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Newsletter - 02/2009 |
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Liebe Leserinnen und Leser,
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2. März 2009
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der World Future Council kann in diesen Tagen einen bedeutenden Erfolg seiner Klima- und Energiearbeit feiern: Seit dem 1. März profitieren Verbraucher in Gainesville, Florida, als erste in den USA von einer Einspeiseregelung für erneuerbare Energie. Ed Regan, stellvertretender Leiter der Strategieabteilung bei den Stadtwerken von Gainesville, hatte im Juni 2008 an einer vom WFC organisierten "Fact Finding Mission" nach Deutschland teilgenommen. Ein Einspeisegesetz für den ganzen Staat wird jetzt vorbereitet – es wurde bei einem vom WFC mitorganisierten Workshop in Florida im letzten Monat intensiv diskutiert.
Die Arbeit des WFC wird hoffentlich durch den Mitte Februar vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) geforderten "Global Green New Deal" gestärkt: UNEP forderte, dass ein Drittel der weltweit geplanten Stimulationspakete für die Wirtschaft "grüne Investitionen" sein sollen – eine geschätzte Summe von 590 Milliarden Euro, ungefähr ein Prozent des globalen Bruttosozialprodukts.
Grünes Investment kann aus der Finanzkrise eine Chance machen: Es schafft Arbeitsplätze, fördert Innovation und ein besseres Leben für Millionen Menschen – ein riesiges Potential für Länder sowohl im Norden als auch im globalen Süden.
Wie WFC-Ratsmitglied Chico Whitaker in diesem Newsletter berichtet, hat der Aufruf "eine andere Welt ist möglich" die Diskussionen beim Weltsozialforum in Brasilien bestimmt. Eine nachhaltige und faire Weltwirtschaft ist die einzige Möglichkeit, diesen Planeten für zukünftige Generationen zu bewahren – jetzt ist die Zeit, zu handeln!
Mit den besten Grüßen von Vorstand und Sekretariat,
Alexandra Wandel Vorstand
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Vorgestellt...
Ratsmitglied Prof. Rolf Kreibich...
...gilt als der Repräsentant der deutschsprachigen Zukunftsforschung.
Um mehr über Prof. Kreibich und seine Arbeit zu erfahren, klicken Sie bitte hier.
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Notizen aus dem Rat
Chico Whitaker: Das Weltsozialforum 2009
Von 27. Januar bis 1. Februar 2009 fand in Belem do Pará in Brasilien das Neunte Weltsozialforum statt. Wie schon in den letzten Jahren versammelten sich zehntausende Menschen - insgesamt 150.000, davon 133.000 registrierte Teilnehmer von 5808 Organisationen aus 142 Ländern, und 15.000 junge Leute, die in einem Jugendlager untergebracht waren.
In 2310 selbst organisierten Workshops, Seminaren und anderen Veranstaltungen diskutierten die Teilnehmer Themen und Vorschläge, um eine "andere Welt" zu schaffen. Das Forum dauerte sechs statt fünf Tage, weil nach dem traditionellen Eröffnungs-Protestmarsch ein Tag den Problemen der Amazonas-Region gewidmet war - unter Beteiligung von indigenen Völkern wurden die ökologischen Herausforderungen der Region debattiert.
Fünf lateinamerikanische Staatspräsidenten waren eingeladen worden, um in einer - natürlich überfüllten - Veranstaltung ihre Sichtweisen darzustellen.
Alle Krisen, die die Welt zurzeit erfährt - besonders die Umwelt- und die Finanzkrise - wurden während des Forums diskutiert. Vorschläge für zivigesellschaftliche Aktionen entstanden, um für Gerechtigkeit und Frieden die derzeitige "Zivilisationskrise" zu überwinden. Anders als vorherige Weltsozialforen endete das diesjährige Forum mit 32 Schlussversammlungen, die alle ihre Ergebnisse in der großen Abschlussveranstaltung präsentierten.
Auch wenn die materiellen Bedingungen solcher Großveranstaltungen niemals ganz zufriedenstellend für alle sind, nahmen doch alle jede Menge Energie und Hoffnung mit nach Hause.
