Stabile Ökosysteme

Die Menschheit zerstört derzeit ihre eigenen Lebensgrundlagen: Wasser, fruchtbares Land, saubere Luft und viele andere Güter, die uns selbstverständlich vorkommen, werden knapp.

Der World Future Council setzt sich deshalb für Gesetze ein, die einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Lebensgrundlagen fördern - zum Beispiel eine nachhaltige Landwirtschaft, den nachhaltigen Umgang mit Wäldern, Ozeanen und Seen, sauberes Wasser für alle und bio-kulturelle Vielfalt. Um konkrete politische Maßnahmen in diesen Bereichen zu verbreiten, sind wir auf Spendengelder angewiesen.

Nachhaltige Landwirtschaft
Buchtipp: "Leben ohne Erdöl" von Vandana Shiva (Rotpunktverlag, September 2009)

Wenn sich die Treibhausgasemissionen nicht verringern, wird die globale Durchschnittstemperatur bis 2100 um bis zu 6°C ansteigen. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) werden der Amazonas, die Sahelzone, die größten Teile Indiens und der Norden Chinas am meisten von der Erderwärmung betroffen sein.

Der Klimawandel hat schon jetzt erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft und ländliche Gegenden, zum Beispiel durch immer häufiger auftretende Trockenperioden und Überschwemmungen. Für die kommenden Jahre wird erwartet, dass steigende Temperaturen schmelzende Gletscher und Eisdecken, Hitzewellen und einen erhöhten Meeresspiegel auslösen und damit erhebliche Konsequenzen für die weltweite Ernährungssicherheit mit sich tragen.

Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie sind nicht nur Opfer des Klimawandels, sondern tragen auch maßgeblich zur globalen Erwärmung bei. Diese Broschüre erklärt den Zusammenhang zwischen Ernährung, Landwirtschaft und Klimawandel und bietet konkrete Politikempfehlungen. Laden Sie die Broschüre hier als PDF-Dokument (in englischer Sprache) herunter.

 

Weitere zu unserer Arbeit im Bereich Nachhaltige Landwirtschaft finden Sie auf unserer englischen Webseite.






Mit Unterstützung der Schweisfurth Stiftung.


Nahrungssicherheit
Schulessen in Haiti. © WFP/David Orr

Zu Zeiten der größten Nahrungsmittelkrise der Menschheit – 1 Milliarde Menschen leiden Hunger – zeichnete der World Future Council im Jahr 2009 beste Gesetze zur Sicherung des Menschenrechts auf Nahrung aus. Nominiert für den Future Policy Award wurden Gesetze, die dazu beitragen, dass alle Bürger gesicherten Zugang zu ausreichend gesunder Nahrung haben.

Fünf Gesetze wurden nominiert: aus Asien, Afrika, Zentralamerika, Südamerika und Europa. Alle wurden ausführlich im Hinblick auf unsere Kriterien für zukunftsgerechte Gesetze getestet - als Sieger ging das Programm für Nahrungssicherheit der Stadt Belo Horizonte (Brasilien) hervor. Es ist das weltweit umfassendste Gesetz zur Abschaffung von Hunger und zur Sicherung von bezahlbarer, gesunder Nahrung für alle Bürger. Darüber hinaus erhielten als gemeinsame „Zweitplatzierte“ das kubanische Gesetz zur Förderung städtischer Landwirtschaft und das toskanische Gesetz zum Schutz und zur Förderung des Erbes lokaler Pflanzenarten einen Future Policy Award.


Ozeane

Der Pazifik dient als Lebensraum für einige der wissenschaftlich und kulturell bedeutendsten Ökosysteme dieses Planeten. In Zusammenarbeit mit einer Reihe von Organisationen sowie Entscheidungsträgern aus der Politik  arbeitet der World Future Council an der Entwicklung von gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Erhaltung der Artenvielfalt im Pazifischen Ozean. Artenvielfalt steht in diesem Zusammenhang nicht nur für die Anzahl verschiedener lebender Organismen auf der Erde, sondern auch für  die wechselseitige Abhängigkeit all dieser Lebewesen, inklusive des Menschen. Durch die immer stärkeren Eingriffe des Menschen werden Ökosysteme zerstört, Tiere und Pflanzen sterben aus und die Artenvielfalt geht zurück. Obwohl sich Umweltbedingungen auch ohne menschlichen Einfluss verändern, ist es unerlässlich zu verstehen, dass der Mensch diese Veränderung auf gefährliche Weise beschleunigt.

Um den einzigartigen pazifischen Lebensraum zu schützen, haben verschiedene Pazifik-Staaten in besonders gefährdeten Gebieten Meeresschutzgebiete (Marine Protected Areas) ausgewiesen. Doch die Effektivität dieser Maßnahme bleibt fraglich. Reicht sie aus, um hinreichenden Artenschutz zu gewährleisten und wird die Einhaltung der Bestimmungen eng genug überwacht, um beispielsweise Überfischung in Meeresschutzgebieten zuverlässig zu verhindern? Als Stimme zukünftiger Generationen arbeitet der World Future Council  gemeinsam mit seinen Partnern IUCN Oceania, Center for Oceans Solutions (COS) und Okeanos Stiftung daran, die internationale Zusammenarbeit der Pazifischen Inselstaaten zur Bewältigung dieser Herausforderung  zu unterstützen und zu verstärken.


Publikationen zum Thema >>

Aktuelle Veranstaltungen >>