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Newsletter - 06/2008
Liebe Leserinnen und Leser, 04.11.2008
können wir den Umbruch wirklich erreichen? Ja, das können wir! Der World Future Council ist stolz, auf zwei bedeutende Erfolge in seinem Einsatz für die weltweite Implementierung von besseren Politiken zur Förderung erneuerbarer Energien hinweisen zu können.
Die WFC-Expertenkommission Klima und Energie hat von Anfang an eine zweigleisige Strategie verfolgt, um beispielhafte politische Initiativen gegen den Klimawandel zu unterstützen. Erstens hat der WFC ein Online Tool-kit entwickelt, um Parlamentariern bei der Konzeption von Gesetzen zur Förderung erneuerbarer Energien zu helfen. Zweitens organisiert der WFC auf internationalen Konferenzen Workshops und Expertentreffen, um über wegweisende politische Initiativen auf diesem Gebiet zu informieren und über ihre bestmögliche Umsetzung zu beraten.
Nun zeigt die breit angelegte Überzeugungsarbeit des WFC gegenüber Führungskräften US-amerikanischer Energieversorger und politischen Entscheidungsträgern konkrete Ergebnisse: Der Bundesstaat Hawaii und die Stadt Gainesville in Florida planen Gesetze, die Erzeuger von Strom aus erneuerbaren Energien (Hausbesitzer, Landwirte, Kleinbetriebe) dafür bezahlen. Ab Juli 2009 können die Hawaianer Strom aus Wind- oder Solarenergie gegen einen garantierten Tarif ins Netz einspeisen. In Gainesville plant der Stadtrat sogar schon ab Januar ein Energieeinspeisegesetz.
Beide Beispiele zeigen, dass die Abkehr von fossilen Energieträgern tatsächlich in dem erforderlichen Tempo möglich ist, wenn Gesetzgeber und Meinungsführer den Willen dazu beweisen. Der WFC wird weiter daran arbeiten, genau dies zu erreichen.

Mit besten Grüßen von Vorstand, Exekutivkomittee und Sekretariat,

Herbert Girardet
Gründungsmitglied und Programmdirektor des World Future Council

Inhalt
Aus der Arbeit der Kommissionen >
Neues von den Ratsmitgliedern >
Top-Termine >
Highlights vom Oktober >
Spenden für den WFC >
Der WFC in den Medien

Vorgestellt...

David Krieger, Mitglied des WFC Exekutivkomitees:

"Unterschreiben Sie jetzt den Appell für eine Nuklearwaffen freie Welt an den neuen US Präsidenten!"

Lesen Sie hier mehr über und von David Krieger.

     
Aus der Arbeit der Kommissionen
Städte und Klimawandel
Am 9. Oktober 2008 ist die WFC-Expertenkommission Städte und Klimawandel zu ihrem ersten offiziellen Treffen in Hamburg zusammengekommen. Die von der Hamburger HafenCity University (HCU) mitgetragene Kommission besteht aus 20 international renommierten Experten aus den Reihen des WFC und darüber hinaus. Sie entwickelt Methoden der Stadtplanung und Stadtentwicklung mit dem Ziel, dem Klimawandel entgegen zu wirken und beispielhafte politische Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien zu implementieren.
Die Arbeit der Kommission beruht auf der Erkenntnis, dass inzwischen die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten lebt, denen der ökologische Kollaps droht, sofern nicht Gesetzgeber im weltweiten Maßstab Sofortmaßnahmen zur Einführung erneuerbarer Energien ergreifen.


Klima und Energie
Die WFC-Expertenkommission Klima und Energie hat sich vom 6. bis 8. Oktober in London getroffen, um über die zunehmend umfassenderen Aufgaben im Rahmen der WFC-Klimakampagne zu beraten. Zentrale Themen waren die WFC-Beteiligung an der UN Klimakonferenz in Polen im September, das Projekt einer Hochspannungs-Gleichstromleitung zur Versorgung Europas mit Solarenergie aus Nordafrika („Supergrid“), das Ziel der Verringerung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre auf 350 ppm und die negativen Auswirkungen von Ölbohrungen in der Arktis.
Der WFC empfiehlt erneuerbare Energien als Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung in Afrika - lesen Sie mehr dazu hier!

Wenn Sie mehr über die Klima- und Energiekampagne des WFC erfahren möchten, klicken Sie bitte hier.
    Neues von den Ratsmitgliedern
Ratsmitglied Maude Barlow:
„Wasser ist keine Ware, die man kaufen und verkaufen darf. Wasser ist ein Menschenrecht."