Chico Whitaker ist WFC-Ratsmitglied und Mitbegründer des Weltsozialforums.
Weitere Informationen über die Aktivitäten der WFC-Ratsmitglieder finden Sie hier.
Top-Termine
Parlamentarische Anhörung in Tobago, Dezember 2008 |
14.-15. März 2009: Klimawandel und Zugang zu Energie: Parlamentarische Anhörung in Guyana Der WFC und e-Parliament organisieren am 14. und 15. März in Georgetown, Guyana eine Anhörung für Parlamentarier aus der Karibik. WFC Klima- und Energiedirektor Stefan Schurig wird Politikinstrumente vorstellen, die private Investitionen in erneuerbare Energie fördern, wie zum Beispiel Einspeisegesetze. Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe von Workshops für Parlamentarier aus Ländern Afrikas, der Karibik und der Pazifikregion. Die Workshops sollen den Zugang zu Energie für arme Bevölkerungsgruppen verbessern und Anregungen für eine nachhaltige Energiepolitik geben.
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15. März 2009: Ratsmitglied Prabhu Guptara diskutiert einen "New Global Deal" für die Zukunft Am 15. März nimmt WFC-Ratsmitglied Prabhu Guptara an einer Podiumsdiskussion zum Thema "Which New Global (Green) Deal for the Future?" in Berlin teil. Die Diskussion wird vom Allianzstiftungsforum veranstaltet, mit dabei sind bekannte Teilnehmer wie Ulrich Beck, Robert Glasser, Sunita Narain und Hans-Joachim Schellnhuber. Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wird ein Grußwort sprechen. Hier erfahren Sie mehr über die Veranstaltung und können sich anmelden.
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Ratsmitglied Prabhu Guptara
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28.-30. März 2009: Die Future Finance Expertenkommission geht an die Öffentlichkeit Der WFC intensiviert seine "Future Finance"-Arbeit: Anfang März wird die erste Fassung eines Positionspapiers präsentiert, das vor dem G20-Gipfel zur Finanzkrise im April veröffentlicht und an Parlamentarier und andere Zielgruppen gesendet werden soll. Um die Perspektive der Stellungnahme zu erweitern und das vielseitige Expertenwissen des Rates zu nutzen, sind alle Ratsmitglieder eingeladen, ihre Vorschläge für Veränderungen des Finanzsystems einzusenden. Die Kommission wird sich vom 28. bis 30. März in Ägypten treffen, kurz vor dem G20-Gipfel.
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Klicken Sie bitte hier, um Informationen über weitere Veranstaltungen zu erhalten. Mehr über den WFC und seine Projekte erfahren Sie auf unserer Website: www.worldfuturecouncil.org
Highlights der letzten Wochen
WFC-Ratsmitglied Nicholas Dunlop mit Dirk Hendricks vor einem Spiegel bei Solucar PS10 (bei Sevilla) |
28.-30. Januar 2009: Sonnensucher - mit EU-Parlamentariern auf Solar-Entdeckungsreise in Spanien Im Rahmen der vom WFC organisierten Europäischen Parlamentariergruppe zu einem kontinent-überspannenden Stromnetz (Supergrid) besichtigten fünf Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEPs) spanische Solaranlagen. Sie diskutierten das Potential konzentrierter Solarkraft innerhalb eines Supergrid-Konzeptes mit Experten und Vertretern der erneuerbaren Energiebranche. Die Gruppe wurde von WFC-Ratsmitglied Nick Dunlop und dem Direktor des Brüsseler WFC-Büros Dirk Hendricks begleitet, die die Reise zusammen mit den Büros von Rebecca Harms (MdEP, Die Grünen/EFA) und ESTELA organisierten. Die Parlamentarier besichtigten vier Solarkraftanlagen mit Kapazitäten von jeweils 50 Megawatt. Fasziniert von den Solaranlagen einigten sich die MdEPs Avril Doyle (Irland, Europäische Volkspartei), Rebecca Harms (Deutschland, Grüne/Europäische Freie Allianz), Sirpa Pietikainen (Finnland, Europäische Volkspartei), Francisca Pleguezuelos (Spanien, Sozialdemokratische Partei) and Pilar Ayuso (Spanien, Europäische Volkspartei) auf weitere Aktivitäten, um die Supergrid-Idee in Europa zu fördern.
