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Newsletter - 10/2009 |
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Liebe Leserinnen und Leser,
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01.12.2009
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in wenigen Tagen beginnt die Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Kopenhagen und schon in den letzten Wochen offenbarten die Weltpolitiker ihre Zweifel an einer Einigung. Sogar die Internationale Energieagentur (IEA), die traditionell als Befürworter fossiler Brennstoffe gilt, warnt vor einem Scheitern in Kopenhagen. Während sich die IEA mit ihren Prognosen auf die Folgen des Klimawandels in industrialisierten Ländern konzentriert, ist ein Abkommen in Kopenhagen für viele ärmere Länder eine Frage des unmittelbaren Überlebens, da sie schon jetzt unter Dürre, Überflutungen und dem ansteigenden Meeresspiegel leiden.
Die größte Hürde, die einem Vertrag im Weg steht, ist der Konflikt zwischen reichen und armen Ländern über die Finanzierung von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen. Wachstum in Entwicklungsländern kann nicht länger auf fossile Brennstoffe gründen – aber das erfordert eine Entschädigung von den Ländern, die bisher am meisten zum Klimawandel beigetragen haben. Themen wie Armutsbekämpfung, Bildung und das Recht auf Nahrung und Wasser hängen eng mit dem wachsenden Klimachaos zusammen und erfordern ganzheitliche Lösungen. Der World Future Council wird in Kopenhagen deswegen unter anderem ein neues Konzept zur Finanzierung der Energiewende hin zu einer Welt der Klimagerechtigkeit und Klimasicherheit beitragen. Lesen Sie in diesem Newsletter mehr über die Lösungskonzepte des World Future Council in Kopenhagen und über unser Projekt Power Kick für Afrika, für das wir Ihre Unterstützung benötigen.
Mit besten Grüßen Jakob von Uexküll WFC-Gründer
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Lesen Sie hier über die Aktivitäten der Ratsmitglieder: Neue Bücher von Vandana Shiva und Hans-Peter Dürr, Maude Barlows Council gegen kanadische Ölsande, und ein Workshop für Studenten mit C.G. Weeramantry.
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WFC präsentiert Lösungen für Kopenhagen
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Bei der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Kopenhagen (COP 15) vom 7. bis 18. Dezember verhandeln Staats- und Regierungschefs aus aller Welt über eine globale Lösung für den Klimawandel. Ein Großteil der Verhandlungen wird sich mit der Finanzierung beschäftigen: Wie können Klimaschutzmaßnahmen effektiv und global gerecht finanziert werden?
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Der WFC schlägt u.a. einen spezifischen Renewable Energy Policy Fund (REP) vor. Verschiedene Wege aus dem Finanzierungsdilemma sind Thema bei einer Veranstaltung des World Future Council mit den Sozialbanken Merkur und Triodos und dem ökologischen Think Tank CONCITO. So könnte der REP unter anderem über Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds finanziert werden. Diese und andere Finanzierungsmöglichkeiten werden am 13. Dezember bei einem Empfang des World Future Council in Kooperation mit dem Think Tank CONCITO und den Sozialbanken Merkur und Triodos diskutiert.
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Städte verbrauchen bis zu 80% der globalen Energierohstoffe und stoßen die meisten Treibhausgase aus. Gemeinsam haben der World Future Council und die Hamburger HafenCity Universität die Kommission Städte und Klimawandel gegründet. In Kopenhagen wird das von der Kommission entwickelte Konzept, wie Städte vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt werden können, von den Mitgliedern sowie Experten der Partnerorganisationen Arup, UN HABITAT, ETH Zürich und Fraunhofer-Institut vorgestellt.
Landwirtschaft ist ein weiteres Kernthema, wenn es um das Reduzieren von Emissionen und Einlagerung von klimaschädlichen CO2 geht. Ökologische Wege aus der Klima- und Hungerkrise präsentiert der World Future Council in Kopenhagen gemeinsam mit dem Internationalen Verband der ökologischen Landwirtschaftsbewegungen (IFOAM). Ökologische und günstige Maßnahmen wie biologische Sequestrierung werden unerprobten Hightech-Lösungen wie der CCS-Technologie (CO2-Abscheidung und -lagerung in Gesteinsschichten oder der Tiefsee) gegenübergestellt.
Lesen Sie hier mehr zu den Aktivitäten des World Future Council in Kopenhagen.
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Unterstützen Sie das Projekt PowerKick für Afrika
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Im Jahr 2010 plant der World Future Council, mehrere ländliche afrikanische Gemeinden mit modernen Solaranlagen auszustatten. Dieses Pilotprojekt soll fußballbegeisterten Dorfbewohnern die Möglichkeit geben, die Spiele während der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2010 zu verfolgen – und es soll die Akzeptanz und Nutzung von erneuerbaren Energien in Afrika langfristig fördern.
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Solaranlagen, die von Firmen gespendet werden, sollen in Dorfschulen installiert werden und Energie für Beleuchtung, Projektoren und Satellitenempfänger produzieren. Die Bewohner werden über die Instandhaltung der erneuerbaren Energie Ausrüstung informiert und zu Themen wie Umweltschutz, Klimawandel und Energie unterrichtet. Die Vermittlung dieser Inhalte, sowie Alphabetisierungskurse für Erwachsene können dann durch von der Sonne betriebene Computer und Internet unterstützt werden.