Die Ernennung zum Senior Advisor für Wasser-Angelegenheiten durch den Präsidenten der 63. Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen, Miguel d’Escoto, ist für mich eine sehr große Ehre. Pater Miguel ist entschlossen, seine Amtszeit dafür zu nutzen, die Auswirkungen der globalen Wasser- und Lebensmittelkrise auf die Ärmsten der Welt ins Bewusstsein zu rücken und ihre Not zu einem Kernanliegen der UN zu machen.
Angesichts weltweit rapide schwindender Süßwasservorräte hat ein gnadenloser Wettlauf um Zugang zu dieser Ressource begonnen. Der Prozess ist außer Kontrolle geraten. Wer hat das Sagen, wenn es um Wasser geht: Die Bürger und ihre gewählten Volksvertreter oder die Privatwirtschaft? Ist Wasser eine beliebige Handelsware, wie Joggingschuhe, die frei auf dem Weltmarkt verkauft werden sollte, oder ist Wasser ein wertvolles Allgemeingut und ein Menschenrecht? Hier geht es nicht um akademische Begriffsbestimmungen. Ein grundlegendes Menschenrecht ist nämlich unveräußerlich und kann nicht als Ware gehandelt werden.
Die Vereinten Nationen haben zwar wegweisende Forschungsprojekte zur globalen Wasserkrise durchgeführt, aber zu dieser Frage bislang weitgehend geschwiegen, obwohl beide Auffassungen in den Reihen der UN diskutiert werden. Vor Kurzem hat der UN-Menschenrechtsrat begonnen, eine Konvention zum Menschenrecht auf Wasser zu entwickeln. Dieser meiner Meinung nach sehr begrüßenswerte Schritt wird auch von Präsident d’Escoto unterstützt.
Die Vorräte an sauberem, frischem Trinkwasser gehen weltweit zur Neige. An durch Krankheitskeime verunreinigtem Wasser sterben täglich mehr Kinder, als an HIV/AIDS, Kriegseinwirkung und Verkehrsunfällen zusammen. Wir müssen dringend an verbindlichen Grundsätzen zum unveräußerlichen Lebensrecht auf Wasser arbeiten. Zwar spielt die Privatwirtschaft eine wichtige Rolle bei der Entwicklung innovativer Antworten auf die Krise, aber Wasser als Ressource muss im Interesse der Menschen als Treuhandvermögen der öffentlichen Hand dauerhaft geschützt werden.
Weitere Informationen über die Aktivitäten der WFC-Ratsmitglieder finden Sie hier.
 
Die WFC-Top-Termine der nächsten Wochen
Der WFC freut sich, nach langer Vorbereitungsarbeit die Eröffnung des EU-Verbindungsbüros in Brüssel unter Leitung des europapolitischen Experten Dirk Hendricks bekannt geben zu können. Ab Dezember kann der WFC nun effektivere Beratungsarbeit zu Themen wie Klima, Energie und Zukunftsgerechtigkeit in Richtung der EU-Institutionen leisten, wo Entscheidungen über das Schicksal von Millionen Menschen getroffen werden. Weiterhin leistet der WFC kontinuierliche Informationsarbeit in Osteuropa über politische Alternativen zu einer auf fossilen Brennstoffen beruhenden Wirtschaft. Da die bevorstehenden UN-Klimakonferenzen in Poznan und Kopenhagen entscheidende Vorgaben für die zukünftige Energiepolitik geben werden, verstärkt der WFC auch hier seinen Einsatz für die weltweite Implementierung von besten Politiken, so zum Beispiel nach dem Muster des deutschen Einspeisegesetzes für alternative Energien.
11.-12. November 2008
EU Workshop zu erneuerbaren Energien für neue Mitgliedstaaten in Prag

Im November veranstaltet die EU-Kommission in Prag eine Konferenz zum Wissenstransfer in Sachen Nutzung erneuerbarer Energien für die neuen EU-Mitgliedstaaten und Beitrittskandidaten aus Osteuropa. Axel Bree, Referent für Klima- und Energiepolitik wird den WFC auf dieser wichtigen Veranstaltung in einer Podiumsdiskussion vertreten und den Wirkungsgrad verschiedener Modelle zur Förderung erneuerbarer Energien skizzieren.