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3. Februar 2009: Erfolgreicher Workshop über Einspeisegesetze in Florida Am 3. Februar war der World Future Council Mitveranstalter eines Workshops über Einspeisegesetze in Tallahassee, Florida. Mehr als 250 Teilnehmer kamen zu der Veranstaltung der Florida Alliance for Renewable Energy (FARE). Randy Hayes vertrat den WFC. Manager von Firmen wie Q-Cells, Phoenix Solar, Solar World und SMA betonten den direkten Zusammenhang zwischen neuen Arbeitsplätzen und der Einführung von Einspeisegesetzen in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Florida ist einer von zehn US-Staaten, die derzeit so ein Gesetz diskutieren. Die Stadt Gainesville in Florida spielte eine besondere Rolle bei der Konferenz - als erste Stadt in den USA, die eine Einspeiseregelung einführte.
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PACT - der WFC Online-Baukasten für Einspeisegesetze
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WFC-Gründer Jakob von Uexküll |
6.-8. Februar 2009: WFC-Ratsmitglieder Graf Sponeck, Prof. Dürr und WFC-Gründer von Uexküll bei der Münchener Friedenskonferenz Die WFC-Ratsmitglieder Hans-Christof Graf von Sponeck und Prof. Hans Peter Dürr waren Schirmherren der diesjährigen Münchener Friedenskonferenz. Die Konferenz über "Globale Bedrohungen für den Frieden – zivile Antworten" fand vom 6. bis 8. Februar statt. Traditionell gilt die Friedenskonferenz als Gegenpart der gleichzeitig stattfindenden Münchener Sicherheitskonferenz. In seinem Vortrag auf der Friedenskonferenz betonte WFC-Gründer Jakob von Uexküll, dass sich jeder Einzelne für eine nachhaltige und friedliche Welt einsetzen muss. Hier können Sie die Rede lesen.
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23.-25. Februar 2009: Global Leaders Congress 2009 - von der Krise zu einer gerechten und nachhaltigen Weltwirtschaft Bianca Jagger, Vorsitzende des World Future Council, sprach beim diesjährigen "The Rights and Humanity: Emergency Congress" in London, wo sich Führungskräfte aus dem öffentlichen, privaten und zivisgesellschaftlichen Bereich trafen. Sie entwickelten Leitlinien für den Aufbau nachhaltiger Finanzinstitutionen und ein neues, weltweites Wirtschaftsparadigma, das wirtschaftliche Stabilität, soziale Gerechtigkeit und Umweltverantwortung gleichermaßen wichtig nimmt. WFC Projektmanagerin Dr. Maja Göpel arbeitete die Empfehlungen mit aus, die vor dem G20-Gipfel am 2. April in London in den Reformprozess einfließen werden.
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Wie Sie uns unterstützen können
Der World Future Council ist auf die Unterstützung von Partnern und Spendern angewiesen, um seine Arbeit erfolgreich fortsetzen zu können. Wenn Sie unsere Projekte fördern möchten, wenden Sie sich bitte an den Direktor Fundraising des World Future Council, Lars Knöpke. Hier erfahren Sie mehr dazu.
Wir sind dankbar für jede Spende an: World Future Council GLS Bank Kontonummer: 200 900 4000 Bankleitzahl: 430 609 67
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Der WFC Newsletter erscheint monatlich. Wenn Sie diesen Newsletter abbestellen möchten, senden Sie bitte eine Mail an: Verena Seitz
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Kontakt: World Future Council, Postfach 11 01 53, D-20401 Hamburg, Tel.: +49 (0)40-30 70 914-0
Der WFC dankt der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Michael Otto/otto GmbH and Co. KG, der GLS Bank, der Stiftung Drittes Millennium, der Schweisfurth Stiftung und allen übrigen großzügigen Spendern sehr herzlich für ihre Unterstützung.
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