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Newsletter - 01/2009 |
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Liebe Leserinnen und Leser,
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02.02.2009
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Unter dem Motto „Visions, Values, Action“ fand die erste größere Veranstaltung des World Future Council im neuen Jahr statt: ein dreitägiges internationales Jugendforum in Bad Honnef bei Bonn mit Beteiligung dreier hochrangiger Ratsmitglieder. Das Forum verstand sich als Beitrag zur Vorbereitung der UNESCO-Weltkonferenz zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Jugendliche aus aller Welt hatten hier die Möglichkeit, mit führenden Wissenschaftlern, Autoren und Experten aus der Praxis darüber zu diskutieren, welche Herausforderungen das Ziel nachhaltiger Entwicklung an die Bildungssysteme stellt. Die Teilnehmer haben die Ergebnisse ihrer Diskussion in einem Video-Appell zusammengefasst, den sie im März der UNESCO Konferenz in Bonn überreichen wollen.
Das Motto „Visions, Values, Action“ steht auch für die Kernideale des World Future Council: Werte wie Respekt vor der Erde und dem Leben in all seiner Vielfalt bilden die Grundlage für die Vision des WFC von einer gerechten, friedlichen und nachhaltigen Welt.
Dieses Motto spiegelt sich auch in den Leitartikeln dieses Newslettters wider: dem Ruf nach einem Quantensprung für den Frieden im Israel-Palästina Konflikt von Ratsmitglied S.K.H. Prinz El Hassan Bin Talal von Jordanien und dem Kommentar von David Krieger, dem stellvertretenden Vorsitzenden des WFC-Exekutivkomitees, zur Obama-Wahl.
Da diese Visionen und Werte auch bei den für 2009 vor uns liegenden Aufgaben zum Tragen kommen, danken wir Ihnen sehr herzlich für Ihr Interesse und ihre kontinuierliche Unterstützung.
Mit besten Grüßen von Vorstand und Sekretariat,
Alexandra Wandel Vorstand
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Vorgestellt...
Ratsmitglied S.K.H. Prinz El Hassan Bin Talal von Jordanien
Gaza: Verzweifeltes Bedürfnis nach einer Perspektive Der israelisch- palästinensische Konflikt ist eine lange Geschichte verpasster Chancen und gebrochener Versprechen...
Lesen Sie hier mehr.
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Aus der Arbeit der Kommissionen
Klima und Energie
26. Januar 2009: WFC begrüßt die Gründung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien IRENA in Bonn Am 26. Januar 2009 wurde die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien in Bonn gegründet. Die WFC-Exekutivausschussvorsitzende Bianca Jagger, Exekutivausschussmitglied Hermann Scheer (MdB) und WFC-Gründer Jakob von Uexküll nahmen gemeinsam mit rund 400 Repräsentanten aus 125 Ländern an dem Ereignis teil. Der WFC hat die Gründung von IRENA aktiv unterstützt, um die weltweite Implementierung erneuerbarer Energien zu fördern. Hermann Scheer, der Spiritus Rector von IRENA, hat sich als Präsident der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR seit vielen Jahren für die Gründung der Agentur engagiert – mit Erfolg: Bislang haben bereits 75 Staaten den Gründungsvertrag unterzeichnet. Die WFC-Pressemitteilung dazu finden Sie hier.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bei der IRENA Gründungskonferenz im World Conference Center in Bonn
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Notizen aus dem Rat
David Krieger, stellvertretender Vorsitzender des WFC-Exekutivkomitees: Barack Obama: Intelligenz, Mitgefühl und Hoffnung
Ich schreibe diese Zeilen am Tag der Amtseinführung von Präsident Obama, den viele als „Tag der Befreiung“ empfunden haben. Besonders begeistert hat mich, dass der Präsident in seiner Antrittsrede sagte: „Was unsere Verteidigung betrifft: Wir lassen uns nicht die Scheinalternative aufzwingen, entweder unsere Sicherheit oder unsere Ideale zu verteidigen.“ In diesem Augenblick schwenkten die Fernsehkameras auf das Gesicht von George W. Bush, des unseligen Expräsidenten, über dessen Abschied aus dem Weißen Haus viele Menschen so erleichtert sind. Obama bringt in sein neues Amt Intelligenz, Mitgefühl und Hoffnung mit - Charaktereigenschaften, an denen es in der amerikanischen Führung in den letzten acht Jahren besonders gemangelt hat. Zwar kann niemand voraussehen, was aus der Welt in einem Jahr geworden sein wird und was der neue US-Präsident bis dahin erreichen kann, aber es herrscht das starke Gefühl vor, dass die Regierung Bush uns auf den Tiefpunkt gebracht hat und es jetzt nur noch besser werden kann. Für das Thema, das mir vor allem am Herzen liegt, Frieden und nukleare Abrüstung, sieht die Zukunft vielversprechend aus. Präsident Obama ist allem Anschein nach ein Mann des Friedens, der nicht das Militär missbrauchen oder sinnlose und verlogene Kriege führen wird. Er hat außerdem versprochen, „unermüdlich daran zu arbeiten, die nukleare Bedrohung zu verringern.“ Mit Obama im Amt, mit dem Abtritt von Bush und Cheney von der nationalen politischen Bühne, kann ich, wie die große Mehrheit der Amerikaner, spüren, dass das Versprechen Amerikas wieder zu uns zurückgekehrt ist.