2. Dezember 2008:
Eröffnung des Brüsseler WFC-Büros

Aus Anlass der Eröffnung des Brüsseler WFC-EU-Verbindungsbüros lädt der WFC am Samstag, den 2. Dezember 2008 um 18 Uhr zu einem Empfang in den parlamentarischen Salon des EU-Parlamentsgebäudes in Brüssel ein.
Die WFC- Exekutivausschussvorsitzende Bianca Jagger, Ratsmitglied Anders Wijkman und der WFC-Gründer Jakob von Uexküll werden zu den wichtigsten Themen sprechen, die aus Sicht des WFC auf den UN-Klimakonferenzen in Polen und Kopenhagen sowie im Rahmen des EU-Klima- und Energiepakets behandelt werden sollten.
Der Empfang bietet die Gelegenheit zur Beteiligung an wegweisenden Diskussionen mit renommierten Experten und Gästen über machbare und realistische Lösungen zur Bekämpfung des Klimachaos. Als Teilnehmer erwartet werden Mitglieder des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission, Experten für erneuerbare Energien und wichtige Entscheidungsträger aus Brüssel und Europa.
Leser des Newsletters, die gerne bei dem Empfang dabei sein möchten, können ihre Kontaktdaten bis zum 21. November 2008 an Dominik Bertrams senden.
Am besten schauen Sie regelmäßig hier in unseren aktualisierten Terminkalender. Wenn Sie mehr über den WFC und aktuelle Projekte wissen möchten, besuchen Sie bitte unsere Website: www.worldfuturecouncil.org
Die Highlights im Oktober
Im vergangenen Monat haben Millionen Menschen weltweit an ihre Regierungen appelliert, endlich für die Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele zu handeln, die sie selbst im Jahr 2000 beschlossen haben. Da die Entwicklungsziele dem Engagement des WFC für zukünftige Generationen entsprechen, haben sieben WFC-Ratsmitglieder und Preisträger des Right Livelihood Award das internationale UN „Stand-Up“ Event mit Videobotschaften unterstützt. Um diese Ziele nachdrücklich zu unterstützen, hat der WFC außerdem ein neues KidsCall Online-Forum eingerichtet, das Kinder und Jungendliche aus aller Welt nutzen können, um über ihre Anliegen für die Zukunft zu diskutieren und die Regierungen weltweit mit einer unüberhörbaren Stimme an ihre Verantwortung gegenüber der jungen Generation zu erinnern.
Umfassende Informationen zur Berichterstattung über den WFC in den Medien finden Sie hier.

Jakob von Uexküll mit Moderatorin Carmen Thomas
17. Oktober 2008:
WFC-Gründer Jakob von Uexkuell auf UN „Stand Up“ Event in Berlin – WFC-Ratsmitglieder unterstützen Aktionstage durch Videobotschaften

WFC-Gründer Jakob von Uexküll ist in Berlin für die UN-Millenniums Ziele aufgestanden – genauso, wie weltweit insgesamt 116 Millionen Menschen, die sich vom 17. bis 19. Oktober 2008 bei der Aktion „Stand-Up & Take Action“ beteiligt haben. Von Uexküll war bei dem größten deutschen UN „Stand-Up“ Event mit Podiumsdiskussion im Berliner Sony Center dabei. Sieben weitere WFC-Ratsmitglieder hatten das Event durch Videoappelle unterstützt.
Sehen Sie die Videos und lesen Sie mehr dazu hier.
10. Oktober 2008:
KidsCall bietet neues Online-Forum für die WFC-Jugendarbeit

Unter www.kidscall.info haben Kinder und Jugendliche aus aller Welt jetzt die Möglichkeit, online miteinander zu kommunizieren und über aktuelle Fragen des Weltgeschehens zu diskutieren.
Das Forum ist in vier Sprachen eingerichtet (Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch) und in zwölf Themenbereiche gegliedert. Mehr dazu hier.


12. Oktober 2008:
WFC Workshop Erneuerbare Energien in San Diego

Am 12. Oktober 2008 haben rund 100 hochkarätige Branchenfachleute und Entscheidungsträger in San Diego über das weltweit effizienteste politische Instrument zur Förderung erneuerbarer Energien diskutiert: die sogenannten Renewable Energy Payments (REPs), in Europa unter dem Begriff Einspeisetarife bekannt.
Lesen Sie mehr dazu hier.
Klicken Sie bitte hier, um Informationen zu bisherigen WFC-Veranstaltungen zu bekommen. Mehr über den WFC und seine Projekte erfahren Sie auf unserer Website: www.worldfuturecouncil.org

Wie Sie den WFC unterstützen können

Der WFC ist auf die Unterstützung von Partnern und Spendern angewiesen, um seine Arbeit erfolgreich fortsetzen zu können. Wenn Sie unsere Projekte fördern möchten, wenden Sie sich bitte an den Director of Donor Relations des WFC, Lars Knöpke: lars.knoepke@worldfuturecouncil.org.

Wir sind dankbar für jede Spende an:
World Future Council
GLS Bank
Kontonummer: 200 900 4000
Bankleitzahl: 430 609 67

Der WFC Newsletter erscheint monatlich.
Wenn Sie diesen Newsletter abbestellen möchten, senden Sie bitte eine Mail an: regina.koerner@worldfuturecouncil.org

Weitere Informationen über den Weltzukunftsrat, seine Ziele und seine Aktivitäten finden Sie auf unserer Website:
www.worldfuturecouncil.org

Kontakt: World Future Council, Postfach 11 01 53, D-20401 Hamburg, Tel.: +49 (0)40-30 70 914-0

Der WFC dankt der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Michael Otto/otto GmbH and Co. KG und allen übrigen großzügigen Spendern sehr herzlich für ihre Unterstützung.