„Sport trägt zur Entwicklung von Ländern bei und schafft ein vereintes Afrika – denn Sport kennt keine Grenzen“, so Ghanas erster Präsident Kwame Nkrumah. Der World Future Council will daher die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika dazu nutzen, den Ausbau erneuerbarer Energien in Afrika zu fördern, insbesondere zur Versorgung von Schulen. Die oftmals bestehenden Vorurteile gegenüber erneuerbaren Energien sollen abgebaut und das Wissen über die technologischen Möglichkeiten vor Ort gestärkt werden.
Das Projekt besteht aus der Planung vor der WM, der Koordination und Organisation von Politikern und Medien während der WM und der kontinuierlichen Betreuung danach, wenn die Solaranlagen von den Schulen genutzt werden. Das Projekt „PowerKick in Africa“ wird etwa 85,000 Euro kosten. Um es zu finanzieren, benötigt der WFC Ihre Hilfe.
Spenden Sie jetzt online und ermöglichen Sie PowerKick!
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Ansgar Kiene.
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Highlights im November
Nicht auf andere warten, sondern selbst handeln!
WFC Ratsmitglied Nick Dunlop (rechts) in Vanuatu |
Vom 6.-8. November trafen sich 25 parlamentarische Abgeordnete karibischer und südpazifischer Länder, um die Rolle der Inselstaaten bei internationalen Klimadiskussionen zu diskutieren. Strategien, um ihre prekäre Position international stärker ins Bewusstsein zu rücken und selbst schnell auf erneuerbare Energien umzusteigen, waren Thema der parlamentarischen Anhörung mit den Experten von World Future Council und e-Parliament. Die Teilnehmer beschlossen, eine parlamentarische Allianz der Inselstaaten zu gründen. Die Allianz soll die Bedrohung durch den Klimawandel deutlich machen und die Länder dabei unterstützen, eine komplett erneuerbare Energieversorgung umzusetzen.
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Städte und Klimawandel: Wege zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung
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Es ist offensichtlich, dass Städte im Kampf gegen den Klimawandel eine entscheidende Rolle spielen; dieses Thema war Schwerpunkt des dritten Treffens der Kommission Städte und Klimawandel. Die Kommission ist ein Kooperationsprojekt des World Future Council und der HafenCity Universität Hamburg. Elf Mitglieder von unterschiedlichen internationalen Organisationen, Stadtplaner und Architekten diskutierten am 19. und 20. November in Hamburg, wie Städte vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt werden können. Dieses Ziel muss von nationalen Regierungen unterstützt werden: Städte brauchen entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen, Kapazitäten und Gelder.
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Kommissionsmitglied Nicholas You, UN HABITAT
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Peter Dröge & Herbert Girardet |
Deswegen konzentriert sich der World Future Council darauf, staatliche Entscheidungsträger über beispielhafte Gesetze für nachhaltige städtische Entwicklung zu informieren. Der Anfang hierzu wird mit einer Veranstaltung auf der Klimakonferenz in Kopenhagen in Zusammenarbeit mit UN HABITAT gemacht, gefolgt von Seminaren für Parlamentarier in Indien und Taipeh Anfang 2010. Die Ergebnisse des Kommissionstreffens wurden am 20. November bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit Kommissionsmitgliedern sowie Dr. Michael Beckereit (Geschäftsführer von Hamburg Energie) und Peter Lindlahr (Leiter der Hamburger Leitstelle für Klimaschutz) präsentiert.
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Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Finanzsystem
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Die globalen Herausforderungen Klimakrise, Rohstoffknappheit und weltweite Armut haben ihre Ursache in der Art und Weise, wie wir heute wirtschaften.
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Der Finanzsektor steigert den Wachstumsdruck auf die reale Wirtschaft bis ins Extreme; unter diesem Druck kann sich die Wirtschaft neues Wachstum nur mit immer höheren Risiken für künftige Generationen erkaufen; der globale Verdrängungswettbewerb führt zu einer immer stärkeren Vernachlässigung sozialer und ökologischer Standards. Doch der scheinbare Widerspruch zwischen sozialer Verantwortung, Ökologie und Ökonomie lässt sich auflösen. Die Politikvorschläge des WFC fanden kürzlich in Redebeiträgen auf der Transatlantischen Jahreswirtschaftskonferenz in Frankfurt und bei den Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen des DGB in Köln große Resonanz bei Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften. Die Reaktionen zeigen, dass ein Wandel möglich ist. Vorschläge, die Wirtschaft stärker für langfristige Schäden in Haftung zu nehmen und die Wettbewerbsnachteile nachhaltiger Unternehmen zu beseitigen, werden tatsächlich mehrheitsfähig!
Hier bekommen Sie mehr Informationen zu aktuellen WFC-Veranstaltungen.
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Kontakt: World Future Council, Postfach 11 01 53, D-20401 Hamburg, Tel.: +49 (0)40-30 70 914-0
Der WFC dankt der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Michael Otto/Otto GmbH & Co KG, der GLS Bank, der Stiftung Drittes Millennium, der Schweisfurth Stiftung und allen übrigen großzügigen Spendern sehr herzlich für ihre Unterstützung.
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