Weitere Informationen über die Aktivitäten der WFC-Ratsmitglieder finden Sie hier.
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Future Finance
Expertenkommission Future Finance nimmt Arbeit auf Angesichts der sich zuspitzenden Finanz- und Wirtschaftskrise konzentriert sich der WFC darauf, die geplante Expertenkommission für ein zukunftsfähiges Finanzsystem so rasch wie möglich zu etablieren. Vor dem G20-Treffen im April in London soll die Kommission ihre ersten Vorschläge für ein neues, nachhaltiges und gerechtes Wirtschafts- und Finanzsystem vorlegen. Das aktuelle Weltwirtschaftssystem hat offenkundig versagt, viele Millionen Arbeitsplätze zerstört, die Armut vermehrt und die soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit untergraben. Aber die Krise eröffnet auch Möglichkeiten für einen radikalen Wandel. Die Expertenkommission trifft sich im März auf Einladung von Ratsmitglied Ibrahim Abouleish in Ägypten. Auf dieser ersten Sitzung sollen Grundsätze für ein Finanz- und Banksystem beraten werden, die dem Geld eine dienende und keine beherrschende Rolle zuweisen. Geld soll die Würde und das Wohlergehen der Menschheit fördern und nicht untergraben.
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Ratsmitglied Ibrahim Abouleish, Mitglied der Expertenkommission
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Top-Termine
3. Februar 2009: Wirksame Politik für erneuerbarer Energien fördert die Schaffung von Arbeitsplätzen, sichert langfristige Investitionen und verbessert die Energiesicherheit Am 3. Februar tritt der WFC als Mitveranstalter einer Konferenz zu erneuerbaren Energien in Tallahassee auf, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Florida. Der WFC wird dort einen Workshop zu Einspeisetarifen leiten. Mehr Informationen und Anmeldungsformulare finden Sie hier.
11. März 2009, 19.30 Uhr: Der World Future Council: Aus der Speicherstadt weltweit vernetzt Im Vorfeld des zweiten Jahrestages der WFC-Gründung im Mai wird WFC-Vorstandsmitglied Alexandra Wandel auf einer Veranstaltung in der Hamburger Petrikirche eine Bilanz des bisher Erreichten ziehen und zukünftige Projekte vorstellen. Weitere Themen werden die Aufgaben und die Vision des World Future Council angesichts der globalen Probleme von der Finanzkrise bis zum Klimawandel sein.
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Der World Future Council
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Klicken Sie bitte hier, um Informationen über weitere Veranstaltungen zu erhalten. Mehr über den WFC und seine Projekte erfahren Sie auf unserer Website: www.worldfuturecouncil.org
Highlights im Dezember und Januar
WFC-Vorsitzende Bianca Jagger, WFC-Vertreter Helmy Abouleish und Klima- und Energiereferentin Bianca Barth |
1.-12. Dezember 2008: UN-Klimagespräche im polnischen Posen Auf der Vorbereitungskonferenz für den bevorstehenden Kopenhagener UN-Klimagipfel zur Verhandlung eines Kyoto-Folgeprotokolls haben die WFC-Exekutivausschussvorsitzende Bianca Jagger, Ratsmitglied Ibrahim Abouleish, Klima- und Energiedirektor Stefan Schurig und Klimareferentin Bianca Barth im Dezember 2008 eine Begleitveranstaltung zu erneuerbaren Energien und neuen grünen Arbeitsplätzen ausgerichtet und sich an einer ganzen Reihe von Diskussionen beteiligt, um eine Lanze für die Positionen des WFC zu brechen. Wenn Sie mehr über die Ergebnisse der UN-Konferenz und die Perspektiven des WFC für die Vorbereitung von Kopenhagen in Anbetracht der globalen Finanzkrise lesen möchten, klicken Sie bitte hier. Um ein Interview mit der WFC-Vorsitzenden Bianca Jagger zu sehen, klicken Sie bitte hier.
