum Der WFC organisierte am 21. Januar gemeinsam mit dem Kongressabgeordneten Jay Inslee eine Informationsveranstaltung zur Förderung Erneuerbarer Energien in Washington DC. Rund 60 Teilnehmer diskutierten über verschiedene Förderinstrumente und Inslees Gesetzesvorschlag für eine nationale Einspeise-Regelung.
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WFC Events in Kopenhagen Lesen Sie hier, welche Konzepte und Lösungsmöglichkeiten der World Future Council bei seinen Events auf der UN-Klimakonferernz in Kopenhagen präsentierte.
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Hier bekommen Sie mehr Informationen zu aktuellen WFC-Veranstaltungen.
Aktivitäten der Ratsmitglieder
Anders Wijkman vom EREF geehrt WFC-Ratsmitglied Anders Wijkman wurde für seine hervorragende Arbeit im Bereich erneuerbare Energie und Energieeffizienz vom europäischen Bund für Erneuerbare Energie (EREF) als „herausragender Europäer“ geehrt. „Die nächste Herausforderung ist es, die gleichen Fortschritte in Entwicklungsländern zu machen. Zwei Milliarden Menschen haben heutzutage keinen Zugriff auf moderne Energien, aber jetzt gibt es die Möglichkeit, dies zu ändern“, sagte Wijkman in einem Interview.
Ashok Khosla und Wangari Maathai in "Earth Keepers" In seinem Kurz-Dokumentarfilm "Earth Keepers" lässt der kanadische Umweltaktivist Mikael Rioux sieben Visionäre zu Wort kommen, unter anderem WFC-Ehrenratsmitglied Wangari Maathai und Ratsmitglied Ashok Koshla. In nur zwei Minuten gelingt es dem Film, einige der drängendsten Probleme plastisch zu machen und zum Nachdenken anzuregen.
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IZT entwickelt Szenarien für integrierte Nachhaltigkeitspolitik Das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT), unter Leitung von WFC-Ratsmitglied Rolf Kreibich, wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit beauftragt, einen Szenarioprozess zur Ausdifferenzierung und Weiterentwicklung einer integrierten Nachhaltigkeitspolitik zu entfalten. Im Ergebnis sollen Akteure innerhalb und außerhalb des Ministeriums besser vernetzt und bisher getrennt behandelte Themenfelder zusammenbracht werden. Der inhaltliche Fokus ist das Thema „Nachhaltige Stadt 2030“.
Wie Sie uns unterstützen können
Der World Future Council ist auf die Unterstützung von Partnern und Spendern angewiesen, um seine Arbeit erfolgreich fortsetzen zu können. Wenn Sie unsere Projekte fördern möchten, wenden Sie sich bitte an das Hamburger Generalsekretariat. Hier erfahren Sie mehr dazu.
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Der WFC dankt der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Michael Otto/Otto GmbH & Co KG, der GLS Bank, der Stiftung Drittes Millennium, der Schweisfurth Stiftung und allen übrigen großzügigen Spendern sehr herzlich für ihre Unterstützung.
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