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14. Januar 2009: Koordinator der neuen WFC-Expertenkommission Future Finance skizziert WFC-Position auf Vortragsveranstaltung der Körber-Stiftung Vor 160 Gästen bei einer Vortragsveranstaltung am Sitz der Körber-Stiftung in der Hamburger Hafenstadt skizzierte der Finanzexperte Stefan Biskamp die vom WFC vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bekämpfung der zerstörerischen Auswirkungen, die das aktuelle Weltfinanzsystem auf die Klima-, Energie- und Lebenssicherheit hat. Unter anderem nannte er dabei ein Verbot von Hedge Fonds sowie die Überführung der großen Banken und Ratingagenturen in öffentliches Eigentum. Stefan Biskamp ist ehemaliger Chefredakteur des führenden deutschen Wirtschaftsmagazins „Wirtschaftswoche“ und seit dem 1. Januar 2009 beim WFC.
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Stefan Biskamp, Koordinator der Future Finance Kommission
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WFC Programmdirektor Herbert Girardet |
19.-21. Januar 2009: WFC fordert auf Weltenergie-Gipfel in Abu Dhabi globalen Pakt für 100% erneuerbare Energien Auf der weltgrößten Energiekonferenz mit über 16.000 Teilnehmern aus 79 Ländern wurde der WFC durch Exekutivausschussmitglied MdB Hermann Scheer, Programmdirektor Herbert Giradet und den Klima- und Energiedirektor Stefan Schurig vertreten. Sowohl Hermann Scheer als auch Herbert Girardet sprachen auf den Plenarsitzungen über eine zukünftige Weltenergiepolitik und -strategie. Giradet betonte die Notwendigkeit einer Vollversorgung durch erneuerbare Energien und rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, diesem Thema höchste Priorität einzuräumen. „Nur so können wir den Wettlauf gegen die Zeit gewinnen und die schlimmsten Folgen des Klimawandels verhindern“, sagte er. Die WFC-Pressemitteilung zu diesem Thema finden Sie hier.
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23.-25. Januar 2009: „Visions, Values and Action“: WFC als Mitveranstalter eines internationalen Jugendforums zur Vorbereitung der UNESCO-Weltkonferenz Der WFC hat eine dreitägige Konferenz mit ausgerichtet, zu der sich Ende Januar rund 140 Jugendliche und junge Erwachsene aus aller Welt in Bad Honnef bei Bonn getroffen haben. Die Teilnehmer hatten sich zum Ziel gesetzt, im Vorfeld der UNESCO Weltkonferenz zur Rolle der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ihre eigenen Positionen dazu zu entwickeln, wie Umweltschutz, Frieden und soziale Gerechtigkeit durch Bildung gefördert werden sollten. Unterstützt und beraten wurden sie dabei durch führende Fachleute, darunter die WFC-Ratsmitglieder Prof. Hans-Peter Dürr, Dr. Rama Mani und Prof. Manfred Max-Neef sowie die WFC-Kampagnenmanagerin Dr. Maja Göpel. Ein Video mit Ergebnissen der Konferenz sehen Sie hier.
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von links nach rechts: Prof. Hans-Peter Dürr, Rabbi Awraham Soetendorp, Prof. Manfred Max-Neef, Dr. Rama Mani, Dr. Ignacio Campino
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WFC-Ratsmitglied Nick Dunlop |
13.-14. Dezember 2008: Parlamentarische Anhörung in Posen (Polen) – WFC und e-Parliament beraten mit Abgeordneten aus Mittel- und Osteuropa über Wege zur Verbreitung erneuerbarer Energien Schwerpunktthema der sechsten gemeinsamen parlamentarischen Anhörung von WFC und e-Parliament im vergangenen Jahr war die Frage, wie sich das Potenzial erneuerbarer Energien in Mittel- und Osteuropa besser nutzen ließe. WFC-Klima- und Energiedirektor Stefan Schurig stellte das Grundprinzip sogenannter Einspeisetarife vor und zeigte auf, wie Investitionen in erneuerbare Energien die Wirtschaft stärken können. Während viele osteuropäische Staaten bereits Gesetze über Einspeisetarife verabschiedet haben, mangelt es beispielsweise in Polen noch an staatlichen Anreizen zur Förderung erneuerbarer Energien. Lesen Sie hier mehr darüber.
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